Australia

Dieses Thema im Forum "Kurzkritiken und Diskussion" wurde erstellt von Frankie, 4. Mai 2009.

  1. Frankie

    Frankie Leinwandlegende

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    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Australia:

    #02 04.05.09 Frankie
     
    Zuletzt bearbeitet von Tarantino1980 - 23. Dezember 2010
  2. Frankie

    Frankie Leinwandlegende

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    Australia

    Australien 1939: Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges reist die blasierte
    Lady Sarah Ashley nach Australien. Dort muss sie sich notgedrungen mit dem ungehobelten Viehtreiber Drover verbünden.....

    Eins Vorweg, Australia ist nicht der Epos geworden, den man erhofft, oder befürchtet hat. Schmachtfetzen? Jein! Sicherlich wird der Teil den man von so einen Film erwartet auch bedient, aber leider verliert Baz Luhrman sich in der Story und versucht einfach zuviel. Ein Teil Liebesdrama, eine Prise Western und dazu noch ein Kriegsdrama.
    Wenn das alles wäre hätte die Zeit wohl auch gereicht für einen Epos der länger
    haften bleibt, aber er bedient auch noch die die Aborigine Kultur und streift das Thema Rassismus. Einfach zuviel für einen Film um alles ordentlich zu bedienen.

    Die erste Hälfte des Filmes funktioniert noch sehr gut, alles was man erwartet hat wird auch geboten. Sonnenuntergänge, hüpfende Känguru etc. Hier und da wird zuviel Aborigine Zauber zelebriert, aber ok, da drückt man dann ein Auge zu.
    Der Cut zum Kriegsdrama ist immens, und da verliert der Film sich dann. Irgendwie
    funktioniert das nicht. Irgendwie springt der Funke zu den Figuren nicht richtig
    rüber.
    Am Ende bleibt ein Film in dem vieles gewollt wurde, aber wenig gelingt.
    Hätte man sich auf den ersten Teil des Filmes konzentriert, hätte man
    am Ende einen schönen Epos bekommen. So ist es leider nur oberer durchschnitt.

    6,5/10
     
  3. crizzero

    crizzero Filmvisionaer

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    Naja, immerhin. Ich habe ihn im Kino verpasst. Mir reicht es aber auch, wenn ich den irgendwann mal im Fernsehen schaue.
     
  4. Evil_Gonzo

    Evil_Gonzo Filmvisionaer

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    jepp, ich muss den auch nicht sofort sehen. Werde mir den eventuell irgendwann mal ausleihen oder abwarten bis der im TV zu sehen ist.
     
  5. LivingDead

    LivingDead Hauptdarsteller

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    Hmm, klingt ja nicht unbedingt gut, aber eben auch nicht schlecht. Für 10€ werde ich mir den nächstes Mal sicherlich mitnehmen.
     
  6. dax

    dax Filmvisionaer

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    Wenn ich bei ner 4 für 3 Aktions wirklich nichts anderes finden werde, dann vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, wird der mal an die Kasse getragen.
    Ohne Liebesschmonzette hätte der Film bei mir deutlich mehr Chancen gehabt.
     
  7. kelte

    kelte Filmvisionaer

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    den Film wollte ich mir eigentlich Blind kaufen in der Hoffnung sowas wie Legenden der Leidenschaft, Cold Mountain zu sehen...
    denke ich leihe den doch besser erstmal aus
     
  8. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    So ein Film im Fernsehen? Das geht gar nicht, denn der Film lebt von seinen traumhaften Kulissen und dieses darf nicht durch mangelnde Bildqualität oder Werbung gestört werden. Die volle Wirkung wird der Film auf jeden Fall nicht entfalten können.


