Mission: Impossible

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Mission Impossible: Rogue Nation

Die "Serie" hält sich jetzt auch schon 20 Jahre lang! Gefällt immer noch.... , obwohl das Schema immer dasselbe ist.

Gute Unterhaltung - mit Action, interessanten Schauplätzen und wohl dosiertem Humor. :hoch:

8/10
 

Sam Spade

Filmarchitekt
Teammitglied
Registriert
13 Juli 2012
Beiträge
5.937
Ort
10086 Sunset Boulevard
Filmkritiken
54
Im Vergleich zu Phantom Protokoll konnte mich Rogue Nation - den ich gestern im Heimkino gesehen hab - leider nicht so begeistern. Es war auch keine Enttäuschung aber irgendwie wollten mich die Szenen nicht so packen wie noch im Vorgänger, wo z.B. die Dubai-Sequenz für mich ein Highlight der ganzen M:I Serie darstellt. Sehr froh bin ich aber auch hier wieder über Simon Pegg, der für viele angenehme Lacher gut ist. Mein Highlight war daher auch die ganze Marokko-Szene. Vor allem die Verfolgung im Auto.

Genervt hingegen, hat mich die weibliche Protagonistin namens Ilsa Faust. Der oberschlaue Obermotz gab ihr gefühlt ein wenig zu viel Chancen.

Insgesamt kein Reinfall, aber - falls man die beiden Filme als Agenten-Thriller vergleichen mag - weit entfernt von Sepctre (bezogen auf das Jahr 2015). Eins muss ich Cruise aber weiterhin zu gute halten: Enttäuscht hat er mich bisher in noch keinem Film. Das ändert sich auch nicht mit Rogue Nation, der von mir eine 6/10 bekommt.

Meine derzeitige Rangliste:

Mission: Impossible
Phantom Protokoll
M:I - 3
Rogue Nation
M:I - 2
 
Zuletzt bearbeitet:

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.069
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Nachdem ich nun in den vergangenen Wochen nochmal alle Teile der Reihe gesichtet habe, wenn auch nicht in der richtigen Reihenfolge, wollte ich hier gesammelt einfach nochmal meine frischen Eindrücke niederschreiben und mit einer persönlichen Rangliste anfangen welchen Teil ich innerhalb der Reihe wie gut finde.

  1. Mission: Impossible 2 (9/10)
  2. Mission: Impossible - Rogue Nation (8/10)
  3. Mission: Impossible - Phantom Protokoll (8/10)
  4. Mission: Impossible (10/10)
  5. Mission: Impossible 3 (7.5/10)
Jetzt wird sich sicherlich der Ein oder Andere Fragen wie es sein kann das ich Teil 1 mit einer Wertung von 10/10 nur auf Platz 4 gestellt habe und davor zwei 8er Wertungen liegen. Genau das möchte ich im Gesamtkontext der Reihe begründen.

Teil 1 ist und bleibt für mich ohne jeden Zweifel ein genialer Agenten Film der, für sich allein gestellt, echt perfekt inszeniert wurde von Brian De Palma und damals 1996 wirklich State of the art war was das moderne Action Kino anging. Aus damaliger Sicht modernste Technik, eine frische Inszenierung und ein toller Cast machten den Film zu etwas besonderem und zur Geburtsstunde von Ethan Hunt. Damals ist einem das natürlich noch nicht so aufgefallen weil man zum einen den damals mitte dreißig jährigen Tom Cruise nur so kannte. Ich weiß nicht ob es an meiner veränderteten Warnehmung liegt aber damals bei der Erstsichtung ist es mir noch nicht so extrem aufgefallen wie heute. Im Grunde war Ethen Hunt damals noch recht unerfahren, weit weg von dem Top Agenten so wie wir ihn heute kennen. In manchen Szenen wirkte es auf mich sogar so, ohne das jetzt negativ zu meinen, als ob er gerade seine Ausbildung zum Geheimagent beendet hätte. Diese Wahrnehmung hatte ich damals noch nicht.

