Halloween

Dieses Thema im Forum "Kurzkritiken und Diskussion" wurde erstellt von Travis, 6. Juni 2008.

  1. Travis

    Travis Regie Mitarbeiter

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    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween - Die Nacht des Grauens:

    #02 06.06.08 Travis
    #12 29.04.09 BladeRunner2007
    #43 22.06.09 SAB
    #99 31.10.10 Leatherface

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück:

    #11 29.04.09 BladeRunner2007
    #44 22.06.09 SAB

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween 3:

    #111 03.11.11 Russel Faraday

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween 4 - Die Rückkehr des Michael Myers:

    #38 04.05.09 BladeRunner2007
    #46 22.06.09 SAB

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers:

    #19 29.04.09 BladeRunner2007

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers:

    #20 29.04.09 BladeRunner2007

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween H20:

    #04 06.07.08 deadlyfriend
    #10 28.04.09 BladeRunner2007

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween - Resurrection:

    #31 03.05.09 BladeRunner2007

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween (2007):

    #03 06.06.08 Travis
    #05 06.07.08 deadlyfriend
    #06 29.08.08 Willy Wonka
    #30 02.05.09 Bladerunner2007

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween II (2009):

    #50 31.08.09 BladeRunner2007
    #63 21.02.10 dax
    #74 29.03.10 Filmfan1972

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween (2018):

    #191 01.11.2018 Sam Spade
     
    Zuletzt bearbeitet von Sam Spade - 1. November 2018
  2. Travis

    Travis Regie Mitarbeiter

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    Halloween - Die Nacht des Grauens

    In der Halloweenmacht des Jahres1963 ermordet der sechsjährige Michael Meyers in Haddonfield/Illinois seine Schwester und wird für diese Tat in die psychiatrische Anstalt Smith Grove überwiesen. Als er 15 Jahre später zu seiner Begutachtung gebracht werden soll, in welcher über seine weitere Unterbringung entschieden werden soll, nützt er die Gelegenheit zur Flucht. In seiner Heimatstadt ahnt niemand etwas von der Gefahr, die auf sie zukommt. Einzig Dr. Loomis, sein behandelnder Psychiater, erkennt die Gefahr und nimmt die tödliche Spur von Michael auf.

    John Carpenter inszenierte hier den Archetypen des modernen Slashermovies und gab gleichzeitig den Startschuß zu unzähligen Repliken, die allerdings in den seltensten Fällen auch nur annähernd an das Original heranreichten. Erst in den letzten Jahren entstanden im Rahmen der aktuellen Terrorfilm-Welle einige Werke, die in Intensität und Anspruch dieser jahrzehntelangen Meßlatte nahe kommen. Ist auch das Motiv des psychopathischen Killers nicht unbedingt neu, siehe zum Beispiel „Psycho“, so erschließt Carpenter dem Genre eine neue Dimension. Stand bei Hitchcock noch der langsame Spannungsaufbau im Vordergrund, so reduziert Carpenter den Plot auf ein knackiges Minimum und liefert dafür die Schocks am Fließband. Gleiches gilt auch für die Charakterzeichnung des Täters. Bemühte sich Hitchcock noch dem Publikum noch ein möglichst tiefgreifendes Bild des Norman Bates zu liefern, so dezimiert Carpenter seinen Michael Meyers auf eine völlig profillose, stumme, absolut bösartige und zudem hinter einer bleichen Maske verborgene Bestie. Dies alles geschieht jedoch in derart beängstigender Perfektion, daß der Zuschauer unweigerlich im Strom seiner Ängste schonungslos mitgerissen wird und dabei kaum über die diversen Drehbuchschwächen zum Nachdenken kommt. Bestes Beispiel: Wieso kann ein Mann, der (seit seinem 6. Lebensjahr !!!) die letzten 15 Jahre seines Lebens völlig apathisch in seiner Isolationszelle verbrachte, derart routiniert Autofahren!?!?
    Die den Spannungsaufbau perfekt unterstüzende Schnittechnik und vor allem Carpenters genial-minimalistischer Score tragen entscheidend dazu bei, dieses völlig neuartige Erlebnis eines Horrorschockers perfekt abzurunden und den Zuseher angsterfüllt an seinen Kinosessel zu fesseln. Ein Meisterwerk, daß wohl auch noch in Jahrzehnten zu den großen Meilensteinen des Genres zählen wird.
    Halloween kostete nur 300.000 $ und wurde in 22 Tagen abgedreht. Ein wahrlich glänzendes Geschäft. Haddonfield wird übrigens von einem Vorort von Los Angeles „gedoubelt“. Und wer es bis heute noch nicht weiß. Bei Michaels Maske handelt es sich um eine bleiche Captain-Kirk-Maske, die man je nach Wunsch selbst „schminken“ kann.
    Gesamtwertung 10/ 10
     
