Matrix

LivingDead

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Gesamtübersicht aller Kritiken zu Matrix:

#02 06.12.08 Count Dooku

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Matrix Reloaded:

#03 06.12.08 Count Dooku
#04 06.12.08 LivingDead

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Matrix Revolutions:

#05 06.12.08 LivingDead

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Matrix Resurrections:

#50 24.12.21 Tarantino1980
 
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LivingDead

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Kritik von Count Dooku


Matrix

1999 war ein Jahr voller persönlicher Höhen und Tiefen. Es war das Jahr in dem bei mir das Star-Wars-Fieber richtig ausbrach. Und es war das Jahr, in dem ich eher zufällig auf Matrix gestoßen bin.

Das Grundkonstrukt vom Mann, der rausfindet, dass die Welt in der er lebt nicht real ist, ist nicht wirklich neu, aber die Umsetzung der Handlung ist imo immer noch grandios.
Die Effekte waren bahnbrechend nur wurden sie mit der Zeit so oft kopiert, dass sie an Faszination verloren haben. Die Actionszenen waren auch sehr gut und noch im guten Maß im Gegensatz der Fortsetzungen.

Die einzige Schwachstelle, die der Film imo hat ist seine anfängliche Langatmigkeit, die daraus resultiert, dass der Film seine Zeit braucht, die "Realität" zu erklären.

Insgesamt 9 von 10 Punkten.
 
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LivingDead

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Kritik von Count Dooku


Matrix Reloaded

2003 kamen die Fortsetzungen des Kultstreifens ins Kino. Zuvor begann aber schon ein Hype, dem die Filme nicht gerecht werden konnten. Animationsfilme, ein schlechtes Computerspiel und viele Werbeverträge haben die Stimmung für den Film angeheizt. Als ich dann an einem der ersten Tage den Film ansah, hatte ich aber das Gefühl, dass das keine wirkliche Matrixfortsetzung ist.

Die "Höher, schneller, weiter"-Formel wurde auch auf diese Fortsetzungen angewandt, was einer der größten Schwachpunkte darstellt. Neos Kampf gegen die vielen Smiths ist anfangs noch ganz gut, wird aber mit der Zeit langweilig, vor allem weil man richtig erkennen kann, dass Neo und die Smiths computeranimiert sind. Allgemein sind die Actionszenen einen Tick zu lang.
Ein weiterer Schwachpunkt ist Zion. Als Zion in Teil 1 erwähnt wurde, habe ich mir irgendwas anderes vorgestellt. Außerdem wirken die ganzen Ränge und das ständige Betonen, dass es Befehle gibt komisch.
Die neuen Charaktere sind auch nicht so überragend. Jada Pinked Smith hat nicht genug Screentime um zu überzeugen (vermutlich muss man das grottige Spiel gespielt haben), Monica Belluci ist nur schmuckes Beiwerk und Nora Gaye erweckt auch keine Sympathie. Dass der Darsteller von Tank aus Teil 1 durch eine andere Figur ersetzt wird ist imo auch ein Fehler.
Diese "Tempel-Orgie" war auch ziemlich dämlich.
Der größte Fehler ist allerdings, dass sich die Matrix-Welt nicht mehr so anfühlt, als könnten wir wirklich in einer leben. Die wirkt plötzlich von allen möglichen Programmen bevölkert und dazu kommt noch dieser penetrante Grünstich.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Reeves und Moss zwar die gleichen Rollennamen wie in Teil 1 hatten, aber nicht mehr so wirkten wie in Teil 1.

Positv erwähnen kann man aber Hugo Weaving als Agent Smith. Der spielt die Rolle perfekt und imo mit einer coolen Sprechweise.
Auch nicht schlecht war die Szene mit dem Architekten, auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Szene ein paarmal anschauen musste um alles mitzubekommen.
Die Freeway-Szene ist auch sehr gut geworden.

Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer Streifen aber eine unwürdige Fortsetzung von Matrix.
7,5 Punkte
 
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Matrix Reloaded


„Matrix“ revolutionierte im Jahre 1999 die Sehgewohnheiten eines jeden Filmfans. Auch wenn die Ideen an sich nicht neu waren, so war die Umsetzung schlichtweg atemberaubend. Kung Fu, gepaart mit atemberaubenden Schießereien in „Bullet-Time“, jenem Effekt, der es den Protagonisten erlaubt, den Kugeln in Zeitlupe auszuweichen, während die Kamera elegant um sie herumfährt. Auch die Idee einen Film zu machen, der die grundlegende Frage der Philosophie behandelt; „Ist alles was wir sehen wirklich?“, war zwar nicht neu, wurde aber noch nie in einem Hollywood-Blockbuster behandelt; und vor allen Dingen nicht in dieser fantastischen Weise. Dass der Film dabei nur läppische 65 Mio. Dollar kostete ist in Zeiten der 300 Mio. Blockbuster kaum zu glauben …
Nun, dass nach dem immensen Erfolg des Filmes eine Fortsetzung kommen musste, stand außer Frage. Die schüchternen Wachowski-Brothers, die vorher nur durch den Erotik-Thriller „Bound“ von sich Reden machten, planten nun – mit einem höheren Budget von geschätzten 300 Mio. Dollar – zwei Sequels hinterher zuschieben, die sie parallel drehten und storytechnisch genau an den ersten Teil anknüpften.
Die grundlegende Regel in Hollywood einer jeden Fortsetzung lautet bekanntermaßen: Bigger, wider, louder. Und so startet auch „Matrix Reloaded“: Alleine der Anfang ist wie ein Resümee aller Actionszenen aus dem ersten Teil. Kung Fu, Explosionen und „Bullet-Time“ werden dem Fan hier, zentriert auf 3 Minuten, auf dem Silbertablett serviert. Zwar kann einem das Gezeigte nicht mehr ganz so aus dem Sessel hauen wie noch in Teil eins, ist in seiner Inszenierung aber immer noch so faszinierend wie eh und je.
Danach wird uns dann auch endlich die letzte Menschenstadt „Zion“ gezeigt und somit ein neues Element mit eingebunden; es gibt neue Charaktere und neue Beziehungskonflikte. Und wir erfahren, dass die finale Schlacht Mensch gegen Maschine kurz bevor steht. Wer vermag dies noch zu verhindern? Der Auserwählte? Fragen über Fragen…

Oft kritisiert wurde vor allem, dass der zweite Teil jene philosophischen Ansätze des ersten völlig ignoriert und sich ausschließlich aus den Actionszenen nährt. Doch gibt es hier immer noch mindestens genau so viele – stellenweise viel wichtigere – Fragen, die aufgeworfen werden. Als Beispiel sei nur einmal das Problem genannt, welches der Senator Neo in einem interessanten Gespräch erläutert, dass Menschen die Maschinen bekämpfen, obschon sie selbst erst durch Maschinen in der Lage sind, diese zu bekämpfen…. Ein Paradoxon, welches so universell, wie aktuell ist und sich auf alle Auseinandersetzungen der Welt beziehen lässt. Es sind Momente wie diese, in denen die Wachowskis ihre Genialität zum Ausdruck bringen. Doch leider wirken gerade diese interessanten Aspekte etwas aufgesetzt; als wollte man die Zeit zur nächsten Actionszene überbrücken.
Auch in den Actionszenen wollten die Wachowskis noch einen draufsetzen, zeigen Neo, wie er gegen hunderte von Agent Smiths kämpft oder wie Superman durch die Gegend fliegt; optisch auf dem höchsten Niveau und mit atemberaubenden Special Effects versehen. Der Höhepunkt bildet jedoch die gut 15minütige Highway-Verfolgungsjagd per Auto, Motorrad und LKW. Da gibt es Szenen, wie wir sie tatsächlich noch nie gesehen haben: Ein Agent springt von einem Auto zum Nächsten und löst somit eine Massenkarambolage par Excellenze aus; oder Morpheus kämpft auf dem Dach eines fahrenden LKWs gegen einen Agenten; oder Trinity fährt mit dem Motorrad in Höchstgeschwindigkeit in den Gegenverkehr… Heller Wahnsinn!

