Travis ist natürlich kein einfacher Charakter. Und er hat in der Vergangenheit aufgrund seiner ausgeprägten Eifersucht einige gravierende Fehler gemacht. Insbesondere war ja dann sein kleiner Sohn der Haupt-Leidtragende. Er hat sich dann aber aufgerappelt, um seinen Sohn wieder mit dessen Mutter zusammenzubringen, was man ihm positiv anrechnen muss, denn beide scheinen ja auch glücklich über ihr Wiedersehen zu sein. Dass Travis nicht mehr zu dieser „Familieneintracht“ gehören wird, hat eine gewisse Tragik und muss man eben als gescheiterte Beziehung betrachten. Am negativsten an Travis sehe ich eigentlich, dass er sich etwa 9 Jahre vorher mit einer Minderjährigen eingelassen hat. Dass sein Bruder und seine Schwägerin durch das Zusammenbringen des Jungen mit seiner Mutter quasi den Ziehsohn verlieren, ist natürlich auch nicht schön für die Beiden. Aber das Verhalten des Jungen zeigt eher, dass er sich für die eigene Mutter entscheidet, die er ja auch immer vermisste. Travis ist in meinen Augen sicherlich kein Musterknabe. Er hat aber auch gute Seiten, was übrigens m.E. in seiner Erzählung „(s)einer Geschichte“ in der Kabine ‚Jane‘ gegenüber deutlich wird, da er hierbei u.a. auf sein Fehlverhalten reflektiert.