Liebe und Tod im Garten der Götter

deadlyfriend

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Liebe und Tod im Garten der Götter

Ein Ornithologe mietet sich bei einer Villa ein, um dort in der Gegend einen seltenen Vogel zu beobachten. Das Areal ist verlassen und die Bewohner sind wohl vor langer Zeit nach Amerika gereist. Lediglich ein seltsamer Verwalter ist vor Ort, der ihn aber weitestgehend seiner Arbeit nachgehen lässt. Bei seinen Erkundungen im Gelände findet er ein Tonband, welches er reinigt und abspielt. Darauf befinden sich mehrere Gespräche zwischen einer Frau und einem Psychiater. Dort erfährt er seltsame Dinge, die in sich in der Vergangenheit der Villa im Garten der Götter abspielten.

Warnung und Empfehlung gleichzeitig. Wer den Giallo für sich selbst auf schwarze Handschuhe und ausgefeilte Morde runterbricht, wird mit dem Film gar nichts anfangen können. Wenn man aber darüber hinaus mit verschiedenen Spielarten des italienischen Kinos der frühen 70er etwas anfangen kann, könnte hier mit einem hochinteressanten Film belohnt werden. Im Grunde haben wir es mit einem Psychodrama zu tun, welches richtig stark fotografiert wurde. Die Lichtsetzung und auch die Locations sind nämlich phasenweise ein Traum, weshalb eine eigentümliche, aber auch großartige Atmosphäre erschaffen wird. Diese entfaltet mit andauernder Spieldauer eine Sogwirkung, in der man fasziniert der bizarren Geschichte folgt. Zusätzlich eben durch eine bildgewaltige Ruhe erzeugt, denn Action gibt es hier nicht. Hier besteht halt eben die Gefahr, dass man den Film langweilig finden kann, sofern man für diese Ruhe wenig übrig hat. Ein weiterer riesiger Pluspunkt ist natürlich Erika Blanc, die zumindest bei mir immer mit diesem Film zuerst in Verbindung gebracht wird, obwohl sie natürlich weitere herausragende Rollen hatte. Trotzdem fällt mir, wenn ich ihren Namen lese, immer als Erstes "Liebe und Tod im Garten der Götter" ein. An ihrer Seite brilliert der viel zu früh verstorbene Peter Lee Lawrence, der in seiner Rolle ebenfalls zu nennen ist. Solche Darsteller sind natürlich dann auch notwendig, wenn ein Film über Dialoge und Atmosphäre kommt. Leider hat Sauro Scavolini nur 3 Filme gedreht, immer mit einem Abstand von ca. 10 Jahren, wobei ich auch nur diesen hier kenne. In dieser Machart hätte ich gerne mehr gesehen.
 
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