Dann kam vier Jahre später Teil 2 raus und wir bekamen einen völlig neuen Ethan Hunt zu Gesicht. In mancher Hinsicht sogar tougher und übermenschlicher als James Bond, aber dafür ein Action Feuerwerk der Superlative von John Woo. Ich mag den Film sehr, aber im Mission Impossible Universum hat er auch noch ein paar Schwächen und das ist eindeutig das Fehlen eines guten Teams. Zwar hatte er wieder mit Luther Stickell (Ving Rhames) einen alten Bekannten im Team, aber Billy Baird ist so farblos und überflüssig wie das eigentliche Team in Teil 2. Es ist die One Man Show des Ethan Hunt die zwar inszenatorisch und musikalisch genial ist, aber eben nicht ganz perfekt.

Weitere 6 Jahre später im Jahr 2006 versuchte J. J. Abrams in die Mission: Impossible Reihe wieder etwas frischen Wind reinzu bringen, was ihm stellen weise auch gelungen ist, aber jetzt mit etwas Abstand leider auch einige negative Gesichtspunkte hatte. Was auf jeden Fall sehr gut war, war der Ansatz Ethan Hunt wieder etwas menschlicher wirken zu lassen und ihm sogar mal ein Privatleben zu gönnen. Eine Entscheidung, die wahrscheinlich sehr auf Abrams zurückzuführen ist, da er zu diesem Zeitpunkt gerade seine Agenten Serie Alias abgeschlossen hatte und man dies auch dem Film deutlich anmerkt, das eben Elemente aus der Serie hier mit eingeflossen sind. Gerade diese Mischung aus Privat und Agentenleben war absolut typisch für die Serie Alias. Klappte es auch dies auf diese Filmreihe und vorallem auf Ethan Hunt zu übertragen... bedingt, da man nur einen kleinen Teil der Privatperson kennengelernt hat. Bei Alias war dies viel komplexer, dadurch das es eine Serie war, möglich und somit auch für den Zuschauer glaubhafter. In der Mission Impossible Welt war es eben ein sehr krasser Stilbruch, da man in Teil 2 einen fast übermenschlichen Ethan Hunt sah, der in Teil 3 fast schon zu zerbrechlich wirkte. Die Story und Inszenierung war insgesamt solide, aber was mir absolut nicht gefallen hatte war das Team in diesem Film. Zhen Lei (Maggie Q) und Declan Gormley (Jonathan Rhys Meyers) passten irgendwie so garnicht zu Ethan Hunt und Luther Stickell (Ving Rhames) war zwar anwesend, konnte aber das Gesamtkonzept leider auch nicht retten. Was allerdings der größte Pluspunkt des Filmes ist, er hat den wohl bisher markantesten Bösewicht der Filmreihe aufzuweisen - Owen Davian (Philip Seymour Hofman) der diese Rolle einfach perfekt verkörpert hat. Schön fies und ein ebenbürtiger Gegner für Ethan Hunt. Aber unter dem Strich bleibt leider jetzt im Nachhinein der schlechtes Teil der Reihe, weil zwar Abrams versuchte die Vorzüge von Teil 1 und Teil 2 zu mixen, dies aber nicht in der perfekten Mischung hinbekam!

