Farben des Bösen

Tarantino1980

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Farben des Bösen: Rot
Am Strand der Ostsee wird eine junge Frau tot aufgefunden. Das Aussehen der Leiche lässt keine Zweifel offen das es sich hierbei um keinen Unfall sondern um einen Mord handelt. Der ermittelnde Staatsanwalt Leopold Bilsk setzt alles daran, den Täter ausfindig zu machen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman der Schriftstellerin Malgorzata Oliwia Sobczak aus dem Jahr 2019. Inszeniert wurder der Film von Adrian Panek. Es handelt sich um eine polnische Buchreihe die aber offenbar, zum Glück, nicht von Hollywood, gefunden wurde, sondern selber in Polen gedreht und über Netflix rausgebracht wurde. Einerseits ist dies natürlich sehr schade, weil damit die Chance das diese Filme jemals physikalisch auf Disc erscheinen werden sehr gering ist, aber unter dem Strich überwiegt meine Freude, denn was bringt mir eine Hollywood Produktion wenn sie höchstwahrscheinlich wieder der Einheitsbrei gewesen wäre, was man von aktuellen Hollywood Filmen leider viel zu häufig zu sehen bekommt. Der Film stammt aus dem Jahr 2024 und leider ist er an mir vorbeigegangen, ansontsen wäre dieser Film mit Sicherheit in meiner persönlichen Top 10 gelandet, obwohl 2024 ein für mich noch starkes Jahr war. Es handelt sich bei der Story um einen klassischen Mordfall der jedoch extram stark inszeniert wurde. Der Film ist schön düster, hat absolut interessante Charaktere und eine hervorragendes Storytelling. Ehrlicherwiese kenne ich nicht viele polnische Filme, aber dieser Film braucht sich absolut nicht vor großen Produktionen aus anderen Ländern zu verstecken. Im Gegenteil meiner Meinung nach übertrifft er diese in jeglicher Hinsicht. Hollywood würde sich gut daran tun, solche Storys auf diesem Niveau mal wieder zu verfilmen. Der Film hatte mich von seiner Bildsprache und Atmoshäre relativ schnell gepackt und die Laufzeit von 111 Minuten vergingen wie im Flug. Ähnlich wie in nordischen oder französischen Thrillern, ist das Colorgrading recht gräulich bzw. düster gehalten, was die intensivie Atmoshäre, welche absolut passend zur Story ist, definitiv unterstützt.

Der Cast besteht natürlich, da es keine internationale Co-Produktion ist, aus Namen die man in unseren Kreisen nicht so kennt. Eine der Hauptdarstellerinnen, Zofia Jastrzębska hatte ich zumindest schonmal in der polnischen Serie Ein Mädchen und ein Kosmonaut, welche man sich auch auf Netflix ansehen kann, gesehen. Bereits dort war sie mir positiv aufgefallen. Aber auch Jakub Gierszał, Maja Ostaszewska, Przemysław Bluszcz und Andrzej Konopka haben wirklich eine verdammten guten Job gemacht und haben ihre Rollen absolut authentisch und stark verkörpert. Generell spürte man das alle mit Herzblut bei der Produktion waren.

Wer gute nordische oder französische Thriller mag, wird an der Farben des Bösen Reihe nicht vorbeikommen. Von mir eine absolte Empfehlung und ich bin froh, das es zumindest schon einen weiteren Teil dieser Reihe auf Netflix zu sehen gibt.

Wertung: 9/10
 

Tarantino1980

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Farben des Bösen: Schwarz
Nachdem der Staatsanwalt Leopold Bilski, nachdem er bei den Ermittlungen zu seinem letzten Fall offenbar vielen zu unkonventionell und zu unbürokratisch unterwegs war, wird er in die Kleinstadt Trulocz strafversetzt. Aber auch dort daurt es nicht lange, bis er wieder sich in Dinge einmischt und Ermittlungen aufnimmt, die eigentlich niemand mehr nachverfolgt.

