Meteor

deadlyfriend

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Meteor

Ein Meteor hat Kurs auf die Erde genommen und besitzt eine ungeheure Zerstörungskraft. Man beordert Dr. Paul Bradley unfreiwillig in den Dienst zurück, der vor einigen Jahren ein Abwehrsystem für genau diesen Fall entwickelt hatte. Dies hatte man aber zweckentfremdet und im kalten Krieg die Sprengköpfe auf die Sowjetunion ausgerichtet, weshalb er sich griesgrämig verabschiedet hatte. Da das System illegal ist, kann man nun schlecht der Öffentlichkeit davon berichten und somit auch den Russen, die dadurch erfahren würden, dass die ganze Zeit eine nukleare Bedrohung auf sie gerichtet ist. Diese haben allerdings ein ähnliches System entwickelt, welches eben auf die USA gerichtet ist. Nun arbeitet man fieberhaft an einer Lösung wie die beiden verfeindeten Supermächte gemeinsam gegen den Meteor antreten könnten.

Regisseur Ronald Neame, dem 7 Jahre zuvor mit "Die Höllenfahrt der Poseidon" ein ganz großes Werk des Katastrophenfilms gelungen ist, bringt diesmal den kompletten Planeten in Gefahr. Mit Sean Connery, Karl Malden und Henry Fonda natürlich großartig besetzt vermag er das dennoch nicht zu wiederholen. Die politischen Verstrickungen spielen nämlich die größere Rolle und die oftmals etwas humoristisch oder auch zynisch angelegten Figuren, spiegeln den Ernst der Lage nicht so richtig. Dazu noch einige Abziehbilder aus der Klischeekiste, weshalb der Film nur manchmal Spannung verspricht. Auch die Effekte können das nicht rausreißen, denn die theoretisch großartigen Szenen, sehen dann oftmals nach den 50er Jahren aus. Insgesamt kann man ihn sich dennoch ansehen, wenn man diese Spielart gerne mag, denn er macht trotzdem immer wieder mal Freude und weckt Interesse. Es ist aber halt einfach nicht der große Wurf und man kann ihn keinesfalls zu den Top Vertretern des Genres zählen. Dafür ist das politische Thema zu stark im Vordergrund und obendrein auch ziemlich naiv betrachtet. Eine andere Ausrichtung wäre meines Erachtens die bessere Entscheidung gewesen, denn die grundsätzlichen Zutaten waren schon stark.
 
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