Scanners

deadlyfriend

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#02 27.02.2026 deadlyfriend

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#03 27.02.2026 deadlyfriend

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#04 02.03.2026 deadlyfriend
 
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Scanners

Meine allererste Begegnung mit David Cronenberg war "Scanners" und dies war in früher Kindheit. Nein, ich habe ihn damals nicht gesehen, aber ich stand andächtig vor dem Kino und starrte auf die Plakate und Aushangfotos. Der zerplatzende Schädel regte meine Fantasie an und der "kochende" Michael Ironside ebenfalls. Zusätzlich faszinierten mich die Bilder, da sie in einem "seriösen" Kino aushangen. Das bedeutete für mich, dass der Film verdammt gut sein muss, denn die Unterschiede zum hiesigen Bahnhofskino waren mir auch da bereits ein Begriff. Allerdings verstand ich es so, dass im Bahnhofskino die billigen Erotik- und Kung Fu Klopper liefen, gepaart mit dennoch interessanten Zombies und im anderen Kino die hochwertigeren Filme. Heute sehe ich das natürlich anders. Dennoch dauerte es noch einige Jahre bis ich den Film schließlich sehen konnte aber bis dahin hatten mich diese Aushangbilder nie losgelassen.

David Cronenberg legt den Film etwas anders an als die Vorgänger und näherte sich ein wenig dem Mainstream. Zumindest was die Sehgewohnheiten betraf, denn er ist deutlich zugänglicher. Inhaltlich bleibt er aber auch bei diesem Film eng mit seinem "Stereo" und seinem bisherigen Werk verbunden. Telepathische Kräfte waren schließlich auch 1969 eines der Themen, die ihn bereits zu Anfang seines Schaffens beschäftigten, weshalb ich hier ein öfter genanntes Aufspringen auf den Carrie-Zug, nicht teilen kann. Gleichzeitig verarbeitet er natürlich wieder medizinische Experimente und greift auch den Contergan-Skandal auf, den er mit einer wunderbar gestalteten Anzeige aus den 50er Jahren; für ein Präparat mit dem Namen Ephemerol in Szene setzt.
Der Film wirkt dennoch eher wie ein Thriller im Bereich Industriespionage und die eigentliche Ruhe des Films, wird zwischendurch von Action-Szenen unterbrochen. Allerdings leitet er dann in ein für diese Zeit typisches Cronenberg-Finale und knallt uns einige wirklich wahnsinnige Bilder um die Ohren, die man nicht vergessen kann. Auch wenn "Scanners" wirklich leichter zu konsumieren ist als die Vorgänger, ist der Film absolut sehenswert und auch ein wichtiger Schritt in der Filmographie des Regisseurs. Mit Michael Ironside und Jennifer O`Neill, die ich in "Die sieben schwarzen Noten" von Lucio Fulci bereits ins Herz geschlossen hatte, auch sehr gut besetzt, liefert der Film eine hochinteressante Geschichte, eine Menge Spannung und unglaubliche Effekte. Zudem ist der Score von Howard Shore dazu hervorragend, der auch mit vielen elektronischen Experimenten, die Stimmung des Films bestens unterstreicht. Klasse Film, der Freunden des Sci-fi Horrors Ende der 70er, Anfang der 80er absolut gefallen müsste.
 

deadlyfriend

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Scanners II

David ist eigentlich ein ganz lieber Kerl, hat aber seltsame Kräfte, die im Kopfschmerzen bereiten. Allerdings kann er diese Kräfte nicht wirklich steuern und verzweifelt daran ein wenig, was das ist. Als er und seine Freundin von ein paar Assis angegriffen werden, kann er sie bündeln und tötet die Angreifer. Daraufhin wird der hohe Polizeifunktionär Forrester auf ihn aufmerksam und will ihn für seine Zwecke, zur Herstellung einer neuen Ordnung, gewinnen.

Der zweite Teil kann auf gar keinen Fall mit dem Werk von David Cronenberg mithalten, was natürlich auch nicht einfach ist. Irgendwie versucht er es aber auch gar nicht. Der Anschluss zum ersten Teil ist auch nur in ein paar Sätzen hergestellt und nicht wirklich eine Weiterführung der Geschichte. Eher eine Kopie mit ein paar Unterschieden. Auch zeitlich passt der Anschluss absolut nicht, da hier mehr als 25 Jahre vergangen sein müssten, obwohl der Film 10 Jahre nach dem erfolgreichen Erstling gedreht wurde. Trotzdem ist er irgendwie auf charmante B-Movie-Weise ganz unterhaltsam. Die Effekte können sich absolut sehen lassen und bilden manchmal auch das Kernstück. Die Story dagegen wirkt nicht sonderlich innovativ und auch die Darsteller sind nicht gerade die erste Garde, aber für den Film reicht es dann trotzdem. Irgendwie merkt man dem Film auch visuell seine Herkunft Ende der 80er/Anfang der 90er an und eben auch, das nicht gerade das größte Budget vorhanden war. Insgesamt kann man sich den Film also durchaus anschauen und auch Spaß dabei haben, aber zwingend notwendig war er nicht.
 

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Scanners III

Alex ist ein Scanner, der auf einer privaten Party seine Künste vorführt. Leider kommt es dabei zu einem Unfall mit Todesfolge. Fertig mit der Welt zieht es ihn in ein Kloster nach Asien. Seine Schwester, ebenfalls Scanner, hat weiterhin Probleme mit riesigen Kopfschmerzen. Ihr Adoptiv-Vater hat inzwischen an einem Heilmittel gearbeitet, welches aber noch nicht erprobt ist. Aus Verzweiflung probiert sie es unerlaubt aus. Mit schweren Folgen, denn ihr Persönlichkeit verändert sich komplett und sie wird zu einer mordenden Maschine, die nach Macht strebt. Auch ihr Bruder in Asien hört davon und kehrt zurück.

Eigentlich konnte man annehmen, dass Regisseur Christian Duguay direkt an seinen eigenen Vorgänger anschließt, aber dies ist nicht der Fall, auch wenn dazu ein paar kurze Nebensätze fallen. Teil 1 wird zudem fast völlig vergessen. Deshalb sehen wir im Grunde einfach eine weitere Scanner Geschichte. Die hat einige gute Momente und wechselt dann immer wieder zu ausufernden Peinlichkeiten. Teilweise wirkt das billig und albern, dann aber auch wieder interessant. Das reicht nur insgesamt nicht für einen sehenswerten Film. Die Darsteller sind zudem eher durchschnittlich und manchmal auch ziemlich übertrieben agierend. Insgesamt ein wenig schade, da er eigentlich recht gut anfängt, aber mit zunehmender Spieldauer letztlich abfällt. Kann man sich aus Komplettierungsgründen ansehen, muss man aber nicht.
 
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