Im Gesamten gesehen reicht es jedoch nicht aus, alles größer und wuchtiger zu gestalten, denn im Endeffekt wird zu keinem Zeitpunkt die Genialität des ersten Teils erreicht; so grandios die Umsetzung auch ist. Dies zeigt sich vor allem im Gespräch mit dem Merowinger (Und Monica Bellucci, die leider viel zu kurz kommt), welches einzig und allein dazu dient, zu zeigen, dass dieses Programm, trotz seiner ellenlangen Schwadronierungen über Aktion und Reaktion ausschließlich niederen („menschlichen“) Gelüsten frönt. Im Endeffekt läuft sowieso alles nur auf eine (zugegebenermaßen spektakuläre) Actionszene hinaus. Wie bereits erwähnt, wirken viele philosophische Gespräche somit wie Lückenbüßer. Das haben die Wachowskis im ersten Teil noch wesentlich besser gelöst.
Zusammengefasst eine äußerst eindrucksvolle Fortsetzung, die jedoch in punkto Originalität und konsequenter Dramaturgie etwas zurück stecken muss.

8/10
 

LivingDead

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Matrix Revolutions


„Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.“

Mit „Revolutions“ schließt sich das Kapitel einer revolutionären Filmreihe, wie es sie wohl eine lange Zeit nicht mehr geben wird. Selten baute ein Film nach einer so kurzen Zeit eine solch riesige Fangemeinde auf. Nach dem Paukenschlag „Matrix“ waren die Erwartungen der Fans zu der Fortsetzung „Reloaded“ auch dementsprechend hoch und konnten im Endeffekt nur bedingt zufrieden gestellt werden: “Zu viel Action, zu wenig Story“ erklang es einhellig von enttäuschten Kinogängern. Demzufolge sollten natürlich auch die Erwartungen zum abschließenden Teil „Revolutions“ heruntergeschraubt werden, denn dieser wurde (aus Kostengründen) parallel zu „Reloaded“ gefilmt und erlaubte somit keine wirklich neuen (storytechnischen) Innovationen…

Zuerst einmal lässt sich sagen, dass der dritte Teil verhältnismäßig konservativ geraten ist. Da gibt es haufenweise Pathos und das übliche Verabschieden der sich Liebenden vor der ultimativen, alles entscheidenden Schlacht. Hier wird es dann mitunter auch grässlich kitschig. An solchen Stellen wird bemerkbar, dass die Wachowskis zwar ein gutes Händchen für Style haben, beim dokumentieren von menschlichen Emotionen jedoch kläglich versagen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp beim „Trainman“ und das Wiedersehen mit dem Merowinger sind wir dann wieder in Zion. Die Maschinen haben die Menschenstadt fast erreicht und somit werden alle Vorkehrungen getroffen, um den Maschinen mit aller Waffengewalt etwas entgegenzusetzen. Neo hingegen geht seinen eigenen Weg, um den Krieg zu verhindern…

Die erste Stunde besteht fast nur aus den üblichen Dogmen der Kriegsfilme. Danach geht es jedoch überraschend schnell los – die Maschinen bohren sich durch die dicken Betonmauern hindurch und greifen die kleinen Menschen wie ein Schwarm Fische an. Eine wahnsinnige Bilderflut, die hier auf den Zuschauer eindonnert. Fast 30 Minuten gibt es Non-Stop-Action – ein Showdown der Superlative, welcher alle philosophischen Grundgedanken in Grund und Boden hämmert. Mensch vs. Maschine – Tod oder Leben; im Grunde geht es nur darum.
Hier wird nun jeder Cent der 300 Mio. Dollar-Produktion sichtbar. Die Effekte sind auf dem neuesten Stand der Technik; und wer eine adäquate Sound-Anlage daheim stehen hat, der wird wohl mehr als einmal in die Schlacht zappen.

Der erblindete Neo (eine wirklich schöne Symbolhaftigkeit: Neo, der erst als er erblindete, wirklich zu Sehen begann) hingegen hat eine ganz andere Aufgabe. Sein Gegenpart Agent Smith verseucht derweil die gesamte Matrix; wurde selbst zu jenem verhassten Virus, wie er den Menschen noch im ersten Teil bezeichnete. Nur Neo - seine ausgleichende Rechnung – kann die Matrix jetzt noch von ihm befreien. Auch hier kulminiert wieder einmal alles in einem vor Style zu bersten drohendem Showdown, der oftmals an japanische Zeichentrickfilme erinnert, aber 1A umgesetzt wurde und mit einem kleinen, aber genialen Kniff endet.

