Femme Fatale

Tarantino1980

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AW: Femme Fatale

Ach Quatsch! Du mußt einfach nur weniger schlechte Filme im Kino schauen:D Dann hast du mehr Zeit für gute Filme zu Hause:)

Ja wenn dann nicht die Neugierde da ist. Irgendwie muss ich ab und an auch aktuelle Filme mal im Kino sehen und wenn es nur wegen dem Erlebnis Kino ist :D. Aber dieses Jahr laufen ja auch wieder einige Filme im Kino die sich sogar lohnen dort zu sehen ;).

Aber Femme Fatale ist zumindestens jetzt schonmal auf meiner "Muss ich mir noch umbedingt" ansehen liste ;)

Welche ich ja unbedingt noch sehen muss, ist "Carlitos Way"! Nur wo gibt's den Film ungeschnitten zu kaufen?

Wenn Du eine Bezugsquelle davon kennst sag mir bescheid, auf den bin ich auch schon sehr lange scharf, alleine schon wegen Pacino. Ich habe ja die Hoffnung das sich irgendjemand erbarmt und ihm einen HD Transfer spendiert und er als Remastered Editon auf Blu-ray rauskommt.
 
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AW: Femme Fatale

Welche ich ja unbedingt noch sehen muss, ist "Carlitos Way"! Nur wo gibt's den Film ungeschnitten zu kaufen?

Wenn Du eine Bezugsquelle davon kennst sag mir bescheid, auf den bin ich auch schon sehr lange scharf, alleine schon wegen Pacino. Ich habe ja die Hoffnung das sich irgendjemand erbarmt und ihm einen HD Transfer spendiert und er als Remastered Editon auf Blu-ray rauskommt.

Die US-BD ist region free und gibt's bei Axel zum Spottpreis...
 

deadlyfriend

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Mission Impossible
Spiel auf Zeit
Mission to Mars

Und alle der besagten Filme haben mir bei der Erstsichtung nicht gefallen.

Heute kenne ich mittlerweile zehn Filme von ihm.

Irgendwie kann ich das verstehen, weshalb ich sie einer nochmaligen Prüfung unterziehen werde. Wobei ich "Spiel auf Zeit" ziemlich gut fand.

Gesehen habe ich von ihm inzwischen 17 Filme und das Ende ist noch nicht erreicht:)

Ich kenne nur "Black Dahlia" (6/10), "Untouchables" (8/10), "Scarface" (8/10) und "Die Verdammten des Krieges" (9/10). Nach deadlys Ausführungen hole ich "Femme Fatale" aber definitiv nach. Die DVD soll auch nicht umsonst gekauft worden sein. :ugly:

Da sind meiner Ansicht nach die Besten nicht mal dabei. Allerdings verdammt Gute:D

Aber Femme Fatale ist zumindestens jetzt schonmal auf meiner "Muss ich mir noch umbedingt" ansehen liste ;)

Wenn du "Dressed to kill" und "Der Tod kommt zweimal" gesehen hast, bist du eh verseucht:nice:
 

Tarantino1980

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AW: Femme Fatale

Wahnsinn das es schon wieder zwei Jahre her ist das ich auf diesen Film aufmerksam gemacht worden bin ;). Nun liegt aber endlich eine Sichtung hinter mir und ich bin ähnlich begeistert wie deadly damals!

Das Finale ist einfach wieder nur ein Traum wie perfekt alles in Szene gesetzt worden ist und auch ansonsten bietet der Film wieder sehr viele für Brian De Palma übliche Momente die sich einfach nur in mein Filmhirn einbrennen. Nicht umsonst gehört dieser Mann mitlerweile zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren!


Über ein oder zwei Szenen will ich mich nämlich unbedingt mit Jemandem über den Film unterhalten.:) Die will ich hier nur halt jetzt nicht beschreiben, da sie einem den Film im Vorfeld versauen könnten.

