Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Agent Orange

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Also wäre so ein Server bei dem ich mir den Film einfach aussuchen könnte, den ich in dem Moment sehen will, eine fantastische Angelegenheit. Meine Sammlerstücke würde ich natürlich nicht verkaufen, weil diese mir etwas bedeuten. Eine Amaray-DVD von "Wanted" oder "Notting Hill" ist mir aber nicht gerade viel wert.

Deswegen würde ich so eine Möglichkeit sehr begrüßen. Ich würde mit dem Verkauf noch ein paar Euros reinholen, hätte Platz für die wirkliche Sammlung und könnte trotzdem durch die Mischung von Online und Sammlung, jederzeit den Film sehen den ich sehen will.

Das sind so die gleichen Gedanken die auch in meinem Kopf immer wieder umherschwirren. Nur wo zieht man die Linie, in welche Kategorie würden die United Artists Boxen fallen? Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir solche Kampfangebote nicht mehr vorstellen kann.

Anfangs sollen ja im Handel auch Downloadcodes beiliegen wie bei den Digital Copys. Das System war/ist ja praktisch nur Schrott. Da hat ja beinahe jeder sein eigenes Süppchen gekocht. Einmal mit DVD, einmal ohne, einmal nur für Windows, einmal nur für iTunes oder beides. Dann gibt es als Digital Copy in den meisten Fällen nur die Kinofassung, die Extended ist dann auf der Blu-Ray drauf...

Ich gehe ja auch von einem funktionierendem System aus. Und die Proleme die das Internet bieten könnte, sehe ich jetzt nicht so tragisch. Ehrlich gesagt habe ich damit selten bis gar keine Probleme. Ein Player oder ein TV kann auch kaputt gehen.

So sehe ich das auch, ich hatte bisher einmal in all den Jahren einen Ausfall des DSL übers Wochenende. Selbst wenn ich dann keine physikalischen Datenträger mehr zuhauese hätte, würde ich wohl kaum zugrunde gehen.
Einen Stromausfall kann es auch immer mal geben, deswegen strampelt trotzdem keiner für seinen eigenen Strom zuhause :D

Klingt alles recht interessant aber deshalb werde ich meine Sammlung weder verkleinern noch aufgeben.
Ich sammle ja,um die Filme zu besitzen und nicht um sie zu sehen. :bart:

Ist ein Argument, den Sammelcharakter darf man bei aller Liebe zum Film nicht vergessen. Hätte ich keine Platzprobleme wäre mir das auch relativ egal, aber früher oder später werde ich da wohl auch nicht drum rum kommen. Immer vorrausgesetzt dem Fall, dass sich das wirklich durchsetzt. Aber ich denke dass langfristig Streaming die erste Wahl sein wird. Ich hatte ja schon einmal einen Thread gestartet zu den möglichen Nachfolgern der Blu-Ray und was diese uns wohl noch bieten könnten um umzusteigen.
Wenn ich jetzt mal die damit drohenden Restriktionen bei einem solchen System außen vor lasse, denke ich, ist das auf jeden Fall die Platzsparendste, komfortabelste und vernünftigste Lösung.
 

deadlyfriend

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Das sind so die gleichen Gedanken die auch in meinem Kopf immer wieder umherschwirren. Nur wo zieht man die Linie, in welche Kategorie würden die United Artists Boxen fallen? Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir solche Kampfangebote nicht mehr vorstellen kann.

Die sind preislich unsclagbar. Viel billiger wird es auch beim Streaming nicht. Platz kosten sie auch nicht viel auf die Menge bezogen. Zusätzlich sehen sie toll aus!

Anfangs sollen ja im Handel auch Downloadcodes beiliegen wie bei den Digital Copys. Das System war/ist ja praktisch nur Schrott. Da hat ja beinahe jeder sein eigenes Süppchen gekocht. Einmal mit DVD, einmal ohne, einmal nur für Windows, einmal nur für iTunes oder beides. Dann gibt es als Digital Copy in den meisten Fällen nur die Kinofassung, die Extended ist dann auf der Blu-Ray drauf...

Alles Schrott. Wenn es interessant sein soll muss das eine umfangreiche Videothek sein, die alles bietet. Von einer einzigen Plattform aus gesteuert. Wenn sie da Fehler machen, oder sich wieder mal nicht einigen können, ist das System auch schnell wieder Geschichte für mich.