  3. Travis

    Travis Regie Mitarbeiter

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    Halloween (2007)

    Der erste neu hinzugekommene Teil mit der Jugend von MM hat dem Film mehr gegeben als genommen. Natürlich kann man diese Interpretation als Denkmalsschändung betrachten und hat zweifelslos recht damit. Andererseits ist dies wenigstens eine Neuinterpretation des Originals und nicht dessen bloßes Widerkäuen. Ein Faktor, der für mich bei Remakes und deren Existenzberechtigung ein wesentlicher Faktor ist. Ob man diese Neuinterpretation nun als wirklich gelungen bezeichnen kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Für mich ist sie es nicht. Ohne viel zu sagen, deutete Carpenter im Original zweifelsfrei an, daß Michael im Schoß einer relativ geborgen und harmonisch lebenden Mittelsstandsfamilie aufwuchs. Für mich ein ganz wichtiger Faktor, um das nachfolgende Grauen noch erschreckender und weniger nachvollziehbar zu machen. Zombie bedient im Gegensatz dazu sämtliche Klischees, welchen man nur habhaft werden kann. Eine White-Trash-Family aus den untersten Regionen der sozialen Mülltonne. Physische und psychische Gewalt, Verrohung in extremen Maße, sexuelle Abartigkeit, und und und. Ein Paradebeispiel, wie es Psychologen lieben, um daran die fast unweigerliche Entwicklung des geschundenen Kindes zum soziopathischen Mörder festzumachen. Muß und sollte in dieser schon geradezu peinlichen Ballung nicht sein. Aber Zombie kann scheinbar nicht anders, als seine Protagonisten in diesem Umfeld anzusiedeln. Somit wird aber Michael, im Gegensatz zum Original, um fast jede Facette seines für Erklärungsansätze nicht greifbaren Nimbus des unbegreiflichen Bösen beraubt und der Film seiner Aura des nicht faßbaren Bösen. Somit bleibt für diesen Teil des Films das Resultat, daß zwar eine Neuinterpretation stattgefunden hat, diese letztendlich aber voll in die Hosen ging.

    Für den zweiten Teil des Films, der Erzählung der durch das Original bereits bekannten Geschichte, kann man es relativ kurz machen. in simpelster 08/15-Manier spult Zombie das Carpenter-Original lieb- und einfallslos herunter. Dabei erbringt er als eigenständige "Leistung" lediglich die Hinzunahme weiterer Morde, um den geneigten Slasherfan der heutigen Zeit zu befriedigen. Das "weniger" von Carpenter, eingebettet in einem phantastischen Suspense-Gerüst, war da um Lichtjahre intensiver,und spannender als Zombies klischeebeladene Mordparade. Einziges Plus, welches man Zombie hier noch mit viel gutem Willen anrechnen kann, ist der Umstand, daß er der Versuchung diese Morde in expliziter Manier zu zelebrieren nicht erlegen ist. Eigentlich schon fast verwunderlich, wenn man den ganzen Rest betrachtet.

    So bleibt unter dem Strich ein relativ gewöhnlicher Slasher, welchen man nur dann einigermaßen genießen kann, wenn man das Original nicht kennt, oder sich den Filmen aus dieser Ära strikt verweigert. Ich konnte jedenfalls, spätestens ab dem Ausbruch aus der Klapse, das Original im Hinterkopf nicht ausblenden und kam demnach aus dem Kopfschütteln und teilweise auch Ärgern nicht heraus. Wie der Film auf ich gewirkt hätte, wenn ich das Original nicht kennen würde, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen. So bleibt für mich als Fazit eine 4/10
     
  4. deadlyfriend

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    Halloween H20

    Laurie Strode wacht immer noch von Alpträumen geplagt schreiend auf. Auch 20 Jahre nach den Ereignissen der Halloween Nacht im Jahre 1978 hat sie das Erlebte nicht überwunden. Michael Myers ist für sie noch immer allgegenwärtig, was das Zusammenleben mit ihrem Sohn beeinträchtigt. Der zwanzigste Jahrestag nähert sich. Aber nicht nur der, ihr Bruder befindet sich auch schon auf dem Weg.

