Masters Of The Universe (2026)
Der junge Prinz Adam wächst als Tronnachfolger von King Randor und seiner Ehefrau Queen Marlena auf dem fernen Planeten Eternia auf. Sein Vater der König will das der Sohn in Schwertkampf und Selbstverteidigung durch den Anführer seiner Leibgarde Duncon unterrichtet wird. Alles scheint in Ordnung, bis der machtgierige Dämon Skeletor mit seiner Armee das Königreich angreift.
Travis Knight hatte die aus meiner Sicht fast unlösbare Aufgabe einen Realfilm aus einem Cartonn-Franchise zu machen, dessen Entstehungszeit ca. 40 Jahre her ist und irgendwie die Entscheidung zu treffen bzw. den Spagat zu schaffen einerseits die damalige Zielgruppe, welche mittlerweile nicht mehr als als junge Erwachsene bezeichnet werden, sondern eine Altersstruktur von um die fünfzig, plus minus fünf Jahre haben, aber eben auch in der Hoffnung eine neue Generation von Kindern/Jugendlichen vielleicht für ein neues Franchise zu begeistern. Bereits 1987 wurde dieser Versuch unternommen diese Cartoon Serie als Realfilm zu inszenieren, was aber damals zu einem Flop wurde, da auf Grund der damals nur zur Verfügung stehenden Special Effects, lange bevor es CGI gab, die Grundausrichtung komplett anders gestalten musste. Dies führte dazu, das die damalige Zielgruppe, für diese herangehensweise noch deutllich zu Jung war und der Bezug zu der geliebten Zeichentrick Serie nicht vorhanden war. Ironischer Weise wurde dieser Film, jahre Später, von der selben Fangemeinde, nachdem sie älter wurden, doch eher zum Kultfilm und hatte, auch wenn es eben ein anderer Ansatz war, dennoch eine solide Grundbasis und ein paar Elemente, die wirklich gut waren. Aber für das Franchise war es damals einfach der falsche Zeitpunkt für diesen Versuch. Seitdem gab es einige neue animierte Serien welche die Grundstory beibehalten haben, sie aber immer etwas anders erzählt wurde und auch immer versucht wurde den aktuellen Zeitgeist einzufangen. Für mich persönlich, war die Neuinterpretation aus den frühen 2000er sehr stimmig und natürlich die beiden Seasons von
Kevin Smith, die sogar die Storyline der originalen Serie aus den 80er Jahren weitererzählt hat und ganz klar diese Zielgruppe angesprochen hat, also Leute die damals in den 80er Jahren als Kind diese Serie gesehen hatten. Und diese Vision von
Kevin Smith fand ich auch sehr gut.
Zuvor kamen immer wieder Gerüchte auf, das man einen neuen Versuch wagen will dieses Franchise als Realverfilmung zurück ins Kino zu bringen. Häufig wurde dieses Projekt verschoben, das Studio und auch der Regisseur wechselten bis dann letztendlich Sony und Amazon
Travis Knight dazu gewinnen konnten, diesen Film zu inszenieren. Als Fan dieses Franchises, als Kind habe ich es wirklich geliebt, habe ich die ganze Reise immer mit Spannung verfolgt da ich immer sagte, mit den aktuellen Möglichkeiten was CGI betrifft, ist diese Cartoon Serie aus den 80er Jahren einfach dafür prädistiniert gewesen, vernünftig als Realfilm inszeniert zu werden. Meine Hoffnungen waren sehr groß, aber bereits als ich dann den ersten Trailer sah merkte ich, in welche Richtung man gegangen ist. Ich war nicht sofort hyped oder in freudiger Erwartung auf den Film, aber ich war zumindest Neugierig wie der fertige Film aussehen wird. Eins vorweg ich fand ihn nicht richtig schlecht, aber er ist auch nicht perfekt. Nach dem Trailer war natürlich sofort klar das man nicht versucht hat eine erwachsene Version zu inszenieren, was ich aber auch vollkommen nachvollziehen kann. Zum einen gab es den Versuch schon und zum anderen will man ja auch neue Leute ins