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Gestern ist mir bei Mein Bruder Kain glaube ich etwas aufgefallen was ein Zufall sein kann, aber eventuell auch eine Hommage des Regisseurs Bruce A. Evans. Evans war verantwortlich für Mr. Brooks - Der Mörder in dir Dort fährt Kevin Costner´s Charakter Mr. Brooks, wenn er nachts auf Beutezug geht, aus meiner Sicht das selbe klassische Volvo Modell in er selben Farbe des Autos welches John Lithgow´s Charakter in Mein Bruder Kain fährt. Natürlich kann es auch nur ein Zufall sein, aber die Tatsache das dieser Wegen im Entstehungsjahr von Mr. Brooks - Der Mörder in dir, mit Sicherheit kein aktuelles Modell war und die Tatsache, das beide Filme sich mit einer ähnlichen Grundthematik beschäftigen, ließ bei mir nun den Verdacht aufkommen, dass es eine kleine Hommage zu diesem Film sein könnte.
das kann gut sein, kurioserweise ist gerade dieses Volvo Modell schon einmal gegenstand von so einer kleinen Hommage gewesen, auch von zwei verschiedenen Regiesseuren aber im selben Action-bombast-Format;
...
Vielleicht ist dieser Wagen ja ein kleiner Insider unter Regiesseuren die sich auf diese weise ihre gegenseitige Achtung o. bewunderung zum ausdruck bringen
Auf jeden Fall werd` ich die Augen weiterhin offen halten nach einem beige-farbenen Volvo, wer weiß wo noch andere versteckt sind, ich hab` nämlich `ne menge solcher kleinen spielchen/vergleiche/kuriose gemeinsamkeiten in mehreren Filmen entdeckt
Als Thread wär dieses Thema auch nicht uninteressant ..
Zwar könnte man aus heutiger Sicht teilweise seine Darstellung als Overacting bezeichnen, ich fande es dennoch sehr gut und passend.
Ich weiß nicht, wie der Film im Erscheinungsjahr 1992 gewirkt hat, aber heute machte der Thriller von Brian de Palma einen leicht angestaubten Eindruck.
...sowie das fehlende Motiv, wieso sich die Handlung erst jetzt ereignet und nicht bereits vorher.
John Lithgow gelingt der Spagat zwischen den einzelnen Rollen leider nur durch massives „Überspielen“ und der Rückgriff auf klassische Muster von Stereotypen.
Richtig toll empfand ich dagegen die einzelnen Wechsel zwischen Traum- und Realität und einige Montagesequenzen.
Und das Finale, in dem der Uhrzeiger eine sehr große Rolle spielte, fand ich einfach nur grandios. Ich weiß nicht wie genau Du den Film noch vor Augen hast, aber diese Einstellung wo auf mehreren Ebenen des Hotels etwas passiert ist und man als Zuschauer alles in einer Totalen gesehen hat, fand ich einfach nur genial. Eine herrliche Einstellung! Die Spannung war kaum auszuhalten in Verbindung mit der Tatsache das man nicht wusste wen der Uhrzeiger erwischen würde da dieser Lieferwargen scheinbar vollkommen ohne Rückblick gefahren ist. Diese Szene hatte eine dermaßen hohe Spannung für mich geparrt mit einer absolut genialen Einstellung, das dies alleine schon Grund genug war den Film zu sehen!
Korrekt! Der gesamte visuelle Stil ist einfach Brian De Palma und sorgt durchgehend für richtig viel Freude. Da sind wieder Kamerafahrten enthalten, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Auch die komplette Choreographie über mehrere Etagen im Finale ist einfach der Wahnsinn.Mein Bruder Kain
Brian De Palma inszenierte im Jahr 1992 diesen wirklich tollen Thriller welcher leider offenbar nicht sehr gut bei Kritikern, aber auch bei manchen Fans nicht sehr gut ankam. Vorweg möchte ich sagen das ich ihn sehr mag, aber auch verstehen kann, dass es Kritikpunkte gibt. Unverkennbar ist hier wieder der Regiestil von De Palma erkennbar. Tolle Settings, geniale Kamerafahrten und die Tatsache das sich gewisse Szenen wieder absolut in meinem Filmauge eingebrant haben, machen diesen Film für mich persönlich wieder zu etwas ganz besonderen. Hinzu kommt noch eine sehr interessante Mischung aus Traumsequenzen und wieder realen Szenen in Verbindung mit sehr guten Überleitungen/Schnitten, das es einfach eine Freude ist, sich dieses anzusehen.