    Steve Miner, der mit der Freitag der 13.te Reihe Slasher-Erfahrung sammelte, ignorierte die Teile 4-6 und setzte diesen direkt als Nachfolger von Teil 2 an. Somit kann man die Reihe auf zwei verschiedenen Wegen verfolgen. Beide Wege sind gut!
    Natürlich ist es auf den ersten Blick ein Slasher, aber er ist einer der besseren Sorte. Die Protagonisten interessieren den Regisseur und somit spielt Jamie Lee Curtis die psychisch angeschlagene aber dennoch starke Frau mit Bravour. So hat sie auch die zwei besten Szenen des Films. Die erste Begegnung mit Michael ist einfach nur grandios. Wenn sich beide zum ersten mal nach 20 Jahren Auge in Auge gegenüber stehen, ist die Spannung zum Bersten gefüllt. Ohne Worte, nur mit Blicken. Zudem ist es absolut fantastisch wenn sie sich ihrer Angst stellt und mit einer Axt bewaffnet laut "Michael" schreiend auf dem Hof steht und zum Gegenschlag rüstet.
    Als Halloween Fan ist H20 eine einzige Freude und ein verdienter Abschluss der Saga wenn man nicht diesen fürchterlichen "Resurrection" abgeliefert hätte, den ich persönlich aber ignoriere. Der Bodycount und auch der Blutgehalt hält sich in Grenzen, eben so wie man es auch vom Original her kennt. Dafür gibt es aber Platz um die Darsteller gebührend einzuführen. Meines Erachtens der bessere Weg um einen spannenden Film zu schaffen. Das berühmte Halloween-Theme kommt auch hier nicht zu kurz. Diesmal ist es aber weniger kalt und elektronisch sondern eher klassisch umgesetzt. Die Einsätze sind aber sehr gut gewählt und immer an der richtigen Stelle. Mit dem Score hatte man aber noch eine weitere gute Idee. Beim Gastauftritt von Janet Leigh spielte man doch glatt einen Auszug des Psycho Soundtracks
    Wer auf solche Feinheiten achtet, konnte nur zu einem guten Ergebnis kommen. H20 ist nämlich eine absolute Bereicherung der Reihe.


    Gute 8 von 10 Punkten
     
  5. deadlyfriend

    deadlyfriend Casting Mitarbeiter

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    Halloween (2007)


    Mit dem Remake zu Halloween hat Rob Zombie bewiesen das er endgültig auf einer Stufe mit seinen eigenen Charakteren steht. Das Remake ist dermaßen grottig das ich echt nicht verstehen kann wo die hohen Bewertungen herkommen. Scheinbar ist Rob Zombie nicht in der Lage annehmbare Charaktere zu kreieren, weshalb er uns in seinem dritten Film auch zum dritten mal den Bodensatz der Menschheit als Protagonisten serviert. Wie einfallsreich der Mann doch ist.
    In den ersten 40 Minuten hat man es mit der Kindheit von Michael zu tun, die unheimlich öde und ohne jede Spannung auskommt. Absolut ideenlos möchte er eine Erklärung abliefern warum Michael zu einem Massenmörder wurde. Dabei ist ziemlich offensichtlich das er das Original nicht mal im Ansatz verstanden hat, sonst hätte er nicht so vehement an einer Entmystifizierung gearbeitet. Das bekannte Halloween Theme wurde beim ersten mal unglaublich schlecht auf eine Szene gelegt so dass ich fast lachen musste. Mit ein bisschen Hirn hätte er es starten sollen wenn sich Michael zum ersten mal die berühmte Maske überstreift. So hören wir es wenn ein 10 jähriger Kackbratzen spazieren geht.......
    Auch die Szene wie er zur Maske kommt ist eher die Schändung einer Legende da er sich die Maske von jemandem klaut der beim Bier holen schon Schwächen offenbart. Das ist fast so als ob man der Mona Lisa mit Kugelschreiber einen Bart malt. Das was Michael Myers ausgemacht hat ist völlig verschwunden. Eher grobschlächtig wie Jason geht er ans Werk ohne einen Fetzen von Spannung aufzubauen. Die Opfer sind nur dämliches Beiwerk ohne einen Hauch von Sympathie. Nichts aber auch gar nichts was den Mythos "Halloween" aufgebaut hat kommt hier noch zum tragen. Außer der neu aufbereiteten Originalmusik.
    Die in der Kinofassung nicht gezeigte Vergewaltingungsszene ist immerhin im Bonusmaterial zu "bewundern". Zwar nicht im Hauptfilm enthalten gibt sie uns doch Hinweise auf den gesamten Film oder dessen Absicht. Sie offenbart zumindest die "Regiekunst" von Zombie. Diese sollte nämlich auch dem letzten Zuschauer zeigen worum es hier geht: Eine Aneinanderreihung von Einzelszenen die ohne Sinn und Verstand das Publikum schocken soll, ohne die geringste Atmosphäre zu erschaffen. Filmkunst sieht anders aus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2010
  6. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    Halloween (2007)