Der Schluss hingegen wird viele wohl nicht zufrieden stellen. Zu simpel fällt dieser aus. Im Gegensatz zu den bedeutungsschwangeren Szenen und Dialogen im Vorfeld tatsächlich ziemlich ernüchternd; bei genauerer Betrachtung arbeitete der Film jedoch auf genau dieses Ende hinaus. Leider… denn irgendeine überraschende Wendung hätte man sich nach all den Spekulationen im Vorfeld doch noch erhofft. Pustekuschen! Die Wachowskis lassen ihren Film genau so enden, wie es sich jeder x-beliebige Fan auch hätte ausdenken können. Schade.

Zusammengefasst ein etwas gehaltloser Actioner, der als Abschluss der Trilogie jedoch trotzdem hervorragend funktioniert und sich nahtlos an den zweiten Teil anknüpft.

7/10
 

Count Dooku

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Matrix Reloaded/Revolutions

Kein Vergleich mit dem ersten Teil, schon deshalb weil bei Teil 1 alles frisch und neu wirkte. Bei den Fortsetzungen fehlte es imo an Innovation. Die Philosophie wirkte aufgesetzt und mehr wie ein Lückenfüller als ein wichtiger Bestandteil. Die Actionszenen sind zu lang und zu CGI-lastig (die schon damals als Effekte zu erkennen waren). Die neuen Charaktere sind uninteressant und zu den alten kann man einfach keine Beziehung aufbauen. Könnte an dem imo zu coolen Outfits liegen. Einzig Agent Smith ist cool wie eh und je. Der Score ist teilweise ganz gut, teilweise zu technolastig wodurch einige Kampfszenen wie aus nem Videospiel kopiert wirken. Was ich auch nicht verstanden habe, warum gibt es in Zion eine Hierachie? Am Ende von Teil 1 will Neo doch den Menschen eine Welt ohne Gesetze zeigen.
Miteinander verglichen würde ich sagen, dass Revolutions der bessere Film der beiden Teile ist. Grund dafür ist imo, dass die Story düsterer geworden ist und die Action mehr in der "Realität" spielt wo sie viel brutaler und weniger geleckt wirkt.
 

Tarantino1980

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AW: Matrix

Interessante Ansätze Count. Ich denke die meisten finden Teil 1 am stärksten. Es war etwas neues, etwas inovatives und einfach geniales. Ich hingegen finde aber Teil 2 noch sehr stark. Die Slow-Motion Effekte gefallen mir sehr gut und auch die Story finde ich noch passabel. Besonders diese Verfolgungsjagd oder die Szenen mit dem Franzosen finde ich sehr gelungen. Teil 3 hingegen war auch noch ok, aber nicht mehr so gut wie die beiden Vorgänge wobei natürlich auch dieser sehr gut ist. Ich liebe einfach die Matrix Filme. Ich kann zwar jeden verstehen der sagt, das nach Teil 1 es schlechter wurde, aber mir gefällt das Gesamtpaket sehr gut.
 

Blonder

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- Matrix 3 3/10

Oh Mann...jetzt weiß ich wieder, weshalb die Schlacht um Zion das wenige war, was nach der letzten Sichtung hängen geblieben ist.
Unfassbar wie man Teil 2 und vorallem Teil 3 gegen die Wand gefahren hat...

Das Ende ist ja wohl ein schlechter Witz! :runter:



 
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Balthier9999

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Oh Mann...jetzt weiß ich wieder, weshalb die Schlacht um Zion das wenige war, was nach der letzten Sichtung hängen geblieben ist.
Unfassbar wie man Teil 2 und vorallem Teil 3 gegen die Wand gefahren hat...
Sequels halt. :D Sind Wiederholungen des ersten Teils, nur anders strukturiert mit vereinzelt neuen Elementen (wie hier die Verteidigung von Zion).
 

Willy Wonka

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Sequels halt. :D Sind Wiederholungen des ersten Teils, nur anders strukturiert mit vereinzelt neuen Elementen (wie hier die Verteidigung von Zion).

Das sind überhaupt keine typischen Sequels und genau das missfällt anscheinend den meisten.