Zugegeben es ist etwas länger her das Du mich auf den Film aufmerksam gemacht hast :o, aber nun bin ich neugierig über welche Szenen Du Dich unterhalten willst? Weist Du noch welche es waren?
 

deadlyfriend

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Femme Fatale


Das Spätwerk von Brian De Palma hat mich nicht unbedingt zum Fan werden lassen. Natürlich waren da immer gute Filme dabei, aber die stärkste Zeit des Regisseurs liegt zwischen 1973 und 1985. Dachte ich zumindest und hatte deshalb "Femme Fatale" einige Zeit im Regal, ohne ihn mir anzusehen. Das war Fehler und Glück in Einem. Ein Fehler, weil der Film absolut überragend ist und Glück, weil ich mich heute durch eine Erstsichtung erfreuen konnte. Allerdings werde ich dadurch die letzten 2 Jahrzehnte des Regisseurs nochmal unter anderen Gesichtspunkten prüfen müssen. Möglicherweise habe ich manche Filme von ihm schwächer in Erinnerung als sie sind, oder aber "Mission Impossible" hatte meine Sicht auf das Gesamtwerk des Regisseur etwas beeinträchtigt.
Bis auf diesen Satz, kann ich die Rezi komplett stehen lassen. Den Film finde ich nach wie vor prächtig und liebe ihn. Man merkt ihm das europäische Flair an, weshalb er wahrscheinlich diesen künstlerischen Touch beinhaltet. Die Franzosen haben De Palma ja eh deutlich mehr verehrt, weshalb es auch einfach gepasst hat. Deshalb kann ich zumindest Einiges im oben genannten Satz revidieren. Tatsächlich war es aber so, dass ich zum damaligen Zeitpunkt eher den Mainstream bei De Palma gesehen habe, was den Blick ein wenig getrübt hat. Vielleicht gar nicht mal so sehr die Filme an sich, aber er arbeitete zu dem Zeitpunkt eher mit Weltstars, wie Tom Cruise, Nicolas Cage etc... weshalb ich wahrscheinlich wenig Innovation erwartet hatte, was zum Teil aber auch wieder richtig war. Tatsächlich sehe ich die Zeit 73 bis 85 nicht mehr in Stein gemeißelt. In der Entwicklung des Regisseurs stimmt das wahrscheinlich dennoch, aber er hatte auch danach unglaublich starke Filme, wie ich ja jetzt wieder sehen konnte.
 

deadlyfriend

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Wahnsinn das es schon wieder zwei Jahre her ist das ich auf diesen Film aufmerksam gemacht worden bin ;). Nun liegt aber endlich eine Sichtung hinter mir und ich bin ähnlich begeistert wie deadly damals!
Es waren sogar fast 3 Jahre.......
Das Finale ist einfach wieder nur ein Traum wie perfekt alles in Szene gesetzt worden ist und auch ansonsten bietet der Film wieder sehr viele für Brian De Palma übliche Momente die sich einfach nur in mein Filmhirn einbrennen. Nicht umsonst gehört dieser Mann mitlerweile zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren!
Auch bei meiner jetzigen Sichtung saß ich wie gebannt vor dem Bildschirm und sah ein Kunstgemälde nach dem Anderen.
Zugegeben es ist etwas länger her das Du mich auf den Film aufmerksam gemacht hast :o, aber nun bin ich neugierig über welche Szenen Du Dich unterhalten willst? Weist Du noch welche es waren?
Das ist dann immer so das Problem, bei einer Rückmeldung 3 Jahre später :lol:Tatsächlich werden es aber die gleichen Aspekte sein wie heute. Ich finde es beispielsweise faszinierend, das er als Hotel von Lily das Sheraton gewählt hat, was im Gegensatz zu den malerischen Kulissen, völlig kalt und steril gewirkt hat. Hier vermute ich Absicht, um ihren Charakter zu unterstreichen. Wenn man den Film bereits kennt, finde ich die ganzen Querverweise auf den Traum einfach gigantisch. Allein dieses überlaufende Aquarium, was den Hinweis auf die Badewanne gibt, finde ich wahnsinnig brillant. Meine Frau hatte den mit geschaut und mich gefragt, warum das Aquarium überläuft, da man den Bezug zu diesem Zeitpunkt ja nicht kennt. Ich habe natürlich gesagt, dass ich das nicht weiß. :nice: Nebenbei erwähnt, hat sie eine ganze Menge De Palma jetzt mit mir gesehen und sie fand die meisten sehr stark. Abgefahren ist auch der Zeitsprung, da der Hauptteil ja 2008 spielt, allerdings ohne futuristische Details plus dem Plakat "Déjà vu 2008". Da sind einige tolle subtile Hinweise im Film enthalten.