    Mitten in einem dreckigen Milieu beginnt der Film. Die Familie des Michael Myers wurde mit krassen und beleidigenden Dialogen ausgestattet und die familiäre Situation würde man als asozial bezeichnen. So ist es kaum verwunderlich, dass der kleine Michael dadurch sehr gefärbt wird und innerlich immer tiefer in seine eigene Welt versinkt.

    Der Film besitzt einen starken Anfang und der junge Daeg Faerch porträtiert den späteren Psychopaten sehr gut. Doch nach der ersten halben Stunde wird der Film kontinuierlich schlechter und wenn Michael Myers dann später aus seiner Zelle ausbricht bekommt der Film einen sehr faden Beigeschmack.
    Rob Zombie benutze an vielen Szenen sogar die gleichen Kameraeinstellungen und der Film wirkt dadurch wie eine billige Kopie. Das Töten wurde so lieblos und stumpf umgesetzt, dass der Zuschauer sich spätestens nach der dritten Tötung langweilt.
    Die Atmosphäre des Vorgängers wird in keiner Szene erreicht und durch die zahlreichen Klischees beginnt der Film an die Nerven der Zuschauer zu zerren. Die Entwicklung der Geschichte ist derart vorhersehbar, dass man am Ende nur noch froh ist, dass der Film endlich ein vorbei ist, denn vor allem die letzten 15 Minuten ziehen sich sehr in die Länge.
    (Hier ist der Beweis für Einsteins Theorie, dass Zeit relativ ist ;))

    Rob Zombie hat am Anfang einen guten Ansatz geliefert, aber dieser wurde einfach nicht weiter verfolgt. Er hätte die Entwicklung des Michael Myers noch ausführlicher gestalten müssen, denn daran liegt die Stärke des Films.
    Auch versucht Zombie den weiteren Verlauf des Films nicht wie einem gewöhnlichen Slasher aussehen zulassen, da er viele verschiedene Stilmittel verwendete, doch diese fügen sich nicht harmonisch ins Gesamtbild und somit bleibt nur der gute Wille welcher in Erinnerung bleibt.

    Bei diesem Film lautet die Devise nur Original ist legal und deswegen schaut euch lieber Carpenters-Version an.

    Knappe 4/10

     
  7. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Zu diesen beiden Filmen wurde schon oftmals alles gesagt, also mach ich es kurz:

    Carpenter's Halloween 10/10

    Zombie's Halloween 8/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2009
  8. SAB

    SAB Filmgott

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    Ich zitiere mich mal selbst...:)

     
  9. deadlyfriend

    deadlyfriend Casting Mitarbeiter

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    Welche Filme meinst du die der Intensität und dem Anspruch nahe kommen?
     
  10. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Halloween H20

    Mit H20 bekommen wir endlich wieder eine gute Fortsetzung, die die Teile 3-6 komplett ignoriert. Und das ist auch gut so, denn man setzt die Handlung von Teil 1 + 2 intelligent fort. Laurie ist angeschlagen, aber trotzdem irgendwie eine starke Persönlichkeit. Die früheren Ereignisse haben sie aber sichtbar mitgenommen.

    H20 hat einen ziemlich niedrigen Bodycount, bietet dafür aber einen ordentlichen Spannungsaufbau, der zu einem tollen Finale führt. Desweiteren überzeugt der Film durch seine gelungene Atmosphäre und einer tollen schauspielerischen Leistung von Jamie Lee Curtis. Dazu gibt es noch viele kleine Anspielungen auf Teil 1 + 2. Das Gesamtbild ist also mehr als stimmig geraten. Das Halloween Theme wird hier auch verwendet, allerdings klingt es eher nach Orchestermusik. Das lässt das ganze irgendwie etwas episch wirken und die Geschichte wirkt am Ende in sich abgeschlossen. Es gibt sogar die ein oder andere Szene, wo ich Gänsehaut bekommen habe. Da wäre z.B. die Szene, in der Laurie durch den Campus läuft und nach Michael ruft. Oder auch das Ende. Wirklich klasse umgesetzt!

