Matrix

Der müde Joe

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AW: Matrix

Vermutlich weil bei "Herr der Ringe" die Figuren einem nicht egal sind und man mit ihnen mitfiebert. Die Matrix-Fortsetzungen sind zwar nett, aber die Charaktere animieren mich nicht zum mitfiebern, da die Regisseure zwar Sachen cool inszenieren, aber die emotionale Ebene nicht erreichen können.
Ja das is was dran! :hoch:
 

BladeRunner2007

Filmvisionaer
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AW: Matrix

Mich wundert eigentlich immer, wie die exzessiven Schlachtszenen um Zion immer kritisiert werden und auf der anderen Seite die Endschlacht in „Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" gelobt wird bzw. kaum Kritik hinnehmen muss.

Beide Filmreihen schließen mit einem vorher schon bewussten und konsequenten Ende die jeweilige Trilogie ab und zelebrieren im letzten Kapitel/Film die finale Schlacht. Selbst die Parallelmontage zwischen den Schlachtszenen und Neo bzw. Frodo sind ähnlich gelagert. Warum wird „Die Rückkehr des Königs“ nicht seine Banalität und Einflusslosigkeit vorgeworfen?

Weil die Schlacht um Zion einfach nur dämlich bis zum geht nicht mehr ist. Captain "Frusthals" labert ständig davon, dass er unbedingt alle Schiffe in Zion braucht, weil sie sonst nicht die geringste Chance gegen die Maschinen hätten. In der Schlacht sieht man dann jedoch kein einizges Schiff. Also war sein komplettes Gelaber überflüssig. Dann schießen die Menschen in ihren Kampfrobotern mit Kugeln auf Maschienen......... mit Kugeln auf Maschinen............. IHR IDIOTEN HABT EMP!!!!! Nutzt das doch bevor die Maschinen bis Zion durchdringen können und legt sie lahm!!! Und warum sind die Menschen nicht geschützt in ihren Kampfrobotern?! So muss nicht der Roboter zerstört werden sondern lediglich der Mensch, was die ganze Sache gleich viel einfach macht für die Maschienen. Außerdem ist Zion schon 5 mal gefallen. Die Maschienen wissen also ganz genau, was sie tun. Demnach geht auch hier wieder jegliche Spannung flöten. Man sollte meinen, dass es sinnvoll wäre mit Energiestrahlern gegen die Maschienen vorzugehen und nicht mit Kugeln. Oh warte, richtig! Die haben sie ja sogar! Aber wer bekommt sie? Nicht die Soldaten, sondern total überflüssige Menschen, deren Aufgabe es ist, die Kampfroboter mit neuer Munition zu versorgen. Sehe ich das richtig? Man hat Energiewaffen, die effektiv gegen die Maschienen sind, die nicht nachgeladen werden müssen, aber man benutzt sie nicht für die Verteidigung bzw. Gegenangriff, sondern nur für Feuerschutz, und man ballert mit Kugeln auf Maschinen, die dann auch noch ausgehen und nachgeladen werden müssen???? Ja, leuchtet ein!
 

Willy Wonka

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AW: Matrix

man könnte glatt das Gefühl bekommen, daß ich der einzige bin, der Matrix 2 und 3 auch klasse findet:)

Dann hast du weder meine Beiträge gelesen noch kennst du mich. ;)
Captain "Frusthals" labert ständig davon, dass er unbedingt alle Schiffe in Zion braucht, weil sie sonst nicht die geringste Chance gegen die Maschinen hätten. In der Schlacht sieht man dann jedoch kein einizges Schiff. Also war sein komplettes Gelaber überflüssig.
Wenn die Schiffen nicht in Zion sind, ist auch deren Besatzung nicht in Zion. Es geht um die Menschen die beim Kampf fehlen würden.
Dann schießen die Menschen in ihren Kampfrobotern mit Kugeln auf Maschienen......... mit Kugeln auf Maschinen............. IHR IDIOTEN HABT EMP!!!!! Nutzt das doch bevor die Maschinen bis Zion durchdringen können und legt sie lahm!!! Und warum sind die Menschen nicht geschützt in ihren Kampfrobotern?! So muss nicht der Roboter zerstört werden sondern lediglich der Mensch, was die ganze Sache gleich viel einfach macht für die Maschienen.
Also wenn wären es Patronen und nicht Kugeln. ;) Beim EMP wäre doch auch die Gefahr zu groß, dass sie ihre eigene Versorgung lahmlegen. Und wie sollte man die Menschen in ihren Robotern perfekt schützen, wo doch die Waffen der Angreifer eh durch alles dringen. So gibt es wenigstens die Chance, dass ein anderer Mensch den Roboter schnell übernehmen kann. Im Übrigen müsste man sich beim Konstrukteur der Roboter bei „Aliens" informieren, wieso er sie so entworfen hat. :nice: Bei „Matrix“ kann es auch einen symbolischen Charakter einnehmen, wie Menschen mit Robotern agieren bzw. wie sie Roboter steuern um andere Maschinen zu zerstören. Dadurch dass man die Menschen während des gesamten Kampfes in ihrem erweiterten Körper sieht, wird dadurch das Thema transparenter gestaltet.