Ich finde John Lithgow hier einfach bärenstark. Laut dem Interview im Zusatzmaterial hatte er wohl auch eine Menge Freude daran, hier so viele Figuren zu spielen. Auch wie er die Rolle als sein eigener Vater spielt ist der Hammer. Ich weiß jetzt gar nicht, wie er in der Synchro spricht, aber im Original ist sein Akzent der Hammer, den er tatsächlich vorher mit einem Norweger trainiert hat. Hier lohnt sich übrigens der DC! De Palma sprach von einem Fehler, den Beginn um Carter und Cain aufzubauen. Im DC wird der Beginn um Jenny herum aufgebaut und das wirkt aus meiner Sicht viel besser und man bekommt zu ihrer Figur einen anderen Bezug, obwohl es die gleichen Szenen sind.Der Cast ist mit John Lithgow wirklich sehr gut und passend besetzt. Seine Rolle trägt, neben der wirklich tollen Regie Arbeit von Brian De Palma den Film. Zwar hat mir auch Lolita Davidovich gut gefallen, jedoch ist der gesamte Film deutlich um den Charakter von John Lithgow inszeniert worden. Zwar könnte man aus heutiger Sicht teilweise seine Darstellung als Overacting bezeichnen, ich fande es dennoch sehr gut und passend.
Hier sind unglaublich viele Hommagen enthalten. Einmal ist die Grundidee natürlich komplett aus "Peeping Tom" entnommen, was mir aber auch jetzt erst aufgefallen ist. Dann wird hier natürlich mehrfach "Psycho" zitiert. Völlig genial wie er den Monolog aus "Psycho" am Ende hier in die Mitte des Films legt und gleichzeitig mit einer fantastischen Kamerafahrt begleitet. Allein wie er die Kamera schief legt, wenn die Gruppe die Treppen runtergeht. Dann natürlich wie er den Wagen im See versenkt. Herrlich! Zusätzlich am Ende, wenn Lithgow in Frauenkleidern rumläuft. Hier ist sovoel "Psycho" enthalten, dass der Fan seine helle Freude hat, da De Palma es dennoch nicht kopiert, sondern variiert. Ich denke aber mal, dass nur echten Fans die vielen Anspielungen auffallen.Brian De Palma hatte mit Mein Bruder Kain mit Sicherheit nicht vor den Thriller Bereich zu revolutionieren. Vielmehr muss man es als eine Hommage an dieses Genre sehen. Nicht umsonst wird dieser Film als De Palma´s Version von Psycho bezeichnet, was auch mehr als eine Hommage an Alfred Hitchcock zu verstehen ist, als der Versuch ein Remake von Psycho zu inszenieren.
Denke ich auch! 10 Jahre später noch mehr, als zu Zeiten deines Reviews. Nebenbei erwähnt, mag ich auch bei dieser Produktion wieder den "familiären" Charakter. Neben den wiederkehrenden Darstellern wie John Lithgow, Steven Bauer und Gregg Henry (alle mindestens 3 Mal) hat er auch im Hintergrund wieder viele Stammkräfte am Start. Ganz vorne natürlich Pino Donaggio. Auch dies wird einem innerhalb einer Retrospektive viel deutlicher bewusst.Ich bezweifle das man sich für den Film begeistern kann wenn man nur aktuelle Thriller, oder bekannte Genre Beiträge favorisiert. Brian De Palma, welche diesen Film noch nicht kennen, sollten auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren. Alle Anderen, die eher nur auf gute moderne Thriller stehen sollten lieber einen Bogen um den Film machen.
