The Messenger

Die wilde 13

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Filmkritiken
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The Messenger


Verwundet aus dem Irak-Krieg zurückgekehrt, muss der Rekonvaleszent Will (Ben Foster) die letzten Monate seines Dienstes in der "Messenger"-Einheit dienen, die den Hinterbliebenen die traurigste Nachricht aller Nachrichten übermitteln muss. Sein neuer Vorgesetzter Tony (Woody Harrelson) geht damit ganz pragmatisch und strikt nach Vorschrift um, doch Emotionen lassen sich nun mal nicht in Schablonen pressen...

Wer glaubt, der Krieg spielt sich nur an der jeweiligen Front ab, der wird spätestens bei diesem Film eines Besseren belehrt. Auch Zuhause, zuweilen tausende Kilometer weit weg vom eigentlichen Geschehen, zeigt der Krieg seine hässliche Fratze, die sowohl den unmittelbar Beteiligten als auch uns, dem Zuschauer, erstarren lässt.

Sensibel und mitfühlend schafft es Regisseur Oren Moverman, uns alle Protagonisten mit all ihren unterschiedlichen Emotionen näher zu bringen. Wie jede(r) mit diesen unangenehmen Dingen des Lebens umgeht, ist wirklich großes Kino. Sowohl Ben Foster als auch Woody Harrelson treiben sich gegenseitig zur Höchstform und machen die Seelenqual beider am eigenen Leib fühlbar. Ebenso stark: Samantha Morton als junge Witwe Olivia, die zunächst so ganz anders reagiert als vermutet.

Ein leiser und sehr sehenswerter Film, der mehr aufwühlt als so manch actionreicher (Kriegs)Film.


9/10
 
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