Außerdem ist Zion schon 5 mal gefallen. Die Maschienen wissen also ganz genau, was sie tun. Demnach geht auch hier wieder jegliche Spannung flöten.
Achja, stimmt Zion ist schon fünf Mal gefallen und demnach sollten wir beim sechsten Angriff uns direkt alle ergeben, weil wir eh keine Chance haben. Dieses Denken liegt nicht unbedingt in der Natur des Menschen. Was die Spannung angeht, muss man nur wieder den Blick zu „Der Herr der Ringe" werfen, wo das Ende doch auch offensichtlich war, auch wenn man die Romane nicht gelesen hat.

Man sollte meinen, dass es sinnvoll wäre mit Energiestrahlern gegen die Maschienen vorzugehen und nicht mit Kugeln. Oh warte, richtig! Die haben sie ja sogar! Aber wer bekommt sie? Nicht die Soldaten, sondern total überflüssige Menschen, deren Aufgabe es ist, die Kampfroboter mit neuer Munition zu versorgen. Sehe ich das richtig? Man hat Energiewaffen, die effektiv gegen die Maschienen sind, die nicht nachgeladen werden müssen, aber man benutzt sie nicht für die Verteidigung bzw. Gegenangriff, sondern nur für Feuerschutz, und man ballert mit Kugeln auf Maschinen, die dann auch noch ausgehen und nachgeladen werden müssen???? Ja, leuchtet ein!
Keine Ahnung, ob Energiewaffen erstens wirklich effektiver sind und zweitens ob sie überhaupt nicht nachgeladen bzw. aufgeladen werden müssen. Für mich sind das nebensächliche Punkte, die für mich keine Auswirkungen haben.
Vielleicht hätte Zion einfach auch einfach eine Geisterarmee überreden müssen, dass sie mitkämpfen. :p


Ich denke mal weil "Der Herr der Ringe" einfach eine "Abenteuer-was auch immer-Geschichte" ist und nicht wie Matrix den Anspruch hat, besonders intelligent oder innovativ zu sein.
Das kann man sogar noch erweitern auf die jeweiligen Genres. Im Fantasy-Bereich wird vieles deutlich schneller vom Leser bzw. Zuschauer hingenommen, da es sich meistens um eine fantasievolle „neue" Welt handelt. Im Science-Fiction-Genre werden viel häufiger Vergleiche mit der realen Welt gezogen, Logik nimmt einen größeren Stellenwert ein und oft muss Science-Ficiton Innovation zeige. Diese Innovation wird im Fantasy-Genre nur selten gefordert bzw. erwartet.

Vermutlich weil bei "Herr der Ringe" die Figuren einem nicht egal sind und man mit ihnen mitfiebert. Die Matrix-Fortsetzungen sind zwar nett, aber die Charaktere animieren mich nicht zum mitfiebern, da die Regisseure zwar Sachen cool inszenieren, aber die emotionale Ebene nicht erreichen können.
Da die verschiedene Charaktere des Films nur bestimmte Funktionen innerhalb der Geschichte einzunehmen haben. Für den emotionalen „Ballast" ist im Prinzip nur das Orakel zuständig. Dennoch konnte ich sehr wohl „mitfiebern", wenn beispielsweise Neo versucht Trinity das Leben zu retten.
Dein Argument kann aber sehr gut eine Hauptgrund sein, wieso die Filme (bzw. die Fortsetzungen) bei vielen nicht so gut wegkommen, aber es rekurriert eben nur auf die subjektiven Empfindungen der Zuschauer, sprich Geschmäcker sind eben verschieden...
 

