Eyes without a face
Die Comic Autorin Giovanna schwebt auf einer Erfolgswelle. Ihre Figur Doktor Dark ist zwar brutal aber bekommt viel Zuspruch bei den Käufern. Aber nicht nur dort, denn ein seltsamer Killer ahmt die gezeichneten Taten nach und bringt ihr die Ergebnisse: Die Augen der Opfer
Regisseur Bruno Mattei hatte zwar eine lange Karriere, aber in Dieser hat er nicht wirklich viele Top Hits landen können. Genre-Fans kennen ihn eher als eine Art Plagiator, weshalb „Die Hölle der lebenden Toten“ schon zu den bekannteren Filmen zählt. Den Giallo hatte er bis 1993, wenn nur gestreift, aber nun legte er einen vor und nahm sich dabei „Tenebre“ zum Vorbild. Ohne zu viel zu verraten, konnte das nur schief gehen.
Dabei ist er theoretisch gar nicht mal so schlecht. Aber das, was er ganz gut hinbekommt, reißen die Darsteller wieder ein. Die agieren alle auf einem Niveau vom Marienhof oder einer anderen RTL-Vorabendserie. Grausig! Wirklich grausig. Die Hauptdarstellerin ist zwar nicht unattraktiv, aber flattert ständig zwischen Overacting und Leichenstarre. Im Gegensatz zum ermittelnden Polizisten wirkt sogar Steven Seagal wie ein variantenreicher Tausendsassa. Damit kann man wirklich nur selten eine vernünftige Atmosphäre kreieren.
Trotzdem bemüht sich die Kamera redlich und bewahrt den Film vom kompletten Untergang, weshalb es auch immer wieder ein paar gut konsumierbare Passagen gibt. Dennoch behalten die Defizite die Oberhand. Besonders schlimm wird es im Finale und man ruft als Zuschauer ständig „Cut“ und hätte das gerne nochmal drehen lassen.
Tatsächlich wüsste ich in dem Fall auch nicht, wem man den Film empfehlen kann. Aus Neugier und Komplettierungsgründen kann mal reinschauen, aber der ist schon in der untersten Schublade angesiedelt.