Wertung: 8.5/10
Das klingt interessant, aber hierzu kann ich leider gar nichts sagen, da ich "Mr.Brooks" nicht mehr wirklich in Erinnerung habe.AW: Mein Bruder Kain
Gestern ist mir bei Mein Bruder Kain glaube ich etwas aufgefallen was ein Zufall sein kann, aber eventuell auch eine Hommage des Regisseurs Bruce A. Evans. Evans war verantwortlich für Mr. Brooks - Der Mörder in dir Dort fährt Kevin Costner´s Charakter Mr. Brooks, wenn er nachts auf Beutezug geht, aus meiner Sicht das selbe klassische Volvo Modell in er selben Farbe des Autos welches John Lithgow´s Charakter in Mein Bruder Kain fährt. Natürlich kann es auch nur ein Zufall sein, aber die Tatsache das dieser Wegen im Entstehungsjahr von Mr. Brooks - Der Mörder in dir, mit Sicherheit kein aktuelles Modell war und die Tatsache, das beide Filme sich mit einer ähnlichen Grundthematik beschäftigen, ließ bei mir nun den Verdacht aufkommen, dass es eine kleine Hommage zu diesem Film sein könnte.
Ich habe mich da ja bereits im Thread schon zu geäußert, aber ich möchte es hier auch nochmals unterstreichen. Optisch ist der Film wirklich sehr gut und ich finde es schade, das er oftmals so unter dem Radar ist und gefühlt auch unter den De Palma Fans kontrovers angesehen wird.Korrekt! Der gesamte visuelle Stil ist einfach Brian De Palma und sorgt durchgehend für richtig viel Freude. Da sind wieder Kamerafahrten enthalten, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Auch die komplette Choreographie über mehrere Etagen im Finale ist einfach der Wahnsinn.
John Lithgow ist hier natürlich absolut überragend. Sicherlich hat De Palma ihm die Rolle hier natürlich auch auf den Leib geschrieben, aber dennoch muss man das erstmal so gut spielen. Hatte mir damals bei meiner Erstsichtung schon gut gefallen aber mittlerweile, da ich John Lithgow noch besser kenne als damals 2014, wirkte das nochmals besser auf mich.Ich finde John Lithgow hier einfach bärenstark. Laut dem Interview im Zusatzmaterial hatte er wohl auch eine Menge Freude daran, hier so viele Figuren zu spielen. Auch wie er die Rolle als sein eigener Vater spielt ist der Hammer. Ich weiß jetzt gar nicht, wie er in der Synchro spricht, aber im Original ist sein Akzent der Hammer, den er tatsächlich vorher mit einem Norweger trainiert hat.
Tatsächlich hatte ich davon auch im Vorfeld noch nichts gehört. Ich hatte zwar damals bei Release der VÖ von Turbine mitbekommen das wohl ein DC enthalten sein soll, hatte mich aber auch bewusst, da ich mich von dem überraschen wollte, nicht näher damit beschäftigt. Einerseits natürlich für mich unfassbar das schon wieder acht Jahre vergangen sind als ich mir dieses Mediabook von Turbine in die Sammlung stellte und ihn erst jetzt sehe, aber anderseits bin ich im Nachgang froh, da ich glaube das mir der Re-Cut zwar auch ohne die Retrospektive gefallen hätte, aber eben durch die Retrospektive ich noch einen besseren Zugang zum Re-Cut hatte und ich auch besser verstehen konnte warum dies eigentlich die favorisierte Version von De Palma war, aber zum damaligen Zeitpunkt diese Erzählsturktur wohl einfach zu herausfordernd für das damalige Kinopublikum gewesen wäre.Hier lohnt sich übrigens der DC! De Palma sprach von einem Fehler, den Beginn um Carter und Cain aufzubauen. Im DC wird der Beginn um Jenny herum aufgebaut und das wirkt aus meiner Sicht viel besser und man bekommt zu ihrer Figur einen anderen Bezug, obwohl es die gleichen Szenen sind.
Im Bonusmaterial erfuhr ich, das dies eigentlich ein Fan-Cut ist, der aber von De Palma bevorzugt wird, da dies seine ursprünglich gedachte Version war und er seine Änderungen als Fehler ansah. Er hat sich sogar dafür eingesetzt, das diese Fassung auf Blu Ray erscheint. Könnte in der Filmwelt einzigartig sein.
