Eine Hochzeit zum Verlieben

Dieses Thema im Forum "Kurzkritiken und Diskussion" wurde erstellt von Willy Wonka, 7. Dezember 2012.

  1. Willy Wonka

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    #02 07.12.2012 Willy Wonka


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  2. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    AW: Eine Hochzeit zum Verlieben


    Dass Adam Sandler neben Drew Barrymore in einem Film der einzige halbwegs normale und realistische Charakter darstellt, ist schon verblüffend, aber noch überraschender ist wohl die Tatsache, dass er trotz der vielen skurrilen und überzeichneten Nebencharakteren, die ihn beinahe pausenlos zum Ausbrechen aus seiner Person zwingen, er diese Transformation unterlässt und nicht zum „Über-Sandler“ mutiert, wie es beispielsweise später in „Die Wutprobe“ vollzogen worden ist. Dass die Witze, der Kitsch und die Vorhersehbarkeit in einer derart ostentativen Weise präsentiert werden, lässt den Film vor allem im Hintergrund von der Mentalität der Generation X und der vorherigen Läuterung von Drew Barrymore im realen Leben beinahe doppelbödig wirken – liegt womöglich hier der Witz des gesamten Films?

    Adam Sandler scheint leider seiner Rolle nicht ganz gewachsen gewesen zu sein und die idealisierte und romantische Liebe zwischen Sandler und Barrymore wird meines Erachtens durch zu viele unpassende und schlicht unlustige Witze und Späße untergraben. Allein die Exposition des Films hat erahnen lassen, welchen Witze Regisseur Frank Coraci bedient, wobei eine richtige Klassifizierung des Humors schwerfällt, da er weder als anarchistisch noch naiv bezeichnet werden kann. Am ehesten würde ich den Humor des Films als einen zahmen, personenbezogenen Affront verstehen, der zwar meistens sympathisch wirkt, aber auch viele alberne und überzogene Elemente vereint. Letztlich bleiben vom Film nur die zahllosen Lieder aus den 1980er Jahre (der Film spielt auch in diesem Jahrzehnt), die beinahe in jeder Szene des Films Verwendung finden, im Ohr hängen, sodass der Film trotz unmusikalischer Schauspieler, wie ein Musical in Erscheinung tritt und vermutlich sogar als solches verstanden werden will. Aus diesem Grund ist es auch kaum als überraschend anzusehen, dass der Filmstoff bereits 2006 am New Yorker Broadway als Musical umgesetzt worden ist und seitdem die Bühnen von zahlreichen anderen Ländern (Schweden, Japan, Deutschland, Philippinen, Großbritannien etc.) erobert hat.
     
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