Ich hielt es nicht für möglich aber es gab tatsächlich weitere 5 Jahre später eine Fortsetzung welche damals bei mir nicht wirklich zündete, aber jetzt bei der Zweitsichtung sein Potential definitiv mir offenbarte. Zwar bin ich weierhin der Meinung das mit Brad Bird der falsche Mann auf dem Regie Stuhl saß, es aber denoch die perfekte Mischung aus dem war was man bisher aus der Filmreihe kannte. Ehtan Hunt wurde wieder mehr als Super Agent dargestellt, ohne komplett als Superheld wie in Teil 2 rüberzukommen und was noch viel wichtiger war, die Chemie im Team passte absolut. Die Neuzugänge Jane Carter (Paula Patton) und William Brandt (Jeremy Renner) harmonieren wie ich finde perfekt und brachten etwas frischen Wind mit. Auch Benji Dunn (Simon Pegg) der ein Upgrade zu seiner Rolle aus Teil 3 bekam, passte wirklich gut. Bei der Erstsichtung regte mich der Humor noch sehr auf, bei der aktuellen Sichtung fand ich ihn sehr gelungen. Gerade der extreme Kontrast zu seinem Charakter und Ethan Hunt ist sehr genial. Hunt ist halt ein Vollblut Agent im Außendienst und Dunn, der sich zwar nun auch Agent im Außendienst nennen darf, hat körperlich nicht mal die Hälfte von dem drauf was Hunt kann und das macht das ganze so witzig. Die Szenen in Dubai als Ethan unter sehr schwierigen Umständen in den Serverraum gelang und sein Leben im Warsten sinne des Wortes am seidenem Faden hing im Vergleich zu dem was Benji in der Zeit gemacht hat war einfach sehr extrem unterschiedlich und als dan Benji total außer Atem wieder in das Hotelzimmer an kam und für ihn es schon extrem am Limit war und er nicht wusste was Ethan alles getan hat, das war wirklich extremst lustig. Und das ist nur ein Beispiel dafür wie sehr mir das neue Team gefallen hat. Die Action in dem Film ist sehr gut, leider leidet dadurch etwas die Story und ich war auch bei der Zweitsichtung sehr enttäuscht das so ein guter Darsteller wie Mikael Nyqvist so farblos dargestellt wurde. Man hätte der Rolle einfach mehr tiefe verleihen müssen. Das Potential und der Darsteller waren vorhanden, aber leider hat wohl das Drebuch nicht mehr zugelassen. Ich fand es auf jeden Fall gut das J. J. Abrams weiterhin bei dem Projekt mit an Bord war, wenn auch nur als Produzent. Man weiß ja nie 100% wer bei so einer Produktion welchen Einfluss auf welches Element hatte. Aber ich könnte mir vorstellen das Abrams auch hier hinter den Kulissen nah an der Produktion dran war und somit auch einige Elemente aus seinem Regie Versuch weiter entwickelt hat. Auch wenn hier Ethan Hunt nur am Rande wieder ein Privatleben vergönnt war, so fand ich die Mischung besser. Man weiß das es seiner Frau gut geht und das er aus der Ferne ein Auge auf sie hat, aber es beeinflusst seinen Job nicht mehr so extrem wie in Teil 3.

Teil 5 aus dem Jahr 2015 ist für mich fast gleich auf mit Teil 4, hat nur einen besseren Regisseur und durch das wiedersehen und die Weitereintwicklung des Teams aus Teil 4 halt etwas die Nase vorn im Gesamtranking. Leider war Paula Patton nicht mehr mit an Bord, dafür aber mit Rebecca Ferguson, auch wenn sie nicht zum offiziellem IMF Team gehörte, würdig ersetzt worden. Ansonsten bekam Ving Rhames wieder eine größere Rolle, der in Teil 4 ja nur zum Schluss ganz kurz mit ins Geschehen eingebunden wurde. Die Rolle von Jeremy Renner wurde wieder mehr in die Administrative verschoben, was einerseits zwar Schade war, andererseits aber auch zum Film gepasst hat, weil so der neue Chef des IMF in Spe - Alan Hunley (Alec Baldwin) mehr Tiefe bekam und es somit auch für den Zuschauer nachvollziebar war warum er am Schluss diesen Posten bekam. Zumindest was die bisherigen News zum Cast angeht, soll Baldwin diese Rolle auch weiterhin ausüben, was der Reihe bestimmt auch gut tut das eine gewisse Stabilität im Team gegeben ist. Die gesamte Szenerie in Wien fand ich absolut stimmig und sehr gut inszeniert von Regisseur Christopher McQuarrie. Vielleicht wirkte der Gesamte Film auch deshalb so rund weil es zu diesem Zeitpunkt bereits die fünfte Zusammenarbeit zwischen ihm und Tom Cruise war und Cruise ja auch bei der Reihe immer im Hintergrund mit als Produzent auftaucht. Ich finde es schon sehr wichtig das auch hinter den Kulissen die Chemie stimmt und alle miteinander arbeiten. Vielleicht hat Cruise hier nun für sein "Baby" die perfekte Mischung aus Akteuren vor und hinter der Kamera gefunden. Abrams der die Reihe mit Sicherheit in die Moderne befördert hat, Tom Cruise der nunmal Ethan Hunt ist und ohne ihn es die Reihe nicht gäbe, und mit McQuarrie ein stimmiger Regisseur, der ja auch bei Teil 6 wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte und somit das geschafft hat, was bisher in der Reihe noch keiner vor ihm schaffte, bei zwei Filmen Regie zu führen und natürlich ein gutes Stamm Team von Darstellern!