Ist ein Argument, den Sammelcharakter darf man bei aller Liebe zum Film nicht vergessen. Hätte ich keine Platzprobleme wäre mir das auch relativ egal, aber früher oder später werde ich da wohl auch nicht drum rum kommen. Immer vorrausgesetzt dem Fall, dass sich das wirklich durchsetzt. Aber ich denke dass langfristig Streaming die erste Wahl sein wird. Ich hatte ja schon einmal einen Thread gestartet zu den möglichen Nachfolgern der Blu-Ray und was diese uns wohl noch bieten könnten um umzusteigen.
Wenn ich jetzt mal die damit drohenden Restriktionen bei einem solchen System außen vor lasse, denke ich, ist das auf jeden Fall die Platzsparendste, komfortabelste und vernünftigste Lösung.

Deswegen würde ich ja auch zweigleisig fahren. Sammeleditionen, 18er Filme, indizierte und beschlagnahmte Filme sowie kleine Produktionen von kleineren Firmen bleiben im Regal. Ebenfalls skandinavische oder sonstige Produktionen die gerne mal vernachlässigt werden. Der ganze Hollywood-Kram ist das was aus dem Regal muss. Irgendwelche Amarays ohne nennenswerten Sammlerwert. Für was brauche ich die noch wenn alles auf einem Server liegt. Wenn ich sie in die Hand nehme ist da nichts Besonderes, also brauche ich sie nicht in der Hand. Im Moment muss ja schon froh sein wenn diese "Sammelobjekte" noch 3 oder 4 Euro wert sind. Wenn dieses System kommen sollte, muss man schauen ob man sie dann für 50 Cent auf dem Flohmarkt entsorgt bekommt, da die Ebay-Einstellgebühr höher als der Ertrag ist.
 

Agent Orange

Tonmeister
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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Alles Schrott. Wenn es interessant sein soll muss das eine umfangreiche Videothek sein, die alles bietet. Von einer einzigen Plattform aus gesteuert. Wenn sie da Fehler machen, oder sich wieder mal nicht einigen können, ist das System auch schnell wieder Geschichte für mich.

Genauso sehe ich das auch, irgendwelches Gefrickel wird hier kaum den Kunden überzeugen können. Bislang liest sich das zumindest so, als hätten die das auch verstanden, was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann.
Ebenso ist es wichtig dass es kompatibel mit Apple Produkten ist, auch wenn Apple nicht mit an Board ist. In den USA scheint ja Netflix(Online Videothek) recht ordentlich zu laufen, die ja auch bei diesem Zusammenschluss dabei sind. Deren Angebot kann man beispielsweise auch mit dem neuen Apple TV in Anspruch nehmen. So sollte das dann auch bei Ultraviolet sein.
Mich als "Techie" interessiert das eh wie die Geschicht weitergeht, ich werde da auf jeden Fall am Ball bleiben.

Deswegen würde ich ja auch zweigleisig fahren. Sammeleditionen, 18er Filme, indizierte und beschlagnahmte Filme sowie kleine Produktionen von kleineren Firmen bleiben im Regal.

So wird es wohl am sinnvollsten sein, von lieblosen Amarays kann ich mich jedenfalls auch sehr gut trennen. Da bei den meisten eh nichtmal mehr ein Booklet dabei ist, ist es auch nicht schade drum. Ob sich allerdings großartige Verkäufe/Neukäufe lohnen...ich weiß nicht, eher wohl nicht. Schluss endlich wird dann wohl doch das meiste in den Regalen stehen gelassen.
Wichtig ist aber, dass bei Bild und Ton keine Abstriche gemacht werden müssen. Ebenso Bonusmaterial und sonstiges. Ansonsten hat das nämlich wirklich dann das Feeling einer billigen Raubkopie, wie Turrican schon schrieb. Da ist mir dann mein Geld ebenfalls zu schade für. Das angebotene Paket muss schon passen.
 

metalbeppi

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

An sich eine tolle Idee, und die setzt das um was ich schon seit einigen Wochen betreibe, zumindest fast. Ich kenne in einnigen Techieforen Leute die ihre originalen Scheiben alle als Image rippen, auch wenns ne BD mit 30Gb ist, und spielen diese dann mit einem Netzwerkplayer ab. Ich hab jetzt schon knapp 1000gb mit Aufnahmen von Premie/Sky voll. Alles in 1080i und deutschen sowie englischen Ton. Und das ist für die ausweichmöglichkeit geworden nicht jeden Film zu kaufen.

