Freaky
Der Blissfield Butcher ist ein ziemlich mies gelaunter Killer, mit einer Maske, die an Jason erinnert. Damit geht er auf Tour und metzelt ein paar Teens nieder, die es sich zu viert in einer Villa gemütlich gemacht haben. Dort findet er einen seltsamen antiken Dolch den er nun als Mordwaffe benutzt. Als er gerade dabei ist, sein nächstes Opfer Millie zu tranchieren, zeigt der Dolch eine seltsame Wirkung. Während des Hiebs findet nämlich ein Körpertausch statt. Millie ist nun im Körper des Killers und der ist nun wiederum im Körper des schüchternen Teenagers. Da Er/Sie dennoch zur Schule geht, gibt es dort aber kein uninteressantes Schlachtfeld. Als harmloses Teenie-Girl kann man dort nämlich prächtig ein paar Gemeinheiten ausleben, während Millie im Körper des Killers versucht ihre Freunde davon zu überzeugen, was gerade passiert ist.
Körpertausch Filme haben eine lange Geschichte und sind jetzt nicht wirklich etwas Neues. Allerdings sind wir hier im Slasher. Der Regisseur von "Happy Deathday", Christopher Landon, paart somit zum zweiten Mal das Genre mit einer beliebten Spielart der Komödie und auch das ist absolut gelungen. Vince Vaughn spielt das aber auch wirklich vorzüglich, wenn das verwirrte Teenie-Girl in seinem Körper ist. Gerade die erste Hälfte ist wirklich ein Kracher und macht durch das Sujet richtig viel Laune. Die Slasher Einlagen zu Beginn sind klasse und auch der Übergang zur Komödie steckt voller Wortwitz und Überraschungen. Die brenzligen Situationen werden fantastisch genutzt und liefern tolle Unterhaltung. In der zweiten Hälfte verwässert es dann leider und man bemerkt, dass man das wirklich großartig aufgebaute Potential ein wenig verschenkt. Klar, auch hier sind noch einige Highlights zu finden, aber dennoch flacht er ein wenig ab. Die Lösung wie man den Umkehrprozess einfädeln könnte ist zwar völlig okay, aber die Jagd auf den Dolch ist dann nicht mehr mit dem Ideenreichtum der ersten Hälfte zu vergleichen. Insgesamt ein vergnüglicher Streifen, gleichwohl der Start deutlich stärker ist. Das Finale nach dem Finale hätte man sich zusätzlich sparen können, denn das war nicht witzig, sondern platt und zudem völlig sinnlos.