The Book of Eli

Julez

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Gesamtübersicht aller Kritiken zu The Book of Eli:

#02 19.02.10 Julez
 
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Julez

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The Book of Eli


Mit "The Book of Eli" bekommt der geneigte Kinogänger mal wieder einen Endzeitstreifen ala "Mad Max", "Postman" und Konsorten geboten. Wir schreiben das Jahr 2044: Amerika, (mal wieder) von einem "großen Krieg" zerstört und größtenteils entvölkert. Anarchie, Nahrungsmittelknappheit und Kanibalismus bestimmen das Geschehen in der staubigen und feindseeligen Szenerie. Denzel Washington verkörpert den einsamen Reisenden Eli, der im Auftrag Gottes durch die trostlosen Staaten zieht, ausgestattet mit außergewöhnlichen Kampffähigkeiten und einem Buch, das Begehrlichkeiten bei dem Tyrannen Carnegie (Gary Oldman) und seiner Bande von Söldnern weckt. Dann kommt auch noch die schöne Solara (Mila Kunis) ins Spiel, die sich Eli auf seiner Reise anschließt... Alles in allem haben die Hughes Brüder in ihrem neuesten Werk eine stimmige, düstere Bühne geschaffen auf der Denzel Washington und Gary Oldman sich das klassische Duell Gut gegen Böse liefern. Hierbei geht der Held aber nicht minder kompromißlos und gewalttätig zu Werke als sein Gegenüber. Die Story wartet mit einem gelungenen Clou auf und wird stringent erzählt, leistet sich allerdings einige Ungereimtheiten. Bei der Inszenierung der Dialoge und Kampfhandlungen hat man sich offensichtlich an den Westernklassikern von Sergio Leone orientiert, ohne jedoch auch nur im Ansatz an deren Intensität und Atmosphäre heranzureichen. Die schauspielerischen Leistungen sind alles in allem durchwachsen, sie reichen von einem Gary Oldman, der in der Rolle als machtbesessener Schurke am ehesten überzeugt über einen soliden Denzel Washington bis hin zu Mila Kunis, die mit ihrer reichlichen Screentime nicht wirklich etwas anzufangen weiß. Ganz witzig fand ich die Kurzauftritte von Tom Waits. 6.5 von 10.
 
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Die wilde 13

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AW: The Book of Eli

Sehr schöne Kritik,Julez :hoch:
Da werde ich dann beruhigt auf die Blu-Ray warten :)
 

Pretender

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AW: The Book of Eli

Ich werde ihn mir heute Abend zusammen mit Freunden in der Spätvorstellung zum besten geben!
 

Pretender

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AW: The Book of Eli

So richtig weiß ich noch nicht, was ich von dem Film nun halten soll, auf der einen Seite sind wirklich gute Actionszenen mit einem cool wirkendem Denzel Washington, auf der anderen Seite sind aber auch für meine Augen ein paar grobe Schnitzer in der Storyline und wie sie erzählt wird.
Irgendjemand schrieb, das Mila Kunis zu viel Screentime bekam und nichts damit anzufangen wusste, dem kann ich voll zustimmen, auch das Gary Oldman als Bösewicht total farblos bleibt kann ich bestätigen!
Aber was ich irgendwie gar nicht kapiert habe, ist das Eli blind ist, war er das schon die ganze Zeit über, oder ist das erst im Verlauf des Films passiert? Wenn er schon von Anfang an Blind war, wie konnte er dann die Schüsse alle so gut platzieren und vor allem, wie konnte er Anfangs die Katze und später den Vogel mit nur einem Pfeil erwischen? Fragen über fragen...
Eines steht jedoch fest, ich werde mir den Film auf jeden Fall nochmal anschauen müssen, da ich glaube das das einer der Filme ist, der bei einer zweiten Sichtung sein Potential etwas mehr zeigen wird...
 