Im übrigen ist das Ende von „Matrix Revolutions" ist einfach nur göttlich und anbetungswürdig. :bet:
 

Willy Wonka

Locationscout
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stimmt. ein sequel setzt voraus, irgendeine geschichte erzählen zu wollen. blöd nur, wenn man nach teil 1 einfach nichts mehr zu sagen hat. :p

Tja.. dann wurdest du wohl von den Actionszenen eingelullt und konntest dich nicht mehr auf die Komplexität der Geschichte konzentrieren. ;)

Die beiden Fortsetzungen führen den Zuschauer viel tiefer in den Kaninchenbau als man es sich hätte vorstellen können. Viele Aspekte, Theorien des ersten Films wurden üben den Haufen geworfen und somit zeigen die Fortsetzung die wahre Welt der „Matrix". Der erste Film zelebrierte nur den fanatischen Glauben eines Anführers „Morpheus" und seinen Anhängern und dieses wird in den Fortsetzungen zum Teil widerlegt, aber weiterhin gibt es den Glauben und die theoretischen Ansätze eines Erlösers, aber mit einem vollkommen anderen Hintergrund.

Und die Philosophie soll nur ein Lückenfüller sein? Wieso wurde dann ein sehr langes Gespräch mit dem Architekten integriert? Hätten die Wachowski-Brüder wirklich nur einen stumpfes Actionfeuerwerk abliefern wollen, wären sie nicht das Risiko eingegangen den normalen Zuschauer durch ein langes kompliziertes Gespräch zu langweilen.

Leider fehlt mir die Eloquenz die Genialität dieser Filmreihe in ausführlichen Worten zu beschreiben (und daher war ich in diesem Thema bislang auch nicht sehr aktiv) und außerdem fehlt mir die Motivation und Zeit detailliert zu schildern, warum diese Filme keinesfalls schlecht sind, denn dafür habe ich zu oft das Gefühl, dass ich gegen eine Wand rede (Damit möchte ich keinen speziell ansprechen).

Ich habe mich schon lange damit abgefunden, dass nur sehr wenige einen Zugang zu dieser Trilogie gefunden habe und ich bin glücklich, dass ich einer von ihnen bin. ;)
 

Russel Faraday

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doch was nützen die edelsten, philosophisch bedeutendsten absichten, wenn so sterbenslangweilige, auf film gebannte zeitverschwendung bei rauskommt, bei der selbst die action zur geduldsprobe wird?
 

Russel Faraday

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AW: Matrix

Wenn man keinen Zugang findet, kann man alles langweilig finden...

das ist wohl wahr. nur ist es ein unterschied, ob langeweile interessant oder uninteressant gestaltet wird. es gibt endlos viele filme, die ich hochinteressant finde, obwohl sie subjektiv sehr langatmig erscheinen. "letztes jahr in Marienbad", "Stalker" oder "Nostalghia" z.B. eine menge leute dürften sich bei diesen filmen zu tode langweilen. ich finde sie fantastisch

aber mal ernsthaft: action in einem film, die langweilig ist? ich rede nichtmal von den dialogszenen in den "matrix"-nachfolgern. ich rede von endlosen prügeleien, eine wie die andere. endlosen schießereien, eine wie die andere. endlosen verfolgungen. wenn das langweilig ist, wie sollen mich dann noch dialoge und ein tieferer sinn begeistern können? klarer fall von "es sollte von vornherein eine trilogie sein". nur warum fühlen sich die teile 2 und 3 dann wie blinddärme an? es schadet nix, wenn man ihn hat. aber wenn er sich entzündet und entfernt wird, kommt man auch damit klar.
 

Despair

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AW: Matrix

aber mal ernsthaft: action in einem film, die langweilig ist? ich rede nichtmal von den dialogszenen in den "matrix"-nachfolgern. ich rede von endlosen prügeleien, eine wie die andere. endlosen schießereien, eine wie die andere. endlosen verfolgungen. wenn das langweilig ist, wie sollen mich dann noch dialoge und ein tieferer sinn begeistern können?

Das ist genau mein Problem mit Teil 2 und 3: es ist einfach too much. Teil 1 ging ebenfalls schon ein wenig in diese Richtung, aber damals waren diese Szenen neu und sinnvoll ins Gesamtgeschehen integriert. Bei den zwei Nachfolgern war es einfach zuviel des Guten, sodass ich geistig irgendwann abgeschaltet habe.
 

