Titanic

deadlyfriend

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Der Untergang der Titanic


Bei dieser Verfilmung merkt man natürlich schon recht bald das sie aus Hollywood stammt. Die Titanic selbst bietet nämlich nur das Gewand, in dem die Probleme einer Familie gezeigt werden. Natürlich spielt der Untergang auch hier eine gewichtige Rolle, aber erst im letzten Drittel. Die Eisbergwarnungen sind zwar erwähnt, aber besitzen eine untergeordnete Rolle. Die "Californian" wird gar nicht genannt und auch einige der Legenden sind eher "untergebracht" worden, als das sie wirklich eine Rolle gespielt hätten. Die Kapelle wurde eben schnell mal eingestreut und auch die fehlenden Rettungsboote sind nur beiläufig erwähnt.
Trotzdem funktioniert der Film hervorragend. Das liegt an der einfühlsamen Szenerie um die Familie Sturges, der hier der größte Raum spendiert wurde. Das liegt zum Einen an der Konstellation innerhalb der Familie und auch an den Darstellern. Clifton Webb sehe ich einfach unheimlich gerne und Barbara Stanwyck bildet da natürlich keine Ausnahme. Sie verkörpern das Paar phänomenal, so das man den bevorstehenden Untergang auch schon bald in den Hintergrund drängt. Vor und auf der Leinwand.
Trotzdem ist der Untergang absolut sehenswert inszeniert und Regisseur Jean Negulesco liefert eindringliches Emotionskino ab. Natürlich sind da ein paar historische Fehler, aber die meisten davon konnten auch erst weit nach dem Erscheinungsjahr des Films geklärt werden. Trotzdem hätte dem Film eine längere Spieldauer nicht geschadet, um der wirklichen Geschichte noch etwas mehr Platz einzuräumen.
 
T

Turrican

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AW: Titanic

Passend zum thema.

ZDF NEO zeigt am 31.3 die mini Serie Titanic.
 

Leatherface

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AW: Titanic

juchu, am 04.04. ist Preview, ab dem 05.04. läuft die Titanic dann wieder aus und ich habe in der Woche auch noch Urlaub:rock::rock::rock::rock::rock:

Aber eines verunsichert mich: steht da doch was von cinelady:huh:
Bekomme ich da als Mann auch nen prosecco und ne Maxi?:D
 

Filmfan1972

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AW: Titanic

Man kann diesen Film schnulzig, schmalzig ...oder schwülstig nennen...... Aber dieser Film ist ein Meisterwerk. In fast jeder Szene sieht man den enormen Aufwand der betrieben wurde. Die fiktive Liebesgeschichte im Umfeld der realen Katastrophe funktioniert auch heute noch... Der Soundtrack geht immer noch gewaltig unter die Haut und damit meine ich nicht nur den Song von Celine Dion...

Auch der 3D Effekt kommt erstaunlich gut rüber. Wenn man bedenkt das er gedreht wurde als man über 3D in seiner jetzigen Form noch nicht mal einen Gedanken dran verschwendet hat... Besonders die Deckaufnahmen sind klasse...
 

Sam Spade

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AW: Titanic

Damit mein kleines Statement im "Zuletzt gesehen" nicht in den tiefsten Tiefen des Forums verschwindet, einfach hier noch reinkopiert:

Titanic (1997)

Ich find den Klasse, und was Cameron anpackt, dass macht er sehr akribisch und mit sehr viel Liebe zum Detail. Der Film war für mich, auch wenn ich ihn sogar 1998 dann direkt zum VHS Release zufällig gesehen habe, auch lange Zeit eher ein No-Go. Es war ja damals im Alter von 12+ fast uncool diese "Schnulze" zu sehen, geschweige denn gut zu finden. Dies war nun aber wohl meine insgesamt vierte oder fünfte Sichtung und wenn man objektiv, unvoreingenommen, an den Film ran geht muss man einfach sagen, dass er sehr viel sehr genial macht. Vor allem kann sich jeder selber aussuchen, was man an dem Film so toll findet, worauf man Wert legt. Den einen geht es vllt. primär um die Liebesgeschiche zwischen DiCaprio und Winslet. Doch auch wenn man damit absolut nichts anfangen kann (und einige Sprüche von DiCaprio sind mir wirklich etwas zu schnulzig), so bietet er einfach historisch gesehen einen großartigen und zugleich erschreckenden Einblick in diese Nacht vom 14. bzw 15.April 1912, welcher mich jedesmal aufs Neue total in seinen Bann zieht und mitreißt.