Cornholio

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AW: The Book of Eli

Aber was ich irgendwie gar nicht kapiert habe, ist das Eli blind ist, war er das schon die ganze Zeit über, oder ist das erst im Verlauf des Films passiert? Wenn er schon von Anfang an Blind war, wie konnte er dann die Schüsse alle so gut platzieren und vor allem, wie konnte er Anfangs die Katze und später den Vogel mit nur einem Pfeil erwischen? Fragen über fragen...

Ich glaube schon dass er von Anfang an blind war, da er ja auch da schon in dem Buch gelesen hat. Während man beispielsweise der Mutter von Mila Kunis (keine Ahnung wie die hieß) sofort angemerkt hat das sie blind ist, konnte Eli das anscheinend gut überspielen (jahrelanges Training?) da er bei Gesprächen die betreffenden Personen immer direkt angesehen hat und auch sonst nie den Anschein hat aufkommen lassen in der Hinsicht in irgendeiner Weise gehandicapt zu sein. Was die Kämpfe und die Präzision mit Pfeil und Bogen sowie mit den Schußwaffen angeht würde ich sagen hat er das über das Gehör gemacht, dass er wohl über die Jahre so weit trainiert hat.
 

Pretender

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AW: The Book of Eli

Ja, so in der Art könnte das wirklich sein, aber da hätte ich mir gewünscht, das das etwas mehr hinterleuchtet gewesen wäre. Denn man würde es ja eigentlich bis zum Ende hin gar nicht vermuten (was wahrscheinlich auch erwünscht war von den Machern des Films) das er blind ist.
Hab mir heute aber über den Tag nochmal den Film etwas durch den Kopf gehen lassen und die ein oder andere Szene noch mal Revue passieren lassen. Manches ergibt dann schon einen Sinn, wenn man von Anfang an gewusst hätte, das er Blind ist. Was mir da spontan einfällt, ist die Szene als er die geladene Batterie wieder holt und unbedingt von dem Typen will, das er die Kabel entfernt, da dachte ich mir nämlich warum er das nicht selbst erledigt.
Wie gesagt, bei einer zweiten Sichtung macht der Film bestimmt mehr Spaß!
 

MiriQ

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AW: The Book of Eli

Ich denke, ich muss ihn auch noch ein zweites Mal sehen, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden. Die Atmosphäre war sehr gelungen, vor allem die einsamen Landstriche und verlassenen Straßen. Anfangs dachte ich, das wird wieder ein typisches Endzeit-Spektakel ala Mad Max. Aber die eher ruhige Gangart hat mir gut gefallen. Ich war richtig froh, dass es diesmal keine der üblichen Verfolgungsjagden auf nem einsamen Highway gab. Die Szenen dazwischen, wie er so allein durch die Gegend wandert, hatten schon fast was Medidatives. Lag vielleicht auch an der Musik - die hat mich nämlich richtig beeindruckt - die mochte ich sehr.
Die ein oder andere Sache hätte man besser machen können, da fehlte mir bisschen was, aber im Großen und Ganzen würd ich ihn um die 6/10 erst mal ansiedeln mit Tendenz nach oben, weil ich die Atmosphäre in dem Film als Ganzes toll fand. Damit hat er mich gekriegt und ich konnte ihn wirken lassen, ohne zu genau darüber nachzudenken.
 

benjaysan

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AW: The Book of Eli

Erinnert ein kleines bis hen an die Atmosphäre und den Stil von Fallout und ähnlichen postapokalyptischen Filmen/spielen. Diese Art von Filmen hat es zwar schon zig mal gegeben aber das ganze mit der Bibel auszustatten ist genial. Hat teilweise diesen Zorn Gottes-Touch. Eben ein Schmeckewöhlerchen für zwischen durch. Eine DvD oder Blu Ray ist glaube ich nicht nötig einmal sehen vllt zweimal hat mir gereicht. Es seie denn die Geschichte wird fortgesetzt, was ja der Fall sein könnte.
6 von 10
 