Nur nebenbei: Antonio Banderas hat die Rolle übernommen, weil seine Ehefrau, Melanie Griffith, ihn darum bat, da sie De Palma viel zu verdanken hat.
 

Count Dooku

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Ist zu lange her, dass ich den Film mal gesehen habe. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass sie am Schluss aufwacht und der größte Teil der Handlung stellte sich als Traum heraus.
 

Tarantino1980

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Genauso wie bei Spiel auf Zeit hatte ich hier bei Femme Fatale immer auf eine deutsche HD VÖ gehofft, weshalb ich diesen Film bisher tatsächlich erst einmal gesehen hatte. Schade das 11 Jahre später es immer noch keine deutschsprachige VÖ von diesem Meisterwerk gibt. Ob es ein Rechte Thema ist? Auf jeden Fall sehr schade, obwohl die DVD auch in Ordnung geht, aber an manchen stellen hätte ich mir schon ein scharfes HD bzw. sogar UHD Bild gewünscht und den Film in einer tollen Mediabook VÖ zu haben hätte auch was. Ich finde es halt immer sehr schade wenn ich Filme die ich wirklich sehr mag nur in einer Keep Case Variante in der Sammlung haben kann.



"Femme Fatale" ist aber in jedem Fall ein absolutes Meisterwerk, dessen negative Kritiken mich vielleicht ebenfalls an einer früheren Sichtung behinderten. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wo die herkommen, aber ich gehe mal von einer falschen Erwartungshaltung aus.

Der Film startet direkt im "Film noir", da sich die titelgebende Hauptakteurin im Fernsehen den Billy Wilder Klassiker "Frau ohne Gewissen" ansieht. Das ist mehr als passend, da man sie durchaus so bezeichnen kann.
Das ist wirklich das Schöne wenn man sich näher mit dem Thema Film beschäftigt und nicht nur ein Genre versucht zu schauen. Bei meiner ersten Sichtung ist mir natürlich weder der Bezug num Film noir noch die Szenen auc Billy Wilder´s Frau ohne Gewissen aufgefallen, weil ich beides nicht kannte. Dies hat sich in den letzten 11 Jahren zum Glück geändert und ich musste heftig schmunzeln als mir diese kurzen Ausschnitte sofort aufviehlen und ich sie auch zuordnen konnte. Ich liebe solche Hommagen und wenn sie dann sogar noch so gut zu dem Film oder in diesem Fall der Hauptfigur Laure/Lilly passen.
In einem fulminant gefilmten Coup, legt sie nämlich alle aufs Kreuz und beschäftigt sich weniger mit Gewissensbissen. Allerdings wird sie dieser Coup noch eine Weile verfolgen, aber das sollte man sich ansehen und nicht hier nachlesen.
Der Anfang ist wirklich sehr toll inszeniert. Alleine natürlich als Location die Filmfestspiele von Cannes zu nehmen war eine tolle Idee und sorgte auch sofort für die richtige Atmosphäre, da man hier sofort das Gefühl bekommt einen europhäischen/französischen Film zu sehen.

Damit das richtig Laune macht, liefert Brian De Palma ein Glanzstück ab. Denn nicht nur diese fantastische Raubsequenz bietet Bilder zum Zunge schnalzen.
Auch wenn es natürlich nicht das Hauptaugenmerk war muss man hier einfach erwähnen wie wunderschön Rie Rasmussen in diesen Szenen aussah und wie De Palma dann auch im Making Of bestätigte, war es für ihn auch sehr wichtig diese schöne Frau phänomenal in Szene zu setzen, was ihm auch gelungen ist.

Der Höhepunkt ist zweifellos das Unterwasserbild von Hauptdarstellerin Rebecca Romijn. Das ist dermaßen wahnsinnig genial, das man es sich ausschneiden und an die Wand hängen möchte. Filmkunst in Perfektion!
Genau dasselbe habe ich auch gedacht und es geht mir hier nicht um den Aspekt das man sie hier nackt sieht, ich vermute mal Dir auch nicht. Es sah einfach nur wunderbar fotografiert aus wie sie ins Wasser eintauchte und dann unterwasser noch im richtigen Licht dargestellt wird. Ich fänd die Szene genauso gut wenn sie was an hätte, aber so wirkt es natürlich noch mal etwas künstlerischer und war dann ja auch die perfekte Überleitung um die Traumsequenz zu beenden, den üblicherweise ist man in der Badewanne nackt.