    Leider hat man während den Dreharbeiten festgestellt, dass die Maske von Michael einfach zu schlecht aussieht. Deswegen mussten viele Szenen neu gedreht werden. Vor allem Nahaufnahmen von Michael. Leider sieht man in einigen Szenen noch die Ursprungsmaske. Das ist besonders ärgerlich im Finale, denn dort wechselt sie von Szene zu Szene! Das irritiert mich doch ein wenig und mildert den überaus positiven Gesamteindruck leider etwas. Aber der Film ist aufgrund seiner kurzen Laufzeit durchgehend spannend, packt den Zuschauer am Hals und lässt ihn nicht mehr los! Genau so muss es sein!

    Alles in allem kann ich sagen das mir H20 wirklich gut gefällt und ich bin froh, dass die Reihe nochmal einen so guten Slasher hervorbringen konnte. Somit bilden Halloween 1, 2 & H20 eine schöne Trilogie!

    9/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2013
  11. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück

    Halloween 2 macht genau dort weiter wo Teil 1 aufhörte. Und das sogar äußerst gut. H2 hat eine bedrohliche und düstere Atmosphäre, wie ich sie selten in einer Fortsetzung erlebt habe. Der Soundtrack klingt nun etwas elektronischer, aber ist trotzdem genial auf ganzer Linie! Für diesen Film hat man sich als Schauplatz ein Krankenhaus ausgesucht. Ich muss sagen, dass ich diese Entscheidung für sehr intelligent halte, denn erstens ist es die logische Weiterfürhung der Handlung, das Laurie nun ins Krankenhaus kommt und zweitens machen mir solche großen, verlassenen Gebäude mit langen Fluren irgendwie Angst. Dean Cundey hat den Film wirklich wunderschön fotografiert. Jede Einstellung ist perfekt und das Licht- und Schattenspiel funktioniert hervorragend. Der Film ist extrem dunkel gehalten, aber es werden niemals Details verschluckt. Die Kamera ist imo das beste am ganzen Film!

    Klar, kann man meckern wie unlogisch es ist, dass kaum jemand im Krankenhaus ist, aber ganz ehrlich: wen interessiert das schon? Der Film will nicht den Oscar fürs beste Drehbuch gewinnen, sondern den Zuschauern Angst machen. Und das schafft er auch größten Teils. Michael Myers geht etwas anders. Das liegt am anderen Schauspieler, aber auch das finde ich klug, denn es wirkt so als hätten ihn seine Verletzungen aus Teil 1 beeinträchtigt. Positiv ist aber ganz klar, dass er hier noch als "The Shape" rüberkommt und nicht wie ein wahnsinniger Psychokiller ala Jason.

    Da es eine Fortsetzung ist muss sie natürlich auch etwas neues bieten. Man erfährt nun warum Michael Myers hinter Laurie her ist und was sein wahres Motiv ist. Ob einem das nun gefällt, muss jeder für sich entscheiden. Die Gewaltschraube wurde stark angedreht und es gibt mehr Kills. Das eigentliche Aufeinandertreffen von Michael und Laurie wurde imo sehr sehr spannend inszeniert und kommt fast an das Finale von Teil 1 heran. Aber leider nur fast! Das Ende selbst ist auch gut und hier hätte man eigentlich Schluss machen können/sollen. Die Story ist nämlich wirklich zu Ende.

    Obwohl der Film nur ca. 88 Minuten läuft, gibt es doch den ein oder anderen kleinen Hänger zwischendurch. Das war bei Teil 1 zu keinem Zeitpunkt der Fall. Finde ich etwas schade, denn einige Momente sind wirklich etwas zu lang geraten. Aber dafür gibt es wiederum auch richtig spannende Szenen. Laurie selbst hat etwas wenig Screentime.

    Insgesamt ist Halloween 2 eine sehr gute Fortsetzung, die sich durchaus sehen lassen kann. Mit dem genialen Vorgänger kann H2 allerdings nicht ganz mithalten.

    8/10 Punkte
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2009
  12. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Halloween - Die Nacht des Grauens

    John Carpenter lieferte 1978 mit "Halloween" einen Horrorfilm ab, der noch bis heute seines gleichen sucht. Es gibt kaum einen anderen Horrorfilm, der so spannend und so gut gemacht ist wie Halloween.