Das einzig tolle an der ganzen Sache ist aber die Möglichkeit sich die Filme immer und immer wieder anzusehen. Es gibt ja genug Onlinevidieotheken bei denen man Filme zu günstigen Preisen bekommt, aber meist nur für einen bestimmten Zeitraum.

Die Preise bei Ultraviolet müssten für mich aber bei unter 10€ liegen. Ich geb selbst für einfache BDs nichtmehr mehr als 10€ aus da ich die Filme ja erst dann das erste mal sehe. Wenn mir der Film auf BD dann nich gefällt verkaufe ich ihn wieder. Hier wird es aber dann sicher die Möglichkeit geben sich den Film auch nur "auszuleihen".

Das schlimme an der ständigen weierentwicklung der Technik ist das man alle paar Jahre alles komplett neu zusammenbasteln muss. Am liebesten wäre mir ja ein Gerät mit dem ich alles auf einmal machen kann ohne ständig Kabel etc verlegen zu müssen. Wenn ich bedenke das ich derzeit knapp vier Geräte zum abspielen von Medien im Kino stehen habe....

Ich denke das sich diese Geschichte, wie auch anders zu erwarten, erst in den Vereinigten Staaten abspielen wird. Bin sowieso gespannt wie es mit der Filmwelt und deren Vertriebswegen weitergeht.
 

TheBjoern

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Ich geben dem ganzen System keine große Chance. Gab es soewas ähnliches auch mal für den Musikmarkt? War das Napstar? Ich meine das bezahlen von Musik, aber sie nicht wirklich zu besitzen aber sie dafür auf einem Server hinterlegt. Wenn ich mich recht erinnere ist Napstar pleite gegangen. OK es war damals eine andere Zeit und Musik ist nicht dasselbe wie Filme, aber der springende Punkt ist, dass die Leute gerne etwas besitzen wollen, für das sie Geld ausgegeben haben und wenn es wenigstens ein Stüch Software ist.
Ich selber gebe total ungern für Software Geld aus. Weder Filme noch Spiele würde ich als Datenpaket kaufen, es seidenn es lässt sich nicht mehr ändern.
Ich bleibe bei meinen Datenträgern so lange ich kann und hoffe, dass ich niemlas gezwungen bin für immer auf Software auszuweichen. Ich finde diese Entwicklung beängstigend und vor allem zu kotzen.
Wir berauben uns damit um unsere eigene Freiheit. Das Thema "Uncut" ist da ja schon gefallen.
 

Leatherface

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

für mich ehrlich gesagt ein schlimmer Gedanke. O.k., ich hab auf der Wii viele alte Klassiker runtergeladen. Hat aber primär damit zu tun, daß ich die alten Konsolen entweder gar nicht besessen habe oder früher verkauft habe um Geld für die neuen Konsolen zu haben. Ein wenig "erschüttert" bin ich jetzt aber über manch Aussage schon. Normale Scheiben kann man dann aussortieren? Auch wenn sie vielleicht keinen materiellen Wert mehr haben, ist es doch alleine der Anblick, der einen fröhlich stimmt. Ausserdem finde ich auch, daß sie als "Grundmasse" benötigt werden, damit die besonderen Sammlerstücke sich entsprechend abheben! Für mich ist es einfach ein schlimmer Gedanke, in meinem Wohnzimmer zu stehen und auf fast leere Regale zu starren, in denen sich einige Sammlerstücke verirrt haben. Ich habe auch schon als Kind/Teen die Tapes gekauft und gesammelt bis es mit DVD´s und jetzt Blu-Ray weiterging und werde davon auch keinen einzigen Film wieder verkaufen. Auch wenn die Tapes aus Platzgründen im Keller ausgelagert sind. Und was ist z. B. mit Filmbörsen, auf denen man nicht nur Filme kauft, sondern auch mal mit dem ein oder anderen einen Plausch halten kann. Klar ist, daß irgendwann mal der Platz zu Ende geht, und man nicht nur wegen seiner Sammlung in eine größere Wohung ziehen kann/will. Bis dahin werden aber zumindest bei mir noch einige Jahren verstreichen, bis ich wirklich keinen Platz mehr finde. Ansonsten halte ich eine alternative Vertriebsform als Ergänzung schon sinnvoll. Da aber die Freude darauf aufgrund der genannten Sachen wie Jugendschutz, Auswahl der Filme, Bonusmaterial etc. sich in Grenzen halten wird, wird sich diese Vertriebsform als primäre Beschaffungsquelle nicht durchsetzen. Ich hoffe zumindest so!
 

