Hamnet

Die wilde 13

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Hamnet


Ende des 16. Jahrhunderts im englischen Provinzkaff Stratford-upon-Avon. Der junge Lateinlehrer William Shakespeare und die etwas eigentümliche Bauerntochter Agnes verlieben sich und heiraten gegen alle Widerstände. Sie bekommen drei Kinder während William langsam Karriere macht. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit der glücklichen Familie...


Zugegeben, ich habe mich immer schwer getan mit dem Œuvre des legendären englischen Dichters wobei mir die meisten Verfilmungen durchaus gefallen, wenn denn die Sprache sich nicht zu sehr ans Original hält. Denn die ist mir einfach zu anstrengend oder ich bin schlicht zu blöd dazu. Die Geschichten selbst sind natürlich bar jeder Kritik und nicht zu Unrecht gehören sie zum Weltkulturerbe.

In Chloé Zhaos meisterhaften Werk Hamnet (nach dem Buch von Maggie O'Farrell aus dem Jahr 2020) geht es nun um die (semi-fiktive) Biographie Shakespeares und diese ist ein absolutes Fest für alle Sinne. Sowohl auf der technischen Seite wie Kamera (Łukasz Żal), Sets (Fiona Crombie), Kostüme und Musik (Max Richter) überzeugt Hamnet dermaßen, das vor allem im letzten Drittel des Films die Gefühle Achterbahn fahren.

Und auch vor der Kamera liefern die Darsteller eine Glanzvorstellung ab, wobei Jessie Buckley als Agnes herausragend performt und dafür zurecht einen Oscar mit nach Hause nehmen durfte. Aber auch Paul Mescal als William oder Emily Watson als seine Mutter agieren auf sehr hohem Level. Heimlicher Star des Films aber ist für mich Jacobi Jupe als Hamnet, der so knuffig und natürlich spielt, das es eine wahre Freude ist.

Hamnet ist pure Kinomagie, die mich total in ihren Bann gezogen hat. Beeindruckene schauspielerische Leistungen, eine Kamera, die aus tollen Perspektiven unvergessliche Bilder kreiert und der Score brennt im Hintergrund ein emotionales Feuerwerk ab. Filmherz, was willst du mehr? Wer ein Faible hat für Meisterwerke wie Sinn und Sinnlichkeit oder Bright Star wird auch an Hamnet nicht vorbeikommen!


10/10
 

Tarantino1980

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Danke Du hast mich an etwas erinnert. Da der Film leider viel zu kurz bei uns im Kino lief und tatsächlich auch nie in einer 20 Uhr Vorstellung sondern immer nur in der 17 Uhr Vorstellung, hatte ich ihm im Kino nicht sehen können. Daher wollte ich ihn eigentlich zunächst auf Amazon ausleihen um zu schauen ob er potential für die Sammlung hat, aber nach dieser tollen Kritik von Dir ist er jetzt direkt als Blindkauf in meinen Amazon Warenkorb gelandet. Sobald ich ihn gesehen habe werd ich mich hier ausführlicher zu Wort melden.
 

Die wilde 13

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Da der Film leider viel zu kurz bei uns im Kino lief und tatsächlich auch nie in einer 20 Uhr Vorstellung sondern immer nur in der 17 Uhr Vorstellung, hatte ich ihm im Kino nicht sehen können.
Sehr schade, denn dieser Film ist visuell so wunderschön. Wie gemacht für die große Leinwand.

Daher wollte ich ihn eigentlich zunächst auf Amazon ausleihen um zu schauen ob er potential für die Sammlung hat
Hatte ihn mir bei der letzten -,99 Aktion bei amazon ausgeliehen. Hat sich mehr als gelohnt und selbstverständlich wird er auch einen Platz in meiner Sammlung finden. Denn so ganz sicher war ich mir bei Hamnet auch nicht. Passte schon in mein Beuteschema vom Inhalt aber wie wurde Shakespeares Werk integriert? Es wird an einigen Stellen rezitiert aber so, das es mich gar nicht störte. Zum Ende hin sogar als Theaterstück aber hier ließen mich Shakespeares Worte im Einklang mit den famosen Schauspielern, der Musik und der Kamera einfach nur so dahinschmelzen. Ja, Poesie hat die Kraft des Zaubers in sich und ich musste am Schluss unweigerlich an John Keating denken.

Sobald ich ihn gesehen habe werd ich mich hier ausführlicher zu Wort melden.
Da freue ich mich darauf. Wie gesagt, visuell schon ein Kunstwerk. Die Kamera ist wirklich großartig, von Close-ups bis hin zu Perspektiven, die jetzt nicht unbedingt innovativ sind aber in diesem Moment(en) einfach nur stimmig und grandios sind und die Magie des Augenblicks zelebriert.

Aber eben auch inhaltlich hat Hamnet so viel zu bieten. Wie verarbeitet man ein Schicksal? Was waren Shakespeares Inspirationen? Wie stark ist die Prägung durch die Eltern? Wie wichtig sind Träume? Ich bin immer noch hin und weg! :bet:
 
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