    Der Film ist der König aller Slasherfilme und das zu Recht. Carpenter hat hier bewusst auf Gore, viele Kills und Nacktheit verzichtet. Er konzentriert sich auf eine einfache Story und baut eine unglaublich dichte Atmosphäre auf, die sich mit zunehmender Laufzeit immer weiter zuspitzt. Das gleiche gilt für den Spannungsbogen. Gegen Ende ist die Spannung kaum noch auszuhalten. Alles was man über den Killer Michael Myers weiß, erfährt man ausschließlich durch seinen Psychater, Dr. Loomis. Michael gilt als das personifizierte Böse, was ihn ein mystisches Erscheinungsbild verleiht. Er redet nicht, hat diese kalte, emotionslose Maske auf und man erkennt nie seine Augen (the blackest eyes...the devil's eyes). Er scheint mit der Nacht und den Schatten zu verschmelzen. Deshalb wird er auch als "The Shape" aufgeführt. All diese Attribute lassen diesen Charakter imo sehr unheimlich und angsteinflößend wirken. Nick Castle (Michael Myers) hat zudem noch die perfekte Statur. Seine Art sich zu bewegen, seine Körperhaltung, seine Körpersprache, seine Größe etc. es passt alles perfekt zusammen. Imo die beste Darbietung dieser Filmfigur überhaupt. Auch die Maske gefällt mir hier am besten.

    Jamie Lee Curtis spielt Laurie Strode. Sie verkörpert die typische Darstellung des netten Mädchens aus der Nachbarschaft, wo niemals etwas so unvorstellbar grausames passieren könnte. Doch Carpenter spielt hier geschickt mit den Vorstellungen und Idealen der amerikanischen Bürgerschaft. Sein Film ist eine hervorragende Dekonstruktion dieser amerikanischen Idylle. Das macht den Horror noch viel grausamer und intensiver. Donald Pleasence ist wirklich die Idealbesetzung für Dr. Loomis. Er verkörpert diesen Charakter unglaublich gut und ich kaufe ihm wirklich alles ab, was aus seinem Mund kommt. Seine ganzen Monologe kann ich mitsprechen. Sie sorgen bei mir jedes Mal für eine Gänsehaut. Desweiteren sehen wir Charles Cyphers als Sheriff Leigh Brackett, Nancy Kyes (hier noch als Nancy Loomis) als Annie (war schon in mehreren Carpenter Streifen zu sehen) und last but not least: P.J. Soles. Ich sehe sie immer wieder gerne und sie ist wie geschaffen für die Rolle des "Totally Girls". Insgesamt bietet Halloween also ein tolles Ensemble an Schauspielern.

    Technisch ist der Film absolut fantastisch umgesetzt. Alleine die Kamera ist schon absolut genial. Der Einsatz der Steady Cam war hier revolutionär. Es gibt so viele geniale Kamerafahrten und Einstellungen. Das Framing ist der absolute Wahnsinn. Hier wurde das 2,35:1 Format endlich mal wirklich sinnvoll genutzt. Unfassbar wieviel von der Geschichte überwiegend rein visuell erzählt wird. So etwas gibt es heute gar nicht mehr! Dean Cundey ist ein wahrer Profi. Er versteht sein Handwerk und mit Carpenter an seiner Seite, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dazu kommt noch der perfekte Schnitt, der zudem perfekt auf die legendäre Musik getaktet ist. Ohne die Musik wäre der Film vermutlich nicht einmal halb so spannend und unheimlich. Selbst die Dialoge der Mädchen sind überraschend echt, wie ich finde. Das liegt wohl daran, dass Debra Hill die meisten Dialoge der Mädchen geschrieben hat und Carpenter die von Loomis.

    Und dann noch dieses geniale Ende..... also ich könnte noch ganze Romane über dieses Meisterwerk schreiben, aber ich höre jetzt lieber auf. Man sollte diesen Film einfach selbst sehen.

    10/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juli 2019
  13. deadlyfriend

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    Zweimal klasse geschrieben:hoch: Ich bewerte sie beide allerdings noch ein wenig höher. An der Reihe finde ich irgendwie klasse das man verscheidene Wege schauen kann. Einmal 1/2/7/8 und 1/2/4/5/6 wobei ich bei der ersten Runde bei Teil 7 aufhöre und bei der zweiten bei Teil 4, da ich dort das Ende gigantisch finde.
     
  14. deadlyfriend

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    Ah, Teil 1 folgte auch noch. Ebenfalls klasse und da ziehen wir in der Bewertung gleich. Ein absolutes Meisterwerk was für mich unantastbar ist. Deshalb auch der Zombie Verriß. Kommen die anderen Teile auch noch an die Reihe?
    Das mit den Dialogen wußte ich gar nicht. Aber sehr interessant das jetzt zu wissen!
     
