Star Wars

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Man sieht in fast jedem Film sehr gute CGI, wird aber auch sehr sehr selten total überwältigt davon. Mir fällt in den letzten Jahren spontan kein Film ein bei dem ich nach der Sichtung sagte "Wow was für tolle CGI Effekte". Sowas habe ich ja noch nie gesehen.

Mir fallen auf Anhieb auch nur die neuen "Planet der Affen"-Filme und "The Jungle Book" ein. Letzterer vor allem wegen dem imo wirklich echt aussehenden Dschungels. Im Vergleich dazu hat der afrikanische Dschungel in "Legend of Tarzan" nie echt ausgesehen.

Aber aus technischer Sicht war die CGI fast perfekt und bei beinem ganzen "nörgeln auf hohem Niveau" muss ich leider zwei Punkte erwähnen welche wirklich für mich unvorstellbar sind. Zum einen die Animation von Peter Cushing (Tarkin) und zum anderen die Animaton von Carrie Fisher (Leia). Hier bin ich mir nicht sicher ob die Macher es bewusst nach Computer Animation haben aussehen lassen oder ob sie es einfach nicht besser hinbekommen haben. Den hier muss ich ganz ehrlich sagen erwarte ich im Jahr 2017 bzw. 2016 (Erscheinungsjahr) einfach mehr und besseres.

Ich bin mit den beiden CGI-Gesichtern nie richtig warm geworden. Vor allem im Dialog mit Krennic wirkte Tarkins Gesicht erschreckend unecht. Eine CGI-Verjüngung wie z. B. bei "Antman" oder "Civil War" gemacht wurde scheint besser zu funktionieren.
Was diese Technik angeht bin ich noch sehr skeptisch.

Aber es gibt genügend Filme die es schaffen in denen man schon nach 5 Minuten eine Bindung zum Hauptcharakter hat und alles was passiert wirklich intensiv mitfühlt.

Da fällt mir letztes Jahr z. B. "Phantastische Tierwesen" als gutes Beispiel ein. Da konnte ich die vier Protagonisten sehr schnell ins Herz schließen.

Naja aber ich bin jedenfalls froh nun auch diesen Teil von Star Wars gesehen zu haben und werde ihn mir mit Sicherheit nochmal anschauen. Unter dem Strich fand ich ihn sogar etwas besser als Episode VII und daher bin ich gespannt wie es mit den losgelösten Filmen im Star Wars Universum weitergeht.

Wertung: 8.5/10

Die Wertung ist angesichts deiner gut ausgearbeiteten Kritikpunkte sehr positiv.
Mir hat "Das Erwachen der Macht" emotional mehr begeistert.
 

Cable

Filmvisionaer
Registriert
20 Juni 2008
Beiträge
25.739
Ort
Österreich
Filmkritiken
6
Rogue One 7/10

Naja, ganz nett aber mit so einem Haufen WTF Momenten und Fehlern in Verbindung mit den Episoden 1-6, bei denen ich mir eigentlich nur mehr an den Kopf greifen kann. Und Tarkin sieht ja wirklich extrem billig aus, das kann ILM eigentlich VIEL besser. Man kann über die Teile 1-3 sagen was man will, aber Lucas wusste wenigstens wie sein Universum funktioniert und wie eine künstliche Figur gemacht sein muss.

Enttäuscht bin ich auch vom Score. Normalerweise ist Giacchino ein ganz ordentlicher Komponist, aber hier merkt man sofort, dass er einfach Zwischenstücke und Abwandlungen der Werke von Meister Williams geschrieben hat, da fehlt einfach die Energie und das Leben, dass die Original Scores auszeichnet.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
@Cable
Mir hat der CGI Tarkin auch nicht gefallen. Vor allem in Verbindung mit den anderen Darstellern ist mir seine Künstlichkeit besonders aufgefallen.
Was Giacchino angeht: Imo scheint er zur Zeit ein kreatives Tief zu haben. Sein "Doctor Strange"-Score war imo auch ziemlich beliebig und klang teilweise wie Neukomposition von seinen "Star Trek"-Scores.
 

BladeRunner2007

Filmvisionaer
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
11.426
Ort
Monroeville Mall
Filmkritiken
49
Was den Score angeht. Giacchino wurde erst sehr spät ins Boot geholt, nachdem Desplat's Score als unpassend angesehen wurde nach all den Reshoots. Er hatte nur knapp 1 Monat Zeit für die Musik.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Star Wars Episode VIII - Die letzten Jedi

Nach dem mir "Das Erwachen der Macht" sehr gefallen hat, hatte ich durch aus die Hoffnung, dass Ryan Johnsons "Die letzten Jedi" eine gelungene Fortsetzung zu J. J. Abrams Erstling der neuen Trilogie kreiert.
Die Trailer waren vielversprechend, die ersten Bilder auch. Nur Mark Hamill macht erste Vorwarnungen bezüglich seiner Figur.
Imo waren seine Vorwarnungen durchaus berechtigt, denn was Johnson da abliefert, ist imo wirklich erschreckend belanglos.
Es beginnt schon mit dem Text-Crawl, der imo nicht so ganz passen kann. Dann beginnt die Story um die Flucht des Widerstands, die imo total schwachsinnig rüberkommt.
Auch die imo eigentlich wichtige Story um Luke Skywalker hat mir nicht gefallen. Ich muss Mark Hamill recht geben, dem die Entwicklung von Luke Skywalker nicht gefallen hat.
Dazu scheinen Johnson die offenen Fragen aus "Das Erwachen der Macht" am Arsch vorbei zu gehen. Entweder werden sie ignoriert oder verpuffen im Nichts im Stil des "Mandarin-Twists" in "Iron Man 3".
Außerdem recycelt Johnson imo noch stärker aus der OT als Abrams in "Das Erwachen der Macht".
Figuren wie Maz oder Snoke verkommen imo zur Witzfiguren. Auch liebgewonnene Charaktere wie Chewbacca oder R2 haben nur einen Kurzauftritt.
Der Humor des Films hat mir auch nicht zugesagt. Der Humor kommt meistens zur falschen Zeit. Ich begann nach einer Weile Jar Jar Binks und die "Roger, Roger"-Droiden zu vermissen.
Mark Hamill spielt sehr gut.
Carrie Fisher als Prinzessin Leia hat meiner Meinung nach noch die beste Rolle auch wenn zum einem die Szenen nur kurz sind und zum anderen eine imo dämlich aussehende Szene darunter ist.
Die neuen Figuren wie Rose, DJ (Benicio Del Toro) oder die Admiralin mit den lila Haaren (Laura Dern) waren mir total egal.
Die Effekte waren "State of the art" aber nicht wirklich vom Hocker reisend.
Die Raumschlachten waren laut aber ohne spürbare Dramatik (seit "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" hat mich kein Raumkampf von der Reihe vom Hocker reißen können).
Der Score von John Williams ist nur auf Aufwärmen seiner alten Melodien. Ein neues einprägsames Stück war nicht darunter.