JaredKimberlain

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AW: The Book of Eli

Gestern im Kino gewesen, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Allein die Atmosphäre (man kann wirklich nur "Mad Max" heranziehen) ist dermaßen realistisch und düster, das der Film allein dadurch schon gewonnen hat.
Schaupielerisch solide, von der Story gut, wenn auch nicht überragend. In letzter Betrachtung wahrscheinlich trotz derber Machart doch nicht ganz konsequent genug.
Und...
..natürlich ist Eli im ganzen Film blind, wie ließt er sonst täglich ein Blindenbuch. Das ist doch der Clou an der Story.
Insegamt vorerst 8/10 Punkten (allein der Set ist die Aufwertung um mind. einen Punkt gut).

Gruß,
J.K.

@kelte: Kinobesuch solltest du einplanen. ;)
 

MiriQ

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AW: The Book of Eli

Das mit der Blindheit lässt mich jetzt gar nicht mehr los - ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass er sehen kann. Sonst wäre mir das ein bisschen zu dick aufgetragen. Obwohl der Effekt natürlich unbestritten ist.
Es gibt Leute, die Braille lesen können und nicht blind sind - das nur am Rande.
 

benjaysan

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AW: The Book of Eli

naja Eli wurde ja von Solara gefragt woher er wüsste, in welche Richtung er gehen müsse. Und er sagte, dass er von Gott geführt wird. Das sollte wohl der Sinn der Sache sein. Und die Reflexe hat er sich wohl antrainiert.
 

Pretender

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AW: The Book of Eli

Natürlich ist er über den ganzen Film blind gewesen, wenn ich mir so manche Szenen vor dem geistigen Auge noch mal vorspielen lasse, dann kann es nur so gewesen sein. Viele seiner Aktionen haben auch darauf hingedeutet. Im großen und ganzen denke ich das der Film auch vermitteln wollte, das Eli von Gott geführt wird. Ja, wenn ich so darüber nachdenke, freue ich mich schon richtig, den Film auf Blu-ray zu sehen und richtig aufzupassen.
 

Brian Kinney

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AW: The Book of Eli

Hat mich eher genervt ,als gut unterhalten.
Viel zu viel Bibelgesabbel,wirkte ja mm schon wie ein überlanger Kirchenwerbespot.
Und die Musik hat mir garnicht gefallen.
Einzig die teilweise an schwarz weiss Aufnahmen erinerden Landschaftsaufnahmen und die 2-3 Actionszenen wußte zu überzeugen.
Schauspieler konnte mich ,wie fast in all seinen Filmen .nur Gary Oldman überzeugen.

Fazit : Einmal schauen hat mir gereicht

4/10
 

Darkknight666

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AW: The Book of Eli

Ich hab ihn mir auch gestern angesehen und muss sagen ich war begeistert, endlich mal wieder ein richtig geiler Endzeitfilm, und wie ihr sagt am Schluss war ich doch irgendwie erschrocken das das Buch eigentlich ein Blindenschriftbuch ist, mir ist es gar nicht aufgefallen das er Blind ist, ich glaube ich muss ihm noch eine 2 Chance geben und wirklich mal genau hinschauen, ob man was erkennt.

Von mir bekommt er sehr gute 8/10.
 

Koopsta

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AW: The Book of Eli

Hat mich eher genervt ,als gut unterhalten.
Viel zu viel Bibelgesabbel,wirkte ja mm schon wie ein überlanger Kirchenwerbespot.
Und die Musik hat mir garnicht gefallen.
Einzig die teilweise an schwarz weiss Aufnahmen erinerden Landschaftsaufnahmen und die 2-3 Actionszenen wußte zu überzeugen.
Schauspieler konnte mich ,wie fast in all seinen Filmen .nur Gary Oldman überzeugen.