Bis auf diesen Satz, kann ich die Rezi komplett stehen lassen. Den Film finde ich nach wie vor prächtig und liebe ihn. Man merkt ihm das europäische Flair an, weshalb er wahrscheinlich diesen künstlerischen Touch beinhaltet. Die Franzosen haben De Palma ja eh deutlich mehr verehrt, weshalb es auch einfach gepasst hat.
Es hat mich irgendwie auch heute total gefreut, das er diesen Film in Frankreich hat spielen lassen und ja auch in Frankreich größtenteils gedreht hat. Ein Land was irgendwie immer noch viel mehr Filmliebe hat und Dinge viel mehr wertschätzt. Das sieht man ja auch noch daran was für tolle Sonderveröffentlichungen dort raus kommen teilweise. Aber hier zu der Handlung hätte finde ich die USA auch nicht so gut gepasst.

Es waren sogar fast 3 Jahre.......
Diesmal ist meine Rückmeldung aber etwas schneller! :nice:

Auch bei meiner jetzigen Sichtung saß ich wie gebannt vor dem Bildschirm und sah ein Kunstgemälde nach dem Anderen.
Das ging mir auch so. So unfassbar schön und toll ist dieser Film.

as ist dann immer so das Problem, bei einer Rückmeldung 3 Jahre später :lol:Tatsächlich werden es aber die gleichen Aspekte sein wie heute. Ich finde es beispielsweise faszinierend, das er als Hotel von Lily das Sheraton gewählt hat, was im Gegensatz zu den malerischen Kulissen, völlig kalt und steril gewirkt hat. Hier vermute ich Absicht, um ihren Charakter zu unterstreichen.

Wenn man den Film bereits kennt, finde ich die ganzen Querverweise auf den Traum einfach gigantisch. Allein dieses überlaufende Aquarium, was den Hinweis auf die Badewanne gibt, finde ich wahnsinnig brillant.
Das fand ich auch total genial! Ich weiß garnicht ob mir das bei meiner ersten Sichtung überhaupt aufgefallen war, heute aber definitiv weil ich sofort die überlaufende Badewanne damit in Verbindung gebracht habe und natürlich auch, als sie aus dem Traum erwachte, das man dann das Aquarim wieder normal gefüllt sah.

Auch toll fand ich wieder, hattest Du ja auch erwähnt, das Thema Butterfly Effekt. Laure half dann ja Lilly ihren Entschluss wirklich in die Tat umzusetzen, sie ist dann wiederum per Anhalter mit dem LKW Fahrer mitgefahren, hat ihm, bevor sie ihm die Kette ihrer toten Tochter schenkte, noch vorgeschlagen er könnte diese Kette dann, wenn sie zu alt dafür ist, sich in seinen LKW hängen um immer an sie zu denken und genau diese Kette sorgt dafür das Veronica und Lilly von den beiden Verfolgern erlöst werden.

Generell ist die letzte Sequenz in dem Film zum niederknien! Toll inszeniert!

Abgefahren ist auch der Zeitsprung, da der Hauptteil ja 2008 spielt, allerdings ohne futuristische Details plus dem Plakat "Déjà vu 2008". Da sind einige tolle subtile Hinweise im Film enthalten.
Das ging mir auch so. Ich musste jedes Mal lächeln als ich den Schriftzug erneut im Film entdeckte. Aber auch wieviele Figuren ihr vorher real begegnet waren die sie dann später in der Traumsequenz dann mit in ihren Traum einbaute. Toll gemacht.

Nur nebenbei: Antonio Banderas hat die Rolle übernommen, weil seine Ehefrau, Melanie Griffith, ihn darum bat, da sie De Palma viel zu verdanken hat.
Hier musste ich auch sofort schmunzeln als dies im Making Of erwähnt wurde. Es zeigt aber auch, was für ein toller Kerl De Palma sein muss, den sonst würde man nach all den Jahren sicherlich keine Empfehlung aussprechen. Fand ich auch eine sehr schöne Geschichte.