deadlyfriend

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

für mich ehrlich gesagt ein schlimmer Gedanke. O.k., ich hab auf der Wii viele alte Klassiker runtergeladen. Hat aber primär damit zu tun, daß ich die alten Konsolen entweder gar nicht besessen habe oder früher verkauft habe um Geld für die neuen Konsolen zu haben. Ein wenig "erschüttert" bin ich jetzt aber über manch Aussage schon. Normale Scheiben kann man dann aussortieren? Auch wenn sie vielleicht keinen materiellen Wert mehr haben, ist es doch alleine der Anblick, der einen fröhlich stimmt.


Mich halt im Moment nicht mehr. Was soll mich daran fröhlich stimmen? Das ich dafür mal viel Geld gezahlt habe, sie durch die Masse an Filmen nie genutzt habe, sie inzwischen 80% seit Kauf an Wert verloren haben und durch 5-malige Re-Releases und Blu-Ray auch keinen ideellen Wert besitzen?

Ausserdem finde ich auch, daß sie als "Grundmasse" benötigt werden, damit die besonderen Sammlerstücke sich entsprechend abheben! Für mich ist es einfach ein schlimmer Gedanke, in meinem Wohnzimmer zu stehen und auf fast leere Regale zu starren, in denen sich einige Sammlerstücke verirrt haben.

Bevor meine Regale leer wirken, müsste ich schon unglaublich viel verkaufen.:D

Ich habe auch schon als Kind/Teen die Tapes gekauft und gesammelt bis es mit DVD´s und jetzt Blu-Ray weiterging und werde davon auch keinen einzigen Film wieder verkaufen. Auch wenn die Tapes aus Platzgründen im Keller ausgelagert sind. Und was ist z. B. mit Filmbörsen, auf denen man nicht nur Filme kauft, sondern auch mal mit dem ein oder anderen einen Plausch halten kann. Klar ist, daß irgendwann mal der Platz zu Ende geht, und man nicht nur wegen seiner Sammlung in eine größere Wohung ziehen kann/will.

Tja, aber das muß man deutlich hinterfragen warum man gesammelt hat. Ich kann es für mich selbst gut beantworten: Zu Zeiten von VHS und auch Vinyl ging es nicht nur um das fertige Produkt was im Regal stand. Der Weg war auch das Ziel. Die Filme denen man auf Original VHS hinterhergejagt ist, wurden damals nur für Videotheken produziert und eine Chance auf eine TV Ausstrahlung war mehr als gering. Internet gab es keins, also ist man durch die Lande gezogen um seine Schätzchen zu bekommen. Jeder Kauf war ein Erfolg und man war richtig stolz drauf. Sogar auf geschnittene Filme, weil es ja gar kein Uncut-Release gab und man meist nicht wußte was eigentlich fehlt. Heute ist der Kauf durch ein paar Klicks erledigt. Richtige Sammlerstücke gibt es kaum noch und wenn nur durch bestimmte Editionen. Der Film selbst ist meist sehr einfach zu bekommen. Ich hatte früher eine Riesenliste an Filmen denen ich hinterher gejagt bin. An Filmen! Dies bedeutete bewußt eine Erweiterung der eigenen Programmauswahl. Heute läßt sich die fehlende Programmauswahl meist binnen 48 Stunden beheben. Der Charakter des Sammelns hat sich eindeutig verändert. Die normalen Filme haben inzwischen nur noch einen "Schrottwert". Da fehlt jeglicher Sammelgedanke.
Als ich beispielsweise mit meinem "Giallo-Wahn" angefangen habe, war auch wieder eine Sammelleidenschaft gegeben, weil man nicht alles einfach bestellen konnte. Nenn mir mal 5 Mainstreamer die man nicht einfach so kaufen kann. Wenn ich einen Film sehen möchte, lege ich ihn einfach bei Amazon in den Einkaufswagen.
Selbst die Film-Börsen haben sich doch völlig verändert. Da stehen meist Händler die Neuware verkaufen, wobei das trotzdem noch Spaß macht. Könnte aber auch die Nostalgie sein, die da mit schwingt.



