The Fog

BladeRunner2007

Filmvisionaer
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AW: The Fog

The Fog - Nebel des Grauens

Vor genau 100 Jahren sank die Elizabeth Dane und dessen Besatzung aufgrund einer heimtückischen Verschwörung. Blake und seine Crew wollen Rache.

Carpenter typisch ist die Geschichte auch hier wieder sehr simpel gehalten. Trotz der vielen Charaktere verliert er niemals den roten Faden und das Gespür für Dramaturgie aus den Augen. Der Film begeistert natürlich durch Dean Cundey's wundervolle Kameraführung. Die Location um Antonio Bay wurde in meisterhaften und extrem stimmungsvollen Bildern und langen Kamerafahrten eingefangen. Perfektes Framing, clevere Ausleuchtung, sowie Farb,- Licht-und Schattenspiel erzeugen eine surreale Mischung aus wunderschön und unheilvoll zugleich. Diese wahrhafte Bilderflut dient nicht nur einer edlen Optik, sondern auch dazu, die Geschichte des Films visuell zu erzählen. Carpenter lässt die Bilder daher über einen sehr langen Zeitraum einfach für sich sprechen und wirken. Er unterlegt diese mit einem minimalistischen, jedoch absolut genialen Score. In Verbindung ensteht eine unglaublich dichte Atmosphäre, die den Zuschauer regelrecht aufsaugt, so dass er komplett in diese eintauchen und sich voll und ganz in ihr verlieren kann. Der Horror und die einhergehende Spannung wird langsam aufgebaut. Als Zuschauer spürt man förmlich wie sich mit zunehmender Laufzeit die Nackenhaare aufstellen, wenn Carpenter die Spannungskurve Stück für Stück anzieht und sich das subtil gehaltene Grauen langsam entfaltet.

Ich liebe auch die (Geister)Geschichte, die Nick erzählt. Oder die Szene, in der Father Malone aus Blake's Tagebuch vorliest. Gänsehaut pur. Der Nebel, Blake und seine Crew sind im Grunde die simpelsten Elemente einer jeden Geistergeschichte, die man sich am Lagerfeuer erzählt, jedoch sehr effektiv in ihrer Wirkung. Genau das ist "The Fog" imo auch - eine Lagerfeuergeschichte. Das macht die Eröffnungsszene noch viel genialer, als sie es ohnehin schon ist. Diese Szenen und Elemente sind allesamt so simpel und minimalistisch gehalten und inszeniert, aber auch hier gilt wieder Carpenter's Credo: mit minimalistischen Mitteln maximalen Effekt erzielen. Er war darin einfach ein Meister.

Der gesamte Cast ist unheimlich vielfältig und zählt zu meinen Lieblings-Ensembles. Jede noch so kleine Rolle ist toll besetzt, gespielt, interessant geschrieben und bleibt vor allem noch sehr lange im Gedächtnis. Sei es nun Jamie Lee Curtis, Adrienne Barbeau, Tom Atkins, Charles Cyphers, Nancy Loomis, Janet Leigh oder Hal Holbrook. Allesamt wundervoll in ihren Rollen.

"The Fog" ist einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, dessen zeitlose Lagerfeuergeschichte ganze Generationen zu begeistern weiß.

10/10
 
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Filmfan1972

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AW: The Fog

"The Fog" ist und bleibt einfach einer der besten Horrorfilme aller Zeiten!
9/10

:D Das unterschreibe ich aber sowas von 100%. Der Film ist auch für mich einer
der besten. Der landet auch bei mir regelmäßig im Player, weil der Film einfach
eine "natürliche" Spannung hat die auch nach mehrmaligen Schauen noch da ist.
 

crizzero

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AW: The Fog

Japp, finde den auch klasse! Feine Kritik, Runner! :hoch:

Ist kein Vergleich zu dem jämmerlichen Remake, welches null Atmosphäre bietet. Vor allem gab es nie wieder einen derart bedrohlichen Nebel in der Filmgeschichte, auch nicht in "Der Nebel". Dort war er eher mystisch, aber einen wahren Horrornebel hat nur "The Fog" zu bieten.
 

