Ghost Rider

Dieses Thema im Forum "Kurzkritiken und Diskussion" wurde erstellt von crizzero, 17. Juni 2008.

  1. crizzero

    crizzero Filmvisionaer

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    #02 17.06.08 crizzo
     
  2. crizzero

    crizzero Filmvisionaer

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    Ghost Rider

    Obwohl der Film ganze 2 Stunden füllt, wird die Story ziemlich schnell abgeklappert. Es steckt Vieles in dieser Comic-Verfilmung. Vieles, was erzählt werden will. Das tut der für eine interessante Comic-Figur notwendigen Charaktertiefe eigentlich ziemlich gut, lässt aber die Kämpfe gegen wirklich coole Höllendämonen auf ein Minimum an Action-Inhalt sinken. Der Ghost Rider siegt einfach zu schnell und zu selbstverständlich. In dieser Hinsicht ist das stylische Machwerk durchaus mit einem "Constantine" zu vergleichen, der auch Vieles richtig machte, allerdings die Action zu prägnant abhandelte.

    Wenn es denn zu den Actionszenen kommt, sehen diese aber phänomenal aus! Der brennende Totenschädel wirkt richtig plastisch und echt. Überall lodert und brennt es am Rider. Die anfängliche Depression weicht zudem schnell einer amüsanten Flirt-Atmosphäre mit situationsabhängigem Galgenhumor und somit einer Wohlfühlatmosphäre für den Zuschauer. Jetzt wird der Streifen richtig unterhaltsam. Wird man anfangs noch mit einem traurig schüchternen Intro in die groben Story-Bahnen gelenkt, geht es nun im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Denn wenn es Nacht wird, brennt der Asphalt.

    Eigentlich marvel-typsich, diese Dramaturgie. Und das ist gut so. Die Marvel-Comics sind kleine Meisterwerke mit coolen, aber auch nicht fehlerfreien Superhelden und dieses Strickmuster kommt nun auch beim Ghost Rider gut rüber. Die Atmosphäre und das Plot stimmen soweit. Die Spezialeffekte sind einfach richtig schick gemacht. Schauspielerisch ist die Geschichte ebenfalls gut besetzt. Eva Mendes ist einfach wunderschön anzuschauen und strahlt einen weiblichen Charme aus, dass man als Kerl dahinschmelzen möchte. Und Niclas Cage spielt - wie fast immer - großartig. Er begeistert mit seiner unnachahmlichen Mimik und macht trotz des tiefschwarzen Toupets eine gute Figur. Und mit ein bißchen längeren Kampfszenen, würde die Umsetzung durchaus an einer höheren Wertung kratzen.

    Unterm Strich bleibt also richtig gutes Comic-Kino, welches eine ebenso gute Qualität wie die gelungenen Werke "Constantine" und "Hellboy" an den Tag legt. Comic-Fans kommen um diesen Streifen nicht herum.

    7/10
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. August 2011
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