Leatherface

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AW: Matrix

ach du heilige scheiße, unser Leben ist gar nicht echt, denn wir sind alle gefangen in der
Matrix
:eek::eek::eek::eek::eek:
war, ist und bleibt einfach nur Kult:rock::rock:
5/5
 

Leatherface

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AW: Matrix

Matrix Reloaded
Kausalität. Ich habe zu viel Wein getrunken, also muß ich pissen. Ursache und Wirkung!
Der Merowinger ist einfach nur der Hammer. Teil 2 bietet grandios inszenierte Action -manche würden das wohl als zu viel bezeichnen- und auch die Story rund um die Matrix kommt nicht zu kurz, will man sie denn ob der Action auch sehen. Morpheus Ansprache und der anschließende mit Drums und Electro-Sound unterlegte Tanz ist einfach nur gigantisch:rock:
4,5/5
 

Leatherface

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ist es nicht erstaunlich, wie sehr sich das Muster der Liebe die des Wahnsinns ähnelt?
Und warum ist der Blick bei Persephone eigentlich die ganze Zeit auf eine bestimmte Höhe fokussiert? Ursache und Wirkung?:denk:
Matrix Revolutions
fulminanter Abschluß der Trilogie. Weniger tiefgründig dafür konzentriert sich der Streifen auf das unvermeidliche. Die (mega grandiose) Schlacht um Zion und der unausweichliche Kampf Neo vs. Smith
4,5/5
Mr. Anderson, willkommen zurück! Wir haben Sie vermisst!:bet:
 

BladeRunner2007

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AW: Matrix

Hab mal ne Frage zu Revolutions. Die Maschine, die Neo's leblosen Körper am Ende wegschleift hat in der Kinofassung rote Augen gehabt. In der DVD/Blu-ray Version sind die Augen nun grün. Weiß jemand, warum die Wachowskis diese Änderung vorgenommen haben? :huh:

So sieht das jetzt in der DVD/Blu-ray Version aus:
 

Willy Wonka

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Ich hab von dieser Änderung gar nichts mitbekommen.Hatte den Film nach der Kinovorführung auch erst ein Jahr später erneut gesehen.
 

meix

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AW: Matrix

Matrix (OTon) 10/10

Ich hatte ganz vergessen wie gut der ist. Coole, innovative Action und die Geschichte ist spannend und interessant. Dazu der wahnsinnig tolle Look und der perfekt passende Cast.
Meilenstein.

Matrix Reloaded (OTon) 8/10

Nicht mehr so stark wie der meisterhafte Vorgänger. Das Pacing passt nicht: nach dem tollen Opening flacht es ziemlich ab und alles wirkt gebremst. Dann geht es im Mittelteil (das ganz klare Highlight des Films) richtig ab und das Ende ist ruhig und kann nicht richtig überzeugen (der Cliffhanger wirkt irgendwie aufgesetzt).
Trotz dieser Schwächen hat 'Revolutions' auch richtig gute Momente. Style und Action sind einfach cool. Dazu kommt die unfassbar geile Highway- Verfolgungsjagd. Die hat Wucht, sieht saugut aus und macht einfach Spaß zuzuschauen. Diese relativ lange Sequenz kann ich mir immer und immer wieder anschauen.
Ich mag 'The Matrix Revolutions'.

The Matrix Revolutions (OTon) 5/10

Deutlich schwächer als die beiden Vorgänger. Die erste halbe Stunde ist gut. Der Mittelteil mit den Sentinels viel zu lang und die dortige Action ist recht schnell ermüdend. Der finale Kampf ist okay, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen.
Mit Abstand der schwächste Teil der Trilogie.

Fazit:
Der erste Teil ist ein Meisterwerk, welches man immer wieder schauen kann. Einer der besten Filme der letzten 20 Jahre. Teil 2 ist auch noch gut. Es wird deutlich philosophischer und viele Dialoge zünden nicht. Aber die Highwayverfolgungsjagd ist grandios. Teil 3 fällt deutlich ab und hat außer dem guten Anfang nicht viel zu bieten. Schade, dass der dritte Teil so schwächelt, somit ist es eine gute Trilogie mit einem Kracherstart und einem leider enttäuschendem Ende.