Bis dahin werden aber zumindest bei mir noch einige Jahren verstreichen, bis ich wirklich keinen Platz mehr finde. Ansonsten halte ich eine alternative Vertriebsform als Ergänzung schon sinnvoll. Da aber die Freude darauf aufgrund der genannten Sachen wie Jugendschutz, Auswahl der Filme, Bonusmaterial etc. sich in Grenzen halten wird, wird sich diese Vertriebsform als primäre Beschaffungsquelle nicht durchsetzen. Ich hoffe zumindest so!

Das was ich schreibe baut ja darauf das die Vertriebsform richtig umgesetzt wird. Wenn man da nur ein paar Blockbuster in minderer Qualität auf den Schirm bekommt, ist das natürlich nicht rentabel. Wenn die Studios aber ihr komplettes Spektrum auf den Server stellen, am Besten auf HD, ist doch die DVD im Regal völlig uninteressant. Ich beziehe mich weiterhin nur auf den Mainstream, nicht auf Indizierungen und Beschlagnahmungen! Deswegen würde ich zweigleisig fahren.
 

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Ich selber gebe total ungern für Software Geld aus. Weder Filme noch Spiele würde ich als Datenpaket kaufen, es seidenn es lässt sich nicht mehr ändern.
Ich bleibe bei meinen Datenträgern so lange ich kann und hoffe, dass ich niemlas gezwungen bin für immer auf Software auszuweichen.

So habe ich auch mal gedacht, und zum Teil denke ich heute noch genauso. Aber nur zum Teil (ich rede zwar jetzt von Spielen, aber die Thematik ist ja dieselbe). Inzwischen wandern nur noch ausgesuchte Spiele ins Regal, weniger wichtige Spiele landen zum Schnäppchenpreis per Download auf der Festplatte. Die meisten Verpackungen sind heute künstlerisch nicht gerade wertvoll, Beigaben sind größtenteils ausgestorben oder beschränken sich auf Download-Content. Warum also nicht gleich das ganze Spiel downloaden? Ein Datenträger kann kaputtgehen, man kann ihn verlegen - ein per Download gekauftes Spiel lade ich einfach erneut herunter.

Ich denke, es wird in Zukunft auch beim Film so laufen, wie bei Musik und Software schon heute: Mainstream (definiert ja jeder individuell) wird heruntergeladen, wichtige Perlen und persönliche Meilensteine werden auf einem physikalischen Träger gekauft. Das könnte natürlich irgendwann auch ein USB-Stick sein... :uff:
 

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Tonmeister
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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

An sich eine tolle Idee, und die setzt das um was ich schon seit einigen Wochen betreibe, zumindest fast. Ich kenne in einnigen Techieforen Leute die ihre originalen Scheiben alle als Image rippen, auch wenns ne BD mit 30Gb ist, und spielen diese dann mit einem Netzwerkplayer ab.

Ich habe mir da auch schon desöfteren den Kopf darüber zerbrochen. Eine ultimative Lösung habe ich für mich aber nie gefunden. Auch hier ist wieder das große Problem der Platz, nicht als Stellfläche sondern auf die Festplatte(n) bezogen. Weiß der Geier wieviele Festplatten ich bräuchte um alle meine Filme und Serien als Images darauf abzulegen. Da man das ganze ja im Falle auch als Backup haben möchte kommen da schon einige Terrabyte an Daten zusammen.

Hinzu kommt die ganze Arbeit die ein solches Projekt verschlingt. Ich schätze dass allein bei meiner Sammlung ein Jahr draufgehen würde, bis dann alles schön beschriftet und Katalogisiert ist...ohje :uff:.

Das schlimme an der ständigen weierentwicklung der Technik ist das man alle paar Jahre alles komplett neu zusammenbasteln muss. Am liebesten wäre mir ja ein Gerät mit dem ich alles auf einmal machen kann ohne ständig Kabel etc verlegen zu müssen.

Das wäre mir auch am liebsten, eine ordentliche Lösung gibt es da aber nicht wirklich. Media PCs wären da momentan die einzige Alternative, sind auch mehr Frickellösungen für Technikfreaks.

Bin sowieso gespannt wie es mit der Filmwelt und deren Vertriebswegen weitergeht.

