Immerhin hat es bei diesem Film nur 2 Jahre gedauert bis ich auf ihm aufmerksam gemacht wurde, hierfür nochmal meinen ganz großen Dank an deadly, bis ich ihn dann dieses Jahr, sogar passenderweise am Valentienstag der auf einen Samstag gefallen ist, sehen konnte.
Nur 2 Jahre? Das ist ja rekordverdächtig
Leider wurde das Filmerlebnis etwas getrübt, was nicht am hervorragenden Film lag, sondern an der Technik bzw. genauer gesagt an der Blu-ray. Ich hatte den Film damals im wundervollem 4 Disc Mediabook von damals noch Koch Films zu einem noch recht gutem Kurs gekauft, es war natürlich gebraucht und der absolute Worst Case ist leider eingetroffen, so ca. nach 50 Minuten des Films fing er an zu haken und als ich dann die Disc aus meinem Player holte sah ich auch schon den Übeltäter, es war ein dünner aber leider recht langer Krazer auf der Disc drauf. Also musste ich, da ich unmöglich warten konnte, auf die DVD Version wechseln. Zum Glück konnte ich den wunderbaren Anfang, dazu aber gleich natürlich mehr, in HD genießen. Ich werde mir aber die Keep Case VÖ von dem Film auf Blu-ray noch nachkaufen, damit ich diese Disc dann ins Mediabook packen kann.
Das ist natürlich ärgerlich.
Das sollte alleine schon eine Aussage sein, wie gut ich den Film finde!
Ich habe ihn übrigens im DC geschaut. Schade das in dem 4 Disc Mediabook die KV nur auf DVD ist. Die werde ich mir natürlich auch nochmal anschauen, allerdings habe ich durch das hervorragende Making of auch schon ein paar der entfallenen Szenen nun gesehen und ich kann die Gründe von Peter Weir zumindest rationell nachempfinden. Um mir wirklich eine finale Meinung zu bilden muss ich mir den Film komplett nochmal, vielleicht dann nächstes Jahr, in der Kinofassung anschauen um zu entscheiden welche ich favorisiere.
Die Unterschiede habe ich jetzt nach der Zeit nicht mehr im Kopf.
Auch wenn ich Filme empfohlen bekomme versuche ich immer recht unvoreingenommen an einen Film heranzugehen und ich erlaube mir dann auch Kritik, falls der von der tippgebenden Person empfohlene Film mir doch nicht so gefällt wie erhofft, das ich dies dann ehrlich sagen würde. Aber als ich schon diese ersten Bilder von Picknick am Valentinstag sah war mir zum einen klar, das mir der Film gefalen wird, aber auch, das es etwas ist was man schwer in eine Schublade packen würde. Nach Sichtung des Making Of´s, dazu später noch mehr, würde ich ihn aber eher als Drama einordnen da die Krimielemente aus meiner Sicht nur Beiwerk und verschwindend gering sind und Horrer sehe ich hier auch nicht. Aber ich glaube, das wolltest Du damit ausdrücken, alleine deshalb der Film bei einigen schon einen schweren Stand hat, da man ihm nicht klar einem Genre zu ordnen kann oder sagen kann der Film ist so wie....
Tatsächlich ordne ich den inzwischen nirgends mehr ein. Im Regal steht er bei Klassikern bzw. den nicht zu sortierenden Filmen.
Für solche Aussagen beneide ich Leute. Unabhängig das ich ihn nicht zur Entstehungzeit in meiner Jugend sehen hätte können, bezweifele ich das der Film, hätte ich ihn mit 15 oder 16 gesehen, mir in guter Erinnerung geblieben wäre. Damals war mein Filmgeschmack noch ein ganz anderer und ich war leider jemand von der Fraktion der sich nur Filme aus Hollywood angeschaut hatte und dieser Film dadurch absolut nicht in meinem Fokus gewersen wäre. Natürlich hatte ich auch damals schon Filme geschaut die ich auch heute noch mag, aber auch einige Filme die ich heute nicht mehr anschauen könnte bzw. sie mich nicht mehr abholen würden. Daher bin ich mittlerweile sogar froh das ich manche Filme erst später entdecke, damit ich ihren wahren Wert zu schätzen weiß.