Insgesamt ist "Die letzten Jedi" für mich der schwächste "Star Wars"-Film. Bezüglich Episode IX mache ich mir durchaus Sorgen. Die Sequel-Trilogie wirkt nach diesem Film sehr unausgegoren und ohne einen Masterplan wie ihn wohl George Lucas oder ein Kevin Feige gehabt hätten. Ob J. J. Abrams und Chris Terrio es hinkriegen aus der Trilogie noch was zu machen, bezweifle ich im Moment.
Geschockt bin ich auch davon, dass Ryan Johnson nach dem Film sogar eine komplette neue Star-Wars-Trilogie machen darf. Glücklicherweise verfilmt er nicht "Knights of the old Republic".
 
Zuletzt bearbeitet:

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Ich habe mir die Realfilme nochmals zur Gemüte geführt (mit Ausnahme von EP VIII) und ein paar Gedanken dies bezüglich gemacht:

Die dunkle Bedrohung

Ich kann mich noch gut an den damaligen Hype erinnern. Wie ich jeden Informationsfetzen zu dem Film gesammelt habe. An die Freude, als der Film dann endlich im August 1999 in den deutschen Kinos gestartet ist. Der Film hat mir damals sehr gefallen, auch wenn er nicht an die OT rankam. Mit der Zeit wurde die Begeisterung aber etwas abgeschwächt. Hauptsächlich, weil der Film zwar ein paar "Startpunkte" für die Reihe bildet, aber sich irgendwie auch wie ein Spin-Off anfühlt.
Das liegt imo daran, dass die einprägsamsten Figuren nach diesem Film nicht mehr vorkommen. Die Figur von Qui-Gon Jinn war der Hauptcharakter des Films. Sein Schüler Obi Wan war in diesem Film nur eine Nebenfigur, die abgesehen von dem Lichtschwert-Kampf wenig zur Handlung beitrug.
Genauso war Jar Jar Binks als Comic Relief sehr präsent im Film, ohne im Film was Großes zu leisten (außer die Königin zum heiligen Platz der Gungans zu führen).
Mich würde interessieren, ob George Lucas für die Figur ursprünglich eine größere Rolle in EP II und III geplant hatte, ober ob er die Auftritte der Figur nach den negativen Reaktionen reduziert hatte.
Der gesamte Naboo-Konflikt fühlt sich irgendwie "klein" an, wie ein kleines Scharmützel, dass nur dazu dient, die Figuren für die nächsten Filme in Stellung zu bringen.
Trotzdem macht mir der Film wieder mehr Spaß, vor allem der Lichtschwert-Kampf (Duel of the Fates).

Angriff der Klonkrieger

Die zweite Episode ist von der Geschichte her "erwachsener", aber auch zäher.
Das liegt vor allem an der Liebesgeschichte zwischen Anakin und Padme.
Die Geschichte um Obi-Wan und seine Jagd auf den Attentäter gefällt mir besser.
Beim vorherigen Film habe ich ja gesagt, dass sich "Die dunkle Bedrohung" mehr wie ein Spin-Off anfühlt, weil die präsentesten Figuren nur in diesem Film mehr oder weniger vorkommen.
Dadurch dass zwischen EP I und II inhaltlich zehn Jahre liegen, sind auch die Figuren nicht mehr so leicht wieder zu erkennen. Aus dem netten Anakin aus EP I ist in EP II ein arroganter, nörgelnder Typ geworden, für den ich nur schwer Sympathie entwickeln konnte.
Ebenso liegen zwischen der blassen Figur von Obi-Wan in EP I und dem erfahrenen Jedi-Ritter in EP II Welten. Hier kann Ewan MacGregor sein Charisma endlich ausspielen.
Jar Jar Binks hat nur wenig Screentime, hat dafür aber eine entscheidene Szene.
Das Highlight ist für mich das Sound-Design von Ben Burtt, vor allem in der Astroidenfeld-Szene.
Dazu noch John Williams großartiger Score.