Sehr schön fand ich übrigens auch diese Fottocollage an der Wand in Nicolas Zimmer. Das sah zum Schluss einfach nur phänomenal aus als man sie vollendet sah.
 

deadlyfriend

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Genauso wie bei Spiel auf Zeit hatte ich hier bei Femme Fatale immer auf eine deutsche HD VÖ gehofft, weshalb ich diesen Film bisher tatsächlich erst einmal gesehen hatte. Schade das 11 Jahre später es immer noch keine deutschsprachige VÖ von diesem Meisterwerk gibt. Ob es ein Rechte Thema ist? Auf jeden Fall sehr schade, obwohl die DVD auch in Ordnung geht, aber an manchen stellen hätte ich mir schon ein scharfes HD bzw. sogar UHD Bild gewünscht und den Film in einer tollen Mediabook VÖ zu haben hätte auch was. Ich finde es halt immer sehr schade wenn ich Filme die ich wirklich sehr mag nur in einer Keep Case Variante in der Sammlung haben kann.
Ja, den würde ich sehr gerne in 4K sehen. Tatsächlich mache ich mir da aber während dem Film nie Gedanken drüber. Der hatte mich auch so in sich aufgesogen.
Das ist wirklich das Schöne wenn man sich näher mit dem Thema Film beschäftigt und nicht nur ein Genre versucht zu schauen. Bei meiner ersten Sichtung ist mir natürlich weder der Bezug num Film noir noch die Szenen auc Billy Wilder´s Frau ohne Gewissen aufgefallen, weil ich beides nicht kannte. Dies hat sich in den letzten 11 Jahren zum Glück geändert und ich musste heftig schmunzeln als mir diese kurzen Ausschnitte sofort aufviehlen und ich sie auch zuordnen konnte. Ich liebe solche Hommagen und wenn sie dann sogar noch so gut zu dem Film oder in diesem Fall der Hauptfigur Laure/Lilly passen.
Ja, der Beginn, mit diesem Filmtitel, ist natürlich einfach perfekt ausgewählt und zeigt auch, wie gut De Palma die Filmgeschichte kennt. Auch deshalb hier der Hinweis, das "Black Dahlia" nochmal etwas anders wirkt, wenn man zuvor "Der Mann, der lacht" gesehen hat.
Der Anfang ist wirklich sehr toll inszeniert. Alleine natürlich als Location die Filmfestspiele von Cannes zu nehmen war eine tolle Idee und sorgte auch sofort für die richtige Atmosphäre, da man hier sofort das Gefühl bekommt einen europhäischen/französischen Film zu sehen.
Ja, er hatte irgendwie wenig Lust wieder in Hollywood zu drehen. In Frankreich wurde er halt geschätzt. Auch das ist eine fantastische Parallele zu Hitchcock.
Genau dasselbe habe ich auch gedacht und es geht mir hier nicht um den Aspekt das man sie hier nackt sieht, ich vermute mal Dir auch nicht. Es sah einfach nur wunderbar fotografiert aus wie sie ins Wasser eintauchte und dann unterwasser noch im richtigen Licht dargestellt wird. Ich fänd die Szene genauso gut wenn sie was an hätte, aber so wirkt es natürlich noch mal etwas künstlerischer und war dann ja auch die perfekte Überleitung um die Traumsequenz zu beenden, den üblicherweise ist man in der Badewanne nackt.
Das Licht in der Szene, der gesamte Aufbau, die Kamera. Der Wahnsinn! Da fällt mir einmal mehr Vitorrio Storaro mit seinem Satz "Malen mit Licht" ein. Mit dem Übergang zur Badewanne war die Nacktszene aber auch tatsächlich wichtig. Etwas das viele Filmemacher vergessen. Wann ist es wichtig und wann nicht? Wann einfach plakativ und wann ist es für die Handlung wichtig. Da fällt mir auch mein Vergleich zu "Carrie" und dem Remake ein. Im Original ein völlig natürlicher und wichtiger Moment. Im Remake gekünstelt und megaschlecht verschleiert, sodass die Szene keine Wirkung entfalten konnte.
Das fand ich auch total genial! Ich weiß garnicht ob mir das bei meiner ersten Sichtung überhaupt aufgefallen war, heute aber definitiv weil ich sofort die überlaufende Badewanne damit in Verbindung gebracht habe und natürlich auch, als sie aus dem Traum erwachte, das man dann das Aquarim wieder normal gefüllt sah.
Da ich ja mehrere Aquarien betreibe ist mir das natürlich direkt aufgefallen, hatte aber im weiteren Verlauf nicht mehr daran gedacht. Bei der erneuten Sichtung wusste ich es ja bereits und fand es dadurch erst richtig genial, weil man nun die Bedeutung kannte. Deswegen fand ich klasse, dass meine Frau sofort nachgefragt hatte, warum es überläuft.
Auch toll fand ich wieder, hattest Du ja auch erwähnt, das Thema Butterfly Effekt. Laure half dann ja Lilly ihren Entschluss wirklich in die Tat umzusetzen, sie ist dann wiederum per Anhalter mit dem LKW Fahrer mitgefahren, hat ihm, bevor sie ihm die Kette ihrer toten Tochter schenkte, noch vorgeschlagen er könnte diese Kette dann, wenn sie zu alt dafür ist, sich in seinen LKW hängen um immer an sie zu denken und genau diese Kette sorgt dafür das Veronica und Lilly von den beiden Verfolgern erlöst werden.
Auch das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt im Film und ich finde die Ausarbeitung davon, komplett stimmig und absolut klasse.
Generell ist die letzte Sequenz in dem Film zum niederknien! Toll inszeniert!
Mega!
Sehr schön fand ich übrigens auch diese Fottocollage an der Wand in Nicolas Zimmer. Das sah zum Schluss einfach nur phänomenal aus als man sie vollendet sah.
Auch dies war einfach nur genial und auch sehr kreativ. Der Film wird weit oben in meiner De Palma Wertung landen, da ich ihn wirklich überragend finde.
 