Meine Top 3 Momente der Trilogie:
- Hochhausszene in Teil 1
- Highwayverfolgungsjagd in Teil 2
- Finale in Teil 1

Meine Flop 3 Momente der Trilogie:
- Sentinelangriff in Teil 3
- Architekt in Teil 2
- Ende Teil 3
 

Tarantino1980

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Matrix Resurrections
Thomas Anderson arbeitet als Game Designer und lebt ein recht einsames Leben, welches neben seinem Job nur aus seiner persönlichen täglichen Routine geprägt ist. Dennoch spürt er das da mehr ist als es zunächst scheint.

Regisseurin Lana Wachowski inszeniert 18 Jahre nach dem Abschluss der berühmten Matrix Trilogie einen weiteren Teil der Reihe, der sowohl als Neuanfang zu verstehen ist, aber auch irgendwie die Ereignisse aus dem Ende der Trilogie fortführt. Leider war diesmal Ihre Schwester Lilly nicht mit an Bord, welche auch bei den ersten drei Filmen maßgeblich an dem Erfolg beteiligt war. Die erste Frage die ich mir persönlich direkt gestellt hatte, als ich davon hörte das es einen weiteren Matrix Film geben soll war ob es das wirklich braucht. Ich war zwar sehr froh das es sich um kein Remake handelt, sondern eben eine Fortsetzung, aber es ist natürlich eine große Zeit vergangen und ich war schon etwas skeptisch ob es da überhaupt noch etwas neues bzw. interessantes zu erzählen gibt. Ich denke diese Frage kann nur jeder für sich persönlich beantworten, nachdem man den Film gesehen hat. Ich für meinen Teil bin zwiegespalten. Einerseits war es schon schön wieder in die Matrix einzutauchen und zu sehen wie sich dieses Universum nach den Geschehnissen aus Matrix Revolutions weiterentwickelt hat anderseits fehlt mir hier etwas das bahnbrechende neue Element, welches damals die ersten drei Teile mit sich brachte. Matrix war und ist immer noch ein Film den ich sehr mag und der mir extrem gut gefällt. Ich weiß noch was es für mich für ein Gefühl war ihn damals im Kino zu sehen und ich weiß garnicht mehr wie oft ich ihn seitdem schon gesehen habe. Er hat definitiv einen festen Platz in der Filmwelt und hat damals neue Maßstäbe gesetzt. Sowohl Audiovisuell als aber auch von der intelligenten Story her. Das war leider auch der Trend der mir bei den Fortsetzungen nicht mehr ganz so gut gefallen hat. Audiovisuell waren auch diese sehr gut, aber die Story wurde, zumindest meiner Meinung nach, nur bedingt für mich gut weitererzählt. Vielleicht lag es aber auch einfach daran das meine Erwartungshaltungen an die Story nach Teil 1 gigantisch waren. Ich habe ganze Abende damit verbracht mit einem guten Freund damals zu fachsimpeln wie es in Teil 2 weitergehen könnte und wie dieses oder jenes zu deuten ist. Vielleicht war dies damals ein Grund warum Teil 2 und besonders Teil 3 etwas schwächer waren. Dennoch, gerade nach meiner letzten Sichtung der Trilogie habe ich meinen Frieden mit beiden Filmen geschlossen und fand sie auch gut.

Und nun kommt noch ein vierter Teil hinzu und ich stelle mir nun ernsthaft die Frage ist dadurch Matrix zur Quadrologie geworden, oder ist es eine Trilogie mit einer Fortsetzung bzw. eventuell der Start einer neuen Trilogie? Die Antwort auf diese Frage habe ich persönlich noch nicht, da der Film einerseits versucht eigenständig zu sein, aber andererseits schon deutlich Bezug auf die Geschehnisse aus den vorherigen Filmen nimmt. Wie gut bzw. schlecht dies umgesetzt wurde muss jeder für sich selbst beurteilen. Ich für meinen Teil finde es akzeptabel, aber auch nicht revolutionär. Wie gesagt ich hätte mir hier mehr Mut gewünscht etwas wirklich neues zu machen, etwas was die Filmwelt wieder auf den Kopf stellt und genauso mindblowing ist wie es damals 1998 Matrix war. Das hat der Film definitiv nicht bei mir ausgelöst. Es ist für mich ein solider Action Film mit SciFi Elementen der ein paar nette Visuelle Szenen hat, der Score hat mich hingegen nicht überzeugt. Hier passte es nicht immer und war stellenweise für mich eher ein Nebenrauschen bzw. der übliche Blockbuster Einheitsbrei den man überall zu hören bekommt. Da gab es nur wenige Passagen wo er mich abholen konnte. Das war bei ein paar Szenen visuell schon besser. Zwar unterliegt der Film auch hier deutlich den ersten drei Filmen, mir ist jedenfalls keine ikonische Szene aufgefallen wie man sie aus Matrix bzw. Matrix Reloaded kennt und somit von der Reihe gewohnt ist. Wenn ich diese Tatsache aber ausblende und den Film mit aktuellen durchschnittlichen Action Filmen vergleiche, muss ich schon sagen das die Szenen inkl. der CGI schon gut aussahen. Es gibt mittlerweile tatsächlich Filme in denen Explosionen echt übel aussehen und die Darstellung von CGI Feuer immer enttarnt ist. Das war in Matrix Resurrections schon deutlich besser. Aber in dem Moment wo ich wie gesagt die besagten ikonischen Szenen aus Matrix bzw. Matrix Reloaded mir in Erinnerung rufe spürt man einfach einen deutlichen Qualitätsunterschied.