Die Rache der Sith


Der Film ist immer noch mein Lieblings-Teil der Prequel-Trilogie.
Ich kann mich noch an das Gefühl erinnern, die Stadt Coruscant ein letztes Mal zu sehen oder meine Überraschung wie konsequent Lucas einige Szenen umgesetzt hat (tote Jünglinge oder Anakins Verbrennung).
John Williams leistet dazu einen grandiosen Score, der der Tragik des Films mehr als gerecht wird.
Allerdings hat der Film auch ein paar kleine Elemente, die mir nicht so gefielen.
Da wäre einmal Anakins "Gejammer" nachdem er Dooku und Mace Windu tötet. Oder sein Wutausbruch, als er nicht zum Jedi-Meister ernannt wird. Im Roman zum Film wurde der Hintergrund seiner Reaktion gut beleuchtet, aber ohne diesen ist es imo nicht so leicht nach zu vollziehen, warum er sich gleich so aufregt.
Ebenfalls Padmes Aussage, dass Anakin nie dazu in der Lage wäre, Jünglinge zu töten. In EP II hat er doch zugegeben, dass er ein ganzes Dorf der Sandleute inklusive der Kinder abgeschlachtet hat.
Auch Padmes Tod durch Verlust des Lebenswillen passt irgenwie nicht.
Trotz dieser Kleinigkeiten mag ich den Film.
Insgesamt finde ich die Prequels bei weitem nicht so schlecht wie sie immer gemacht werden.
Ich gebe zu, als es hieß, dass die ST ohne Lucas Beteiligung gemacht wird, war ich noch positiv gestimmt.
Im Nachhinein wäre eine Beteiligung von Lucas vielleicht doch die bessere Wahl gewesen.
Wenn ich so die Meldungen der letzten beiden Jahre so höre wie z. B. der Rauswurf von Lord und Miller bei "Solo" oder der Rauswurf von Colin Trevorrow bei EP IX und die intensive Nachdrehs bei "Rogue One", habe ich schon das Gefühl, dass Kathleen Kennedy Lucas Films nicht unter Kontrolle hat.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Und weiter gehts mit meiner kleinen Gedankengängen:

Rogue One

Der Film gefällt mir mit jedem Sehen etwas besser, trotz einiger Schwächen. Der Film ist imo zu kurz, um die Figuren genügend auszuleuchten. Die Figuren Baze und Cherut funktionieren imo noch am besten. Deren Ableben hat mich doch berührt. Bei den restlichen Figuren hat das nicht funktioniert. Der CGI-Tarkin hat imo nur teilweise funktioniert. Der erste Auftritt sieht grausig aus, später wird es besser. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach die Augen.
Der Score von Michael Giacchino geht mir der Zeit doch ins Ohr.
Der Film ist imo auch ein gutes Verbindungsstück zwischen EP III und IV. Zum einem dadurch, dass mit Jimmy Smits als Bail Organa ein Darsteller aus der PT dabei ist, sondern auch dadurch, dass alle Requisiten wie in EP IV aussehen.

Eine neue Hoffnung

George Lucas ersten Star-Wars-Film ist von den bisherigen Episoden imo der "ruhigste Teil". Der Film nimmt sich Zeit, um den Zuschauer in dieser Welt zu verweilen. Am Ende steigt dann die Action-Kurve gewaltig an und mündet in einem immer noch großartigen Finale.
Ich habe sowohl Lucas' Special Edition als auch die "Despecialized Edition" angeschaut. Imo sind nicht alle Änderungen der Special Edition schlecht, es stechen aber die drastischsten sofort ins Auge. Beispielsweise die neue Szene mit Jabba. Weder in der Fassung von 1997 noch in der DVD-Fassung von 2004 (afaik wurde für den BD-Release nichts mehr an ihm bearbeitet) sieht Jabba so aus wie in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Er wirkt immer zu klein und schmal. Ob es die Szene überhaupt braucht ist imo auch etwas strittig, denn eigentlich wird in ihr nichts Neues erzählt. Dass Han Solo Geldprobleme hat und Jabba auszahlen muss, wird auch im Gespräch mit Greedo klar.
Die "Han-Greedo"-Szene ist auch sehr umstritten. Zum einem wegen Lucas Intention der Szene (die Darstellung des Characters Han Solo) und seine spätere Behauptung, dass die Szene schon immer so hätte sein sollen. Zum anderen auf die Darstellung der überarbeiteten Szene, da der Kopfgeldjäger zu blöd ist, sein Ziel in unmittelbare Nähe zu verfehlen. In der 1997-Fassung ist Han Solo auch noch mit dem Kopf zur Seite ausgewichen bevor er geschossen hat, was auch ziemlich blöd aussah. Mich hätte es nicht überrascht, wenn in einer späteren Fassung Greedo sich nicht durch einen Querschläger selbst erschossen hätte.
Besonders gut haben mir die Farben und die Laser-Effekte gefallen, die sehr frisch aussahen.

Das Imperium schlägt zurück

Dieser Teil bleibt immer noch mein Lieblings-Film der Reihe. Imo eine gelungene Weiterentwicklung der Reihe.
Bei dem Film finde ich auch beide Fassungen (Special Edition und Kino-Fassung) gleich gut. Die Special Edition beseitigt zwar einige Film-Fehler und versorgt Bespin mit mehr Leben, allerdings gefällt mir die alte Imperator-Szene besser. Dazu bremst die Szenen, in denen Vader von Bespin zu seinem Sternenzerstörer fliegt und dort aus der Fähre steigt, den Filmfluss. Vor allem, da der Musikschnitt an der Stelle sich für mich sehr apprut anhört.
In der 1997-Fassung war bei Lukes Fall ein Schrei unterlegt worden, der aber ab der DVD-Fassung wieder entfernt wurde. Imo eine gute Entscheidung, da der Schrei sich wie ein Fremdkörper angefühlt hat.
Bei der Farbkorrekturen der Laserschwerter muss aber etwas schief gelaufen sein, da Vaders Lichtschwert so pink aussieht und nicht mehr bedrohlich rot. In der "Despecialized Edition" konnte der Rotwert zwar auch nicht konstant gehalten werden (vor allem beim Auftreffen mit Lukes Lichtschwert kommt es zu einer Verfärbung), aber in der Special Edition wirkt diese Farbe noch extremer.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
So jetzt noch ein paar Gedanken zu den restlichen Real-Filmen:

Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Das Finale der OT und ursprüngliche Finale der ganzen Saga war imo ein guter Abschluss. Allerdings fühlt sich die Befreiungs-Aktion in Jabbas Palast wie ein Überbleibsel aus einem anderen Film an. Das liegt wohl daran, dass Lucas ein Fan von diesen "Cliffhanger"-Geschichten war, die früher im Kino wöchentlich liefen und immer mit einem Cliffhanger endeten, der in der darauffolgenden Woche aufgelöst wurde (gab es auch bei "Jäger des verlorenen Schatzes", "Indiana Jones und der Tempel des Todes" und in "Die Rache der Sith").
Bei dem Film stört mich in der Special Edition hauptsächlich das neue Musik-Stück in Jabbas Palast. Das Lied ist imo einfach grässlich und albern. Dazu wirkt das Bild mit dem animatronischen Jabba und den CGI-Viechern (mit dem Effekte Stand von 1997) unharmonisch.
Die Nooo-Szene fand ich ok, wenn auch nicht wirklich nötig. Das jetzt Hayden Christiansen als Machtgeist zu sehen ist, macht zwar durchaus Sinn wenn man wie Lucas die Reihe als 6-teilige Reihe sehen will. Allerdings wirkt Christiansen ziemlich steif und wirkt einfach wie nachträglich reingeklebt.
Der neue Abschluss-Song ist zwar gut, aber mir hat "NobNob" besser gefallen.

Das Erwachen der Macht

Das Einzige was mich bei diesem Film nicht gefällt, ist die Starkiller-Basis. Die ist mir zu Over-the-Top.
Ansonsten gefällt mir der Film immer noch. Die neuen Darsteller machen ihre Sache sehr gut.
Die Trick-Technik ist wie zu erwarten gut.
Die Abschluss-Szene fand ich großartig, die Location und John Williams Score verursachen eine großartige Atmosphäre.

Die letzten Jedi


Ich habe den Film nur einmal bislang angesehen, dadurch könnte es gut sein, dass ich mein Urteil über den Film später vielleicht etwas revidiere.
Momentan zeigt der Film imo sehr deutlich, dass bei Lucasfilms für die ST kein richtiges Konzept zu geben scheint. Abrams hat in EP VII ein paar Figuren und Plot-Elemente aufgebaut, die von Rian Johnson nicht beachtet werden.
So wird Maz mit einem 5-Minuten-Auftritt abgefrühstückt (und erinnert mich dabei an Rocket aus "Guardians of the Galaxy"), Captain Phasma fast komplett ignoriert (der episch aussehende Kampf aus dem Trailer entpuppt sich nur als kurzer Schlagabtausch) und General Hux komplett zur Witzfigur abgestempelt.
Die epische Lichtschwert-Übergabe am Ende von EP VII wird von Johnson lächerlich gemacht, in dem Luke das Schwert kurz nimmt und über seine Schulter wirft.
Die Ausbildung findet gar nicht richtig statt, es gibt nur 2 von 3 Lektionen.
Reys Herkunft, die in EP VII von Abrams mysteriös angedeutet wurde, wird lapidar abgetan.
Dass das Lichtschwert Rey gerufen hat, scheint auch keine Bedeutung mehr zu haben.
Dazu wird Snoke auch ziemlich beliebig abgefrühstückt.
Dafür wird die lange Laufzeit für ein "Elefanten-Rennen" zwischen dem Widerstand und der Ersten Ordnung aufgewandt, die irgendwie nicht richtig spannend oder dramatisch war. Dazu fand ich die Geschichte um Finn und Rose (imo ein überflüssiger Charakter), die einen Code-Knacker suchen, nicht besonders. Der Casino-Planet war imo auch nicht besonders gut eingebaut und war wohl nur drin, damit was "neues" gezeigt werden konnte.
Einige Kritikpunkte, die schon bei EP VII erhoben wurden wie z. B. dass zuviele Handlungs-Elemente von der OT abgekupfert wurden und dass es Rey zu einfach gelingt die Macht anzuwenden, treten in diesem Film auch wieder auf. Ein Grund warum Rey so schnell z. B. die Gedankenmanipulation drauf hatte, wird auch hier nicht genannt.
Während Abrams sich für "Das Erwachen der Macht" ein paar Elemente von "Eine neue Hoffnung" genommen hat, bedient sich Johnson gleich bei zwei OT-Episoden. Die Thronsaal-Szene mit Snoke hat sehr viel Ähnlichkeit mit der aus "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", die Szenen auf Crait erinnern von der Optik her sehr stark an die Hoth-Belagerung in "Das Imperium schlägt zurück", ohne dessen Wucht zu haben.
Bei der Szene, als der Falke durch ein Höhlensystem fliegt und die Tie-Fighter an den Wänden zerschellen war ich mir nicht sicher, ob das eine Kopie der Asteroiden-Szene aus EP V war oder eine Kopie der Szene aus EP VI, als der Falke im Inneren des Todesstern fliegt (die Musik ist zumindest die aus EP VI).
J. J. Abrams hat für EP IX noch eine besonders delikate Aufgabe von Johnson vererbt bekommen, denn nun muss er General Leia Organa aus der Saga verabschieden.

Insgesamt ist der Film ganz ok, aber in meiner persönlichen Rangliste liegt er momentan an letzter Stelle.
Rangliste:
1. Das Imperium schlägt zurück
2. Eine neue Hoffnung
3. Die Rückkehr der Jedi-Ritter
4. Das Erwachen der Macht
5. Die Rache der Sith
6. Rogue One - A Star Wars Story
7. Die dunkle Bedrohung
8. Angriff der Klonkrieger
9. Die letzten Jedi
 

Sam Spade

Filmarchitekt
Teammitglied
Registriert
13 Juli 2012
Beiträge
5.937
Ort
10086 Sunset Boulevard
Filmkritiken
54
Star Wars: Die letzten Jedi

Ich hätte nicht erwartet, dass dieser Ableger so sehr polarisiert. Zum einen innerhalb der Star Wars Fangemeinde, zum anderen auch was die beiden Lager - Filmkritiker und Fans - betrifft. Die Kritiker sprechen - im Vergleich zu den Fans - ein relativ einheitliche Sprache. Viel Lob hat man im Vorfeld über den Film gelesen, manch einer behauptete gar, es sei der beste Teil der kompletten Reihe.

