Insel der Dunkelheit
Julie ist Lehrerin und hat mal so einen richtig miesen Tag. Erst wird sie gefeuert und dann erwischt sie ihren Partner dabei, wie er fremdgeht. Um die Vergangenheit hinter sich zu lassen, nimmt sie die Stelle an einer Schule auf einer kleinen norwegischen Insel an. Sie wird dort eher gemischt aufgenommen. Manche sind äußerst abweisend, der Dorfpfarrer dagegen sehr freundlich. Insgesamt passt die eher moderne Frau auch nicht so recht in diese etwas altbackene Welt, die zudem auch noch extrem religiös veranlagt ist. In der Schule angekommen stellt sie dann fest, dass 2 Kinder, die im Klassenbuch aufgeführt sind, fehlen. Sie erfährt das die Beiden Selbstmord begangen haben. Eine weitere Schülerin gibt ihr zusätzlich Rätsel auf, die äußerst verschlossen und depressiv zu sein scheint und irgendwie den Anschein einer weiteren Selbstmord-Kandidatin erweckt. Als sie anfängt dem Mädchen zu helfen und gleichzeitig in den beiden Selbstmorden ermittelt, stellt sich die Inselgemeinschaft gegen sie und von nun an fürchtet sie sich nicht nur um das Leben der Schülerin, denn auch ihr Eigenes ist mittlerweise in Gefahr.
Auf den Film wurde ich natürlich durch Kommissarin Lund aufmerksam. Ich schaute nämlich nach, was Sofie Gråbøl ansonsten noch gedreht hat, da sie mir in der Serie außerordentlich gut gefiel. Der Film von 1997 fährt natürlich das Thema der religiösen Bedrohung innerhalb einer Sekte auf, was hier durch die fantastischen Kulissen der Inselwelt Norwegens, mit wunderschönen Schauwerten garniert wird. Dazu eine wieder famos aufspielende Hauptdarstellerin, die den Film trägt. Insgesamt mag ich dieses skandinavische Flair sowieso gern, weshalb ich da antürlich einen schnellen Zugang entwickelte. Die Story bietet zwar innerhalb des Genres jetzt nichts Neues, aber vermittelt die Bedrohung absolut ordentlich, wobei mir es auch manchmal etwas zu weit drüber war. Da kommt es dann eben manchmal auch zu Ungereimtheiten bzw. verhalten sich nicht alle so, wie man es eigentlich erwarten sollte. Dazu fällt manchmal ein recht holpriger Schnitt auf. Aber okay, es ist ein kleiner norwegischer Thriller, der inzwischen fast 30 Jahre auf dem Buckel hat und dafür fand ich ihn wirklich sehr gut.