Despair

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AW: The Fog

Jaja, "The Fog". Den habe ich als Kind das erste Mal gesehen. Oder besser gesagt: die ersten zehn Minuten davon, danach lag ich schlotternd im Bett. :D

Für mich ebenfalls ein Horrorklassiker, der auch heute noch das Fürchten lehren kann.
 
T

Turrican

Guest
AW: The Fog

Gute Kurzkritik und ich gebe dir vollkommen recht.

Muß ich mir echt mal wieder anschauen,aber leider geht das nur wenn meine Frau nicht da ist da die den echt langweilig findet.
 

George Lucas

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AW: The Fog

Interessant am Rande ist auch, dass Capenter die Nebelszenen erst nicht hinbekommen hatte. Diese sahen amateurhaft und unglaubwürdig aus.
Wie bei Carpenter in dieser Zeit üblich, mussten ein paar Nachdrehs her, um diese Fehler zu beheben.
Dabei entstand auch die Szene, in der der Nebel nachts das Haus der Radiomoderatorin einhüllt und die Gestalten aus dem Nebel angreifen, um den Jungen und Mrs. Kobritz zu töten. Zufällig hören Nick Castle und die eine junge Tramperin im Radio den verzweifelten Hilferuf der Moderatorin aus dem Leuchtturm und machen sich auf den Weg, um den Jungen zu retten.
Dies ist eine der spannendsten Szenen aus dem gesamten Film.

In diesem Film kam John Carpenter übrigens auch seiner zukünftige Frau A. Barbeau etwas näher, die im Leuchtturm die D-Jane des Radiosenders CAB spielte.
 

BladeRunner2007

Filmvisionaer
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AW: The Fog

Ca. 1 Drittel des Films besteht aus diesen so genannten Nachdrehs. Carpenter hatte einfach einen viel zu kurzen Film, der nicht funktionierte. Also hat er viele neue Szenen gedreht, andere neu gedreht und andere blutiger gemacht. Das gute ist aber einfach, das der Film trotzdem wie aus einem Guss wirkt!
 

kelte

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AW: The Fog

The Fog Remake 6,5/10 (dies ist keine Kurz Kritik)
Die meisten finden den Film nicht so gelungen. Würde man ihn direkt neben Carpenters Machwerk stellen, auf dessen Original er sich namentlich beruft verstehe ich, wenn Filmfans diesen Film als nicht so Gelungen empfinden.
Der Film bietet jedoch auch seine guten Momente. Das mag daran liegen das Carpenter mitproduzierte. Die Geschichte der Opfer wird hier intensiver behandelt und man macht aus einem alten Spooky Slasher einen reinen Spooky Film. Die Opfer, die als Geister Rache nehmen besitzen allerlei Mystische Eigenschaften was im Original so nicht zu sehen war. Dort schlurften sie aus einem grusligen Nebel heraus Schattenhaft und schlitzten. Hier gibts richtige Geister zu sehen die auch mal Flott von A nach B sich bewegen. Manches ist inlogisch, jedoch aus Sichtweise nur einen Grusler zu sehen, funktioniert der Film sehr Gut. Vorallem ist der Nebel hier gruselig gelungen wenn er auf die Bucht zu schwebt. Es gibt auch ein paar härtere Momente im Film und im Finale endet er wie ein Spooky Film enden sollte,- sehr mystisch in Bezug auf das Mädchen, die im Original nur eine Tramperin war und hier etwas mehr Tiefe bekommt.
daher
gute 6,5/10
 

Filmfan1972

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AW: The Fog

Interessantes Statement....:)

The Fog Remake 6,5/10 (dies ist keine Kurz Kritik)
Die meisten finden den Film nicht so gelungen.

Stimmt....ich zähle mich auch dazu....

Würde man ihn direkt neben Carpenters Machwerk stellen, auf dessen Original er sich namentlich beruft verstehe ich, wenn Filmfans diesen Film als nicht so Gelungen empfinden.

Und das zum großen Teil auch zu Recht...

