Papillon

Frankie

Leinwandlegende
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Gesamtübersicht aller Kritiken zu Papillon:

#02 16.01.09 Frankie
 
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Frankie

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AW: Papillon

Papillon

Die Gefangenschaft und diversen Fluchtversuche des Henri Charrière,
von allen aufgrund seiner Brusttätowierung nur Papillon genannt, beruhen auf einer wahren Begebenheit. Henri Charrière hat das erlebte in einen Buch veröffentlicht und daraus ist dann der Film entstanden.
Papillon, gespielt von Steve McQueen ist von Anfang an des Filmes nur auf Flucht fixiert, deswegen nimmt er Kontakt mit Louis Dega (Dustin Hoffman) auf, der gut genug finanzielle Mittel hat um die Flucht zu ermöglichen. Im laufe der Zeit wird aus der Zweckgemeinschaft eine Freundschaft.
Steve McQueen liefert in Papillon wohl seine beste Leistung ab. Unglaublich wie er durch dir Mühlen der extremen Haftbedingungen in Französisch-Guayana langsam immer weiter verfällt.Am Ende ist er nur noch ein körperliches
Wrack, was vom Fluchtgedanken angetrieben wird. Auch Dustin Hoffman spielt stark, und das Zusammenspiel mit Steve McQueen ist perfekt.
Stark wie der Film stellenweise ohne Score auskommt, um dann für 15 Minuten nur die Bilder sprechen zu lassen, untermalt von einen starken Score von Jerry Goldsmith. Perfekte Bilder, grandios untermalt.
In den gut zweieinhalb Stunden erlebt man ein packendes Drama, in denen man mit Papillon mitleidet und hofft. Ein Film auf allerhöchsten Niveau.

9,5/10
 

deadlyfriend

Casting
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AW: Papillon

Der Film ist wirklich einer der großen Klassiker. Da gibt es so viele Szenen die man direkt im Kopf hat wenn man an den Film denkt....
Normalerweise muß den jeder Filmfan im Schrank haben. Immer wieder sehenswert. Es ist übrigens der Lieblingsfilm von Oliver Kahn, aus dem er wahrscheinlich auch ein wenig von der "Nicht aufgeben" Mentalität gewonnen hat.
 

Die wilde 13

Storyboard
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AW: Papillon

Der Film ist wirklich einer der großen Klassiker. Da gibt es so viele Szenen die man direkt im Kopf hat wenn man an den Film denkt....
Normalerweise muß den jeder Filmfan im Schrank haben. Immer wieder sehenswert.

So ist es !! Für mich Steve McQueens bester Film.Alleine die Szenen bei den Leprakranken oder die Einzelhaft oder Dustin Hofmann oder,oder...... Ach,ich liebe diesen Film :hoch:!!

10/10
 

JaredKimberlain

Hauptdarsteller
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AW: Papillon

Ich liebe den Film auch (wobei ich bester McQueen Film für etwas gewagt halte ;)), muss mir den aber vor einem Einstieg in diese Besprechung unbedingt mal wieder anschauen. Somit sei nur gesagt, dass dies ein wahrlich großartiger Film ist.

Gruß,
J.K.
 

Travis

Regie
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AW: Papillon

Auch wenn ich derzeit quasi inaktiv bin, lese ich doch zumindest in dem einen oder anderen Thread mit. Da ich in letzter Zeit auch abends wenig Zeit und Muße zum Filmschauen habe, wurde durch diesen Thread meine Lust auf Papillon wieder geweckt und ich habe ihn mir auf zwei Abende verteilt angesehen. Ein wirklich großartiger Film, der auch nach rund 35 Jahren absolut nichts von seiner Faszination verloren hat. Ganz großes Kino. Auch wenn die Aussage gewagt ist, halte ich McQueens Darstellung des Papillon für seine beste Performance seine Karriere.

Der Film dauert knapp 150 Minuten und ist dennoch um mindestens 90 Minuten zu kurz. Kann mich noch gut erinnern, nachdem ich den Film im Kino geshen hatte, sind wir in den kommenden Sommerferien in Urlaub gefahren. In meinem Reisegepäck befand sich Papillon von Henri Charriere und der Nachfolgeband "Banco", in dem Charriere seinen weiteren Werdegang nach der Flucht von der Teufelsinsel beschreibt. Da der Roman damals als Fischer-Taschenbuch rund 700 klein- und eng bedruckte Seiten enthielt, dachte ich für den Urlaub gut ausgestattet zu sein, zumal "Banco" auch noch einmal gut 400 Seiten bat. Doch der Roman zog mich in einen Bann, den ich mich nicht entziehen konnte und mir erst deutlich machte, wieviel in dem Film lediglich kurz angerissen wurder. Zum Beispiel seine Zeit bei den Indios und seine zweite Einzelhaft über 5 Jahre und seine abschließende Zeit auf der Teufelsinsel. Was soll ich sagen, nach nicht einmal drei Urlaubstagen war der Roman verschlungen und weitere zwei Tage später auch "Banco". Den restlichen Urlaub verbrachte ich damit, den Roman noch einmal in aller Ruhe zu lesen. Kann jedem, dem der Film gefallen hat nur empfehlen, daß Buch zu lesen, Da wird die unglaubliche Wucht dieses gigantischen Stoffes erst in seiner vollen Dimension deutlich.