Für mich der größte Kritikpunkt am Film ist der Cast. Die Leistung von Keanu Reeves sah im Grunde sehr nach "Autopilot" aus. Ich hatte zumindest nicht den Eindruck das er bei den Dreharbeiten offenbar große Freude daran hatte nochmal in seine berühmte Rolle des Neo zurückzukehren und irgendwie fehlt mir hier einfach das Feuer welches er damals bei den drei Filmen noch für diese Reihe hatte. Böswillig gesprochen könnte man sagen, er hat das Projekt genutzt um die Zeit, bis es mit John Wick 4 losgeht, zu überbrücken. Bei Carrie-Anne Moss war das ganze ein klein wenig besser, aber auch hier, wenn man bedenkt wie toll ich sie in den ersten Filmen fand, muss ich sagen das auch ihre Leistung nicht on Point war. Vielleicht liegt es aber auch daran das mir die Leistung einiger zurückgekehrter Darsteller aus Spider-Man: No Way Home noch zu präsent ist und bei diesen Leuten liegt auch eine lange Zeit dazwischen das sie das letzte mal diese Rolle gespielt haben. Nur bei denen spürte man diese Leidenschaft und Freude nochmal in dieses Filmuniversum zurück zu kehren. Dieses Feuer spürte ich wie gesagt weder bei Keanu Reeves noch bei Carrie-Anne Moss. Der restliche Cast ist, bis auf zwei Ausnahmen auf die ich gleich noch zu sprechen komme, wirklich total blass und auch hier muss ich sagen, wenn ich bedenke wie sehr man mit den Charakteren der alten Filme mitgefiebert hat, war es mir hier fast egal was mit Ihnen passiert. Lediglich Jessica Henwick und Priyanka Chopra waren das noch Lichtblicke. Neil Patrick Harris war für mich sogar eine riesen Enttäuschung. Er wirkte wie ein absoluter Fremdkörper im Film.

Wenn ich den Film als Teil der Matrix Reihe bewerten müsste würde ich sogar noch etwas tiefer in meiner Punktebewertung gehen. Als eigentständigen Action Film mit Popcornkino Brille ist er recht solide und man kann ihn sich durchaus ansehen. Vielleicht wächst er bei mir bei einer Zweitsichtung aber erstmal ist mehr nicht drin.

Wertung: 7.5/10
 

Tarantino1980

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Ich bin gerade auch echt skeptisch ob ich mir überhaupt wünsche das es eine mögliche Fortsetzung gäbe. Klar Potential ist nach dem Ende vorhanden und bestimmt würde man da auch wieder was auf die Beine stellen, aber braucht es das wirklich?

Für mich ist das Ende wie es im Film nun ist eigentlich ganz Rund und gefällt mir sogar eine Spur besser als das Ende aus Matrix Revolutions. Aber es ist jetzt bei mir definitiv kein großes Verlangen vorhanden umbedingt einen Matrix Teil 5 zu schauen. Ich würde ihn mir aus Neugierde wieder anschauen, es ist nicht so schlimm wie bei der letzten Star Wars Trilogie, die mir sogar etwas die Lust auf das generelle Star Wars Universium verdorben hatte, aber ich mache jetzt auch keine Freudensprünge wie toll der neue Matrix Film ist.