Fazit : Einmal schauen hat mir gereicht

4/10

Sehe ich genau so! Die Musik hat irgendwie an Blade Runner erinnert!
 

ma(c)festus

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AW: The Book of Eli

Was zunächst mir zuerst auffallen ist der wunderschöne Look des Films.Die postapokalyptische Welt sieht beeindruckend aus,über den gefilmten Szenen wurde dabei ein Filter gelegt,der die ganze Szenerie noch realistischer in ihrem ausgestorbenen Zustand wirken lässt.Es sind die Farben mit gelegentlichen Blautönen,die dem Film eine besondere Atmosphäre zwischen Eindringlichkeit und Distanz verleihen.Ein Schleier liegt über öden Landschaften und verfallenen Städten,dem Rest von Leben ist Farbe und Vielfalt entwichen.Szenen wie Stilleben untermalen das gemächliche Erzähltempo des Filmes und lassen den Darstellern viel Raum,ihr Spiel in den Mittelpunkt zu stellen.Eli bewegt mit störrischer Ruhe und all seiner darstellerischen Routine durch die Handlung.Sein Gegenpart Carnegie der Boss eines Salons und seine Handlanger und irgendwo dazwischen gibt es noch ein junges hübsches Mädchen die zwischen die Fronten gerät.Sogesehen keine schlechte Idee,man mische Westernelemente in einen post- apokalyptischen Film,aber auch das hat man anderswo schon weitaus spannender und besser gesehen.Am Ende wartet der Film noch mit einer kleine Überraschung auf,die auch gemischte Gefühle hinterlässt.Man stellt sich jetzt zwei kleine Kinder vor,die sich um ein begehrtes Spielzeug prügeln,so gesehen die Kurzform dieses Films. Doch genau diese Geschichte,die so lachhaft sie im ersten Moment auch klingt,ist wirklich gut verpackt und macht teilweise auch Laune.Was Book of Eli dagegen gut gelingt sind seine Actionszenen,es gibt nicht viele im diesem Film und sie sind meistens auch recht kurz.Die wenigen Actionszenen sind auf den Punkt gebracht und besitzen eine gewisse Ästhetik, Z.B wenn Eli am Anfang des Films eine Banditenbande im Schatten einer Brücke auseinandernimmt.Die Kamera schaut aus einer sehr ruhiger Entfernung zu,wie die Personen sich einen tödlichen Kampf liefern. Ansonsten nimmt sich der Film viel Zeit,die postapokalyptische Atmosphäre einzufangen. Gegen Ende trägt der Film allerdings etwas zu dick auf und stellt die Religionsthematik ins Zentrum der Handlung.So bietet das Ende zwar viel Raum für Spekulationen über seine Bedeutung.Die Darsteller machen in ihren Rollen soweit auch alles richtig.Denzel Washington hinterlässt ein weiteres Mal einen guten Eindruck.Gary Oldman enttäuscht genauso wenig und kommt als Widersacher und Boss der Stadt bestens rüber,man kann ihm die Verzweiflung und Wut förmlich vom Gesicht ablesen,auch Mila Kunis schlägt auch sie sich positiv.

Atmosphärisch dichter Endzeit-Thriller,mit etwas Anspruch kompromisslosen Härte, und einer Message wenn die auch leicht kitschig ist.

Atmosphäre : 9 / 10 Punkte
Story : 3 / 10 Punkte

Wertung: 6 / 10 Punkte
 
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Frankie

Leinwandlegende
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40
AW: The Book of Eli

Gegen Ende trägt der Film allerdings etwas zu dick auf und stellt die Religionsthematik ins Zentrum der Handlung.


Fand ich überhaupt nicht. Die Intention von Carnegie, warum er unbedingt eine Bibel wollte, finde ich nachvollziehbar. In schlimmen Zeiten, oder nach Unglücken wird ja immer mehr nach Gottes beistand verlangt. Und nach so einer apokalyptischen Katastrophe wäre das wohl noch extremer. Nein, die Gottes Thematik fand ich weder störend, noch zu dick aufgetragen.
 
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