Ich freue mich mitlerweile sehr auf Teil 6! Auch hier zeigte sich wieder einmal, dass eine Zweitsichtung manchmal nicht das Schlechteste ist! Wenn man keine perfekte Story erwartet und eben keinen Old School Agenten Filmreihe, ist man bei der Mission Impossible Filmreihe wirklich gut aufgehoben. Natürlich hätte man auch einiges besser machen können. Interessantere Storys und bessere Gegenspieler hätten die Filme mit großer Sicherheit noch mehr aufgewertet. Aber man darf auch nicht zuviel erwarten den unter dem Strich will, so ist zumindest meine Meinung, diese Filmreihe uns auch keine lupenreinen Agenten thriller liefern, sondern vielmehr gute Actionfilme im Sub Genre Agentenfilm. Und das haben sowohl Teil 4 als auch Teil 5 absolut gut hinbekommen und die anderen Filme sind natürlich auch sehr sehenswert, wobei es hier natürlich auf die individuellen Vorlieben ankommt was die Gewichtung angeht. Fans von Old School Agentenfilmen werden Teil 1 genauso sehr lieben wie ich, Fans von perfekt inszenierter Action werden in John Woo´s Vision von Mission Impossible mit sicherheit genauso fasziniert vor dem Bildschirm sitzen wie ich und wer die perfekte Mischung aus beiden sehen will, sollte sich auf Teil 4 und 5 und hoffentlich Teil 6 beschränken. Hier stimmt die Mischung und ich für meinen Teil wünsche mir, das die Reihe in diesem Stil auch in Teil 6 fortgeführt wird.

Vielleicht sogar als Finale, in Anbetracht des Alters von Tom Cruise denn noch kann er glaubhaft in einem Actionfilm den Helden spielen. Aber in fünf Jahren wird der Mann 60 Jahre alt und ob er es dann noch schafft Ethan Hunt glaubhaft zu spielen weiß ich nicht. Und ich fände es schade wenn es ein Reboot gäbe oder er nur noch als Leiter des IMF mitspielen würde. Dann lieber einen würdigen Abschluss der Reihe mit einem passendem Finale. Aber warten wir mal ab was Teil 6 mit sich bringt.
 

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.069
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Natürlich war es für mich Pflicht nun auch Mission: Impossible - Fallout mir anzusehen. Er past perfekt zum Stil von Phantom Protokoll und Rogue Nation. Die Sequenz in Frankreich ist einfach perfektes Action Kino! Das letzte Drittel ist im Gesamtkontext der Reihe ein schöner Abschluss für die Storyline zwischen Ethan und Julia, aber passt irgendwie nicht so zum restlichen Look des Filmes. Er ist zwar toll inszeniert, aber irgendwie hätte ich mir hier auch einen Showdown in einer großen Metropole gewünscht, aber das ist Meckern auf Hohem Niveau, da die Inszenierung in Kaschmir auch sehr gut ist, also die Bilder die uns Christopher McQuarrie da geschenkt hat sind wirklich gut in Szene gesetzt.