Was mich an dem Film aber total gestört hat war die Idee aus Thomas Anderson einen Game Desinger zu machen mit der Tarnung das er der Erfinder der Matrix Games ist. Klar eine recht interessante Metaebene die aber nicht konsequent umgesetzt wurde und, zumindest meiner Meinung nach, auch nicht passte. Mir ist es jedenfalls sehr sauer aufgestoßen. Hier hätte ich es besser gefunden wenn man ihn anderweitig "isoliert" hätte. Da fand ich den Kniff mit Trinity schon besser aus ihr eine Mutter zu machen. Ich befürchte jedoch das dieses Storyelement tatsächlich, zundest von den Drehbuchautor*inen als eine tolle inovative Idee gefeiert wurde. Mir gefällt es nicht und hat mir den Einstieg in den Film auch sehr schwer gemacht.
 

Sam Spade

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Dank "Matrix Resurrections" habe ich mir auch nochmals im Vorfeld die ersten drei Teile angeschaut. Jeweils mein kurzes Fazit:

Matrix

Hat für mich nichts von seiner Faszination verloren und ist trotz jeder Menge (CGI) Effekte gut gealtert. Die Story ist perfekt in den knapp 130 Minuten verpackt. Es gibt keine Längen, keine bedeutungsschwangeren/unnötigen Dialoge/Szenen, und dennoch bietet der Film genug Material, um sich im Anschluss den Kopf zu zerbrechen, wenn man denn möchte. Legendäre Szenen und Dialoge, die es in die filmischen Geschichtsbücher geschafft haben, reihen sich aneinander, immer unterlegt mit einem klasse Soundtrack. Perfekt dosierte Action und ein grandioses Finale runden dieses Werk ab.

10/10

Matrix Reloaded


Ich verstehe, wenn Leute mit Teil 2 und 3 nichts anfange können, vor allem da hier versucht wurde, alles was man in Teil 1, wie erwähnt, perfekt dosiert und sinnvoll erschaffen hat, noch weiter auf die Spitze zu treiben. Es wird viel geredet, philosophiert und gekämpft. Es gibt jede Menge neue Infos zur Matrix und deren Entstehung. Das Mysterium, welches im ersten Teil aufgebaut wurde, wird dadurch auf der einen Seite ein wenig zerstört, und gleichzeitig verkompliziert. Dennoch mochte ich Reloaded, bis auf ein paar wenige Szenen (Tanz in der Höhle, Architekt), immer. Das hat die erneute Sichtung nun nochmals bestätigt. Ich mag die sich aufbauende ausweglose Situation aufgrund der anstehenden Invasion der Maschinen, und wie Neo und Co. versuchen dieser (und einem komplett durchgedrehten Agent Smith) zu entkommen. Ja, die Action-Sequenzen sind lange. So lange, dass wenig Spannung aufkommt, aber trotzdem muss man festhalten, dass sie einfach gut choreografiert sind und man nie den Überblick verliert (was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist). Auch die CGI Effekte, die immer wieder (in den Kämpfen) zum Einsatz kommen, find ich selbst heute immer noch in Ordnung.

9/10

Matrix Revolutions

Der noch umstrittenere Teil, der quasi nahtlos an Reloaded anschließt. Auch hier konnte ich für mich keine Abnutzungserscheinungen feststellen. Man könnte sicherlich viel kritisieren, aber schlussendlich mag ich auch diesen Ableger. Vor allem, da hier der Fokus auf die "reale Welt" gelegt wird und er sich somit nochmals ganz anders im Vergleich zu Reloaded anfühlt. Es wird noch mehr philosophiert und auf die Spitze getrieben, trotzdem wurde ich erneut gut unterhalten. Einzig der finale Kampf Neo vs. Smith lässt mich nach wie vor ein wenig unbefriedigt zurück, dennoch gefällt mir die Invasion Zions sehr gut und auch mit dem Finale kann ich mich arrangieren.