Willy Wonka

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aber mal ernsthaft: action in einem film, die langweilig ist? ich rede nichtmal von den dialogszenen in den "matrix"-nachfolgern.

Das ist ja auch die Problematik, warum diese Film keine richtige Zielgruppe haben. Für die einen ist es zu viel scheinbar belanglose Action und für die anderen werden die coolen Actionszenen von scheinbar langweiligen Dialogen unterbrochen.
Ich bekomme sowohl bei den sehr ästhetischen Actionszenen als auch bei den Dialogen eine Gänsehaut und daher bietet mir diese Trilogie sowohl Unterhaltung als auch Anspruch.
 

Balthier9999

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AW: Matrix

Das sind überhaupt keine typischen Sequels […]
Mm, doch. :ugly: Die Ideologie (der Wille des Menschen) bleibt bei allen Filmen gleich, genauso wie Elemente in der Struktur. Beispielsweise die Wiederauferstehung nach christlichem Vorbild oder die Aufwachszenen am Beginn jeden Films. Zudem starrt man ständig auf die gleiche ideologische Oberfläche: Entscheidungen werden dem Protagonisten regelrecht ins Auge gedrückt (Pille) :ugly:, um immer wieder die Willensfrage in den Raum zu werfen.
Im übrigen ist das Ende von „Matrix Revolutions" ist einfach nur göttlich und anbetungswürdig. :bet:
… Wieso denn das? :huh: Wenn du vor Reloaded niederkniest, könnte ich dich, wenn auch mit Grinsen, verstehen. Aber Revolutions mangelt es doch an all jenen Aspekten, die die Vorgänger wenigstens akzeptabel machten? Es gibt keine philosophischen Diskurse und die Action ist aus technischer Sicht schlechter als in Reloaded.
Am Ende wird die komplette Reihe sinnlos gemacht. :D:hoch:
Tja.. dann wurdest du wohl von den Actionszenen eingelullt und konntest dich nicht mehr auf die Komplexität der Geschichte konzentrieren. ;)
Das ist dann wohl kein Problem für ihn, denn es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Regisseure ihre Arbeit nicht gut gemacht haben. (Stichwort Timing)
Die beiden Fortsetzungen führen den Zuschauer viel tiefer in den Kaninchenbau als man es sich hätte vorstellen können. Viele Aspekte, Theorien des ersten Films wurden üben den Haufen geworfen und somit zeigen die Fortsetzung die wahre Welt der „Matrix".
Das ist aus meiner persönlichen Sicht genau das Problem: Während man über das Orakel im ersten Teil noch philosophieren konnte (Welche symbolische Funktion hat das Orakel?), wird in Reloaded ziemlich platt und direkt der Sinn des Ganzen aufgeklärt. Aber irgendwie musste man Sinn in die Fortsetzungen bringen, nicht wahr? :D
Der erste Film zelebrierte nur den fanatischen Glauben eines Anführers „Morpheus" und seinen Anhängern und dieses wird in den Fortsetzungen zum Teil widerlegt, aber weiterhin gibt es den Glauben und die theoretischen Ansätze eines Erlösers, aber mit einem vollkommen anderen Hintergrund.
Die Thematik des Willens war auch im ersten Teil präsent – eigentlich war sie ja Hauptbestandteil. Genauso wie die damit verbundenen Willensfragen. (Pille, Entscheidungsfragen)
Und die Philosophie soll nur ein Lückenfüller sein? Wieso wurde dann ein sehr langes Gespräch mit dem Architekten integriert?
Na ja, die Philosophie ändert sich zumindest nicht über die drei Teile. Das Gespräch war auch nicht tiefgreifend philosophisch, er wiederholt nur das, was Agent Smith bereits im ersten Teil gesagt hat. Er verschärft weiterhin die Problematik des freien Willens etc.

Matrix ist übrigens auch nicht der erste Film, der die „Hirn-im-Tank“-Problematik aufgreift. Welt am Draht von Fassbinder darf sich als Vorgänger von Matrix verstehen.
aber mal ernsthaft: action in einem film, die langweilig ist?
Das gibt es eigentlich sehr oft. :D
 
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Willy Wonka

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AW: Matrix

Mm, doch. :ugly: Die Ideologie (der Wille des Menschen) bleibt bei allen Filmen gleich, genauso wie Elemente in der Struktur.