Auch wenn hier natürlich in dem Film auch CGI verwendet wurde ist sie nicht auffällig sondern eher Mittel zum Zweck und dezent eingesetzt. Alles im allen ein schöner Old School Action Film transportiert in die heutige Zeit. Ich hoffe sehr, sollte es noch einen weiteren Teil der Reihe gebe, das Christopher McQuarrie wieder als Regisseur zur Verfügung steht, da er es finde ich sehr gut versteht, die Reihe richtig zu inszenieren. Einziger negativ Punkt war leider das Fehlen von Jeremy Renner, ohne auch nur mit einer Silbe zu erwähnen warum sein Charakter bei der neusten Mission nicht anwesend war. Man weiß natürlich, das sein Fehlen mit seinem vollem Terminkalender zu tun hatte, aber ich hätte es schön gefunden wenn es im Film irgendwie Erwähnung gefunden hätte, da die Reihe ja doch auf einander aufbaut. Also wenn es einen weiteren Film geben sollte fände ich es schön wenn Renner wieder mit an Bord wäre. Henry Cavill hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Er hat ja jüngst selbst seinen Namen in den Ring geworfen bei der Frage wer der neue Bond Darsteller werden könnte. Ich hoffe er bekommt den Zuschlag, weil er wäre echt mein Wunschkandidat. Das er in einem Agenten Film eine gute Figur macht hat er hier nämlich sehr gut gezeigt, nur der Schnurrbart muss dann wieder weg ;)

Wertung: 8/10
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.489
Filmkritiken
101
Mir hat der Film auch sehr gut gefallen. Vor allem, dass McQuarrie die Julia-Geschichte passend abgeschlossen hat. Nach Teil 4 hatte ich mir schon gedacht, dass die Ehe unter den Umständen nicht halten kann. In Teil 3 sieht man Julias Umfeld (Familie, Arbeit, Freunde) und nach Teil 4 ist einem bewusst, dass sie dieses Leben aufgeben musste wegen Ethan. Imo kommen Ethans Schuldgefühle wegen dieser Sache gut zur Geltung.
Ich weiß noch, als ich Teil 5 im Kino ansah, hat mich meine Begleitung an einer Stelle gefragt, als Ilsa Ethan vorschlug mit ihr abzuhauen, was eigentlich aus seiner Frau geworden ist.
Die Action-Szenen sind auch klasse gemacht. Sowas fehlt mir bei den letzten Bond-Filmen.
Gestört hat mich nur der Score. Imo besteht er fast nur aus aggressiven Bässen, wie die letzten Arbeiten von Hans Zimmer (z. B. BvS). Dazu werden die beiden Melodien aus der TV-Serie viel zu oft wiederholt.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.489
Filmkritiken
101
Mission: Impossible - Fallout

Der sechste Teil der Agenten-Reihe mit Tom Cruise ist wiedermal eine gelungene, actionreiche Achterbahnfahrt geworden.
Regisseur McQuarries "Rogue Nation" fand ich noch etwas durchwachsen, da für mich der Film zwar großartige Szenen wie z. B. in der österreichischen Oper hatte, aber die Story, die als roter Faden diente um diese zu verbinden doch ziemlich schwach war. Bei "Fallout" wirkt es so, als ob McQuarrie Teil 5 als Übung verwendt hätte um jetzt richtig aufzudrehen. Die Story knüpft an den Vorgänger an und beantwortet auch einen für mich offenen Punkt, der in Teil 4 aufkam und in Teil 5 nicht erwähnt wurde.
Die Handlung ist spannend erzählt und es kommt imo nie zu Längen.
Die Darsteller sind wieder gut wie immer. Henry Cavill überzeugt als CIA-Agent. Sean Harris darf diesmal mehr zeigen als im Vorgänger.
Die Action-Szenen sind wieder großartig, solche Szenen vermisse ich bei "James Bond" schon.
Das einzige Manko ist für mich der Score von Lorne Balfe. Neben der Titelmelodie und einem der Hauptthemes aus der Serie verwendet er fast nur 08/15-Melodien mit viel Basseinsatz wie Hans Zimmer bei "Batman v Superman" oder "Man of Steel".

Bin gespannt auf Teil 7.
 

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Die Sichtung von „Fallout“ animierte mich, nochmal die Vorgänger anzuschauen. Bislang waren es die ersten beiden....