Wobei ich viele Filme, die mir in früher Jugend nicht gefallen hatten, weil sie eben nicht den Sehgewohnheiten entsprachen, nochmal nachgeholt hatte. Meistens haben sie gezündet.
So geht es mir leider heute wenn ich im Netz die "Lobeshymnen" zu machen Filme lese und mir denke, haben die wirklcih den selben Film gesehen wie ich. Zum Glück kenne ich dank dieses Forums, aber auch mittlerweile durch ein paar feine Facebook Gruppen, Leute die nicht nur meinen Filmgeschmack teilen, sondern mich auch immer wieder neue Filme aufmerksam machen, welche ich sonst wahrscheinlich nur über sehr große Umwege eventuell gefunden hätte. Hinzu kommt natürlich noch der deutsche Verleihtitel, der selbst wenn er mir irgendwo über den Weg gelaufen wäre, ich eher an einen Liebesfilm gedacht hätte. Einzig der Name Peter Weir hätte dann wohl mein Interesse geweckt.
Seltsamerweise hatte der Titel immer eine seltsame Anziehungskraft auf mich. Ähnlich bei "Wenn die Gondeln Trauer tragen".
Auch hier erfährt man im Making Of das neben der tollen Regie Arbeit von Peter Weir der Kameramann Russell Boyd maßgeblich an der Optik beteiligt war und desen künstlerisches Talent, anders kann man es nicht nennen, da wirklcih ein wichtiger Bestandteil war. Er erzählte z.B. davon das er, um diesen Look beim Picknick hinzubekommen, er extra in einen Brautmodeladen ging um nach einem geigneten Brautschleier zu suchen, den er dann über das Objektiv legen konnte. Oder er war es auch der Peter Weir davon überzeugte das die Szenen in den ersten 35 Minuten am Hanging Rock von den natürlichen Lichtverhältnissen nur zwischen 12:00 Uhr und 13:30 Uhr passend wären. So wurde die Szene, für die Ursprünglich nur ein Drehtag eingeplannt war, deutlich aufwendiger da sie an verschiedenen Tagen der Produktion immer wieder in diesem Zeitfenster dort drehen mussten, damit es später im Film einheitlich aussieht.
Das habe ich auch noch gut in Erinnerung, dass man die Szene immer um die gleiche Uhrzeit weitergedreht hat. Künstler eben und dies hat sich voll gelohnt. Die Szene sieht so umwerfend aus und man hätte sie niemals mit CGI so wertig einfangen können.
Einerseits ist es, zumindest war es das ein paar Jahrzente für mich während meiner Filmleidenschaft, beindruckend solche Effekte im Film zu sehen, mittlerweile langweilen und nerven sie mich eher. Ich ziehe jeden handgemachten Effekt bzw. die Nutzung von Modellen vor. Und das Beste daran ist, die meisten Sachen sehen dadruch auch besser aus! Ich meine der Film ist nun 51 Jahre alt, aber dadurch das es da noch keine CGI, keinen Greenscreen oder sonstiges gab, sieht er immer noch genauso gut aus wie damals. Und man stelle sich das nur mal vor, alle Vögel die dort auf Film geband wurden, existieren wirklich! Heutzutage kaum vorstellbar!
Ich finde, dass eine natürliche oder aber auch im Studio gebaute Kulisse eine andere Atmosphäre bietet und ich glaube das auch Darsteller sich in einer Location oder Kulisse anders fühlen und spielen.
Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, auch hier fand ich die Ausführung des Filmkomponisten Bruce Smeaton im Making Of sehr interessant und aufschlussreich. Gerade dieser Wechsel in der Musik erzeugt hier eine sehr bedrohliche Atmosphäre obwohl im Grunde nichts passiert leidet man hier körperlich mit. So ging es mir jedenfalls.
Ja, die Musik hat großen Anteil an der unwirklichen Atmosphäre. Die komplette Szenerie im Berg hat etwas Furcht einflößendes. Die Bilder im Verbund mit der Musik wirkt unbegreiflich tief. Wenn man empfänglich ist. Ein reiner Mainstreamer wird auf dem Handy nachlesen, wann denn da endlich mal was passiert.