Klar wäre mir ein Actionfilm von Cameron mal wieder recht, aber solange er weiterhin solche Geschichten(sei es Titanic oder z.B. auch Avatar) mit so einem Detailgrad für uns zum Leben erweckt, kann er gern alles umsetzen was er möchte.

9/10
 

Leatherface

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AW: Titanic

...und das ist m. E. nach auch ein großer Fehler, daß viele den Film wohl nur auf die Love-Story reduzieren.

Dabei bietet er so viel mehr.

Zum einen natürlich den Mythos Titanic, welcher mich persönlich schon seit Kindheitstagen fasziniert hat. Zum anderen, obwohl wohl sehr viele Fehler dennoch bestehen, die Liebe zum Detail. Vom original nachgebauten Porzellan bis hin zu der realen Sterne-Konstellation, die damals am Himmel zu sehen war.

Die Love-Story rückt ja quasi auch (zumindest so mehr oder weniger) in den Hintergrund als der Berg gerammt wird. Dann schwenkt der Film über ins dramatische und actionreiche.

Das ganze dann noch grandios gefilmt und mit einem -wie filmfan schon schrieb- fantastischem Score unterlegt.

Ähnlich wie auch wohl viele (mich eingeschlossen, bevor ich vor einigen Jahren den Film seit langer langer Zeit das erste mal wieder sah) den großartigen Klassiker "Vom Winde verweht" einzig auf die Schnulze reduzieren.

Und dies wird keinen der beiden Filmen gerecht...
 

Dwayne Hicks

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AW: Titanic

Die Love-Story rückt ja quasi auch (zumindest so mehr oder weniger) in den Hintergrund als der Berg gerammt wird. Dann schwenkt der Film über ins dramatische und actionreiche.

Ja ich war auch glücklich als der olle Kahn nach gefühlten 5 Stunden geschleim endlich mal gegen diesen Eisberg donnert...

Ne ernsthaft, ich hab ihn damals in jungen Jahren 98 rum auch gesehen und war von dem geschnulze echt genervt....und heute würde es nicht anders sein.
Der Film konzentriert sich sehr stark darauf und wird wohl auch gerade deswegen von vielen darauf reduziert.

Da wollte man mal richtig ein auf emotional machen mit den erzählungen der Überlebenden und dann kommt sowas dabei raus.
Da hätte man lieber mehrere fiktive Einzelschicksale nehmen könn.
Weil diese Gegenwartszenen hat mir auch nix gegeben ausser einen noch viel längeren Film.

Und trotz das der Untergang wirklich großartig inszeniert ist hab ich ein regelrechten hass auf dem Film.

Warum?
Cameron der vorher großartiges drehte wie Terminator, Aliens oder True Lies ruhte sich dann erstmal JAHRE (auf seinen Erfolg?) aus nur um dann mit Avatar ein Comebackfilm auf die Welt loszulassen auf den ich bis heute immernoch kein bock hatte...

Und die Rolle von DiCaprio fand ich so beschissen angelegt das ich eigentlich Jahre lang nix von diesen Typen wissen will...völlig zu unrecht.

Da musste erst ein Scorsese kommen und ein Remake eines Asiafilms zu drehen um das zu richten...