Mission: Impossible (1996)

Tom Cruise wirkt hier (naturgemäß) noch sehr jugendlich. Geboten wird ein klassicher Agenthriller mit einigen tollen und sehr spannenden Einlagen. Dazu noch die eine oder andere Wendung. Gute Story. Sehr gut! :hoch:
Die Handschrift von Brian De Palma erkenne ich jetzt nicht gerade. Ist für ihn meines Erachtens kein typischer Film.

9/10

Mission: Impossible 2 (2000)

Die Handschrift von John Woo ist unverkennbar. Viel Action, Zeitlupe.... und sind nicht auch die Tauben ein Steckenpferd von ihm? Handlungstechnisch sehr wenig Substanz, eigentlich eine One-Man-Show. Die Action ist teilweise etwas übertrieben (unglaubwürdig), sieht aber gut aus und ist dann doch noch unterhaltsam. Auch der Anfang - am Felsen - ist beeindruckend. Das Maskenthema wird etwas überstrapaziert.

7,5/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.069
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Meine letzte Komplettsichtung ist ja noch nicht solange her. Daher freut es mich das Du auch nochmal den Drang verspürst dir die Filme anzusehen.

Ich bin gespannt wie Du Teil 3 siehst. Bei mir war es wirklich interessant da ich Teil 3 damals, als er aktuell war, recht gut fand und ihn daher auch gut in Erinnerung hatte. Aber bei der aktuellen Sichtung fand ich vieles nicht so rund. Im Grunde sind die Filme ab Teil 4 eher ein Reeboot der Reihe für mich, da Teil 1 und 2 zwar alleinstehend 2 gute Filme sind, aber irgendwie nicht mehr so zum Look der Reihe passen, wie ich finde. Teil 3 hat natürlich schon Elemente die auch fortgeführt wurden, aber dennoch ist für mich die Reihe ab Teil 4 definitiv nochmal gewachsen.
 

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Mission:Impossible III (2006)

Schön eingefangene Schauplätze, ein schwerer Gegner, der ein Wiedersehen mit Philip Seymour Hoffman beschert (wäre auch ein guter 007-Bösewicht gewesen), spektakuläre Action mit spannenden Momenten (schon zu Beginn), gute Story - auch mal mit privaten Verbindungen. Recht ernsthaft, kaum Humor. Ich finde J. J. Abrams hat das nicht schlecht gemacht. Ein sehr guter Action-Film! Sieht auch vom optischen Style klasse aus!

8,5/10
 

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Mission: Impossible - Phantom Kommando (2011)

Der vierte Film - Regie: Brad Bird (Wer ist das ??)
Der schneidet bei meiner Sichtung der Serie bis jetzt am schlechtesten ab. Schöne Schauplätze - wie immer; das ist noch ein Plus-Punkt. Ansonsten ist aber die Handlung etwas langatmig. Die Sequenz am Hochhaus in Dubai sieht super aus und entwickelt auch so ziemlich die einzigen Spannungsmomente. Der technische Schnickschnack, der diesmal zum Einsatz kommt, erscheint mir aber arg überzogen (z.B. der schwebende Jeremy Renner :spinner: oder auch diese Spezialhandschuhe am Hochhaus....). Der „Bösewicht“ (Nykvist) erscheint ziemlich blass und schwach. Simon Pegg ist zu humoristisch. Es fehlt die Ernsthaftigkeit wie im III.Film. Deshalb lässt auch die Spannung nach. CGI-Effekte sind teilweise echt schwach (Kreml-Explosion). Auch Hunt‘s Haltung gegenüber seiner Frau (und umgekehrt .... also dieses harmonische „Getrenntsein“) erscheint völlig unrealistisch.

6,5/10
 

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Ich bin gespannt wie Du Teil 3 siehst. Bei mir war es wirklich interessant da ich Teil 3 damals, als er aktuell war, recht gut fand und ihn daher auch gut in Erinnerung hatte. Aber bei der aktuellen Sichtung fand ich vieles nicht so rund.

Wie Du sehen kannst, gefiel er mir echt ausgezeichnet. Ich habe sogar das Gefühl, ich müsste ihn nach Sichtung des 4. noch besser einstufen. Die Geschmäcker gehen hier teilweise weit auseinander. Count Dooku schrieb z.B. dass es für ihn der schlechteste der Reihe sei.

