King Kong

Dieses Thema im Forum "Kurzkritiken und Diskussion" wurde erstellt von Frankie, 2. Dezember 2008.

  1. Frankie

    Frankie Leinwandlegende

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    Gesamtübersicht aller Kritiken zu King Kong (1933)


    Gesamtübersicht aller Kritiken zu King Kong (1976)


    Gesamtübersicht aller Kritiken zu King Kong (2005)

    #02 02.12.08 The Count
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2008
  2. Frankie

    Frankie Leinwandlegende

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    AW: King Kong

    Kritik von The Count

    King-Kong (2005)

    Nachdem Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie ein überwältigender Erfolg wurde, bekam er die Möglichkeit sein Wunschprojekt, ein Remake von King Kong, zu realisieren. Der erste Versuch eines Remakes wurde seitens Universals im Jahr 1997 abgebrochen, nachdem durch Godzilla und Mighty Joe Young zwei Filme ähnlichen Themas auf die Zuschauer losgelassen wurden. Jacksons damaliges Drehbuch war zu dem damaligen Zeitpunkt mehr auf Funmovie konzentriert und soll, laut Aussage der Macher, dem Skript von Die Mumie geähnelt haben.

    Ende 2005 erschien dann Jacksons Wunschprojekt. Leider erreicht Jackson mit diesem Film nicht das Niveau seines Ring-Epos. Der Grund ist grob gesagt, dass der Film ein unausgegorener Mix aus packenden Drama und grottenschlechten Monsterfilm ist, der außerdem noch zu lang geraten ist.

    Im Detail:

    Die Tricktechnik war wohl eindeutig zu überlastet gewesen mit Jacksons Wünschen. Das konnte man auch schon bei Herr der Ringe sehen, wo es sich aber nur ein paar schlechte Rückprojektionen belief. Bei Kong ist es aber weitaus mehr, denn außer Kong selber und dem New York der 30er Jahre sehen die Effekte bestenfalls mittelmäßig aus. Die Dinosauerier-Stampede erinnert stark an den Angriff der Olifanten in Die Rückkehr des Königs ohne dessen Intensität zu entwickeln. Außerdem sehen die Darsteller wie ins Bild eingeklebt aus.
    Die Dinoeffekte verlieren imo gegen die Effekte des Klassikers Jurassic Park (und der ist von 1993).

    Das Design von Skull Island ist auch furchtbar. Neben den Dinos sind auch die Eingeborenen schlecht designt worden und sehen aus, als ob WETA einfach nicht verwendete Ork-Entwürfe recycelt hätte.

    Das Hauptproblem ist aber das Skript. Es lässt sich zuviel Zeit mit der Entwicklung von Characteren, die aber für den Film total nutzlos sind. Die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Billy und Mr. Hayes ist zwar ne nette Idee, am Ende war sie aber unwichtig weil sie sich eigentlich nicht entwickelt. Außer Anne, Kong, Jack und Carl sind von den Figuren am Ende sowieso nicht mehr zu sehen.
    Der Skull-Island-Part ist auch total daneben. Neben dem oben erwähnten Eingeborenen- und Dino-Design kommen noch total überladenene und überlange Action-Szenen noch dazu. Der absolute Tiefpunkt ist dabei die Spinnengrubenszene, die wohl zurecht aus dem Original gestrichen wurde. Sie einfach nur eklig und sinnfrei und hat noch eine total unglaubwürdige Stelle drinnen. Jack wird von Krabbelviechern angegriffen und Jimmy schießt sie ihm vom Körper ohne ihn zu treffen. Außerdem noch Bruce Baxter, der Tarzan-like mit Maschinengewehr alle rettet.

    Die einzig gute Stelle ist die, in der Anne und Kong sich den Sonnenuntergang anschauen.
    Das New-York-Finale zeigt dagegen wie der Film hätte sein können, wenn der erwachsene Jackson den ganzen Film gemacht und auf sein inneres Kind nicht gehört hätte. Sie ist nämlich ein kleines Meisterwerk.
    Die Darsteller sind auch sehr gut. Der Score ist nur in den ruhigen Szenen gelungen.

    Der Extended Cut macht den Film nicht wirklich besser, aber auch nicht schlechter.