8/10

Matrix Resurrections

Hat es einen vierten Teil gebraucht? Vermutlich nicht. Hab ich mich dennoch darauf gefreut? Ja. Konnte er mich überzeugen? Teilweise. Wenn man so im Netz stöbert, wird der Film vielerorts stark kritisiert, wobei interessanterweise gerade die "Kritiker" den Film wohlwollender aufnehmen als der Kinogänger und Fan. Dennoch kann ich hier, wie auch bei Teil 2 und 3, verstehen, wenn Leute damit gar nicht klar kommen. Ich muss ihn mir auch auf jedenfall nochmals ansehen um meine Meinung zu festigen (und mehr Details zu verstehen), dennoch hat er es mir irgendwie angetan. Die Idee, wie es nach Teil 3 um Thomas Anderson aka. Neo und der Matrix weitergeht, hat mir grundsätzlich gut gefallen und fand ich nachvollziehbar. Viel eher störten mich einige Nebencharaktere inkl. Fremdscham-Momente. Auch die noch oben gelobten übersichtlichen, gut choreografierten Kämpfe aus Teil 1 bis 3 sucht man hier leider eher vergebens. Die Action kommt zwar nicht zu kurz, aber die Szenen sind teilweise einfach zu schnell geschnitten. Dennoch fand ich vor allem das erste und das letzte Drittel inkl. dem Finale sehr interessant und gut. Freu mich auf jedenfall auf eine zweite Sichtung, sobald die Bluray raus ist.

7/10
 

tikiwuku

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Die Highway szene aus Reloaded finde ich klasse, aber die CGI Smiths samt Neo die sich bewegen als wären sie aus Gummi sind IMO furchtbar.

Hier wäre weniger mehr gewesen, denn die frühe 2000er CGI Technik die auch in anderen Blockbustern wie Harry Potter, Herr der Ringe und Episode 2 eingesetzt wurde sieht im Vergleich zu Filmen die nur ein paar Jahre später erschienen sind wie etwa Iron Man sehr viel schlechter aus.

Zu den Matrix Fortsetzungen selbst kann ich nicht so viel sagen, denn die letzte Sichtung ist schon ewig her.
Vielleicht schaue ich sie mir mal wieder an und schaue wie sie mir heute gefallen.
Habe ich vor ein paar Jahren mit den Star Wars Prequels gemacht und hatte sie sogar besser in Erinnerung. :ugly:
 

Sam Spade

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Die Highway szene aus Reloaded finde ich klasse, aber die CGI Smiths samt Neo die sich bewegen als wären sie aus Gummi sind IMO furchtbar.

Ja, die Highway-Szene ist definitiv ein Highlight. Generell gefällt mir, dass man hier ca. 30 Minuten Daueraction bekommt. Fängt ja beim Merowinger an und endet auf dem Highway.

Was die CGI Sequenzen während der Kämpfe betrifft: Komischerweise find ich sie gerade deshalb fast schon sympathisch / trashig im positiven Sinne, weil man einfach deutlich die Effekte erkennt und Neo bzw. die Smiths aussehen wie aus einem Videospiel. Als jemand der damals auch "Enter the Matrix" sehr gemocht und mehrmals durchgespielt hat, find ich das irgendwie lustig :D

Aber gebe dir recht, etwas später wäre da sicher mehr drin gewesen.

Zu den Matrix Fortsetzungen selbst kann ich nicht so viel sagen, denn die letzte Sichtung ist schon ewig her.
Vielleicht schaue ich sie mir mal wieder an und schaue wie sie mir heute gefallen.
Habe ich vor ein paar Jahren mit den Star Wars Prequels gemacht und hatte sie sogar besser in Erinnerung. :ugly:

Ja, tu das. :)

Ich bin gerade auch echt skeptisch ob ich mir überhaupt wünsche das es eine mögliche Fortsetzung gäbe. Klar Potential ist nach dem Ende vorhanden und bestimmt würde man da auch wieder was auf die Beine stellen, aber braucht es das wirklich?

Ich hätte nichts gegen einen fünften Teil, aber an sich stimm ich dir hier zu:

Für mich ist das Ende wie es im Film nun ist eigentlich ganz Rund und gefällt mir sogar eine Spur besser als das Ende aus Matrix Revolutions.

Was mich an dem Film aber total gestört hat war die Idee aus Thomas Anderson einen Game Desinger zu machen mit der Tarnung das er der Erfinder der Matrix Games ist. Klar eine recht interessante Metaebene die aber nicht konsequent umgesetzt wurde und, zumindest meiner Meinung nach, auch nicht passte. Mir ist es jedenfalls sehr sauer aufgestoßen. Hier hätte ich es besser gefunden wenn man ihn anderweitig "isoliert" hätte. Da fand ich den Kniff mit Trinity schon besser aus ihr eine Mutter zu machen. Ich befürchte jedoch das dieses Storyelement tatsächlich, zundest von den Drehbuchautor*inen als eine tolle inovative Idee gefeiert wurde. Mir gefällt es nicht und hat mir den Einstieg in den Film auch sehr schwer gemacht.