Auf Seiten der Fans hingegen entbrennen hitzige Diskussionen und man bekommt den Eindruck, dass dieser Teil entweder geliebt oder gehasst wird.

Doch bevor ich hier meine Meinung kundtu, muss ich noch meine damalige Bewertung von Episode 7 geradeziehen. Wie es sich gehört, habe ich diesen Teil nochmals vor Episode 8 geschaut, und bin schon etwas - ob meiner euphorischen Kritik damals - verwundert. Aus meiner 9/10 würde ich heute eine 7/10 machen. Vllt. hat auch Rogue One seinen Teil dazu beigetragen, da dieser Ableger doch angenehm frisch wirkte und man nicht die typischen "Macht-Spielchen" (im wahrsten Sinne des Wortes) verfolgen musste. In diesem Kontext liefert mir Episode 7 dann doch zuviel vom Altbekannten.

Vor diesem Hintergrund nun also Episode 8 und zugegeben, gerade die konträren Meinungen haben mein Interesse im Vorfeld weiter verstärkt. Zunächst muss ich sagen, dass ich durchaus auch die Enttäuschung bzw. die Enttäuschten verstehen kann. Ja, es wird mit gewissen Dingen gebrochen und Rian Johnson geht teilweise spezielle Wege. Ja, der Humor zwischen diversen Szenen ist stärker vorhanden als in allen anderen Teilen. Ja, auch in diesem Teil gibt es dennoch Szenen, die man irgendwie schon aus den anderen Episoden kennt.

Trotzdem sind das gerade die Zutaten, die für mich den Film ausserordentlich gut machen. Dinge, die man eigtl. erwartet hatte, werden ziemlich konsequent, kühl und schnell einfach über Bord (oder über die Klippe) geworfen. Den Kampf "Gut gegen Böse" gibt es hier in gewohnter Form fast nicht mehr, sondern vielmehr geht es auch um Konflikte innerhalb gewisser Gruppierungen. Um vermeintliche Helden, die vllt. dann doch keine sind. Um falsch getroffene Entscheidungen. Um egoistische Handlungsweisen. Auch um die Frage, was eigtl. gut und was böse ist. Das alles macht für mich den Reiz dieser Episode aus. Ich finde es daher ein wenig verwunderlich. Auf der einen Seite wirft man Johnson hier die unkonventionellen Story-Entscheidungen vor - die in meinen Augen aber bitter nötig waren, um nicht wieder einen 0815 Star Wars Film zu bekommen - auf der anderen Seite kritisiert man dennoch typische Star Wars Szenen "die man eh schon von den alten Episoden kennt". Ja, es gibt auch hier wieder Sequenzen, bei denen man unweigerlich an Episode 4, 5 und 6 denkt, jedoch können selbst die Szenen mit unerwarteten Wendungen auftrumpfen. Man hat nicht - wie bei Episode 7 - permanent das Gefühl, ein Remake zu sehen.

Es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. So finde ich z.B. einen neuen Charakter (Rose, für die die den Film schon gesehen haben) recht uninteressant und hätte darauf gänzlich verzichten können. Auch eine längere Sequenz mit ihr (Stichwort: Casino) geht mir da definitiv zu lang und hätte ich so nicht gebraucht. Doch abseits davon, bin ich wunschlos glücklich.

Zusammengefasst kann ich daher sagen: Ich habe einen Star Wars Film bekommen, der sich erfrischend anders anfühlt, der vllt. auch Erwartungen bewusst nicht erfüllt, sondern (zum Glück) eigene Wege geht.

Ich bin auf jedenfall gespannt, wie Episode 9 diese Trilogie beenden wird, denn rein Storytechnisch gesehen (ohne zu spoilern) , befinden wir uns "mittendrin" oder gar eher irgendwie "am Anfang". Ich freue mich drauf.

8/10

Achja, lustigerweise liest man jetzt, dass gerade über "Das Imperium schlägt zurück" damals ähnlich heftig diskutiert wurde, ohne die Situation 1:1 vergleichen zu wollen. Jedoch wissen wir alle, wie der Film heute dasteht. Ich bin daher sehr gespannt, wie bzw. ob "Die letzten Jedi" über die Zeit hinweg reifen wird. Vor allem nach Abschluss der Trilogie.

Meine aktuelle Rangliste:

1. Das Imperium schlägt zurück (10/10)
2. Die Rückkehr der Jedi Ritter (9/10)
3. Eine neue Hoffnung (8/10)
4. Die letzten Jedi (8/10)
5. Rogue One (8/10)
6. Die Rache der Sith (8/10)
7. Erwachen der Macht (7/10)
8. Angriff der Klonkrieger (7/10)
9. Die dunkle Bedrohung (4/10)
 
Zuletzt bearbeitet:

BladeRunner2007

Filmvisionaer
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
11.426
Ort
Monroeville Mall
Filmkritiken
49
Ohne die Reihe noch einmal direkt vorher gesehen zu haben würde mein Ranking rein vom Bauchgefühl so aussehen:

1. Star Wars
2. The Empire Strikes Back
3. Return of the Jedi
4. Revenge of the Sith
5. The Phantom Menace
6. The Last Jedi
7. The Force Awakens
8. Attack of the Clones
 