Sorry dass das hier ein regelrechter hetzbeitrag ist aber ich hasse diesen Film einfach nur....für das was er mit Cameron und mir angestellt hat :D

good guy Balthazar
 
Zuletzt bearbeitet:

Sam Spade

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AW: Titanic

Ich kann nur sagen, geb ihm einfach mal wieder ne Chance, denn 1998 war es bei mir nicht anders wie bei dir. Und gerade haben wir uns darüber unterhalten, wie man durch Erfahrungen im Leben Filme heute anders sieht wie früher. Klar, du wirst vermutlich nichts erlebt haben was du direkt auf Titanic projizieren kannst, aber mir ging es damals eben auch so, dass ich die Story und das alles eher peinlich und schnulzig fand. Aber wie gesagt, war ich damals 12. Heute geh ich schon ganz anders an Filme generell und finde sie nicht scheiße, nur weil sie den Ruf einer Romanze haben. So wie auch z.B. Leatherface Vom Winde verweht erwähnt, so ist es doch auch mit Casablanca, der hat mich jahrelang auch nicht interessiert, weil er diesen Ruf hat (der Aufkleber auf der Bluray mit "Filme für Frauen" unterstreicht dieses doofe Klischee ja geradezu..), aber hier ist es sogar fast ähnlich wie bei Titanic. Abseits der Romantik bekommt man hier ein geniales Stück Zeitgeschichte, in dem Fall über den 2. Weltkrieg.

Achja und ich hoffe auch sehr, dass du dich mal auf Avatar einlassen kannst, aber warte damit am besten wirklich, bis du mal neutral dazu stehst. Denn momentan würdest du den sicher so oder so scheiße finden, weil du so schon an die Sache rangehen würdest, aber auch hier bekommt man fast 3 Stunden eine geniale Welt zu sehen, in die es sich einzutauchen lohnt.

Und noch ein Wort zu DiCaprio generell (nicht direkt auf dich bezogen Dwayne). Man liest (hier) ja öfter so Sachen wie "Zum Glück hat er sich nach Titanic gefangen und gezeigt was er für ein genialer Schauspieler ist", hierzu kann ich nur sagen, dass DiCaprio sowohl IN Titanic eine super Figur abgibt, sowie auch schon in zahlreichen Filmen davor. Er wurde also ganz und gar nicht erst nach Titanic zu einem ernstzunehmenden Schauspieler, sondern hat auch schon davor in Filmen wie This Boy's Life, Gilbert Grape oder Jim Carroll gezeigt, was er für ein großartiger Schauspieler ist.
 

Leatherface

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AW: Titanic

jap richtig, wobei diCaprio wohl erst mit Titanic der breiten Masse bekannt wurde. Und damals war es halt schick als Mann zu sagen, daß er scheiße ist:D

Heute ist er einfach einer der besten Darsteller, die es gibt:hoch:
 

Sarah951

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AW: Titanic

Also als Besten würde ich ihn jetzt zwar nicht bezeichnen. Aber das ist halt Geschmackssache. Also ich finde andere besser wie Will Smith aber das ist halt wirklich reine Geschmackssache. Was den Film Titanic angeht finde ich ihn gut aber so langsam können sie mit den Wiederholungen aufhören.
 

Tarantino1980

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Titanic (3D)
Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten das ich mit diesem Film nochmal jemals meinen Frieden schließen würde. Als ich ihn das erste mal auf VHS sah, ich muss aber auch dazu sagen das ich damals genötigt wurde weil er am letzten Unterrichtstag in der Berufsschule gezeigt wurde, habe ich den Film abgrundtief gehasst. Ich fand die Lovestory damals mit 18 Jahren einfach nur überflüssig, ich konnte damals noch nichts mit dem "Milchbubi" Leonardo DiCaprio anfangen und auch Kate Winslet hat mir damals nichts gegeben, weder optisch noch schauspielerisch.

Meine Zweitsichtung war dann ein paar Jahre später auf Premiere. Zumindest von den Effekten, der Story rund um die Titanic und das Katastrophenfilm Element konnte mich damals etwas mehr fesseln, aber die zwischenmenschliche Geschichte zwischen Rose und Jack hat mich auch da noch komplett kalt gelassen. Immerhin war da meine Wertung von 1/10 schon auf 4/10 gestiegen.

