Needle - Deinem Schicksal entkommst du nicht

deadlyfriend

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Needle - Deinem Schicksal entkommst du nicht

Ben studiert am College. Eigentlich läuft alles ganz gut, allerdings wirkt der Tod seines Vaters vor 2 Jahren immer noch nach. Aus der Erbmasse bekommt er via Anwalt noch eine seltsame Kiste überstellt, die ihm nicht viel sagt. Er recherchiert darüber ein wenig und bekommt die Information, dass sie bereits aus dem 19. Jahrhundert stammt und wohl auch einige Geheimnisse birgt. Es ist nämlich nicht einfach nur eine schön verzierte Kiste, sondern eine Apparatur, die dunkle Seiten in sich trägt, aber wohl auch sehr wertvoll ist. Leider verschwindet sie aus seinem Zimmer, aber das ist zunächst das kleinere Problem. Auf seltsame Art und Weise sterben nämlich seine Freunde in nächster Nähe. Mit seinem eigentlich entfremdeten Bruder im Verbund, versucht er die bizarren Todesfälle aufzuklären und vermutet recht schnell, dass sein Erbstück eine zentrale Position in der Mordserie einnimmt.

Der australische Mystery-Slasher nimmt eine gesonderte Position im Genre ein und dies liegt nicht nur an der Herkunft. Tatsächlich ist es die Maschine, die als Tatwaffe des Killers fungiert und dies ist in jedem Fall eine interessante Idee, da hier allerlei böse Kräfte am Werk sind. Dennoch funktioniert er wie ein Slasher und bietet auch das dafür notwendige Ambiente. Allerdings ist positiv anzumerken, dass hier nicht die üblichen Spackos auf die Schlachtbank warten, sondern Charaktere, die deutlich angenehmer erscheinen. Abstriche gibt es dennoch bei den Cops und auch sein Bruder ist manchmal ein wenig mit etwas zu viel Coolness ausgestattet. Dafür sind die Darsteller wirklich in Ordnung und wenn man den Film "Beautiful" gesehen hat, wird man mit
Tahyna Tozzi auch ein Gesicht mit Wiederkennungswert entdecken. Auch inszenatorisch ist hier nicht wirklich etwas auszusetzen und bietet einige Härten. Allerdings ist es angenehmerweise dennoch kein Film für die Gorehounds, der Ideenarmut mit Splatter kaschiert. Härte ja, aber nicht überbordend im Stakkato-Rhythmus. Das Tempo ist nämlich wirklich sehr angenehm und verschafft damit auch eine sehr erfreuliche Atmosphäre, da er eher mit Ruhe inszeniert wurde. Kann auf manche Konsumenten aber auch langweilig wirken. Da ich solche Filme aber eher bevorzuge als rasante Dauerknüppelei, kann er bei mir dadurch punkten. Insgesamt ist das trotzdem jetzt kein Meisterwerk aber für Freunde des Genres, die ohne Clown auskommen, ist er mit Sicherheit einen Blick wert. Alleine auch schon wegen der innovativen Idee, die wirklich nicht alltäglich ist. Dafür ist leider die Auflösung bzw. das Motiv nicht das gelbe vom Ei. Da büßt er leider ein bisschen was ein.
 
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