...... aber dennoch ist für mich die Reihe ab Teil 4 definitiv nochmal gewachsen.

Der vierte hat mich - wie Du siehst - eher enttäuscht. Bei der Erstsichtung vor Jahren gefiel er mir besser. Jetzt, im direkten Vergleich zu den ersten 3, muss ich Abstriche machen.... Aber - wie gesagt - das ist Geschmackssache oder manchmal Tagesform oder abhängig von der Erwartungshaltung.

Im Übrigen ist es insgesamt eine Top-Serie. Das ist keine Frage.

Mal sehen, ob ich schon heute weiter komme....;).
 

Tarantino1980

Screenplay
Teammitglied
Registriert
25 Aug. 2008
Beiträge
22.069
Ort
Città di Giallo
Filmkritiken
205
Wie Du sehen kannst, gefiel er mir echt ausgezeichnet. Ich habe sogar das Gefühl, ich müsste ihn nach Sichtung des 4. noch besser einstufen. Die Geschmäcker gehen hier teilweise weit auseinander. Count Dooku schrieb z.B. dass es für ihn der schlechteste der Reihe sei.

Das ist doch das schöne an unserem Hobby das die Geschmäcker auseinander gehen und Filme auch unterschiedlich gewertet werden! Ich finde Teil 3 nicht richtig schlecht, halt nur im Gesamtkontext gefällt er mir eben nicht mehr so gut wie er es damals, als er im Kino gelaufen ist, getan hat. Das war aber auch zu der Zeit als J.J. Abrams eher noch für TV Produktionen verantwortlich war und ich es regelrecht abgefeiert habe das er der Regisseur bei M:I 3 sein durfte. Und natürlich hat er seinen Job auch gut gemacht keine Frage!

Der vierte hat mich - wie Du siehst - eher enttäuscht. Bei der Erstsichtung vor Jahren gefiel er mir besser. Jetzt, im direkten Vergleich zu den ersten 3, muss ich Abstriche machen.... Aber - wie gesagt - das ist Geschmackssache oder manchmal Tagesform oder abhängig von der Erwartungshaltung.

Bei mir war es genau umgekehrt. Damals im Kino war ich enttäuscht, hatte ihn auch recht durchschnittlich bewertet. Aber bei meiner damaligen erneuten Sichtung im Heimkino konnte er definitiv punkten und ich werde mir die Reihe ab Teil IV bestimmt auch nochmal ansehen, spätestens wenn Teil 7 ins Kino kommt!

Im Übrigen ist es insgesamt eine Top-Serie. Das ist keine Frage.

Absolut! Ich hätte nach der etwas längeren Pause nie gedacht das es mal bis zur Nummer 8 weitergehen wird.

Mal sehen, ob ich schon heute weiter komme....;).

Ich bin jetzt auf jeden Fall sehr neugierig wie du Teil V wertest.
 

Count Dooku

Leinwandlegende
Registriert
19 Juni 2008
Beiträge
5.489
Filmkritiken
101
Wie Du sehen kannst, gefiel er mir echt ausgezeichnet. Ich habe sogar das Gefühl, ich müsste ihn nach Sichtung des 4. noch besser einstufen. Die Geschmäcker gehen hier teilweise weit auseinander. Count Dooku schrieb z.B. dass es für ihn der schlechteste der Reihe sei.

Das war zumindest meine Meinung vor 10 Jahren (Junge wie die Zeit vergeht). Heute finde ich ihn besser als damals.
 