Ich wollte dem Film schon länger mal eine neue Chance geben, da kam mir dann wie Wideraufführung im Kino, auf Grund des 25 jährigen Jubiläums, genau richtig. Ich war zwar Anfangs sehr skeptisch, da der Film ja erst im Nachgang auf 3D konvertiert wurde und meistens sowas ja nicht gut aussieht. Aber das muss man James Cameron, bzw. seinem technischen Team lassen, die haben die 3D Technik absolut verstanden und wissen diese einzusetzen. Natürlich darf man hier keine Wunder wie bei Avatar erwarten. Aber im Hinblick darauf das dies ein 25 Jahre alter Film ist, bei dem damals an 3D im Kino noch nicht mal zu denken war, sieht es wirklich sehr gut aus. Gerade die Tiefeneffekte wirken toll und die 4K Restauration sah auch wirklich phänomenal aus. Die High Frame Rate ist mir nicht negativ aufgefallen, also nicht wie damals bei Der Hobbit oder wie bei Gemini Man. Also scheint auch hier James Cameron technisch gesehen die Nase vorn zu haben!

Was mich aber am meisten an mir selbst verwundert hat, diesmal hat mich sogar die Story gepackt und auch die Geschichte zwischen Rose und Jack hat mich wirklich gefesselt. Und auch wen der gute Leo damals wirklich noch sehr jung aussah, so konnte ich damit wirklich was anfange und Kate Winslet sah ja da wirklich sowas von süss aus, wahnsinn wie sich der Geschmack mit den Jahren ändern kann.

Also um es abzuschließen der Film hat nun einen Fan mehr und ich hoffe das er es auch auf 4K ins Heimkino schaffen wird.

Wertung: 8.5/10
 

deadlyfriend

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Titanic (3D)
Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten das ich mit diesem Film nochmal jemals meinen Frieden schließen würde. Als ich ihn das erste mal auf VHS sah, ich muss aber auch dazu sagen das ich damals genötigt wurde weil er am letzten Unterrichtstag in der Berufsschule gezeigt wurde, habe ich den Film abgrundtief gehasst. Ich fand die Lovestory damals mit 18 Jahren einfach nur überflüssig, ich konnte damals noch nichts mit dem "Milchbubi" Leonardo DiCaprio anfangen und auch Kate Winslet hat mir damals nichts gegeben, weder optisch noch schauspielerisch.
Da hatten wir tatsächlich einen völlig unterschiedlichen Werdegang. Ich war damals im Kino drin und war von vorn bis hinten restlos begeistert. DiCaprio mochte ich vorher schon sehr gerne und Kate Winslet ebenfalls. Der Film hat mich total fasziniert..................
Meine Zweitsichtung war dann ein paar Jahre später auf Premiere. Zumindest von den Effekten, der Story rund um die Titanic und das Katastrophenfilm Element konnte mich damals etwas mehr fesseln, aber die zwischenmenschliche Geschichte zwischen Rose und Jack hat mich auch da noch komplett kalt gelassen. Immerhin war da meine Wertung von 1/10 schon auf 4/10 gestiegen.
......weshalb die Zweitsichtung wenige Tage später nochmal im Kino war. Einer der ganz wenigen Filme bei denen ich mehrfach im Kino war.

Ich wollte dem Film schon länger mal eine neue Chance geben, da kam mir dann wie Wideraufführung im Kino, auf Grund des 25 jährigen Jubiläums, genau richtig. Ich war zwar Anfangs sehr skeptisch, da der Film ja erst im Nachgang auf 3D konvertiert wurde und meistens sowas ja nicht gut aussieht. Aber das muss man James Cameron, bzw. seinem technischen Team lassen, die haben die 3D Technik absolut verstanden und wissen diese einzusetzen. Natürlich darf man hier keine Wunder wie bei Avatar erwarten. Aber im Hinblick darauf das dies ein 25 Jahre alter Film ist, bei dem damals an 3D im Kino noch nicht mal zu denken war, sieht es wirklich sehr gut aus. Gerade die Tiefeneffekte wirken toll und die 4K Restauration sah auch wirklich phänomenal aus. Die High Frame Rate ist mir nicht negativ aufgefallen, also nicht wie damals bei Der Hobbit oder wie bei Gemini Man. Also scheint auch hier James Cameron technisch gesehen die Nase vorn zu haben!
Ich hatte ihn dann auf 3D bei mir zu Haus auf der Leinwand gesehen und später nochmal auf dem TV Bildschirm. Ich war von 3D total begeistert, da er eine unglaublich geile räumliche Tiefe erhalten hat. Keine Pop-Outs sondern richtig viel Tiefe. Das fand ich sensationell.

