Eben beendet: 007 First Light
Was für ein 007‑Spiel! Wirklich eines der besten – und ich habe schon einige gespielt, da ich ein riesiger Fan der Filme bin, seit ich Moonraker gesehen habe, als ich 7 Jahre alt war.
Wie beschreibt man dieses Spiel? Nun, es ist Hitman, aber auch Uncharted, gemischt mit Batman Arkham und dazu etwas Watch Dogs, Assassin’s Creed und Splinter Cell.
Klingt total chaotisch, aber das Spiel wechselt richtig gut zwischen Action und ruhigen Momenten, und in den meisten Actionsequenzen kannst du spielen, wie du willst. Schleichen und Gegner vermeiden, sie lautlos ausschalten oder dich einfach durchballern – und selbst mitten im Feuergefecht kannst du Gegner noch im Nahkampf angreifen, und der Übergang fühlt sich so organisch an. Wie wenn du in einem Metal Gear-Spiel den Alarm auslöst und der nächste Gegner, der den Raum betritt, während du fliehen willst, erst mal zu Boden geworfen oder gegen die Wand geschleudert wird, dann schnappst du dir seine Waffe und schießt ihn wie John Wick ab oder gibst ihm den Rest per CQC. Unglaublich, was IO Interactive hier abgeliefert hat – und ich glaube, nur Sleeping Dogs hat es vorher geschafft, Nahkampf und Schusswaffen so gut zu kombinieren.
Und dann hast du natürlich die 007‑Gadgets (die du auch im Kampf einsetzen kannst), aber hauptsächlich nutzt du sie, um deine Ziele in den Hitman‑Sandbox‑Abschnitten zu erreichen, wenn 007 undercover ist – und dort erinnert es wirklich stark an die Hitman-Spiele. Du kannst Gegner ablenken, sie ausschalten, und in First Light kannst du sogar mit Wachen reden und einfach bluffen. Dann erzählt Bond ihnen, er sei irgendein Sicherheitsmann oder etwas anderes, das zur aktuellen Situation passt – und das fühlt sich ebenfalls sehr gut umgesetzt an. Mit deiner Q‑Watch kannst du Geräte aus der Ferne aktivieren oder hacken, Gegner mit einem Laser blenden, und du hast auch ein kleines Telefon, das Pfeile verschießt, die Gegner benommen machen – wie die Handgelenkskanone in Moonraker. Und du hast noch andere Gadgets, kannst aber nur wenige tragen, also musst du nutzen, was du hast.
Storymäßig trifft 007 im Zeitalter der KI wieder den Zeitgeist, aber mehr verrate ich nicht. Nur so viel: Die Geschichte ist wirklich gut erzählt, und diesmal haben wir einen sehr jungen James Bond, der nicht einmal ein vollwertiger 00‑Agent ist, sondern ein Rookie, der unterwegs lernen muss. Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr gut geschrieben, und der Anfang des Spiels nimmt sich Zeit, damit man Bonds Motivation später besser versteht.
Technisch sieht das Spiel großartig aus, mit wunderschönen Schauplätzen und toller Grafik. Es spielt sich sehr flüssig und intuitiv, und sie haben das Bond‑Gefühl wirklich perfekt eingefangen.
Im Abspann steht: “James Bond will return!” – und ich hoffe sehr, dass IO Interactive die Chance bekommt, uns einen Nachfolger zu liefern, denn das hier ist das beste 007‑Spiel!
Natürlich direkt nach GoldenEye