Das Dorf der Verdammten

deadlyfriend

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#02 05.02.2026 deadlyfriend

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Das Dorf der Verdammten

Im britischen Örtchen Midwich gehen seltsame Dinge vor. Innerhalb einer Sekunde werden alle Tiere und Menschen bewusstlos und fallen an Ort und Stelle um. Nicht nur da, denn auch jeder der einen bestimmten Umkreis des Dorfes betritt, fällt sofort ins Reich der Träume. Das in der Nähe stationierte Militär errichtet sofort eine Sperrzone um den Ort und lässt niemanden mehr hinein. Versuche mit Gasmasken die unsichtbare Grenze zu durchschreiten, scheitern kläglich. Wie von Geisterhand stehen plötzlich alle Bewohner und Tiere wieder auf, können sich aber an nichts erinnern. Weitere Untersuchungen verlaufen ergebnislos. Wenige Monate später gibt es die nächsten seltsame Ereignisse, denn die Frauen im Ort vermelden ihre Schwangerschaft. Einige davon hocherfreut, andere dagegen am Boden zerstört, weil es unmöglich sein kann und sie gar nicht wissen, wie das passiert sein soll. Allerdings wird bald klar, dass die Schwangerschaft am Tag des seltsamen Ausfalls entstand und somit werden 9 Monate später äußerst merkwürdige Kinder geboren, die sehr schnell heranwachsen und hochgradig intelligent sind.

John Wyndham war Anfang der 50er auf dystopische Stoffe spezialisiert, weshalb wir ihm neben den "Midwich Cuckoos" auch die "Triffids" zu verdanken haben. Die Geschichte über die Kuckuckskinder wurde bereits vor Veröffentlichung des Buchs an ein Filmstudio verkauft und gehört heute quasi zum Allgemeinwissen unter Sci-fi Fans. Zumindest wird man auch ohne den Film gesehen zu haben, irgendwann mal darüber gestolpert sein.
Der Film wurde 1960 von Wolf Rilla gedreht, der auch gar nicht erst den Fehler beging, die Ungereimtheiten zu erklären. Stattdessen rätseln zwar die Protagonisten darüber, was hier vor sich geht, liefern aber keinen klaren Hinweis. Deshalb funktioniert der Film hervorragend und steuert nicht darauf zu, eine Erklärung zu finden, sondern kümmert sich lieber um die Gedanken, wie man die "Dinger" wieder losbekommt und ob man das überhaupt tun sollte, da es ja schließlich Kinder sind. Er stellt lieber die Wissenschaftler, die gerne mehr wissen wollen, den Menschen gegenüber, die berechtigt Angst vor den lieben Kleinen haben. Denn je älter sie werden, desto mehr Menschen sterben in der kleinen Gemeinde. Zudem sind sie einfach nur unheimlich. Durch diese nüchterne Herangehensweise entflieht er den Trash-Möglichkeiten und schafft es, dass man den Film ernsthaft verfolgt. Das sahen wohl auch die Kinozuschauer so, denn er war überaus erfolgreich. So erfolgreich, dass es kurz danach bereits eine Fortsetzung gab und in den 90ern sogar ein Remake von John Carpenter. Inzwischen wurde anscheinend auch eine Serie dazu gedreht.

Auch darstellerisch war der Film hervorragend besetzt. Neben George Sanders, den man mehrfach bei Hitchcock und bei vielen anderen Klassikern sehen konnte, spielte auch noch Barbara Shelley mit. Der Clou ist dann der Kinderdarsteller Martin Stephens, der bereits in "Das Schloss des Schreckens" Furcht auslösen konnte. Hier nochmal zusätzlich durch den Effekt mit den weiß leuchtenden Augen, die ikonisch für den Film wurden.
 
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