    7 von 10 Punkten
     
  3. Eclipsed

    Eclipsed Filmgott

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    AW: Zuletzt gesehen

    King Kong - Extended Cut (2005) (5-6/10)

    Ich weiß jetzt, weswegen die Blu-Ray fast zwei Jahre ungesehen im Regal stand...fand ich ihn im Kino noch sehr solide, erschien mir der Film jetzt stellenweise unerträglich langatmig ("...und noch ein Monster...und noch eins...")! Nur das Ende finde ich nach wie vor wunderschön, auch wenn die schönste Stelle (der berühmte letzte Satz) ein 1:1-Zitat aus dem Original ist...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2011
  4. TheBjoern

    TheBjoern Filmstar

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    Deshalb finde ich den Extended Cut auch nicht so gut. Es wurden lediglich weitere Actionszenen mit irgendwelchen Urviechern ergänzt. Dabei wird man auch stutzig, wie viel Mann denn die gesamte Crew umfasst, denn durch die zusätzlichen Szenen werden noch mehr Personal wegrationalisiert.
    Neben den Actionszenen bietet der Film aber eine unfassbar schöne Szenerie mit tollen Schauplätzen und der Flair von einer vergangen Zeit kommt unglaublich Märchenhaft rüber. Der Film strotzt nur so vor Wärme.
    Die Prise Humor ist hier und da auch sehr gut Plaziert. Meiner Meinung nach hat Peter Jackson stilisitsch ein großes episches Meisterwerk abgeliefert, das seine Schwächen erst in der längeren Version vermehrt offenbart.

    @Eclipse: Du als "Blauer" kannst das sicherlich in den passenden KK-Threat kopieren, denn mitlerweile ist dieses Statement doch zu lang geworden :uff:
     
  5. Count Dooku

    Count Dooku Leinwandlegende

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    AW: King Kong

    Ich habe mir diese Woche die anderen beiden Kong-Verfilmungen angesehen. Beide konnten mich nicht so wirklich beeindrucken.

    Die Fassung von 1933 hat beeindruckende Effekte zu bieten, die sicher nicht einfach zu realisieren waren. Allerdings sind Teile der Geschichte der Schwachpunkt. Kong wirkt bis kurz vor seinem Tod imo nur wie eine wilde Bestie, die alles tötet. Es scheint auch Ann und Jack nicht zu stören, dass Denham um Kong zu fangen, Ann als Köder benutzen würde.

    Die Fassung von 1976 hat die Thematik sehr gut in die 70er übertragen. Der Grund, warum nach dieser Insel gesucht wird, ist sogar noch heutige schlüssig. Ein optisches Highlight ist Jessica Lange, die die meiste Zeit mit nur sehr wenig Stoff am Körper herumläuft. Allerdings pendelt die Figur zwischen nerviger und niedlicher Naivität. Auch scheint sie zwar Mitleid mit Kong zu haben, hat aber kein Problem damit, auf seine Kosten Karriere zu machen. Das Problem dieses Films ist allerdings die Hauptfigur. Das ursprüngliche Konzept, einen mechanischen Kong zu bauen, war ein Fiasko. Das Ding war kaum zu bewegen, weswegen es nur 15 Sekunden im Film zu sehen ist. Die Alternative war allerdings auch furchtbar. Es wurde ein Mann im Kostüm, der aufrecht stehend durch billige Kulissen stampft. Imo wird deswegen "King Kong" mit "Godzilla" gleichgesetzt.

    Was mir auch noch auffiel: Kong hat in beiden Verfilmungen einen notgeilen Blick in den Nahaufnahmen und will die weiße Frau ausziehen.
    Ich kann Peter Jacksons Begeisterung für den alten Kong-Film nicht wirklich nachvollziehen, allerdings muss ich zugeben, dass er den bisjetzt besten Kong-Film gemacht hat. Die Figur von Ann ist besser geschrieben als in der 33er-Fassung und wird nicht als Sexobjekt dargestellt wie in der 76er-Fassung. Kong kommt in Jacksons Version besser rüber und ist nicht nur ein wildes Biest. Dafür ist der Film aber zu lang geraten, was vor allem an imo unnützen Figuren und zu vielen Actionszenen liegt.
     