Kino locken. Und genau das spürt man bei dem Film. Einerseits wird natürlich viel Fanservice betrieben, aber andererseits wirkt der Film häufig auch einfach nur wie ein x-beliebiger Disney/Marvel Film mit der gleichen Art von Humor und mit dem gleichen sehr dünnen Storytelling, welches man auch von vielen aktuellen Filmen aus diesem Genre her kennt. Versteht mich nicht falsch, ich werfe dem Film nicht vor das er nicht erwachsen genug ist. Was das angeht, haben sie alles richtig gemacht den seien wir mal ehrlich, aus heutiger Sicht würde glaube ich niemand von den Ur-MoTu Fans diese Serie, wenn man sie heute das erste mal sehen würde, richtig abfeiern. Es sind eben schöne Kindheitserinnerungen die ich an diese Serie habe und die Toyline, von der ich als Kind auch einiges hatte. Aber realistisch gesehen ist es eine Kinderserie die als Kind hervorragend damals funktioniert hat, aber mich als erwachsenen nicht mehr abholt. Von daher glaube ich, das der Film, wäre er damals 1987 so rausgekommen - was natürlich technisch unmöglich gewesen wäre, mich aber dennoch als Kind absolut begeistert hätte. Sicherlich wäre der Humor ein anderer gewesen, aber diese bunte Welt von Eternia, die komplett überzeichneten Helden, sind aus meiner Sicht sehr gut getroffen worden. Was ich allerdings sehr kritisiere ist, dass wirklich alles auf Eternia vor dem Greenscreen enstanden ist. Selbst die Innenräume! Und auch hier meine ich nicht den Look, klar hätte man diese ganze Welt von Eternia auch im Herr der Ringe Stil erscheinen lassen können, also realistischer, aber es hätte eben nicht zu dem Look der damaligen Serie gepasst. Aber dennoch hätte es dem Film gutgetan, ein paar physikalische Sets zu besitzen.
Der Cast war meiner Meinung nach auch sehr durchwachsen.
Nicholas Galitzine ist kein großer Schauspieler in meinen Augen und funktioniert für mich auch nur bedingt in der Rolle des He-Man/Adams, aber wenn man das gesamte Konstrukt des Filmes sich betrachtet, passt er schon recht gut in den Film. Da wirkte eher
Idris Elba fehlbesetzt, was definitiv nicht an der Hautfarbe liegt, sondern eher an der Tatsache das er einfach als guter Schauspieler hoffnungslos unterfordert war in dem Film. Auch
Morena Baccarin konnte nicht punkten, was nicht an ihr lag sondern vielmehr an der Tatsache das diese wichtige Figur auf das minimum runtergeschrieben wurde. Überraschender Weise hat mich
Jared Letto garnicht gestört in diesem Film, was aber wahrscheinilch auch daran lag, das hier kein Motion Capture Verfahren genutzt wurde, sondern er ledlich seine Stimme Skeletor gegeben hat. Und ja, die Figur wirkte sehr albern, aber auch hier kann ich die Kritik nicht verstehen, denn in der ersten Cartoon Serie aus den 80er Jahre war Skeletor auch eine Witzfigur. Ich kannte niemanden der Angst vor der Figur als Kind hatte. Da glaube ich, das die Version in der Realverfilmung schon deutlich furchteinflössendere Momente hat, natürlich meilenweit entfernt von der sehr guten Performance von
Frank Langella aus dem Realfilm von 1987, aber diese hatte, so gut sie auch war, nichts mit der Version von Skeletor aus der Cartoon Serie gemein.
Da ich kein Kind mehr bin werde ich es nie herausfinden was mein sieben Jähriges Ich zu dem Film damals gesagt hätte. Aber auf jeden Fall hat der Film mich unterhalten, ich hatte ein Nostalgie Gefühl mit schönen Kindheitserinnerungen. Aber es ist definitiv kein Film den ich mir nochmal anschauen werde, zuschweige denn das ich ihn mir in die Sammlung stelle. Aber so schlecht, wie er von den Kritikern gemacht wird, ist er nicht.
Wertung:
6.5/10