Moonfall

Tarantino1980

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Moonfall
Nachdem aus zunächst unerklärlichen Gründen der Mond seine gewohnte Umlaufbahn verlässt ist die NASA gezwungen eine kurzfristige Rettungsmission zu staren um das große Unheil irgendwie abzuwenden. Auf dieser Mission kommt es jedoch zu einer erschreckenden Entdeckung, welche einfach alles verändert.

Nachdem Roland Emmerich bei seinem letztem Film Midway sich einem anderem Genre zugewendet hatte kehrt er mit Moonfall wieder zu dem Katastrophenfilm zurück, in dem er bereits einige große Erfolge feiern konnte. Sicherlich sind seine Filme weder die ganz großen Meisterwerke noch sind es Filme, die durch eine eine phänomenale Story überzeugen. Doch eines kann dieser Mann wie kein anderer, er kann auf seine ganz eigene visuelle Art Dinge zerstören und effektvoll ein Weltuntergangsszenario erschaffen, welches mich immer wieder aufs neue begeistert. Ich würde jetzt nicht soweit gehen, das ich behaupten würde Roland Emmerich zählt zu m einen Lieblingsregisseuren. Aber es gibt definitiv Filme in seiner Filmographie welche ich sehr mag. Sei es Independence Day, den ich früher wirklich absolut gefeiert habe als er raus kam, oder seine Interpretation von Stargate, die auch sehr gut ist oder natürlich seine Katastrophen Filme wie The Day After Tomorrow, welcher wirklich mein absoluter Liebling in dem Genre ist. Aber auch 2012 ist ein guter Katastrophenfilm, den ich definitiv immer wieder gerne schaue. Und gerade die letzten beiden Filme muss man schon mögen um hier mit Moonfall warm zu werden. Anders als erwartet hat Roland Emmerich hier das Genre des Katastrophenfilms wieder gekreuzt mit dem des Science Fiction Films. Also kann man hier auch schon ein paar stilistische Gemeinsamkeiten zu Independence Day oder Stargate sehen, ohne natürlich Moonfall mit beiden genannten vergleichen zu wollen. Storytechnisch ist der Film natürlich alles andere als perfekt und man muss einfach über gewisse Schwächen hinwegsehen um den Film genießen zu können. Auch darf man hier natürlich wieder keinen wissenschaftlich korrekten Film erwarten oder sich die Frage stellen wie gewisse Dinge überhaupt physikalisch funktionieren, wenn man aber all dies ausblenden kann, erhält man wieder einen guten soliden Blockbuster mit guten CGI Effekten und einem eindringlichen Score.

Der Cast ist solide, aber weit entfernt von Perfektion. Einerseits war es schön Halle Berry nochmal in einer großen Rolle zu sehen, andererseits konnte sie diese auch nur bedingt füllen. Auch Patrick Wilson war zwar gut, aber seine Performance war nicht so einzigartig das nur er hätte diese Rolle spielen können. Bei der Figur welche John Bradley verkörpert hat, hätte ich mir definitiv jemand noch nerdigen, markanteren und wirreren Darsteller gewünscht, der einfach den Typ des verkannten Genies noch etwas extremer hätte darstellen können. Was mir in Moonfall aber definitiv gefehlt hat war die emotionale Bindung zu den Charakteren. Das war in anderen Filmen von Roland Emmerich schon einmal deutlich stärker vertreten.

Moonfall
ist einer dieser Filme bei dem man genau das bekommt was man erwartet. Wer hier so ein Meisterwerk wie Interstellar oder 2001: Odysee im Weltraum erwartet ist bei Emmerich definitiv an der falschen Adresse! Wenn man aber einen guten Katastrophenfilm sehen will und nur eine gutgemachte Zerstörungsorgie mit ein paar ganz netten Ideen sehen will, sollte definitiv bei diesem Film einen Blick riskieren.

Wertung: 7.5/10
 

Darkknight666

Filmgott
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Ja der Film interessiert mich muss nur leider länger warten Kino ist für mich nicht möglich und Blu Rays hab ich hier keine um sie ansehen zu können
 

Filmfan1972

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So. Habe bewußt einige Tage gewartet bevor ich mich hier äußere. So konnte der Film noch ein wenig mehr sacken....

Es bleibt aber dabei. Moonfall konnte mich nicht wirklich abholen. Der Film ist anschaubar. Keine Frage. Die Schauwerte sind gut, auch wenn man nicht mehr diesen "Wow" Effekt hat, wie er vor einigen Jahren noch möglich war. Irgendwie hat man das dort gezeigte schonmal irgendwo gesehen.

Von der Story her ist er jetzt auch nicht überragend. Da fand ich "2012" oder "The Day After Tomorrow" einfach spannender.
Kann nicht mal sagen woran das jetzt lag. Das ganze passte irgendwie nicht so richtig zusammen.

Gewundert hatte ich mich auch gleich am Anfang als die ganzen Produktionsfirmen namentlich genannt wurden. Das waren schon eine Menge.
Der Cast war ok. Aber wirklich mitgefiebert habe ich nicht mit ihnen. Bei 2012 war das anders. Was habe ich John Cusack und seiner Familie die Daumen gedrückt das sie überleben. Hier war mir das trotz Halle Berry egal.
Der Film bedient sich wieder einiger Klischees (Die Welt geht unter und wieder ist da einer der etwas haben will was du besitzt)
Es war auch klar wer der 3 sich opfern würde nachdem bekannt wurde das jemand im Raumschiff sein muss.

Insgesamt ein schwacher Emmerich. Das kann er besser. Ich bleibe aber bei meinen 6 von 10.
Aber es wird dauern bis dieser Filme wieder im Player landet.....
 

Count Dooku

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Hab den Film im Kino gesehen und fand ihn eher mäßig.
Emmerich hat früher bessere Katastrophen-Filme gemacht.
Lustig ist nur, dass er sich über die fehlende Originalität in Hollywood beschwert und selber nichts dazu beiträgt dass es besser würde.
 
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