Sam Spade

Filmarchitekt
Teammitglied
Registriert
13 Juli 2012
Beiträge
5.937
Ort
10086 Sunset Boulevard
Filmkritiken
54
Kurze Meinungen zu den ersten drei Episoden, da die nun kürzlich wieder eingelegt wurden:

Die dunkle Bedrohung

Fand ich noch schwächer als ohnehin schon immer. Ich weiß gar nicht so recht, woran das liegt. Die Story liest sich schon im Vorspann recht öde. Jedoch halte ich die Charaktere für das größe Manko des Films. Eigtl. mit ordentlichen Schauspielern besetzt, wirken diese gelangweilt bzw. entfalten einfach nicht ihr Potential. Als absolutes Paradebeispiel fiel mir das bei Liam Neeson aka. Qui Gon Jinn auf. Irgendwie fehlt da jeglicher Elan und auch sonst, könnte es mir nicht gleichgültiger sein, dass er am Ende gg. Darth Maul verliert. Hinzu kommen Story-Entscheidungen, die mich mit Fremdscham erfüllt haben. Allen voran, die "Ich wurde plötzlich schwanger und trug ihn aus"-Sache. Das Pod-Rennen fand ich mittlerweile gar nicht mehr so schlimm wie früher, dennoch ist die Raumschlacht am Ende - bei der "Ani" mächtig aufräumt - ebenfalls eher zum Abschalten.

4/10

Angriff der Klonkrieger

Geht direkt mit einem ganz anderen Gefühl los und auch die Bildsprache und das Pacing (ich hasse dieses Wort) sind um einiges besser. Die Darsteller haben sichtlich Spaß und die Geschichte wird ordentlich voran getrieben und man bekommt einiges zu sehen. Der Kampf am Ende ist für mich ein klares Highlight dieser Episode und gut inszeniert. Auch R2D2 und C3PO sorgen in der letzten halben Stunde für reichtlich gut platziere Lacher.

7/10

Die Rache der Sith

Knüpft qualitativ an Episode 2 an und macht auch hier weitestgehend Spaß. Guter Humor, Zeit für interessante Charakterentwicklungen und immer wieder Actionreiche Szenen, machen diese Episode zur besten der "neuen alten" Trilogie. Die düstere Stimmung die sich hier immer mehr zuspitzt, tut der ganzen Reihe einfach gut (siehe auch "Das Imperium schlägt zurück") und ist sehr erfrischend. Immer wieder gerne.

8/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Ich habe vor kurzem mal wieder "Star Wars - Knights of the old republic 2" gezockt und mir sind einige Ähnlichkeiten zu dem aktuellen Film aufgefallen:

- in beiden Geschichten geht es darum die alten Jedi-Meister zu finden.
- in beiden Geschichten sind die alten Jedi-Meister letztendlich gar nicht das Ziel der Reise sondern die neue Generation, die sich im Laufe dieser Reise zu Jedis entwickelt.
- der Jedi-Orden und seine Lehren werden hinterfragt, da es in beiden Medien gefallene Jedi für Tod und Leid in der Galaxis verantwortlich waren.
- Darth Sion aus dem Spiel und Snoke hatten eine gewisse optische Ähnlichkeit bezüglich Entstellungen.
 

BladeRunner2007

Filmvisionaer
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
11.426
Ort
Monroeville Mall
Filmkritiken
49
Vor wenigen Tagen folgte die Zweitsichtung von "Die letzten Jedi" und ich muss ehrlich sagen, dass ich den Film um einiges stimmiger empfand, als damals im Kino. Viele Sachen kamen bei der Erstsichtung sehr überraschend und ich wusste nicht so recht, wie ich gewisse Storyelemente und Charakterzeichnungen einordnen sollte. Der Film lief ja auch einfach weiter und ließ mir daher quasi auch gar keine Zeit dafür. Aber vieles was mich damals gestört hat, oder zumindest empfand ich das so, hat mir dieses mal richtig gut gefallen. Selbst Canto Bight war nicht annähernd so nervig und lang, wie ich es in Erinnerung hatte. Das größte Manko ist imo eigentlich nur die lange Laufzeit. 20 Minuten weniger hätten dem Film echt gut getan. Ansonsten ist das ein gewagtes und starkes Stück Film. Im Gesamtranking doch um einige Plätze nach oben gewandert.

1. Star Wars
2. The Empire Strikes Back
3. Return of the Jedi
4. The Last Jedi
5. Revenge of the Sith
6. The Phantom Menace
7. The Force Awakens
8. Attack of the Clones

PS: ich habe gemerkt, dass ich mich in den letzten Jahren immer schwerer tue, Filme zu bewerten. Und dieses ständige Bewerten trübte auch irgendwie den Spaß an meinem Hobby. Daher habe ich nach gründlicher Überlegung den Entschluss gefasst, in Zukunft auf das Punktebewertungssystem zu verzichten und lieber die ein oder andere Zeile mehr zu schreiben, um meine Eindrücke zu den jeweiligen Filmen zu verdeutlichen.
 

Sam Spade

Filmarchitekt
Teammitglied
Registriert
13 Juli 2012
Beiträge
5.937
Ort
10086 Sunset Boulevard
Filmkritiken
54
Freut mich, dass "The Last Jedi" bei dir zulegen konnte. Ich selbst fand ihn ja im Kino schon wirklich gut, freu mich aber schon sehr auf die Zweitsichtung, einfach um zu schauen ob mein damaliger Eindruck immernoch besteht bzw. wie er sich verändert.

PS: ich habe gemerkt, dass ich mich in den letzten Jahren immer schwerer tue, Filme zu bewerten. Und dieses ständige Bewerten trübte auch irgendwie den Spaß an meinem Hobby. Daher habe ich nach gründlicher Überlegung den Entschluss gefasst, in Zukunft auf das Punktebewertungssystem zu verzichten und lieber die ein oder andere Zeile mehr zu schreiben, um meine Eindrücke zu den jeweiligen Filmen zu verdeutlichen.