Auch dieser Film basiert auf den gleichnahmigen Roman von Małgorzata Oliwia Sobczak und wurde, zwei Jahre später, auch wieder von Adrian Panek inszeniert. Es wird nur lose Bezug auf den Vorgängerfilm genommen, so das man sich beide unabhängig voneinander anschauen kann. Natürlich erkennt man von der Art der Inszenierung, bedingt durch die selbe Autorin und den selben Regisseur, parallelen und daher bezweilfe ich das es viele Leute gibt die sagen der eine Roman bzw. der eine Film gefällt mir deutlich besser als der andere. Aber natürlich, gerade wenn die Storys nicht viele miteinander zu tun haben, gibt es alleine schon durch die unterschiedlichen Fälle Geschichten die einen mehr fesseln als andere. Das hatte ich bei der Serie zu Die purpurnen Flüsse auch schon, das mir der eine Fall besser gefallen hat als der andere. So ist es auch bei dieser Krimi Reihe. Mir hat der Fall aber auch die Inszenierung von Farben des Bösen: Rot etwas besser gefallen. Ich kann es noch nicht mal so richtig benennen warum, da auch hier im zweiten Teil der Reihe, die düstere Grundstimmung, aber auch ein sehr düsterer und beklemmender Fall wieder vorhanden sind, aber dennoch hatte mich der Vorgänger ein klein wenig mehr abgeholt, was aber nicht heißt das dieser Film hier deutlich schlechter ist. Im Gegenteil, ich bleibe bei meiner Meinung das diese Filmreihe aus Polen aktuell es mit jedem aktuellen Thriller aus Hollywood nicht nur aufnehmen kann, sondern ihn auch in der Regel übertrifft.

Es war auf jeden Fall gut das man wieder Jakub Gierszał für den Cast gewinnen konnte, aber auch Marianna Zydek war eine gute Erweiterung des Casts. Generell mochte ich aber auch den restlichen Cast und man spürte auch hier, das jeder wieder mit Herzblut dabei war.

Diese Reihe gefällt mir bisher ausgeprochen gut. Es ist natürlich schade das ich jetzt wahrscheinlich 2 Jahre warten muss bis der nächste Roman verfilmt wurde und auf Netflix läuft, aber man will ja auch noch etwas haben worauf man sich freuen kann. Definitiv tragischer finde ich es, das solche Filme nie auf einem physikalischem Medium erscheinen werden und man immer der Barmherzigkeit des Streaminganbieters ausgeliefert ist. Soll heißen, wenn ich den Film vielleicht dann nochmal in 10 Jahren sehen will, ist nicht sicher ob ich ihn dann überhaupt noch einmal sehen kann. Hingegen, wenn ich ihn jetzt käuflich erwerben könnte, würde ich es sofort tun, genauso wie seinen Vorgänger. Ich werde da Netflix, aber auch Amazon nie verstehen, warum sie das so selten tun bei ihren Eigenproduktionen. Natürlich, so lange die Sachen aktuell sind, wollen sie damit neue Abonennten locken. Das verstehe ich, aber wenn doch ein Film/Serie ohnehin das Programm verlässt oder irgendwann so unbekannt geworden ist, das keine neuen Leute es sich mehr anschauen, wäre es doch ein guter Nebenverdienst über einen eigenen Shop solche selbstproduzierten Filme/Serien auf Disc zu pressen und dann ganz billig in ein Keep Case zu packen, ein Cover zu drucken udn fertig. Es müsste ja auch keine große Auflage sein, einfach eine Vorbesteller Mail an alle Abonennten schicken die sich den Film/die Serie angeschaut haben und dann fragen ob sie sich davon eine physikalische VÖ kaufen wollen würden. Und anhand der Vorbestellungen dann einfach die Produktion machen und fertig. Es müssten ja noch nichtmal Mediabooks oder Steelbooks sein. Aber naja so bleibt halt die Hoffnung, das auch dieser Film dann, wenn ich nochmal Lust habe, ihn zu sichten noch im Programm von Netlix ist.

Wertung: 8/10
 
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