Genauso wie bei Spiel auf Zeit hatte ich hier bei Femme Fatale immer auf eine deutsche HD VÖ gehofft, weshalb ich diesen Film bisher tatsächlich erst einmal gesehen hatte. Schade das 11 Jahre später es immer noch keine deutschsprachige VÖ von diesem Meisterwerk gibt. Ob es ein Rechte Thema ist? Auf jeden Fall sehr schade, obwohl die DVD auch in Ordnung geht, aber an manchen stellen hätte ich mir schon ein scharfes HD bzw. sogar UHD Bild gewünscht und den Film in einer tollen Mediabook VÖ zu haben hätte auch was. Ich finde es halt immer sehr schade wenn ich Filme die ich wirklich sehr mag nur in einer Keep Case Variante in der Sammlung haben kann.
"Femme Fatale" ist aber in jedem Fall ein absolutes Meisterwerk, dessen negative Kritiken mich vielleicht ebenfalls an einer früheren Sichtung behinderten. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wo die herkommen, aber ich gehe mal von einer falschen Erwartungshaltung aus.
Der Film startet direkt im "Film noir", da sich die titelgebende Hauptakteurin im Fernsehen den Billy Wilder Klassiker "Frau ohne Gewissen" ansieht. Das ist mehr als passend, da man sie durchaus so bezeichnen kann.
Das ist wirklich das Schöne wenn man sich näher mit dem Thema Film beschäftigt und nicht nur ein Genre versucht zu schauen. Bei meiner ersten Sichtung ist mir natürlich weder der Bezug num Film noir noch die Szenen auc Billy Wilder´s
Frau ohne Gewissen aufgefallen, weil ich beides nicht kannte. Dies hat sich in den letzten 11 Jahren zum Glück geändert und ich musste heftig schmunzeln als mir diese kurzen Ausschnitte sofort aufviehlen und ich sie auch zuordnen konnte. Ich liebe solche Hommagen und wenn sie dann sogar noch so gut zu dem Film oder in diesem Fall der Hauptfigur Laure/Lilly passen.
In einem fulminant gefilmten Coup, legt sie nämlich alle aufs Kreuz und beschäftigt sich weniger mit Gewissensbissen. Allerdings wird sie dieser Coup noch eine Weile verfolgen, aber das sollte man sich ansehen und nicht hier nachlesen.
Der Anfang ist wirklich sehr toll inszeniert. Alleine natürlich als Location die Filmfestspiele von Cannes zu nehmen war eine tolle Idee und sorgte auch sofort für die richtige Atmosphäre, da man hier sofort das Gefühl bekommt einen europhäischen/französischen Film zu sehen.
Damit das richtig Laune macht, liefert Brian De Palma ein Glanzstück ab. Denn nicht nur diese fantastische Raubsequenz bietet Bilder zum Zunge schnalzen.
Auch wenn es natürlich nicht das Hauptaugenmerk war muss man hier einfach erwähnen wie wunderschön
Rie Rasmussen in diesen Szenen aussah und wie De Palma dann auch im Making Of bestätigte, war es für ihn auch sehr wichtig diese schöne Frau phänomenal in Szene zu setzen, was ihm auch gelungen ist.
Der Höhepunkt ist zweifellos das Unterwasserbild von Hauptdarstellerin Rebecca Romijn. Das ist dermaßen wahnsinnig genial, das man es sich ausschneiden und an die Wand hängen möchte. Filmkunst in Perfektion!
Genau dasselbe habe ich auch gedacht und es geht mir hier nicht um den Aspekt das man sie hier nackt sieht, ich vermute mal Dir auch nicht. Es sah einfach nur wunderbar fotografiert aus wie sie ins Wasser eintauchte und dann unterwasser noch im richtigen Licht dargestellt wird. Ich fänd die Szene genauso gut wenn sie was an hätte, aber so wirkt es natürlich noch mal etwas künstlerischer und war dann ja auch die perfekte Überleitung um die Traumsequenz zu beenden, den üblicherweise ist man in der Badewanne nackt.