Mir geht es ähnlich. Ich wollte eigtl. schon kürzlich unter Blade Runner keine Punkte mehr setzen. Von daher begrüße ich deine Entscheidung und versuche es in Zukunft ähnlich umzusetzen.

Grundsätzlich ist es immer schön, ein paar Zeilen zu lesen, anstatt nur eine Zahl unter einem Filmtitel zu sehen.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.491
Filmkritiken
101
Hier ist eine witzige Meldung über eine entfernte Szene, die laut Mark Hamill hätte im Film sein müssen, aber aus Zeitgründen rausfiel. Besonders gefällt mir seine Aussage: Sie hatten Zeit für mich übrig, wie ich ein großes Alien melke, aber nicht, um echte menschliche Emotionen zu zeigen?
 

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.071
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Im Kino habe ich es nicht geschafft, bzw. ich habe mich auch nicht sehr dafür angestrengt ihn zusehen. Die Rede ist von Star Wars Episode VIII - Die letzten Jedi. Irgendwie, obwohl ich immer ein großer Star Wars Fan war, merke ich einfach das mitlerweile meine Lust und Freude für dieses Franchise abnimmt. Vielleicht auch deswegen weil sich vieles in eine Richtung entwickelt hat die mir nicht so gefällt, bzw. die neuen Storys mich nicht so mitreißen wie es die erste Triologie und teilweise sogar die Prequel Trilogie es geschafft haben. Meine Freude war sehr groß als ich damals hörte, es gibt eine neue Sequel Trilogie und meine Erwartungen dementsprechend. Ich war voller Vorfreude auf Episode VII und vieles hat mir auch gefallen, anderes wiederum nicht. Nachdem ich dann im Vorfeld schon einige Kritiken zu Episode VIII mitbekommen habe, wurde meine Vorfreude sehr gedämpft und ich hatte mich gegen einen Kinobesuch entschieden.

Nun ist der Tag gekommen wo ich mir natürlich den Film auf Blu-ray vorbestellt habe und über den SKY Store mir ihn auch schon vorab angeschaut habe. Das positive vorweg, die CGI war wirklich sehr gut und hat mir gefallen, aber dennoch kamen selten bei mir richtige "Wow Momente" hoch wie schön doch diese oder jene Bildkomposition ist. Vieles wirkte auf mich sehr lieblos und was noch viel schlimmer ist belanglos!

Ich bleibe bei meiner Meinung das die neuen Charaktere auf der guten Seite gut sind und auch passend. Egal ob Rey, Finn oder Poe, alle samt für mich Symphatieträger denen man gerne zuschaut. Aber auf der anderen Seite leider keine wirklich markanten Charaktere. Kylo Ren, General Hux oder auch Snoke bleiben für mich einfach nur blass. Generel Hux ist ein Witz, Kylo Ren ein zorniges Kind und Snoke ein mächtiger Sith Lord? der sich von einem Kind so billig austricksen lässt. Auch wenn hier versucht wird einem glauben zu machen das Kylo Ren genauso mächtig ist wie es ein Anakin Skywalker/Darth Vader war, für mich ist es das nicht.

Auch der Verlauf der Story bezüglich von Luke Skywalker war für mich sehr entäuschend. Ein verbitterter alter Mann der im Grunde an nichts mehr glaubt, der sich abgewandt hat von der Jedi Religion und nicht mehr in der Lage ist, für ein Gleichgewicht zu sorgen. Sicherlich wurde er am Schluss als der große Retter der wieder Hoffnung für die Rebelion erzeugt dargestellt, aber genauso wie bei vielen Momenten fehlte mir hier schlicht und ergreifend die Star Wars Magie die ich früher immer verspürt hatte!

Insgesamt ist "Die letzten Jedi" für mich der schwächste "Star Wars"-Film. Bezüglich Episode IX mache ich mir durchaus Sorgen. Die Sequel-Trilogie wirkt nach diesem Film sehr unausgegoren und ohne einen Masterplan wie ihn wohl George Lucas oder ein Kevin Feige gehabt hätten. Ob J. J. Abrams und Chris Terrio es hinkriegen aus der Trilogie noch was zu machen, bezweifle ich im Moment.

Mal abgesehen von dem vielen Fan Service und Eye Candy Szenen ist bisher für mich die gesamte Story der Sequel Trilogie sehr banal und wird für mich immer langweiliger/unwichtiger. Was Star Wars IX angeht so sind meine Erwartungen gleich null. Vieleicht überzeugt mich die Macht ja doch wieder, aber im Moment bin ich einfach nur gelangweilt.

Wertung: 6/10
 

Agent Orange

Tonmeister
Teammitglied
Registriert
18 Juni 2008
Beiträge
8.905
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
Filmkritiken
7
Ich konnte den am Wochenende dank verfrühter Auslieferung von CEDE auch bereits im Heimkino sichten. Bei mir war es die Zweitsichtung nach Kino. Damals habe ich gesagt dass ich den definitiv mindestens ein zweites mal sehen muss damit ich eine einigermaßen vernünftige Meinung dazu abgeben kann.

Tja, irgendwie kann ich es immer noch nicht so wirklich :ugly:, dafür ist der Film teilweise doch sehr speziell.
Viele Element gefallen mir sehr gut, die Raumschlachten sind zum Beispiel fantastisch, wirklich ein großer Genuß. Auch dass wieder mehr auf die Macht eingegangen wird und die Frage aufgeworfen wird ob die Jedi die richtige Instanz sind um das Gleichgewicht herzustellen. Aber dann waren da auch wieder Dinger dabei...mein lieber Scholli. Da hab ich schon im Kino die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Dieses Slapstickartige Lichtschwert wegwerfen von Luke, das Melken der Seekuh (meine Fresse!) oder auch der in meinen Augen übertriebene Machteinsatz von Leia. Das hätte man doch auch anders lösen können, ohne dass es gleich dermaßen Over the Top ist.
Jetzt bei der Zweitsichtung fand ich ebenfalls dass der Film einfach ne Ecke zu lang geraten ist, da wäre weniger auch mehr gewesen.