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Mission: Impossible - Rogue Nation (2015)

Der 5. Film - mit Christopher McQuarrie auf dem Regiestuhl, der bereits bei „Jack Reacher“, „Edge of Tomorrow“ und „Operation Walküre“ mit Tom Cruise - teilweise als Autor - zusammenarbeitete. Da kann eigentlich nicht so viel schief gehen. Tut‘s auch nicht. Guter Action-Thriller , der wieder einige interessante Locations in Bond-Manier ins rechte Licht rückt, diesmal: Wien, London und Marokko. Die Story ist etwas dünn, denn das Objekt der Begierde hatte jetzt nicht den Welt-vernichtenden oder rettenden Stellenwert wie sonst oft. Neben dem Stunt am Flugzeug sieht auch die Motorrad-Verfolgung sehr gut aus. Einzig beim mehrfachen Autoüberschlag war der Computereinsatz erkennbar.... Die ziemlich lange Aktion unter Wasser ohne irgendeine Sauerstoffreserve und (- nach Teil 4 - schon wieder) eine notwendige Wiederbelebung - Schwamm drüber ;). Aber gesund ist das auf die Dauer bestimmt nicht. :D Gut fand ich, dass Ving Rhames wieder einen größeren Part hatte, so dass der Teamgedanke wieder stärker ‘rauskam.

8/10
 
Zuletzt bearbeitet:

2moulins

Filmgott
Registriert
21 Juni 2008
Beiträge
6.098
Ort
Saarland
Filmkritiken
13
Das war zumindest meine Meinung vor 10 Jahren (Junge wie die Zeit vergeht). Heute finde ich ihn besser als damals.

Ja, so geht es mir auch immer mal wieder. Genauso aber auch umgekehrt, d.h. Was früher gefiel, muss nicht heute noch gefallen. Falls doch: das sind die Besten :hoch:.
 

Russel Faraday

Filmvisionaer
Registriert
23 Juni 2008
Beiträge
10.703
Ort
Gilead
Filmkritiken
34
Gestern "Fallout" gesichtet. Da es doch etwas mehr als zwei Zeilen geworden sind, kopiere ich den Text aus dem "zuletzt gesehen" mal hier in die KK:

Mission: Impossible - Fallout

Das Positive: die Action. Die ist superb. Einfach der Hammer, was Cruise und Co. da liefern. Weiterhin positiv: die Musik. Komponist Lorne Balfe hab ich bislang noch nie bewusst wahrgenommen. Seine Variationen der berühmtem Schifrin-Themen sind richtig gut geworden und treiben die Szenen ordentlich an. So geht episch.

Negativ: so ziemlich alles andere.

Der Film ist mit zweieinhalb Stunden viel zu lang für sein bißchen Handlung. Actionfilme, die die 2-h-Marke überschreiten, taugen selten etwas, weil die Gewichtung zwischen Tempo und ruhigen Szenen praktisch nie stimmt ("Heat" ist eine Ausnahme, aber das ist eh ein Ausnahmefilm). Das merkt man bei "Fallout" leider auch. Und zwar deutlich. Die Dialoge der Marke "Du kannst die neue Weltordnung nicht aufhalten", "Ich werde dir alles wegnehmen, was du liebst", "Ich habe niemals lesen gelernt" sind in ihrer ständigen Wiederholung nervig. Jaaaaa, wir haben kapiert, daß du ein ganz böser Mensch und ziemlich angepisst bist. Ok, das ist dein gutes Recht. Aber lass es doch an Hunt aus, nicht an uns armem Zuschauer, der es nicht verdient hat, dein blödes Gequatsche zwei Stunden lang zu ertragen. Gähn.

Das finale "Ich kann gut schlafen, weil ich weiß, daß du in der Welt bist" ist dann nur der Tropfen, der das Phrasenfass zum Überlaufen bringt. Das tut schon nicht mehr weh, das ist einfach nur grenzdebil peinlich. Also, McQuarrie: Action kannst du. Aber lass um Himmels willen beim nächsten Mal noch jemanden über deine Dialoge schauen (wenn dann noch eine halbe Stunde unter den Schneidetisch fällt, wäre das ein positiver Nebeneffekt). Für die würde sich nämlich selbst George Lucas schämen (und das will was heißen).
Fazit: geniale Action, sonst nur seelenloses, sinnloses, endloses, hirnloses Gelaber-laber-laber. Dabei habe ich Henry Cavill mit dem teuersten Schnurrbart der Filmgeschichte und der Ausstrahlung eines Lampenschirms noch nicht einmal erwähnt (vermutlich, weil er so völlig egal ist).
Doppel-Gähn.
 
Oben