Bis auf diesen Satz, kann ich die Rezi komplett stehen lassen. Den Film finde ich nach wie vor prächtig und liebe ihn. Man merkt ihm das europäische Flair an, weshalb er wahrscheinlich diesen künstlerischen Touch beinhaltet. Die Franzosen haben De Palma ja eh deutlich mehr verehrt, weshalb es auch einfach gepasst hat.
Es hat mich irgendwie auch heute total gefreut, das er diesen Film in Frankreich hat spielen lassen und ja auch in Frankreich größtenteils gedreht hat. Ein Land was irgendwie immer noch viel mehr Filmliebe hat und Dinge viel mehr wertschätzt. Das sieht man ja auch noch daran was für tolle Sonderveröffentlichungen dort raus kommen teilweise. Aber hier zu der Handlung hätte finde ich die USA auch nicht so gut gepasst.
Es waren sogar fast 3 Jahre.......
Diesmal ist meine Rückmeldung aber etwas schneller!
Auch bei meiner jetzigen Sichtung saß ich wie gebannt vor dem Bildschirm und sah ein Kunstgemälde nach dem Anderen.
Das ging mir auch so. So unfassbar schön und toll ist dieser Film.
as ist dann immer so das Problem, bei einer Rückmeldung 3 Jahre später

Tatsächlich werden es aber die gleichen Aspekte sein wie heute. Ich finde es beispielsweise faszinierend, das er als Hotel von Lily das Sheraton gewählt hat, was im Gegensatz zu den malerischen Kulissen, völlig kalt und steril gewirkt hat. Hier vermute ich Absicht, um ihren Charakter zu unterstreichen.
Wenn man den Film bereits kennt, finde ich die ganzen Querverweise auf den Traum einfach gigantisch. Allein dieses überlaufende Aquarium, was den Hinweis auf die Badewanne gibt, finde ich wahnsinnig brillant.
Das fand ich auch total genial! Ich weiß garnicht ob mir das bei meiner ersten Sichtung überhaupt aufgefallen war, heute aber definitiv weil ich sofort die überlaufende Badewanne damit in Verbindung gebracht habe und natürlich auch, als sie aus dem Traum erwachte, das man dann das Aquarim wieder normal gefüllt sah.
Auch toll fand ich wieder, hattest Du ja auch erwähnt, das Thema Butterfly Effekt. Laure half dann ja Lilly ihren Entschluss wirklich in die Tat umzusetzen, sie ist dann wiederum per Anhalter mit dem LKW Fahrer mitgefahren, hat ihm, bevor sie ihm die Kette ihrer toten Tochter schenkte, noch vorgeschlagen er könnte diese Kette dann, wenn sie zu alt dafür ist, sich in seinen LKW hängen um immer an sie zu denken und genau diese Kette sorgt dafür das Veronica und Lilly von den beiden Verfolgern erlöst werden.
Generell ist die letzte Sequenz in dem Film zum niederknien! Toll inszeniert!
Abgefahren ist auch der Zeitsprung, da der Hauptteil ja 2008 spielt, allerdings ohne futuristische Details plus dem Plakat "Déjà vu 2008". Da sind einige tolle subtile Hinweise im Film enthalten.
Das ging mir auch so. Ich musste jedes Mal lächeln als ich den Schriftzug erneut im Film entdeckte. Aber auch wieviele Figuren ihr vorher real begegnet waren die sie dann später in der Traumsequenz dann mit in ihren Traum einbaute. Toll gemacht.
Nur nebenbei: Antonio Banderas hat die Rolle übernommen, weil seine Ehefrau, Melanie Griffith, ihn darum bat, da sie De Palma viel zu verdanken hat.
Hier musste ich auch sofort schmunzeln als dies im Making Of erwähnt wurde. Es zeigt aber auch, was für ein toller Kerl De Palma sein muss, den sonst würde man nach all den Jahren sicherlich keine Empfehlung aussprechen. Fand ich auch eine sehr schöne Geschichte.
Sehr schön fand ich übrigens auch diese Fottocollage an der Wand in Nicolas Zimmer. Das sah zum Schluss einfach nur phänomenal aus als man sie vollendet sah.