The Police are blundering in the dark

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The Police are blundering in the dark

„Ich habe einen instinktiven Verdacht metaphysischen Charakters.“

Dr. Herbert Lyutak, 1972



Den hatte ich irgendwie auch, als ich den vorliegenden Film sah. Man könnte ihn auch „The Director is blundering in the dark“ nennen, aber das ist alles Nichts gegen Locki. Locki ist die Attraktion des Films, doch erst einmal der Reihe nach.

Die Freundin eines Journalisten ist verschwunden und er begibt sich auf die Suche. Der letzte Hinweis ist ein Fotograf, der auf einem alten Herrensitz mit Ehefrau, Nichte und Hauspersonal lebt. Da dies der letzte Termin in ihrem Kalender war, startet er dort mit den Ermittlungen.

Der Einstieg ist richtig cool und macht Laune. Es beginnt mit hohem Tempo und dem ersten Mord. Jetzt nicht großartig inszeniert, aber schon ein guter Anfang. Direkt danach folgt fast schon die beste Sequenz des Films, die gut inszeniert und auch wirklich überraschend ist. Als der Journalist nun die Suche im genannten Anwesen startet wird es dröge, denn eigentlich ist er nur dort und unterhält sich wenig zielführend mit den Leuten und verbringt seine Zeit damit, lieber der Nichte und dem Hausmädchen nachzusteigen. Wen er davon zuerst bekommt, scheint dabei egal zu sein. Die titelgebende Polizei, die im Dunkeln tappt, tappt eigentlich eher überhaupt nicht, denn die bekommen wir erst in den letzten Minuten zu sehen.
Dafür gibt es aber Locki, den ich anhand der Frisur so nenne und ihn mir dadurch auch merken kann. Der sitzt im Rollstuhl und hat eine Maschine erfunden, die Gedanken fotografieren kann. Die Handlung ist somit spätestens hier nur noch gehobener Wahnsinn. Dieser drückt sich dann auch visuell aus, wenn Locki hektisch die Maschine bedient und die gleichen Knöpfe immer wieder völlig sinnlos von rechts nach links und umgekehrt schaltet. Völlig atemberaubend ist dann aber seine irrwitzige Fahrt im Rollstuhl, denn die verläuft ähnlich wie seine Arbeit an dem seltsamen Apparat. Mal fährt er im Kreis, dann wieder von rechts nach links, vor und zurück und rammt dabei mehrfach die gleichen Gegenstände, die im Weg sind. Die Krönung ist dann, wenn der Rollstuhl aus der POV-Perspektive durchs Haus fetzt. Film gewordener Wahnsinn.

Empfehlen kann man den also nur, wenn man sein Kuriositäten-Kabinett erweitern will, auch wenn hier ein Killer mit schwarzen Handschuhen unterwegs ist und zu Beginn tatsächlich klassisches Giallo-Feeling erreicht wird.
 
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