Eben, irgenwie geht es auf alle Fälle weiter. Eine drehende Scheibe ist in der heutigen Zeit eigentlich schon antiquiert, nimmt zuviel Platz weg und die Player werden unnötig mechanisch beansprucht. Man bräuchte auch nichts mehr mit sich rumschleppen wenn mal ein Filmabend bei Freunden ansteht. Einfach eingeloggt mit dem eigenen Account steht die komplette Filmsammlung bereit. Im Urlaubshotel das gleiche, das wäre schon ein erheblicher Komfort.
Und nur über Komfort kann sich imho ein neues Format auf dem Markt etablieren, über Bild und Tonqualität ist da wohl nichts mehr machbar.

Ich geben dem ganzen System keine große Chance. Gab es soewas ähnliches auch mal für den Musikmarkt? War das Napstar? Ich meine das bezahlen von Musik, aber sie nicht wirklich zu besitzen aber sie dafür auf einem Server hinterlegt. Wenn ich mich recht erinnere ist Napstar pleite gegangen. OK es war damals eine andere Zeit und Musik ist nicht dasselbe wie Filme, aber der springende Punkt ist, dass die Leute gerne etwas besitzen wollen, für das sie Geld ausgegeben haben und wenn es wenigstens ein Stüch Software ist.

Wie gesagt, ich halte auch gerne was in meinen Händen, einige Streamingdienste sind aber auch wirklich gut gelaufen, das darf man nicht außer Acht lassen. Dennoch hatten sie auch wieder das Problem dass es viele unterschiedliche Plattformen gab, so etwas verunsichert den Kunden.
Ich möchte auch nicht Film X mit der Warner Bros Streaming Box schauen und Film Y mit der Streaming Box von Universal. Damit verschreckt man die Kunden, das scheinen die Studios anscheind verstanden zu haben.
Inwieweit sie die Probleme eines solchen Dienstes verstanden haben bleibt abzuwarten, angeblich tüfteln sie aber bereits seit 3 Jahren an diesem System. Da sollten doch einige brauchbare Ideen zusammengekommen sein ;)

für mich ehrlich gesagt ein schlimmer Gedanke. O.k., ich hab auf der Wii viele alte Klassiker runtergeladen.

Damit beginnt es aber, ein paar Klassiker auf der Wii, der Zusatzinhalt auf der Xbox, das Schnäppchenspiel über Steam. Das ist alles ein langsamer, schleichender Prozess. Als Kind wollte man nie Erwachsen werden um immer mit seinen schönen Spielsachen zu spielen. Kindisch bin ich immer noch, nur die Spielsachen haben sich im Lauf der Zeit verändert :D

Heute ist der Kauf durch ein paar Klicks erledigt. Richtige Sammlerstücke gibt es kaum noch und wenn nur durch bestimmte Editionen. Der Film selbst ist meist sehr einfach zu bekommen.

Richtig, wie ich bereits im Thread über die Kinokrise schrieb, man musste froh sein wenn man den Film im Original Bildformat sehen konnte. Selbst solche banalen Dinge wären zu VHS Zeiten alles andere als selbstverständlich.
 

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Wie ich erst kürzlich in der Geo und der Zeit Wissen gelesen habe, ist schon seit längerem von einem Internet-Kollaps die rede. Experten vermuten, dass das Internet, wie wir es heute kennen, bald nicht mehr so reibungslos funktionieren werde. Im Bericht der Zeitschrift Geo hieß es sogar, dass es schon 2013 so weit sein kann.
Andere vermuten, dass die großen Konzerne Panik machen wollen und so die Netzneutralität (alle Daten werden gleich schnell geladen) aufheben wollen.

Auf jeden Fall hat der Konsum des Internets deutlich zugenommen und jeden Tag wandern mehr Daten durch die Leitungen und daher kann ich mir schon vorstellen, dass das Internet seine Grenzen hat. Genau wegen dieser Problematik wird das streamen von Filmen bestimmt nicht immer so einfach bleiben. Vor allem wenn es jeder macht und somit noch mehr Daten ausgetauscht werden.

Hier gibt es noch einen sehr neutralen Artikel über dieses Thema.


Genau weger so einer Problematik bleibe ich beim physischen Datenträger.
 

Agent Orange

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Genau weger so einer Problematik bleibe ich beim physischen Datenträger.

Ich denke dieses Internet ist eh nur ein vorrübergehender Trend, das setzt sich bestimmt nicht durch :D

Aber mal was neues zum Thema Ultraviolet. Bereits seit geraumer Zeit ist die offizielle Webseite online: http://www.uvvu.com/
Während das vor einigen Wochen oder auch Monaten noch eine reine Info Seite war, wird es dort nun schon viel konkreter.

edit:
ich muss mich korrigieren, konkreter ist definitiv das falsche Wort. In den USA läuft das wohl bereits. Wie die bisherigen Digital Copys liegen die Codes bereits einigen Filmen bei, nur dass man eben nicht wie bei der Digital Copy an ein bestimmtes Gerät gebunden ist.


