Zurück bleibt die Angst
Vier rüstige ältere Herrschaften bilden zusammen die "Chowder Society". Klingt elitär, doch eigentlich sitzen die 4 um einen Kamin, trinken Brandy und erzählen sich gegenseitig Schauergeschichten. Irgendwie sieht diese Art von Ruhestand richtig sympathisch aus, wenn da nur nicht die Alpträume wären, denn alle Teilnehmer werden in der Nacht von ihrem Unterbewusstsein gequält. Während Außenstehende die abendlichen Gruselgeschichten als Ursache dafür vermuten, scheint es etwas völlig anderes zu sein. Ein Ereignis, welches lange zurückliegt, sie aber weder darüber sprechen noch ihre Träume miteinander teilen. Als der erste von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, erahnen sie, dass hier übernatürliche Kräfte am Werk sind, zumal sich inzwischen auch seltsame Gestalten in der Nähe herumtreiben und zusätzlich der erwachsene Sohn des Verstorbenen von weiteren seltsamen Dingen zu berichten weiß.
Der Film von 1981 ist relativ unbekannt geblieben, was ein wenig schade ist. Das könnte daran liegen, dass diese Art von Geisterfilm in den frühen 80er Jahren nicht mehr im Fokus war. Tatsächlich wird er auch eher Leute erfreuen, die auch die subtilen Gruselfilme der 60er mögen. In jedem Fall ist er wunderbar anzuschauen und durch Mimen wie Fred Astaire, Douglas Fairbanks jr. ist der Film auch eindrucksvoll besetzt und sie spielten hier jeweils ihre letzte Rolle. Fred Astaire war zu diesem Zeitpunkt bereits über 80 Jahre alt und er führt wunderbar durch den Film. Mit Craig Wasson ist zusätzlich ein Darsteller vorhanden, den man aus "Der Tod kommt zweimal" und "Nightmare 3" kennen dürfte. Regisseur John Irvin baut den Film dazu ungeheuer spannend auf und verwendet dafür eine interessante Struktur, in dem er das Mysterium durch Schilderungen aus der Vergangenheit, nach und nach zusammenfügt, bis sich ein Gesamtbild ergibt. Auch die Effekte können sich absolut sehen lassen und erschaffen ein tolles Grusel-Ambiente. An einigen Stellen, gerade in den Rückblenden, verweilt er für meinen Geschmack trotzdem etwas zu lange auf einzelnen Sequenzen, schafft es aber dennoch immer wieder die Spannung zu steigern. Dadurch das der Film auch bereits sehr früh mit den Mysterien startet, weckt er auch direkt zu Beginn bereits das Interesse an der Geschichte, die in New England spielt und auch durch die Kulissen eine tolle Wirkung entfacht. Wenn man also klassischen Grusel mag, wird man hier absolut richtig liegen.