  15. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Die anderen Teile werde ich auch noch reviewn (kann man das so schreiben?). Teil 4 ist wirklich noch ganz gut. Allerdings passt er nicht so wirklich in das Schema von 1,2,H20. Diese 3 Filme sehe ich ja als Trilogie, aber 4 ist ansich schon recht gut. Aber 3,5,6,8 sind doch mehr als überflüssig!
     
  16. deadlyfriend

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    Teil 3 habe ich recht gut in Erinnerung. Ist aber so eine Sache. Anfänglich fand ich den furchtabr weil eben kein Michael da war. Jahre später hatte ich ihn mir dann nochmal angeschaut und für gut befunden, da ich ja jetzt wußte das es eine komplett andere Handlung war. Teil 4 finde ich absolut klasse. Teil 5 ist dann bis auf das mysteriöse Ende nicht mehr so prickelnd und Teil 6 auch nicht unbedingt. Ich finde aber das man sie sich in jedem Fall anshen kann. Der schlechteste bleibt für mich in jedem Fall Nummer 8. Da war nur der Trailer gut.
     
  17. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Mit Teil 3 ging es mir damals auch so. War total enttäuscht. Werde ihn mir aber nochmal ansehen und dann meine endgültige Meinung dazu bilden. Die restlichen Reviews sollten morgen folgen! Schreibst du auch noch ein paar?
     
  18. deadlyfriend

    deadlyfriend Casting Mitarbeiter

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    Mit Sicherheit, aber dafür muß ich die Reihe erst nochmal sichten. Habe sie zwar mehrfach gesehen, aber aus der Erinnerung heraus bringt das nicht viel. Bei Scream wären mir dann beispielsweise viele Dinge gar nicht eingefallen, wenn ich sie nicht nochmal geschaut hätte. Ich weiß aber noch nicht wann.
     
  19. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers

    Halloween 5 schließt direkt an das Ende von Teil 4 an. Deshalb dachte ich auch, dass man hier so verfährt wie in Teil 2. Aber nein, Halloween 5 spielt nicht in der selben Halloween Nacht wie Teil 4. Michael wird von irgendeinem komischen Fischer(?) aufgenommen und dort 1 Jahr(!) lang geplegt, bis er dann zu Halloween wieder erwacht und den alten Kauz tötet. Blöder gehts eigentlich schon gar nicht mehr, aber da habe ich mich getäuscht. Was daraufhin folgt ist einfach nur schlecht...

    Halloween 5 strotzt nur so vor Dämlichkeiten. Wieso musste Rachel sterben? Sie war zusammen mit Jamie in Teil 4 das Survival Girl, und auch klar eine Sympathieträgerin. Wieso also jetzt nicht mehr? Sie wird früh im Film beseitigt und stattdessen bekommen wir Tina vorgesetzt. Tina ist so ziemlich das nervigste Mädel, das ich je in einem Horrorfilm gesehen habe. Ihr Overacting und ihre Stimme sind sooo nervig! Überhaupt ist ihr ganzer Charakter sehr schlecht geschrieben und ich habe die ganze Zeit gebetet, dass sie noch ins Gras beisst. Tut sie auch, aber leider viel zu spät. Und Jamie (Danielle Harris) wird hier total verschwendet. In Teil 4 hat sie wirklich eine beeindruckende Leistung hingelegt. Klar, sie steht unter Schock am Ende von Teil 4, aber 1 Jahr später ist sie immer noch total der Psycho und kann nicht reden. Deshalb hat sie eine telepathische Bindung zu Michael aufgebaut (noch dümmer ging es wohl nicht). Sie ist ständig am Kreischen und fängt deshalb auch schnell an zu nerven. Hier wurde ihr Charakter deutlich verhunzt und verschenkt. Aber es ist zu erwähnen das Danielle Harris diese Rolle gut spielt. Nur sie ist einfach falsch angelegt worden. Bleibt eigentlich nur noch Dr. Loomis. Ich weiß nicht was mit ihm los ist, aber er ist einfach anders. Er ist plötzlich übertrieben hippelig, schreit wild in der Gegend rum und brüllt Jamie an. Das passt nicht zu ihm. Donald Pleasence kann hier also auch nicht wirklich etwas retten. Verflucht, selbst Michael ist sowas von langweilig. Seine Maske ist ein Totalausfall und der Darsteller imo auch. Er bietet uns einfach nichts! Und das er am Ende weint ist einfach...... ich finde keine Worte dafür! Ganz ganz schlimm.