Schnelles Internet und gute Preise vorrausgesetzt, könnte ich mir so etwas immer mehr als Ersatz für die Standart Single Blu-ray vorstellen.
 
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Agent Orange

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Lange war es ja, zumindest in Deutschland, sehr ruhig um das Projekt. Am 30. September startet es aber nun auch hierzulande.
Wie die Vertragskonditionen um einmal gekaufte, oder beigelegte Kopien dann aussehen muss man mal abwarten.

Für meinen Geschmack hat man sich wieder zu viel Zeit gelassen, und bisher zu wenig Energie reingesteckt um die Plattform richtig zu pushen.
So wie ich das sehe geht der Trend momentan vom Kauf eines bestimmten Filmes weg, hin zu Flatrate Lösungen wie man es bei Musik bereits von Spotify kennt. In Deutschland gibt es ja bereits diese Angebote, Maxdome, Lovefilm und Watchever haben inzwischen auf vielen Endgeräten Einzug gehalten. Auch Apple dürfte hierzulande nicht mehr weit davon entfernt sein, dass einmal gekaufte Filme oder Serien beliebig oft runtergeladen und angesehen werden können.
 
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dax

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Irgendwie bricht mir sowas mein Sammlerherz.:heul:
Ich bin mal gespannt ab wann es dann mal soweit ist, das man keine physischen Datenträger mehr kaufen kann.:(
 

Louis Cyphre

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UltraViolet startet voraussichtlich Ende September in Deutschland
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Sony bringt zum ende des Jahres erste Titel in Deutschland auf den Markt
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Irgendwie bricht mir sowas mein Sammlerherz.:heul:
Ich bin mal gespannt ab wann es dann mal soweit ist, das man keine physischen Datenträger mehr kaufen kann.:(

Der Tag kommt sicher irgendwann. Ich sehe den aktuell aber noch in weiter Ferne. Bei Musik hat sich der Online Vertriebsweg ja bereits lange durchgesetzt und beschert den Labels sogar ein Wachstum. Trotzdem werden weiterhin, gerade für Sammler Special Editions und Vinyl Scheiben hergestellt, kein Ende in Sicht. Bei Büchern das gleiche.

Ich für meinen Teil bin inzwischen soweit, dass mir größtenteils der digitale Download reicht. Außer natürlich bei besonderen Ausgaben.
Ist halt komfortabel und auch eine Platzfrage.
 

Noeval

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Ob UltraViolet auch dann noch so interessant ist, wenn die Telekom sich damit durchsetzt, künftig DSL-Flatrates vom Daten-Volumen zu begrenzen? Vor allem wenn andere Anbieter dem Beispiel folgen? Wenn 75 GB als "normaler" Verbrauch angenommen werden (wurde in einem Fernsehbeitrag genannt) und alles, das darüber verbraucht wird extra bezahlt werden muß, kämen für viele zusätzliche Kosten dazu. Denn 75 GB sind bei Filmen in BluRay-Qualität schnell erreicht. Und wer nicht zahlt muß sich mit einer gedrosselten Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde zufriedengeben, wodurch das Runterladen der Filme Stunden- wenn nicht sogar Tagelang dauert.
 
T

Turrican

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AW: Ultraviolet, so erleben wir Filme morgen?

Ob UltraViolet auch dann noch so interessant ist, wenn die Telekom sich damit durchsetzt, künftig DSL-Flatrates vom Daten-Volumen zu begrenzen? Vor allem wenn andere Anbieter dem Beispiel folgen? Wenn 75 GB als "normaler" Verbrauch angenommen werden (wurde in einem Fernsehbeitrag genannt) und alles, das darüber verbraucht wird extra bezahlt werden muß, kämen für viele zusätzliche Kosten dazu. Denn 75 GB sind bei Filmen in BluRay-Qualität schnell erreicht. Und wer nicht zahlt muß sich mit einer gedrosselten Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde zufriedengeben, wodurch das Runterladen der Filme Stunden- wenn nicht sogar Tagelang dauert.

Das problem ist aber schon jetzt das die Telekom bei sowas nur die anderen ausbremsen will und nicht selbst.
 
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