Somit störte mich an dem Film lediglich ein Umstand, der auch Charriere im wahrsten Sinne des Wortes nicht geschmeckt hatte. Charriere war auch im Nachinein sehr stolz, daß ihn die Einzelhaft nicht so weit erniedrigte, sich von Ungeziefer zu ernähren. Das dies im Film aus dramturgischen Gründen genau ins Gegenteil verkehrt wurde, hätte nicht sein sollen und müssen. Ansonsten aber ein grandioser Film, der bei mir bestimmt nicht zum letzten Mal in den Player wanderte. Jeder, der ihn bisher nicht gesehen hat, hat echt was verpaßt und sollte dieses "Versäumnis" schnellstens nachholen.

Von mir "nur" eine 9/10, lediglich aufgrund der Ungeziefergeschichte und einiger Details, die in dem Film nur sehr oberflächlich angerissen wurden. Was aufgrund der kurzen Laufzeit aber anders nicht möglich war. Eigentlich schade, daß von diesem Film nie ein DC mit einer mindestens einstündig längeren Laufzeit erschienen ist. Die Story hätte wahrlich das Potential dazu geboten. Ein grandioses Werk, daß niemals seine Wucht verlieren wird.
 

Tarantino1980

Screenplay
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Es ist immer wieder interessant das egal wie tief und zeitintensiv sich mit dem Thema Film beschäftigt, man immer wieder, auch nach Jahrzenten des Filmeschauens, immer wieder auf solche Perlen stößt die man definitiv gesehen haben muss, aber aus Zeitgründen eben noch nicht gesehen hatte.

Papillon wurde mir hier schon mehrfach empfohlen und mir war auch klar das der Film bei mir zünden wird, da ich zum einen Gefängnisfilme mag, zum anderen der Film einen tollen Cast bietet und er natürlich aus meinem absoluten Lieblingsfilmjahrzehnt den 70ern stammt.

Die Story ist wirklich harter Tobak und wirkt noch deutlich nach, besonders vor dem Hintergrund das dies so auch real passiert ist, also nicht nur in der Fantasie von Drehbuchautoren entstanden ist, sondern Henri Charrière dies wirklich so erlebt hat und zum glück auch überlebt hat um diese spannende und absolut tragische Geschichte für die Nachwelt festzuhalten.

Es gab viele Momente wo mir der Atem gestockt ist und ich nur ansatzweise nachempfinden konnte welche Qualen dieser Mann in seinem Leben erlitten hat und welcher Überlebensgeist in ihm steckte. Man sah es ja auch im Film recht deutlich das nicht viele es geschafft haben die Einzelhaft zu überleben. Und er hat, zumindest im Film - hier weiß ich nicht ob es im realen sogar noch länger war - sieben Jahre seines Lebens verbracht. Sieben Jahre isoliert in einer kleinen Zelle, teilweise sogar - als Bestraffung - ohne Licht. Einfach nur eine unmenschliche Behandlnung und für mich eins der schlimmsten Verbrechen der Menschheit. Das es so eine Strafkolonie tatsächlich gegeben hat ist unfassbar.

Eine der Szenen, welche mir persönlich jedoch wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen hat, aber mich auch in meiner Meinung bestärkt das weltliche Religionen definitiv nicht meins sind, war die Szene in der er Hilfe bei den Nonnen in dem Kloster in Honduras suchte und anstallt "christlicher" Nächstenliebe wurde er von den Nonnen ausgeliefert, obwohl es für sie ein leichtes gewesen wäre ihm eine Chance zu geben sich zu beweisen das er wirklich ein guter Mann ist. Und mal abgesehen von der Tatsache das wahrscheinlich niemand ihn dort hätte gesucht, hätten sie sich auch jederzeit auf das Kirchenasyl berufen können. Aber ich glaube nicht das er dort von den Behörden gefunden worden wäre. Aber die "netten" Nonnen haben dies ja für ihn erledigt und haben selbstverständlich seine großzügige Spende aber angenommen. Einfach nur ekelhaft solch ein Verhalten!

Ich bin übrigens auch der Meinung das der Film durchaus noch eine Stunde hätte länger gehen können. Zugerne hätte ich noch das Ende gesehen wie Henri Charrière wieder in der normalen Welt fuß gefasst hat. Obwohl ich es persönlich schade finde, das er von den Indios verlassen wurde. Irgendwie wäre es doch auch ein schöner Lebensabend gewesen und ich hätte es ihm so sehr gegönnt wenn er dort in dieser Gemeinschaft seine Freiheit bis an sein Lebensende hätte genießen können, vielleicht dort sogar eine Familie hätte gründen können. Hier würde mich mal interessieren ob dieser Abschnitt im Buch ausführlicher beschrieben wurde, vorallem warum er von Ihnen verlassen wurde, da es im Film auf mich schon so wirkte als ob er von Ihnen akzeptiert wurde und sie ihn in ihre Gemeinschaft aufgenommen hatten. Somit ist das für mich nicht so ganz nachvollziebar gewesen warum sie ohne Ihn weitergezogen sind. Oder war es seine Entscheidung das er nicht mit wollte und er umbedingt wo anders hin wollte? Ich zumindest in seiner Situation hätte glaube ich genau dort keinen "Fluchtgedanken" mehr gehabt, weil es - in Anbetracht an das Erlebte von Ihm - doch ein schöner Lebensabend gewesen wäre.

Auf jeden Fall ist Papillon ein toller Film der wirklich noch nachwirkt und bestimmt nicht das letzte mal bei mir in den Player gewandert ist.

Wertung: 9/10
 
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