Konklave

deadlyfriend

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Konklave

Der Papst ist tot. Die Kardinäle reisen aus aller Welt nach Rom, um an der Wahl für den Nachfolger teilzunehmen. Einige natürlich auch, um hinterher das höchste Amt der katholischen Kirche selbst zu übernehmen. Das Konklave wird von Kardinal Lawrence geleitet, der selbst keinerlei Ansprüche auf den Posten erhebt. Überraschend gesellt sich noch ein unbekannter Kardinal aus Kabul zur Runde dazu, den niemand kennt, aber sämtliche Unterlagen zur Legitimierung aufweist. Dies ist aber nicht der einzige seltsame Umstand, denn das Intrigenspiel, um den Fischerring zu erhalten, hat gerade erst begonnen.

Was mir am Film direkt gefallen hat, war die himmlische Ruhe. Keine Überfrachtung und keine Action. Der Film lebt von seinen fantastischen Dialogen und seinen wundervollen Kulissen. Spannung wird aus der Handlung generiert und die wird ebenfalls nicht mit Sensationen überzogen. Die Verfehlungen der Kandidaten, die im Lauf der Zeit ermittelt werden, bleiben immer auf einer realistischen Ebene, was für die Besonnenheit des Films enorm wichtig ist. Getragen wird der Film von einem wieder einmal fantastisch aufspielenden Ralph Fiennes, der aber auch von Hochkarätern wie Stanley Tucci, John Lithgow und Isabella Rosselini unterstützt wird. Dazu die phänomenalen Sets und auch die passende Musik. Regisseur Edward Berger, der vor einigen Jahren noch "Tatort" oder "Polizeiruf" gedreht hat, zeigt hier imposant was in ihm steckt. Gerne mehr davon.

Wenn man "Inferno" von Ron Howard bereits gesehen hat, kennt man sich ein wenig im Prozedere aus, was auch im Vergleich durchaus interessant und sogar hilfreich anzusehen ist. Allerdings beschreitet "Konklave" einen völlig anderen Weg und besitzt auch einen anderen Inhalt. Trotzdem interessant, was dieses Thema so alles hergibt.
 
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