Tarantino1980

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Ja, den würde ich sehr gerne in 4K sehen. Tatsächlich mache ich mir da aber während dem Film nie Gedanken drüber. Der hatte mich auch so in sich aufgesogen.
Beim Film genuss denke ich an sowas auch nie. Eher davor und danach wenn ich mir dann die Keep-Case Hülle anschaue und mir vorstelle wie schön sich ein Mediabook an der Stelle machen würde. Aber da der Film leider nich sehr bekannt bzw. beliebt ist glaube ich nicht das wir hier jemals ein Update erhalten werden. In der OFDb gibt es zwar noch nicht mal einen Blu-ray eintragt, aber es gibt von Shout! Factory eine US Blu-ray aber keine Ahnung wie die Bildqualität ist, ob sich ein Update lohnt. Für mich kommt es ohnehin nicht in Frage, da ich keinen Region Free Blu-ray Player habe, lediglich einen DVD spieler.

Ja, der Beginn, mit diesem Filmtitel, ist natürlich einfach perfekt ausgewählt und zeigt auch, wie gut De Palma die Filmgeschichte kennt.
Sowas fasziniert mich immer sehr wenn Filmschaffende sich auch mit der Filmgeschichte auseinandersetzen und sie so auch in Ihre Kunst mit einfließen lassen. Bei vielen aktuellen Regisseuren hat man da leider den Eindruck das es für sie nur ein Job ist. Zum Glück nicht bei allen, aber bei einigen.

Ja, er hatte irgendwie wenig Lust wieder in Hollywood zu drehen. In Frankreich wurde er halt geschätzt. Auch das ist eine fantastische Parallele zu Hitchcock.
Und eben ein Zeichen das offenbar in Frankreich die Filmkultur wirklich eine ganz andere ist! Offenbar mehr Leute die gute Filme zu schätzen wissen. Ich kann jeden Verstehen dem die Lust vergangen ist in Hollywood Filme zu drehen. Das fing da schon an das das alte Hollywood tot war und es immer mehr seelenlose Filmschaffende gab und ist heute noch schlimmer geworden.