    Zudem bekommen wir null Charakterentwicklung zu sehen. Diese war in den Vorgängerfilmen eigentlich immer vorhanden (mal mehr mal weniger). Aber hier kommen Leute für zwei Sekunden ins Bild und werden dann von Michael Myers umgebracht. Wen interessiert es denn, wenn man nichts über diese Personen weiß? Und die Kills sind auch recht einfallslos.

    Eins noch: Was soll die Sache mit dem Schwarzen Mann??? Es wird nie geklärt wer er ist und warum er Michael hilft. Ein Handlungsstrang, der unnötig ist und nicht zu Ende geführt wird. Ganz tolle Idee :rolleyes: Ach ja, Michael im Gefängnis??? HAHA. Mehr hab ich da nicht zu sagen. Vor allem nehmen sie ihm nicht mal die Maske ab zur Identifikation oder ähnliches!

    Somit hat der Film eigentlich gar nichts zu bieten und ist mehr als überflüssig. Für mich einer der schlechtesten Teile überhaupt. Gebe gerade eben noch so 2/10 Punkte, da man nochmal das Ende von Teil 4 sieht, Danielle Harris und dem Halloween Theme.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Mai 2009
  20. BladeRunner2007

    BladeRunner2007 Filmvisionaer

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    Halloween - Der Fluch des Michael Myers

    Auch der 6. Teil der Reihe berücksichtigt die Geschehnisse aus Teil 4 + 5 und spinnt die Handlung fort. Leider! Michael wird zum Sektenanhänger (Thorn) und der Schwarze Mann herrscht über ihn! Oh mein Gott, das ist so unglaublich dumm, dass es schon fast an Körperverletzung grenzt.

    Was hat man sich nur bei diesem Film gedacht? Ich habe ja nichts dagegen, das man neue Storyelemente einbaut, aber dann sollten sie wenigstens gut sein. Auch hier haben die Produzenten oder wer auch immer wieder kräftig ihre Finger mit im Spiel gehabt und der Film ist ein einziges Disaster. Der Film strotzt nur so vor Logik- und Handlungslöchern. Immer wenn eine neue Nebenhandlung eingeführt wird, wird sie gleich wieder verworfen oder nicht zu Ende verfolgt. Da fragt man sich als Zuschauer doch: was soll dieser Film? Was ist der Grund für seine Existenz?
    Leider kann ich keine Antwort darauf finden. Die Kinofassung ist hier wirklich ganz schlimm dran.

    Der Producer's Cut ist insich deutlich aufschlussreicher und schlüssiger. Er hat einen besseren Fluss und ergibt wenigstens einen Sinn. Klar, ist er trotzdem nicht der erhoffte gute Film, aber besser als die KF ist er auf jeden Fall. Trotzdem gibt es auch hier Storyelemente, die einfach nicht passen:
    Jamie wird vom Schwarzen Mann entführt, über mehrere Jange gefangen gehalten, und von Michael Myers vergewaltigt(!!!) und dann stellt sich heraus, dass das Baby halt Michaels Baby ist! Warum er das getan hat und warum er es dann auch noch töten will/soll ist weiterhin unklar.
    Na ja, wie gesagt, ein einziges Disaster.

    Aber ich muss gestehen, dass der Film wenigstens keine nervigen Darsteller hat ala Teil 5. Hier gibt es auch ordentlich Gore zu sehen. Für den durchschnittlichen Slasher Fan könnte er also durchaus sehenswert sein. Aber mir will er nicht so wirklich gefallen.

    Leider hat man auch viele Szenen mit Dr. Loomis geschnitten. Das ist sehr schade, denn sie bereichern den Film ungemein und sind imo sogar das beste! Diese kann man alle im PC sehen!

    Auch scheint das Ende überhaupt keinen Sinn zu ergeben. Michael wird verdroschen und grünes(!) Blut kommt unter seiner Maske hervor. Und dann ist er plötzlich am Lachen wie ein Bekloppter. Und was soll das jetzt bedeuten? Also das ist schon sehr enttäschend.

    Für mich ist Michael goes Thorn.....ähm.... The Curse of Michael Myers zwar besser und unterhaltsamer als Teil 5, aber leider immer noch kein guter Film. Jedenfalls ist er recht kurzweilig und man bekommt immerhin in ein paar wenigen Szenen etwas von der Halloween Atmo zu spühren.

    Deshalb 3/10 Punkte!
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Mai 2009
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