Pragmata hat mich richtig überrascht.
Die Story ist simpel und manchmal etwas kitschig, aber das Abenteuer auf dem Mond macht durchgehend Spaß. Hugh und Diana wachsen einem schnell ans Herz, und genau wie die beiden stärker werden, fühlt man sich als Spieler immer kompetenter.
Der Einstieg ist noch holprig, doch mit jedem Upgrade wird man mächtiger und räumt später ganze Räume voller Gegner weg. Das Spiel erklärt seine Mechaniken gut, bleibt fair und fordert einen erst gegen Ende mit ein paar knackigen Begegnungen heraus — aber immer so, dass man mit der richtigen Taktik weiterkommt.
Das Kern-Gameplay ist ein Third Person Shooter mit cleverem Hacking-System: Schwachstellen freilegen, Cursor schnell auf die richtigen Felder ziehen, Spezialmodule einsetzen. Mit Maus geht das superflott, mit Controller stelle ich mir das deutlich langsamer vor.
Die Waffenvielfalt ist groß, alles fühlt sich nützlich an und lässt sich upgraden. Die Basis dient als Hub für Verbesserungen und kleine, charmante Diana Momente. Dank vieler Checkpoints bleibt das Spiel angenehm frustfrei, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte dass man sich aussuchen kann ob man zurück zur Basis möchte oder zum Beispiel einen Bosskampf einfach gleich neu starten kann.
Leveldesign, optionale Bereiche, starke Bosskämpfe — Capcom zeigt hier, wie man faire, spannende Herausforderungen baut. Auf Standard war es manchmal knifflig, aber nie unfair.
Unterm Strich: Ein tolles Spiel mit Herz, guter Progression und einer süßen, nicht nervigen Diana. Ich hatte durchgehend Spaß.
Absolute Empfehlung!