Das Licht in der Szene, der gesamte Aufbau, die Kamera. Der Wahnsinn! Da fällt mir einmal mehr Vitorrio Storaro mit seinem Satz "Malen mit Licht" ein. Mit dem Übergang zur Badewanne war die Nacktszene aber auch tatsächlich wichtig. Etwas das viele Filmemacher vergessen. Wann ist es wichtig und wann nicht? Wann einfach plakativ und wann ist es für die Handlung wichtig. Da fällt mir auch mein Vergleich zu "Carrie" und dem Remake ein. Im Original ein völlig natürlicher und wichtiger Moment. Im Remake gekünstelt und megaschlecht verschleiert, sodass die Szene keine Wirkung entfalten konnte.
Sehr schön zusammen gefasst. Ich habe auch absolut nichts gegen Nacktheit im Film, solange sie zum Film passt, im besten Falle sogar künstlerisch ist oder eben zur Zeitepoche dazugehört. Deshalb finde ich es bei Gialli absolut passend, weil es sowohl die Zeitepoche als aber auch zur Atmosphäre dieser Filme passt. Wenn heutzutage Nacktszenen in Filmen auftauchen hat es meistens nur etwas mit dem Sex sells gedanken zu tun.

Da ich ja mehrere Aquarien betreibe ist mir das natürlich direkt aufgefallen, hatte aber im weiteren Verlauf nicht mehr daran gedacht. Bei der erneuten Sichtung wusste ich es ja bereits und fand es dadurch erst richtig genial, weil man nun die Bedeutung kannte. Deswegen fand ich klasse, dass meine Frau sofort nachgefragt hatte, warum es überläuft.
Das ist aber auch das große Talent eines Filmemachers finde ich! De Palma versteht es hier meisterhaft den Zuschauer so schnell abzulenken, das man nicht im entferntesten sofort daran denkt es wäre eine Art Traumsequenz obwohl zuvor alle Zeichen darauf hindeuten das Laure kurz davor ist einzuschlafen.

Auch dies war einfach nur genial und auch sehr kreativ. Der Film wird weit oben in meiner De Palma Wertung landen, da ich ihn wirklich überragend finde.
Das "Problem" ist hier leider das er einfach viel zu viele gute Filme gemacht hat. Bei anderen Filmographien währe der Film auf jeden Fall in einer Top 3 zu finden, aber die Plätze sind bei mir definitiv schon belegt. In eine Top 10 wird er aber auf jeden Fall einzug halten!
 

2moulins

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Nach vielen Jahren sah ich den Film gestern nochmal. Ich hatte nur noch in Erinnerung, dass er mich damals nachhaltig beeindruckte. Trotzdem erinnerte ich mich nicht mehr an den Kern der Geschichte, so dass er nahezu nochmal wie eine Erstsichtung wirkte. Über einen längeren Zeitraum bauten sich deshalb zunehmend Fragezeichen über mir auf, bei denen ich aber noch wusste, dass sie am Ende verschwunden sein werden.

So fielen mir einige Details wie z.B. das überlaufende Aquarium oder die Anschläge an der Litfaß-Säule (Déja vu") zwar auf, aber ich kannte den Hintergrund nicht mehr. Etwas ins Schleudern brachte mich die Szene, in der der Dunkelhäutige mit total voll geblutetem Hemd putzmunter mit seinem Kumpel an einer Bushaltestelle auftauchte und in eine Limousine stieg.

Schon der Einstieg mit dem Coup bei den Filmfestspielen war - ähnlich dem Museumsbesuch in "Dressed to kill" - (fast) ohne Dialoge mit unterlegtem tollem Soundtrack super umgesetzt. Die Musik erinnerte haarscharf an "Boléro" von Ravel und das Stück heißt deshalb wohl auch "Bolerish". Insgesamt fand ich den Soundtrack sehr gut, und er machte mich auf Ryuitchi Sakamoto aufmerksam, der ja ein tolles Repertoire aufweist.

......... Vor allem die Splitscreen Aufnahmen die gar keine sind. Er arbeitet ja gerne damit und ich fand es klasse, wie er den Duschvorhang dazu benutzte, um zwei Dinge zu zeigen die gleichzeitg passieren. Wie bei seinen sonstigen Aufnahmen damit, nur das es diesmal eben keine Splitscreen war.
Das fiel mir auch auf. Es gibt da noch mehr Szenen, bei denen ich zweimal hinschauen musste, um zu erkennen, dass es gar kein Split Screen war, aber genauso wirkt, z.B. am Anfang in der Sicherheitszentrale bei den Filmfestspielen, wenn man einen agierenden Wachmann im Vordergrund sieht und im Hintergrund die Monitore das Parallel-Geschehen zeigen.