Der Film bietet jedoch auch seine guten Momente.

Sind aber leider nur wenige...Der einzige positive Aspekt ist das man mehr von den Vorgängen auf der "Elizabeth Dane" sieht, jener Clipper der durch das falsche Leuchtfeuer auf die Klippen gelockt wurde..

Das mag daran liegen das Carpenter mitproduzierte.

Irgendwo hab ich mal gelesen oder gehört das er es hauptsächlich wegen des Geldes gemacht hat. Aber sonst nichts mit der Umsetzung gemein hätte

Die Geschichte der Opfer wird hier intensiver behandelt

Wie gesagt...der wirklich einzige positive Aspekt

und man macht aus einem alten Spooky Slasher einen reinen Spooky Film.

Als Slasher würde ich das Original aber auch nicht bezeichnen....Selbst verglichen mit damaligen Slashern ist Bodycount und Härtegrad eher am unteren Level...

Die Opfer, die als Geister Rache nehmen besitzen allerlei Mystische Eigenschaften was im Original so nicht zu sehen war. Dort schlurften sie aus einem grusligen Nebel heraus Schattenhaft und schlitzten. Hier gibts richtige Geister zu sehen die auch mal Flott von A nach B sich bewegen.

War sicher ein guter versuch....Trotzdem finde ich wirkt das ganze nicht so auf einen...

Vorallem ist der Nebel hier gruselig gelungen wenn er auf die Bucht zu schwebt.

Auch da muß ich sagen das ich den Nebel im Original einfach besser finde...Damals hatte man noch keine CGI Möglichkeiten..und das sieht man zum Glück auch...Der Nebel wirkt "bedrohlicher" als wie er es im Remake tut...

Das größte Manko des Filme ist aber meine Meinung nach die Besetzung....
Im Original war sie sehr stimmig. Pater Malone (Hal Holbrock) war ideal besetzt. Im Remake konnte ich mich mit Tom Welling als Captain der Seagrass einfach nicht anfreunden...

The Fog (1980) besitzt einfach eine Atmosphäre an die das Remake einfach nicht rankommt...Zu keiner Zeit...

Hier übrigens noch ein (wenn auch nicht ganz ernst gemeinter) Vergleich zwischen Original und Remake...

http://www.youtube.com/watch?v=avA1ErFQv5Y
 

Despair

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AW: The Fog

Meine Erinnerung an das Remake liegt inzwischen glücklicherweise im tiefsten Nebel, aber diese Aussage

Manches ist unlogisch

halte ich für stark untertrieben. :D

Zwei Beispiele:
der Freund des Hauptdarstellers wird aufgrund des Gemetzels auf seinem Boot festgenommen. Die Kamera, die höchstwahrscheinlich seine Unschuld beweisen kann, interessiert aber lange Zeit niemanden. :autsch:

die Hauptdarstellerin zieht zufällig ein altes Buch unter einer morschen Planke hervor, hält es aber nicht für nötig, mal reinzuschauen. :autsch::autsch:

Solch unlogisches Verhalten kann mir einen Film komplett vermiesen, auch wenn es vielleicht nur durch ungeschickte Schnitte entstanden ist. In diesem Fall hat aber der miese CGI-Nebel und das doofe Ende beim Vermiesen kräftig mitgeholfen.
 

kelte

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AW: The Fog

auf der Kamera war zwar der Mord zu sehen, aber nicht die Geister. man sah nur den Freund und etwas "Action". Die Kamera selber ist ja leider ins Wasser gefallen.
Wesentlich unlogischer war das Tagebuch in dem Bootshaus,- in ner Wand fast Wasserkante.
Das Ende fand ich gar nicht mal sooo schlecht :)
 

Leatherface

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AW: The Fog

ich hätte nicht gedacht, daß man einen fantastischen Klassiker so verhunzen kann: null Spannung und null Atmosphäre!!! 2/5 Nebelbänke, mehr ist hier nicht drin!