Die Thematik bleibt gleich, aber sie bekommt neue Facetten dazu. Was ist für mich ein typisches Sequel? Den Helden, den wir aus Teil kennen gelernt haben, bekommt einen neuen Fall, welchen er lösen muss. Typische Fortsetzungen sind die zum Beispiel „Letal Weapon-Filme", „Bad Boys 2", „Transformers-Filme" und tausende andere Filme. Keine typischen Fortsetzungen sind für mich Filme, die im Verlauf der Filme eine schlüssige Geschichte erzählen wie z.B. „Der Herr der Ringe", „Kill Bill", „Zurück in die Zukunft 2 und 3" etc.
Ich bevorzuge immer einen roten Faden und daher sehe ich mir auch lieber Serien wie „Six Feet Under“ oder „Die Sopranos“ an, im Gegensatz zu diverse Serien, die in jeder Folge einen neuen „Fall“ präsentieren.

… Wieso denn das? :huh: Wenn du vor Reloaded niederkniest, könnte ich dich, wenn auch mit Grinsen, verstehen. Aber Revolutions mangelt es doch an all jenen Aspekten, die die Vorgänger wenigstens akzeptabel machten? Es gibt keine philosophischen Diskurse und die Action ist aus technischer Sicht schlechter als in Reloaded.

Natürlich bietet „Revolutions" deutlich mehr Action und die Schlacht wird ausgiebig gezeigt, aber in den vorherigen Filmen wurde darauf hingearbeitet. Man bekommt nicht irgendeine Schlacht zu sehen, sondern man versteht die Hintergründe und kann mitfiebern und Teil 3 sehe ich sowieso nicht als eigenständigen Film. Beide Filme werden nahtlos von mir hintereinander gesehen.
Der Kampf zwischen Agent Smith und Neo mit dem Gänsehautscore von Don Davis ist für mich das größte Duell der Filmgeschichte!


Am Ende wird die komplette Reihe sinnlos gemacht. :D:hoch:

Das hat die meisten wohl verstört, wenn sie es denn verstanden haben.

Das ist dann wohl kein Problem für ihn, denn es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Regisseure ihre Arbeit nicht gut gemacht haben. (Stichwort Timing)

Das Timing der Filme ist gewöhnungsbedürftig, weil der Film keine standardisierte Erzählstruktur verwenden. Den Punkt kann man sowohl positiv als auch negativ sehen.

Das ist aus meiner persönlichen Sicht genau das Problem: Während man über das Orakel im ersten Teil noch philosophieren konnte (Welche symbolische Funktion hat das Orakel?), wird in Reloaded ziemlich platt und direkt der Sinn des Ganzen aufgeklärt. Aber irgendwie musste man Sinn in die Fortsetzungen bringen, nicht wahr? :D
Die Thematik des Willens war auch im ersten Teil präsent – eigentlich war sie ja Hauptbestandteil. Genauso wie die damit verbundenen Willensfragen. (Pille, Entscheidungsfragen)
Na ja, die Philosophie ändert sich zumindest nicht über die drei Teile. Das Gespräch war auch nicht tiefgreifend philosophisch, er wiederholt nur das, was Agent Smith bereits im ersten Teil gesagt hat. Er verschärft weiterhin die Problematik des freien Willens etc.

Viele Dinge wurden entmystifiziert und das Thema der Filme ist gleichbleibend, aber das Thema wird von verschiedenen Standpunkten betrachtet und bekommt dadurch mehr Facetten. Wenn sie ein vollkommen neues Thema verwendet hätten, wäre es keine Fortsetzung zu „Matrix“ gewesen, sondern fast ein eigenständiger Film.

Matrix ist übrigens auch nicht der erste Film, der die „Hirn-im-Tank“-Problematik aufgreift. Welt am Draht von Fassbinder darf sich als Vorgänger von Matrix verstehen.
Das gibt es eigentlich sehr oft. :D

Das war mir damals nicht bewusst, aber über die Jahre habe ich mich mehr mit dieser Thematik beschäftigt, denn die Wachowski-Brüder haben sich auch an diversen Mangas und Animes angelehnt.
Nur in der Verbindung mit so viel Action und Kung-Fu-Kämpfen wurde für viele etwas Neues daraus, weil es in dieser Form noch nicht für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
 
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