Ich ließ übrigens meine DVD links liegen und sah stattdessen den Film bei "prime video", wo man ihn als Prime-Kunde kostenlos in HD anschauen kann. Und das Bild war wirklich sehr gut!

Ich hätte Lust, den Film gleich nochmal anzuschauen. :)
 

deadlyfriend

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Nach vielen Jahren sah ich den Film gestern nochmal. Ich hatte nur noch in Erinnerung, dass er mich damals nachhaltig beeindruckte.
Ich hatte bei meiner Zweitsichtung auch nicht alle Zusammenhänge auf dem Schirm, aber dafür Bilder sie sich eingebrannt hatten.
Schon der Einstieg mit dem Coup bei den Filmfestspielen war - ähnlich dem Museumsbesuch in "Dressed to kill" - (fast) ohne Dialoge mit unterlegtem tollem Soundtrack super umgesetzt. Die Musik erinnerte haarscharf an "Boléro" von Ravel und das Stück heißt deshalb wohl auch "Bolerish". Insgesamt fand ich den Soundtrack sehr gut, und er machte mich auf Ryuitchi Sakamoto aufmerksam, der ja ein tolles Repertoire aufweist.
Ja, die Musik fand ich ebenfalls klasse. Sakamoto war wahnsinnig vielseitig. Anfang der 80er bereits mit seiner Band "Yellow Magic Orchestra", deren "The Key" schon frühzeitig in meinem Player lag. Dann haben mich natürlich die wiederkehrenden Zusammenarbeiten mit David Sylvian nachhaltig beindruckt. Als Beispiel wäre natürlich vom "Merry Christmas Mr. Lawrence" Soundtrack, das Stück "Forbidden Colours" genannt. Im Film spielt Sakamoto zusätzlich eine der Hauptrollen und das Stück wurde bei der jetzigen Tour von Kraftwerk gecovert, als Hommage, da Ralf Huetter mit Sakamoto befreundet war. Als zweites Stück nenne ich dann noch "World Citizen", welches ich absolut liebe.
Das fiel mir auch auf. Es gibt da noch mehr Szenen, bei denen ich zweimal hinschauen musste, um zu erkennen, dass es gar kein Split Screen war, aber genauso wirkt, z.B. am Anfang in der Sicherheitszentrale bei den Filmfestspielen, wenn man einen agierenden Wachmann im Vordergrund sieht und im Hintergrund die Monitore das Parallel-Geschehen zeigen.
In seiner ganzen Laufbahn ist das Spiel mit dem Split-Screen immer interessant. Manchmal echt und manchmal eben zwei Handlungsebenen durch physische Trennung erzeugt. Da experimentierte er bereits Ende der 60er damit und variierte es durch seine komplette Laufbahn hindurch.
Ich hätte Lust, den Film gleich nochmal anzuschauen. :)
Kann ich absolut nachvollziehen. Ich finde den Film ganz große Klasse aber ich freue mich, dass du den Film jetzt nochmal gesehen hast und noch mehr, dass du hier eine Rückmeldung gegeben hast. War nämlich schön und interessant zu lesen, was du über den Film sagst.
 

2moulins

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Im Film spielt Sakamoto zusätzlich eine der Hauptrollen und das Stück wurde bei der jetzigen Tour von Kraftwerk gecovert, als Hommage, da Ralf Huetter mit Sakamoto befreundet war.
Jetzt, wo Du es schreibst... Na klar. Ich habe das KRAFTWERK-Konzert am 01.12.25 in Frankfurt erlebt. Und da hat Ralf Huetter eine kurze Ansage gemacht, dass sie jetzt ein Stück seines japanischen Freundes spielen, was ja schon sehr ungewöhnlich für die ansonsten "stummen" Kraftwerker ist. Dass es sich dabei um besagten Sakamoto handelte, der den Soundtrack zu "Femme Fatale" (und anderen Filmen) beisteuerte, war mir in dem Moment nicht klar, d.h. ich konnte den Namen nicht zuordnen. Danke für diese interessante Info! :hoch:
 
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