Auch hier ist es für mich wieder unvorstellbar das diese Frau keinem anderen bekannten Regisseur oder Produzenten aufgefallen ist. Mit dieser Leinwandpräsenz hätte sie Ende der 70ziger bzw. Anfang der 80er eine ganz große Karriere bekommen können. Und wie man im Making Of erfahren hat, war Anne privat damals komplett anders, viel schüchterner nach eigenen Aussagen, als Mirander, also war sie auch eine sehr gute Darstellerin. Das sind so diese Momente der Filmgeschichte die ich nicht verstehe.
Diese Präsenz, diese Ausstrahlung! Der Wahnsinn! Ich wäre ihr einfach hinterher in den Berg gefolgt.
Aber es gibt glaube ich bessere Möglichkeiten um intimitäten auszutauschen als im Kino. Und wenn man dann noch bedenkt das man heute für ein Kinodate inkl. Getränke und Knabberkram bei gut 50 Euro ist, würde ich vieles tun, aber bestimmt nicht vorher den Kinosaal verlassen. Nur im äußersten Notfall. Bei dem Film währen sie sicherlich schon nach 20 Minuten rausgegangen
Ich bin inzwischen ultraschnell im Film gestört, weshalb ich dem Kino fernbleibe. Habe manchmal dort gesessen und Panik davor geschoben, dass mich jemand stören könnte, was ebenfalls gestört hat.

Lass ich einfach.
Ich gehe absolut mit Dir, das Ende im Buch hätte ich auch in der Verfilmung von Peter Weir als grauenvoll empfunden. Zum Glück war zu dem Zeitpunkt als der Film gedreht wurde, das Romanende noch nicht bekannt. Aber jetzt kommt das große Aber. Ich bin so verfahren, wie ich bei Mediabooks immer verfahre. Ich habe den Film gesehen, habe danach den Buchanteil gelesen und habe mich danach auf das Bonus Material gestürzt. Das dort enthaltene Making Of war wirklich hervorragend und mit einer Laufzeit von knapp 2 Stunden auch nochmal absolut abendfüllend gewesen! Durch den Buchanteil vom Mediabook war das Romanende, welches ja erst nach dem Tod der Autorin Joan Lindsay veröffentlicht wurde, zumindest grob zusammengefasst, was sicherlich im dem Kapitel 18 des Romans noch viel ausführlicher beschrieben wurde.
Dieses Ende hätte mir definitiv nicht gefallen. So wie er ist, ist er perfekt. Jede versuchte Erklärung ist in meinen Augen überflüssig, zumal das nur das das vorgeschobene Thema des Film ist.
Bei dem Lesen dieses Endes kam mir sofort ein Gedanke. Ohne das Making Of gesehen zu haben kam mir der Gedanke, was wäre wenn die beiden verschwundenen Mädchen damals doch gefunden wurden und mit Ihnen so etwas grausames passiert ist wie z.B. ein grausamer Mord mit Misshandlung/Vergewaltigung, das die Polizei es verheimlicht hat das sie die Mädchen doch gefunden hat und alle im glauben ließen sie wären mysteriös verschollen. Das wäre für mich, gerade im Kontext das dies um 1900 passiert sein soll, eine durchaus plausible Erklärung da zu dem Zeitpunkt sicherlich solche Gräueltaten noch nicht so an der Tagesordnung waren wie heutzutage, erst recht nicht bei so jungen Mädchen. Mit dieser Theorie bin ich ins Making Of gestartet. Aber dann kam ein Punkt, noch bevor dann zum Ende hin mehr oder weniger von allen aus der Produktion bestätigt wurde das diese Ereignisse rund um Hanging Rock eher als Mhytos oder teilweise fiktional von Joan Lindsay zu verstehen sind, der mich auf eine andere Idee brachte, welche dann später im Making Of auch indirekt im Bereich des möglichen dargestellt wurde. Hier bin ich, gerade von denen die auch das Making Of gesehen haben, sehr gespannt was sie davon halten.
Und da fragst du dann nach 2 Jahren nach? Die Sichtung vom Making of, könnte sogar noch länger her sein.