Alles in allem wirkt der Film einfach ein wenig unausgegoren. Ich hoffe sehr dass es mit Episode IX einen vernünftigen Abschluss dieser Trilogie gibt und sich alles schlüssig zusammenfügt. Teilweise habe ich da so meine Bedenken.
 

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.071
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Viele Element gefallen mir sehr gut, die Raumschlachten sind zum Beispiel fantastisch, wirklich ein großer Genuß. Auch dass wieder mehr auf die Macht eingegangen wird und die Frage aufgeworfen wird ob die Jedi die richtige Instanz sind um das Gleichgewicht herzustellen.

Stimmt das muss ich der Fairness halber auch erweähnen das die Raumschlachten wirklich gut in Szene gesetzt waren und auch das wieder mehr die Jedi und die Macht im Mittelpunkt der Story standen. Das waren zum größten Teil die Aspekte, warum ich dem Film überhaupt eine 6/10 gegeben habe.


Aber dann waren da auch wieder Dinger dabei...mein lieber Scholli. Da hab ich schon im Kino die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Dieses Slapstickartige Lichtschwert wegwerfen von Luke, das Melken der Seekuh (meine Fresse!) oder auch der in meinen Augen übertriebene Machteinsatz von Leia. Das hätte man doch auch anders lösen können, ohne dass es gleich dermaßen Over the Top ist.

Ein paar sehr schöne Beispiele dafür was mir an dem Film absolut nicht gepasst hat. Auch die ganze Insel auf der Luke lebte. Einerseits die abgelegene Insel auf der er ein Einsiedler leben führt aber dann noch diese, ich nenne sie einfach mal "Waschweiber". Keine Ahnung welche Funktion die dort hatten bzw. was es für eine Spezies ist, aber es wirkte für mich einfach sowas von unpassend. Als ob Luke wieder bei Mami eingezogen ist und die sich dann aufregen wenn der Gast vom Sohnemann Unordnung stifftet. Also die Szenen hätte man sich einfach sparen können. Genauso diese kleinen Fiescher, keine Ahnung wie sie heißen von denen Chewie ja sogar eins gegrillt hat und essen wollte, es aber dann auch nichts übers Herz brachte. Warum bitteschön muss sowas zwangsweise in einen Film rein, der doch sonst einen recht düsteren Grundton anschlägt. Die paar "Happy Moments" Szenen würden mich als Vater nicht dazu bewegen zu sagen, für den Fall das meine Tochter ihn dann mal später sehen will, das sie ihn früher zu gesicht bekommt als es vertretbar ist, da der Film in Summe ganz klar sich an ein älteres Publikum richtet, dieses aber wiederum bestimmt genauso wenig wie ich auf solche Szenen und Figuren wert legt.

Aber naja warten wir mal ab was Episode IX mit sich bringt und ich werde mir Episode VIII mit Sicherheit auch nochmal dann auf Blu-ray anschauen und wenn es nur dafür ist, die schönen Raumschlachten nochmal in richtigem HD genießen zu können. Die Qualität von SKY on Demand ist zwar gut, aber die Blu-ray Qualität gefühlt noch etwas besser.
 

Agent Orange

Tonmeister
Teammitglied
Registriert
18 Juni 2008
Beiträge
8.905
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
Filmkritiken
7
Einerseits die abgelegene Insel auf der er ein Einsiedler leben führt aber dann noch diese, ich nenne sie einfach mal "Waschweiber". Keine Ahnung welche Funktion die dort hatten bzw. was es für eine Spezies ist, aber es wirkte für mich einfach sowas von unpassend.

Jepp, das war auch so ein Ding. Das waren doch die Handwerker Hüter der Insel, die den Laden in Schuss halten. Irgendwie schon ganz ordentlich deplatziert.

Genauso diese kleinen Fiescher, keine Ahnung wie sie heißen von denen Chewie ja sogar eins gegrillt hat und essen wollte, es aber dann auch nichts übers Herz brachte. Warum bitteschön muss sowas zwangsweise in einen Film rein, der doch sonst einen recht düsteren Grundton anschlägt. Die paar "Happy Moments" Szenen würden mich als Vater nicht dazu bewegen zu sagen, für den Fall das meine Tochter ihn dann mal später sehen will, das sie ihn früher zu gesicht bekommt als es vertretbar ist, da der Film in Summe ganz klar sich an ein älteres Publikum richtet, dieses aber wiederum bestimmt genauso wenig wie ich auf solche Szenen und Figuren wert legt.

Die Porgs, die putzigen kleinen Biester. Ich meine bei Star Wars hinterfrage ich ja nicht unbedingt die Logik, dafür ist das einfach nicht die Sorte Film bei der man zu kleinlich sein sollte. Aber auch diese Szene mit Chewie wie er den Porg verputzen will. Da habe ich mich die ganze Zeit gefragt wie er es denn geschafft hat so ein Biest umzunieten und zu grillen. Zu dem Zeitpunkt war das Kind ja eh schon in den Brunnen gefallen. War jetzt auch kein Höhepunkt des Films.
Wobei ich aber sagen muss, ulkige Szenen und seltsame Gestalten haben in gewissem Maße immer schon zu Star Wars dazugehört. In der Regel waren da aber in erster Linie die Droiden beteiligt. Die BB-8 Gags fand ich wieder soweit alle in Ordnung, wie bereits in Episode VII, das war schon ok.
 
Oben