Hatte ich tatsächlich damals auch noch nicht so auf dem Schirm. Aber bereits bei meiner Sichtung kam mir die Idee, welche dann ja auch im Booklet bestätigt wurde das es da durchaus parallelen zwichen Carter und Mark Lewis gibt.Hier sind unglaublich viele Hommagen enthalten. Einmal ist die Grundidee natürlich komplett aus "Peeping Tom" entnommen, was mir aber auch jetzt erst aufgefallen ist.
Auch das war mir damals nicht so stark aufgefallen, aber durch die Hitchcock Retropsektive waren die Homagen an Psycho auch für mich glasklar. Gerade bei der Autoszene musste ich sofort an Psycho denken. Aber wirklich toll finde ich es das es De Palma wirklich sehr suptil macht und man nicht zwingend die Filme kennen muss, er auch nichts kopiert, aber eben für interessierte Filmfans sowas mit einbaute, damit der Film noch interessanter wird.Dann wird hier natürlich mehrfach "Psycho" zitiert. Völlig genial wie er den Monolog aus "Psycho" am Ende hier in die Mitte des Films legt und gleichzeitig mit einer fantastischen Kamerafahrt begleitet. Allein wie er die Kamera schief legt, wenn die Gruppe die Treppen runtergeht. Dann natürlich wie er den Wagen im See versenkt. Herrlich! Zusätzlich am Ende, wenn Lithgow in Frauenkleidern rumläuft. Hier ist sovoel "Psycho" enthalten, dass der Fan seine helle Freude hat, da De Palma es dennoch nicht kopiert, sondern variiert. Ich denke aber mal, dass nur echten Fans die vielen Anspielungen auffallen.
Auch hier musste ich wieder sofort schmunzeln als ich diese Schuhe sah. Natürlich musste ich auch unweigerlich an Dressed To Kill denken und auch die Referenz zu Teufelskreis Alpha ist mir nicht entgangen. Aber sowas fällt glaube ich wirklich nur auf wenn man zufälligerweise einen oder beide Filme kurz vorher gesehen hätte, oder eben so wie wir es getan haben, eine komplette Retrospektive machen. Ich musste aber auch auf dem Polizei Revier an Dressed To Kill denken, da er es ihr zwar nicht so präsent einsetzte, aber es dennoch wieder Büroräume mit großen Glasfronten waren und man dadurch auch das Geschehen im gegenüberliegenden Raum immer sehen konnte.Dann zitiert er sich natürlich auch wieder selbst. Natürlich die Szene mit den Schuhen aus "Dressed to kill" aber auch die Idee mit der Schule für die Kinder, stammt eigentlich aus "Teufelskreis Alpha". So eine Retrospektive hat einfach Vorteile. Da bekommt man einfach mehr mit.![]()
Absolut. Der Score von Pino Donaggio ist mir wieder sehr präsent und positiv aufgefallen. Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich damals Steven Bauer garnicht erkannt hatte, obwohl ich Scarface natürlich schon kannte, aber bei meiner heutigen Sichtung ist es mir sofort aufgefallen. Auch eine tolle Performance die er in Rising Cane abgeliefert hat. Und im Interview hat ja auch John Lithgow mit einem Augenzwinkern gesagt das Rising Cane der letzte Part der Lithgow Trilogie von De Palma war.Denke ich auch! 10 Jahre später noch mehr, als zu Zeiten deines Reviews. Nebenbei erwähnt, mag ich auch bei dieser Produktion wieder den "familiären" Charakter. Neben den wiederkehrenden Darstellern wie John Lithgow, Steven Bauer und Gregg Henry (alle mindestens 3 Mal) hat er auch im Hintergrund wieder viele Stammkräfte am Start. Ganz vorne natürlich Pino Donaggio. Auch dies wird einem innerhalb einer Retrospektive viel deutlicher bewusst.
Auch hier leider wieder ein absolutes Negativbeispiel dafür das man nicht zwanghaft alle originalen Filmtitel eindeutschen muss, zumal es ja noch nicht mal eine Übersetzung ist, sondern einfach nur ein blöder deutscher Titel der zwar auf den ersten Blick passen mag, aber je tiefer man sich mit dem Film beschäftigt, desto mehr man merkt das der originale Titel viel besser passt!Noch ein Nachtrag: Ich finde den Originaltitel "Raising Cain" um ein Vielfaches besser, als den deutschen Titel, da er inhaltlich einfach perfekt passt.