Der Fluch von Siniestro

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Der Fluch von Siniestro

Ein Bettler durchstreift die Gegend und macht in einer Taverne halt. Dort bekommt er zwar nichts, da die Leute selbst nicht mehr viel haben, aber er bekommt den nicht ernst gemeinten Tipp es doch mal auf dem Schloss des Marquis von Siniestro zu versuchen. Unverdrossen versucht er es dort und wird bald zum Spielball des sadistischen Herrschers, der ihn nach dem er mit ihm fertig ist ihn im Verlies einschließt und dort vergisst. Essen wird ihm durch eine stumme Dienerin über viele Jahre hinweg gereicht. Durch die Laune des Marquis wird aber auch sie irgendwann zu dem Bettler ins Verlies gesetzt, der nach den vielen Jahren inzwischen völlig irre geworden ist. Er vergewaltigt die Magd, die daraufhin entkommen kann. Leider trägt sie nun ein Kind in sich, denn die Legende sagt, dass ein ungewolltes Kind, welches an Weihnachten geboren wird, von dunklen Mächten gesteuert wird. Leider fällt die Geburt direkt auf Weihnachten.

Die britische Filmschmiede Hammer, versuchte sich nach Dracula, Frankenstein und der Mumie nun auch am Werwolf. Im Jahre 1961 drehte Terence Fisher den Film mit Oliver Reed in der Hauptrolle und liefert aber tatsächlich keinen klaren Horrorfilm, sondern eher ein Drama mit gruseligen Zutaten, denn auch sein Werwolf ist ein liebenswürdiger Mensch, der sich nicht verwandeln möchte, aber es nun einmal geschieht. Zudem dauert es auch relativ lange, bis man den unglaublich toll kreierten Werwolf in Aktion sieht. Der Weg dorthin ist aber dennoch wunderschön anzusehen, was wieder einmal an den famosen Kulissen von Bernard Robinson liegt und natürlich der Hammer-typischen wundervollen Ausleuchtung und der Kamera. Deshalb haben wir wieder diese traumhaft schöne Atmosphäre, die deren Filme so sehenswert macht. Oliver Reed gibt seiner Figur auch eine Menge Charisma mit und selbst unter dem tonnenschweren Makeup der Werwolf Maskerade, schafft er es seiner Figur, viel Dramatik und Leben einzuhauchen. Trotzdem ist durch den Aufbau der Geschichte nicht durchgehend Hochspannung gegeben, welche man sich dann eher für das Finale aufhebt. Deshalb vielleicht nicht der granz große Film, der unweigerlich in eine Top Ten gehört, aber trotzdem ist er absolut sehenswert und bereitet Fans der britischen Filmfirma ungemein viel Freude.
 
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