Lustigerweise fande ich das (Thomas Anderson als Game Designer) gerade ansprechend (vermutlich auch aufgrund meiner Gaming Affinität). Auch die von dir angesprochene Metaebene, die dadurch aufgebaut wurde. Mir ist aber storytechnisch auch nicht ganz klar, wieso er nicht wie Trinity isoliert wurde. Auch um aus Sicht der Maschinen sicherzustellen, dass er erst gar nicht mit seiner Vergangenheit in Kontakt kommt.
 

Dwayne Hicks

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Was die CGI Sequenzen während der Kämpfe betrifft: Komischerweise find ich sie gerade deshalb fast schon sympathisch / trashig im positiven Sinne, weil man einfach deutlich die Effekte erkennt und Neo bzw. die Smiths aussehen wie aus einem Videospiel. Als jemand der damals auch "Enter the Matrix" sehr gemocht und mehrmals durchgespielt hat, find ich das irgendwie lustig :D

Das kann ich jetzt leider net so stehen lassen :D
Der erste Matrix war und ist auch immernoch effektechnisch eine Referenz! Das sieht heute noch richtig geil aus! Wenn der Heli in das Hochhaus donnert....gigantisch. Umso störender find ich dann eben die CGI in den Sequels. Das funktioniert für mich dann auch nicht mit Videospielaugen. Ein Film ist ein Film, ein Videospiel ist ein Videospiel. Wenn ein Film plötzlich und unerwartet wie ein Videospiel aussieht....reißt mich das leider raus. Dann soll man lieber gleich richtig auf die Kacke hauen und den ganzen Film wie ein Videospiel aussehen lassen, damit kann ich meist eher leben als so kuriosen Mischmasch :D

Ansonsten was Tikiwuku sagt, dieses CGI ab 2000 war die Hölle, während Iron Man heute noch richtig gut aussieht.
 

Sam Spade

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Mir ist klar, dass ich damit vermutlich alleine dastehe. Ich sag auch nicht, dass das geil aussieht, aber ich kann darüber hinwegsehen und mich stört es nicht. Es ist, wie ihr es auch andeutet, ein Abbild der damaligen Möglichkeiten. Die Alternative wäre vermutlich wirklich nur "weniger ist mehr" gewesen.
 

Cable

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Die Wachowski Schwestern könnten ja einen auf George Lucas machen und die alten Teile mit neuen Effekten aufpeppen. :nice:
 

BladeRunner2007

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Die Effekte in Teil 1 sind wirklich bahnbrechend gewesen und können auch heute noch überzeugen. Sie fügen sich perfekt in den Film ein und dienen vor allem einen Zweck: sie sind ein wichtiger Bestandteil der Story und helfen diese zu erzählen! Kaum zu glauben, dass der Film schon mehr als 20 Jahre alt ist und noch immer so frisch und zeitlos wirkt. Wahrlich einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe.
 
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tikiwuku

Filmvisionaer
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Also ich habe Matrix Reloaded angesehen und muss zugeben dass ich dem Film mit dem CGI Neo etwas unrecht getan habe. Die Effekte sind nicht so gut gealtert, aber sie sind bei weitem nicht so zahlreich wie ich es in Erinnerung hatte besonders bei der Massenschlägerei sind viele Szenen mit Stuntmen gedreht. Beeindruckend und auch sonst passt die Action wie die sehr coole Highwayszene.

Doch leider hat der Film auch viele Dinge die mir nicht so gut gefallen. Zion samt Neander Rave, der Franzose mit seinem obergeilen Kuchen und der Stuss am Schluss. Da hatte ich recht wenig Lust weiter zu schauen und habe mir stattdessen ein Fantheorie Video auf youtube angsehen welches die Ereignisse der Trilogie zusammenfasst und auch
meint dass Smith der Auserwählte ist, was durchaus Sinn ergibt so wie es im Video erklärt wird.
Ob und wie das zu Matrix 4 passt habe ich keine Ahnung, den schaue ich wenn überhaupt mal auf ner Streaming Plattform an und bleibe bei Teil 1 als The One. ;)
 
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