Kleine Geschichte am Rande: Es war einmal vor unendlich langer Zeit, da gab es diese klobigen VHS-Tapes. Straßenverkauf einer Videothek vor eben dieser. Es gab Tapes ohne Cover für schmales Geld. Da sah ich ihn: The fog. Geil, dachte ich mir, schnell gekauft und zu Hause in den Rekorder geschmissen.

Aber irgendetwas stimmte hier nicht. Dann kam der Titel: The Fog - Nebel der Lust. Da hab ich mich doch glatt im Genre geirrt:lol:
 
Zuletzt bearbeitet:

kelte

Filmvisionaer
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AW: The Fog

warscheinlich hieß der Titel auch The Fuck - Hebel des Grauens und als dauergeiler Teen überließt man schonmal die Eckdaten :D:hoch:
 

Leatherface

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AW: The Fog

Hauptsache du hattest deinen Spaß. Stell' dir mal vor, du hättest das Remake erwischt... :lol:


der Spaß ging sogar noch weiter. Hab das Tape dann einen Klassenkameraden geliehen. Als er es mir zurückbrachte, sagte er nur, den einen Typen kenne ich glaub ich, der ist aus dem örtlichen Sportverein. Oh man, wir haben uns weggeschmissen:D
 

deadlyfriend

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AW: The Fog

"The Fog" ist und bleibt einfach einer der besten Horrorfilme aller Zeiten!



Ich muss diesen Satz unbedingt wieder aufgreifen. Ich habe mir eben die BD angesehen und bin von diesem Film immer noch unendlich begeistert. Egal wie oft ich schon gesehen habe, er ist einfach der Wahnsinn. Was ich unglaublich genial finde ist das die Figuren des Films sich untereinander kaum bis wenig kennen und innerhalb des Films bis zum Ende auch keinen Kontakt haben. Meistens sind Filme ja eher auf eine Gruppe oder einen Hauptcharakter fokussiert. Das ist hier einfach völlig anders, da die verschiedenen Personen im Film hauptsächlich durch das Radio eine Verbindung haben. Das begeistert mich immer wieder.
 

Filmfan1972

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AW: The Fog

Ich muss diesen Satz unbedingt wieder aufgreifen. Ich habe mir eben die BD angesehen und bin von diesem Film immer noch unendlich begeistert. Egal wie oft ich schon gesehen habe, er ist einfach der Wahnsinn. Was ich unglaublich genial finde ist das die Figuren des Films sich untereinander kaum bis wenig kennen und innerhalb des Films bis zum Ende auch keinen Kontakt haben. Meistens sind Filme ja eher auf eine Gruppe oder einen Hauptcharakter fokussiert. Das ist hier einfach völlig anders, da die verschiedenen Personen im Film hauptsächlich durch das Radio eine Verbindung haben. Das begeistert mich immer wieder.


:hoch:;)
Für mich ist das auch ein Kultfilm. Der hat von sich aus eine "Grundspannung" die viele andere Filme nicht mal annähernd erreichen....

Wie ist die BD? Lohnt sich ein Update? Oder reicht es wenn man die DVD besitzt?
 

deadlyfriend

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AW: The Fog

Wie ist die BD? Lohnt sich ein Update? Oder reicht es wenn man die DVD besitzt?


Ich habe jetzt keinen 1:1 Vergleich gemacht, aber die BD wirkte auf mich schon ziemlich gut. Die Farben sind sehr kräftig und alles ist schärfer. Natürlich jetzt nicht so wie "Apocalypse Now" oder "Casablanca", aber trotzdem gut. Da die UK BD nur ca. 7 Euro kostet und die deutsche Tonspur hat, lohnt sich das Update in jedem Fall!
 

Filmfan1972

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Ich habe jetzt keinen 1:1 Vergleich gemacht, aber die BD wirkte auf mich schon ziemlich gut. Die Farben sind sehr kräftig und alles ist schärfer. Natürlich jetzt nicht so wie "Apocalypse Now" oder "Casablanca", aber trotzdem gut. Da die UK BD nur ca. 7 Euro kostet und die deutsche Tonspur hat, lohnt sich das Update in jedem Fall!

Danke für die Info....:kiss:
 
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