  6. Count Dooku

    Count Dooku Leinwandlegende

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    Kong - Skull Island

    Fast 12 Jahre, nachdem Peter Jacksons "King Kong" auf den Leinwänden gewütet hat, kommt eine neue King-Kong-Variante in die Kinos.
    Schon im ersten Trailer von der ComicCon sah der neue Kong cool aus.
    Sorgen machte ich mir dann als im nächsten Trailer John C. Reilly als Witzfigur rüberkam.
    Die Sorge war dann aber unbegründet, da er imo die beste Rolle im Film hatte. Dicht gefolgt von Samuel L. Jackson im Captain Ahab-Modus.
    Die restlichen Darsteller werden imo total verheizt und sind nur als Monster-Futter da. Schon komisch, dass man Namen wie Tom Hiddleston, Brie Larson und John Goodman (der ganz schön abgenommen hat) für den Film holt, nur um ihnen dann 08/15-Rollen zu geben.
    Das Prinzip erinnert mich an den letzten "Godzilla" von Gareth Edwards, wo auch Talente wie Brian Cranston oder Ken Wantanabe verheizt wurden.
    Aber was solls, der eigentliche Star ist eh Kong und der hat einen großartigen Auftritt.
    Die Figur wurde sehr gut animiert und wenn er in Action ist, geht die Post ab. Dazu hat Kong genügend Screentime.
    Die Story ist zwar nicht besonders originell, reicht aber aus. Dazu fand ich es schön, dass man nicht noch ein Remake gemacht hat.
    Die Laufzeit des Films passt imo auch. Der Film wirkt nie langatmig oder zu hektisch.
    Sehr gut hat mir die Musikuntermalung im Film gefallen.

    Insgesamt ein unterhaltsamer Monster-Film. Hat mir besser gefallen als Edwars "Godzilla".
     
  7. Russel Faraday

    Russel Faraday Filmvisionaer

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    "King Kong" (Jackson)
    Wenn ein gerade superduper angesagter Regisseur seinen Herzenstraum erfüllen kann, erwartet man als Zuschauer eigentlich, daß der Film auch etwas für's Herz bietet. Oder? Nun, genau das bietet "King Kong" überhaupt nicht. Der Film ist kalt und steril. Die einzige halbwegs emotionale Szene ist mEn das Herumschlittern auf dem gefrorenen Teich. Der Rest ist irgendwie nur ein über dreistündiges Werbevideo für Weta. Dabei ist eigentlich alles da, was einen guten Film gewährleisten sollte: richtige Schauspieler, eine Geschichte für die Ewigkeit, ordentlich Budget, kompetente Leute hinter der Kamera. Warum wurde es trotzdem nichts? Gute Frage. Vielleicht durfte sich Jackson etwas zu sehr austoben und wurde von niemandem gebremst. Die Mini-Handlung gibt einfach keine 190 Minuten Film her (aus noch weniger Handlung hat er ein paar Jahre später glatt neun Stunden Film gepresst und gequetscht - da hätte man schon bei "King Kong" hellhörig werden sollen - aber was bringt's, wenn das Box Office stimmt?).

    "King Kong" nimmt sich außerdem viel zu ernst, ist viel zu ausufernd erzählt und weiß einfach nicht, wann eine Szene beendet werden muss, um nicht öde zu werden. Die Saurier-Stampede? Gähn. Der Saurier-Kampf? Gähn. Die Spinnen/Egel-Szene? Viel zu düster und derb. Selbst das Finale, für gewöhnlich der Tränendrücker eines Kong-Films, ließ mich völlig kalt. Wenn ich da an den 1976er denke: :heul::heul:

    Positiv sind die Effekte, die noch immer zum Großteil zu überzeugen wissen. Außerdem mag ich Naomi Watts; sie ist eine begnadete Schauspielerin.
    Ach ja: einmal mußte ich sogar schmunzeln. Sinngemäß: "Fay kann nicht an den Dreharbeiten teilnehmen, weil sie gerade mit Cooper dreht." Fay Wray kann also nicht "King Kong" drehen, weil sie gerade "King Kong" dreht. Das war meta, das war lustig. :D

    Das war mein dritter oder vierter Versuch mit diesem "King Kong". Ich werde es sicher in ein paar Jahren noch einmal probieren. Wirklich warm werde ich mit dem Film aber wohl nicht mehr werden.
     
    Zuletzt bearbeitet von Willy Wonka - 14. Juni 2021 Grund: Beitrag kopiert aus "Zuletzt gesehen"
  8. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    Mir hat Jacksons King-Kong-Verfilmung sehr gefallen und zumindest bei meinen damaligen Sichtungen, die mittlerweile auch viele Jahre her ist, fand ich den Film auch sehr emotional. Dass die Story für einen so langen Film recht schmal ist, hat mich auch keineswegs gestört, denn für mich hat der Film vor allem durch seine ausladende Präsentation der Locations und der Rekonstruktion der 1930er Jahre wahnsinnig gut gefallen.

    Ob ich heute immer noch zur Höchstnote greifen würde, kann ich gar nicht genau sagen. Ich müsste den Film mal wieder schauen.
     
  9. Filmfan1972

    Filmfan1972 Filmgott

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    Camp Crystal Lake
    Mir hat Jacksons King Kong auch gefallen. Die 30er beizubehalten und Kong "relativ" klein zu lassen war schon recht mutig... Passte aber zum ganzen....
    Mein Favorit ist aber nach wie vor das Remake aus den 70er mit Jeff Bridges.....
     
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