Was mich aber am meisten an mir selbst verwundert hat, diesmal hat mich sogar die Story gepackt und auch die Geschichte zwischen Rose und Jack hat mich wirklich gefesselt. Und auch wen der gute Leo damals wirklich noch sehr jung aussah, so konnte ich damit wirklich was anfange und Kate Winslet sah ja da wirklich sowas von süss aus, wahnsinn wie sich der Geschmack mit den Jahren ändern kann.

Also um es abzuschließen der Film hat nun einen Fan mehr und ich hoffe das er es auch auf 4K ins Heimkino schaffen wird.
Auch die Story hatte mich von Anfang an. Wie die realen Personen mit der fiktiven Story verbunden wurde fand ich klasse und die Liebesgeschichte war für mich phänomenal. Einfach wunderschön geschrieben. Die Titanic-Bashing-Fraktion fand ich danach dann ebenfalls total süß, wie sie zwingend den ganz harten Mann gegeben haben. Die habe ich dann in mich rein lächelnd ignoriert :nice:

In Zahlen wäre das bei mir dann bei jeder Sichtung 10 von 10 und da gab es inzwischen eine ganze Menge.
 

Tarantino1980

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Ich war von 3D total begeistert, da er eine unglaublich geile räumliche Tiefe erhalten hat. Keine Pop-Outs sondern richtig viel Tiefe. Das fand ich sensationell.

So ging es mir tatsächlich auch. Zuerst war ich sehr skeptisch, da es eben ein Film war bei dem das 3D nachträglich eingefügt wurde. Aber das muss man wirklich James Cameron und seinem Team lassen, beim Thema 3D macht denen niemand aktuell etwas vor.

Der Tiefeneffekt ist hier einfach der Wahnsinn. Gerade in Räumen ist mir das besonders positiv aufgefallen. Da hat mir wirklich 3D sehr viel Freude bereitet!
 

Die wilde 13

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Ich konnte mir nie erklären, warum Titanic bei vielen so schlecht wahrgenommen wird. Für mich ein perfekter Film mit tollen Darstellern, einer Story, die trotz des bekannten Ende mit viel Herz berührt und grandiose Action bietet, und einfach nur kurzweilig ist, auch mit über 3 Stunden Spieldauer. Und auch die nachträgliche 3D-Umsetzung ist toll geworden. Leider läuft der Film hier nicht im Kino, sonst wäre ich gerne wieder reingegangen.

dass DiCaprio sowohl IN Titanic eine super Figur abgibt, sowie auch schon in zahlreichen Filmen davor. Er wurde also ganz und gar nicht erst nach Titanic zu einem ernstzunehmenden Schauspieler, sondern hat auch schon davor in Filmen wie This Boy's Life, Gilbert Grape oder Jim Carroll gezeigt, was er für ein großartiger Schauspieler ist.
So ist es! Ich kannt ihn schon vorher aus This Boy's Life und vor allem aus dem Geniestreich Gilbert Grape, wo Leo den behinderten Jungen Arnie so überzeugend darstellte, das ich baff war, das dies nur geschauspiert war von so einem jungen Burschen. Der Wahnsinn!!
Kate habe ich erst durch Titanic entdeckt und sie hat mich seitdem nie wieder losgelassen. Ich liebe sie und alles was sie macht!! :bet:

In Zahlen wäre das bei mir dann bei jeder Sichtung 10 von 10 und da gab es inzwischen eine ganze Menge.
Da gehe ich mit. Ich habe den Film damals 3 mal im Kino gesehen, davon einmal in Hamburg und die von 2moulins angesprochen Titanic-Ausstellung haben wir auch besucht. Aber eigentlich waren wir damals wegen dem "Phantom der Oper" in der Stadt.
Seitdem auch schon mehrmals am Bildschirm gesehen und er wird nicht schlechter, ganz im Gegenteil. Freue mich schon darauf, wenn eine 4K-Fassung kommen sollte. Das wäre dann die vierte Edition in meiner Sammlung und würde mit Blade Runner gleichziehen. :D
 

deadlyfriend

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Die letzte Nacht der Titanic

I

In jedem Fall ist diese Verfilmung des Stoffes absolutes Pflichtprogramm, für jeden der sich für das Unglück interessiert. Dafür ist die Inszenierung einfach zu gut, um daran vorbei zu gehen.
Im Zuge meiner Überlegungen, ob ich diese 4K Collector`s Edition der Cameron Variante benötige, hatte ich auch wieder richtig Lust auf die Fassung von 1958 und habe dabei meine Rezension gelesen, an der ich nichts zu ändern habe. Auch gestern war ich wieder absolut beeindruckt von dem Film, der sich nun mal auf die Berichte von 60 Überlebenden stützt, wie auch einige der Protokolle der Californian-Crew. Interessant fand ich, das man in dem Film auch Szenen aus der deutschen Variante von 1943 genutzt hat. Ebenfalls interessant ist, das Bernard Fox in dieser Variante von Roy Ward Baker und auch in der 97er Version von James Cameron mitspielte. Weiterhin gilt: Wer sich für das Titanic-Universum interessiert, hat hier eine äußerst gut inszenierte Variante.
 

deadlyfriend

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Titanic (2012)

Die BBC produzierte im Jahr 2012 eine 4-teilige Miniserie zum 100sten Jahrestag des Untergangs. In den ersten 3 Folgen beleuchtete man fiktive und reale Charaktere und Schicksale, um sie im letzten Teil zusammenzuführen. Das ZDF wiederum baute daraus einen 2-Teiler, der jeweils ca.90 Minuten andauert. Hätte nicht die „100“ angestanden, wäre die Serie wahrscheinlich nicht entstanden, da der Film von James Cameron bis heute alles überstrahlt und im Grunde keine Notwendigkeit existierte, die Geschichte nochmal zu erzählen. Dennoch sind hier einige Änderungen zu vernehmen. Beispielsweise wird hier die Rolle von Bruce Ismay anders beschrieben, der im Gegensatz zu anderen Verfilmungen keinen Druck ausübt, um schneller zu fahren, sondern betont, dass die Titanic nicht wegen Schnelligkeit gebaut wurde, sondern für Luxus und Komfort, damit die Passagiere eine angenehme Reise haben. Rein aus logischen Gründen durchaus nachvollziehbar. Die „Schuldfrage“ wird hier also deutlich mehr Kapitän Smith zugeschoben. Auch andere Kleinigkeiten sind hier eingebracht worden, wie der Personalwechsel des zweiten Offiziers in Southampton, die geretteten Hunde und einige andere Dinge, die man sonst nicht im Fokus hatte.

Dennoch ist die Gestaltung der Narrative, das man während des Untergangs wieder zurückschaltet, um eine andere Geschichte zu erzählen, aus meiner Sicht nicht so gut gelungen. Es reißt einen raus und zudem sind die fiktiven Schicksale auch nicht ultraspannend. Der Untergang selbst ist dafür sehr interessant inszeniert, was mit Sicherheit auch dem Budget einer TV-Produktion geschuldet ist. Man wählte nämlich keine opulente Perspektive und versuchte mit Cameron mitzuhalten, sondern ließ die Titanic aus der Sicht eines Überlebenden endgültig untergehen, der gerade verzweifelt um sein Leben kämpft. Er versucht gerade an Bord eines umgedrehten Rettungsboots zu gelangen, während sich das Schiff dahinter letztmalig aufbäumt, bevor es in die Tiefe sinkt. Wie erwähnt, ist die Perspektive vermutlich aus Kostengründen so gewählt worden, aber sie wirkt tatsächlich nach, wenn er während seines Kampfes trotzdem nochmal zum Schiff blickt. Für wen ist diese Serie also gedacht? Ich denke mal, nur für Leute, die vom Thema nicht genug bekommen und gerne alle Variationen betrachten möchten. Sie ist keine absolute Offenbarung aber durch einige Momente, eine sehr interessante Alternative.
 

deadlyfriend

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Die Helden der Titanic

Die meisten Geschichten über die Titanic sind ja relativ bekannt, dennoch gibt es immer wieder Kapitel, die wenig oder gar nicht beleuchtet wurden. Die meisten Verfilmungen konzentrierten sich auf die Crew und die Passagiere. Oder eben auf die Ursachen, die Rettungsboote und andere dramatische Ereignisse. Nur die Leute die maßgeblich daran beteiligt waren, das überhaupt noch genügend Zeit war, um alle nicht voll besetzten Rettungsboote zu Wasser zu lassen, wurden ein wenig vernachlässigt. Mit „Die Helden der Titanic“ aus dem Jahr 2011 wurde hier Abhilfe geleistet. Dieser Doku-Spielfilm konzentriert sich auf die Arbeiter, die tief unten im Rumpf dafür Sorge trugen, dass die Titanic länger über Wasser blieb als gedacht. Sie wussten das ihre eigenen Chancen mit jedem weiteren Verbleib schlechter wurden, aber sie arbeiteten unermüdlich weiter. Dieser Doku-Spielfilm erzählt ihre Geschichte, wie sie völlig im Unklaren gelassen wurden, was überhaupt passierte und erstmal nur Befehle befolgten. Erst als das Wasser eintrat, wussten sie von der Gefahr, da der Informationsfluss insgesamt sehr träge war. Viele von ihnen blieben bis zum bitteren Ende bei der Arbeit. Sie verhinderten das die Kessel in die Luft flogen, pumpten aus Kammer 5 so gut wie es eben ging das Wasser ab und sorgten damit dafür, dass die Titanic länger oben blieb. Gleichzeitig legten die Elektriker den Strom so um, dass sie lange Licht hatten und die Pumpen weiter funktionierten. Um 2:05 wurde das letzte Rettungsboot abgefiert, um 2:20 sank die Titanic. Diese Männer waren also maßgeblich daran beteiligt, dass sich viele Menschen retten konnten.

Dieser Doku Spielfilm bedient also nicht das narrative Spannungskino, sondern setzt den Schwerpunkt auf die Geschehnisse. Wer hier einfach nochmal den Untergang sehen möchte, bekommt keinen. Dies ist weder Special-Effect-Kino, noch Romanze oder sonst etwas, was man mit der Titanic in Verbindung bringt. Die Geschichte wird vom damaligen überlebenden Chef-Heizer Frederick Barret erzählt und besitzt eben den Charakter einer Spielfilm-Dokumentation. Mit einem Sprecher, der hin und wieder technische Dinge erklärt und Schauspielern, die in die jeweiligen Rollen schlüpfen. Dennoch ist das sehr dramatisch in Szene gesetzt. Allerdings gibt es auch hier wohl ziemlich viele Ungereimtheiten, die in der Form möglicherweise nicht stattfanden. Dennoch muss man auch hier bedenken, das es nun mal widersprüchliche Aussagen gibt, da jeder es ein wenig anders erlebt und damit auch geschildert hat. Niemand wird in dieser Situation Buch geführt haben, damit anschließend eine ordnungsgemäße Berichterstattung stattfinden kann. Trotzdem für alle geeignet die sich näher mit dem Unglück beschäftigen und einfach mehr wissen wollen.

Bei der ZDF Veröffentlichung des Titanic Zweiteilers von 2012, liegt dieser Film als Bonusdisc bei.
 
Zuletzt bearbeitet:

Count Dooku

Leinwandlegende
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101
Die Mini-Serie konnte ich überhaupt nicht leiden.
Zum einem wegen der wirren Erzählweise und zum anderen wegen vieler fragwürdigen Szenen wie z. B. dass man die italienischen Arbeiter bewusst ersaufen lassen will.
 
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