    Der Film schneidet viele Details an, aber er konzentriert sich auch bestimmte Aspekte und deswegen wirkt dieser Film nicht überladen wie z.B. „Spider Man 3“ mit seinen vielen verschiedenen Handlungsebenen. Sonst kann man die beide Filme, aber nicht vergleichen.
    Vor allem konzentriert sich der Film auf die Kultur der Aboriginesund die Liebesgeschichte und beide Ebenen verlaufen gekonnt ineinander und wirken zusammen als ein Ganzes. Des Weiteren fand ich dieses Thema sehr gelungen, da es noch nicht in sehr vielen Filmen thematisiert wurde, denn sonst werden öfters die Stämme von irgendwelchen Indianern in den USA beleuchtet.
    Der zweite Teil des Films legt seinen Fokus auf den Krieg und wie dieser die Schicksale der einzelnen Menschen verändert. Luhrmann sind in beiden Teilen der Geschichte wieder unglaubliche Bildkompositionen gelungen, dass das Auge sich von diesen Bildern einfach nicht satt sehen kann. Neben den Bildern ist auch die Musik bei Luhrmann immer im Mittelpunkt, wobei seine „Red Curtain-Trilogy“ noch mehr die Musik im Vordergrund hatte als jetzt „Australia“, dennoch ist die Musik genau richtig gesetzt und lässt ihre volle Wirkung entfalten.

    Australia“ ist für mich ein modernes Epos, welches den anderen Meisterwerken des Genres in nichts nachsteht.
    Wer aber keine Geschichten mag, welche die Liebe zweier Menschen in träumerischen Hemisphären befördern, wird eine gänzlich andere Meinung zum Film haben als ich.
    Worauf hätte man sich noch mehr konzentrieren sollen? Etwa auf die Kultur der Aborigines oder das Viehtreiben?
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2011
  9. Frankie

    Frankie Leinwandlegende

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    Ne finde ich nicht. Dazu wurden in meinen Augen auch zu viele Fehler gemacht. z.b das schnelle Ende des Rinderbarons. Das hat mich gestört, das ein so plötzlicher Wandel vollzogen wurde. Die Spannung zwischen den beiden war schon ersichtlich, aber das hätte man viel weiter ausbauen können. Die erste hälfte des Filmes fand ich stark, den Kriegsteil fand ich wesentlich schwächer.

    Das passte schon alles, aber ich hätte dann viel mehr Kampf um die Farm erwartet. Das Viehtreiben war ja nur ein Teil des ganzen. Die Aborigines sind ja ein wichtiger Teil der australischen Kultur, aber für mich war das zum Ende hin einfach nur noch störend. Das passte IMO nicht mehr in das Darwin Setting.
     
  10. herrnergal

    herrnergal Nebendarsteller

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    Bevor der Kriegsteil anfängt, hätte der Film eigentlich enden können. Es war ja eigentlich fast alles gesagt. Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und fand ihn trotz der Länge als nicht langatmig.
    Ich hab ihn übern Beamer auf Blu-Ray gesehn und die Bilder sind da teilweise wirklich genial. Ich denke im TV verliert der da schon von seiner Wirkung.
     
  11. LivingDead

    LivingDead Hauptdarsteller

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    Och, ich fand den Film ziemlich nett. Ein im besten Sinne altmodisches Epos, das vor allem durch seinen ungewöhnlichen Erzählrhythmus besticht, in dem Luhrmann seine Figuren konsequenterweise klassisch und klischeehaft einführt, ganz im Stile der bekannten Schinken aus den 30er und 40ern. Die Nicole Kidman fand ich zwar anfangs ziemlich nervig, aber das legt sich mit der Laufzeit. Immerhin werden tolle Bilder, eine kurzweilige Geschichte und gute Schauspieler geboten.

    6,5/10
     
  12. Die wilde 13

    Die wilde 13 Storyboard Mitarbeiter

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    Endlich mal wieder gestern Zeit und Muße gehabt,einen Film zu gucken. Und dann gerate ich an so was :rolleyes:
    Da ist Australia ca. 159 min. lang und die Akteure bleiben so blass und klischeehaft wie in einer 30 minütigen Seifenoperfolge. Die schon angesprochene Überfrachtung der Story als Abenteuer-,Liebes-,Gesellschaftskritik- und Kriegsfilm ist auch mir negativ aufgefallen. Australia ist weder Fisch noch Fleisch. Die Figuren bleiben völlig seelenlos,da hilft auch keine Aboriginemagie.
    Tolle Landschaftsaufnahmen und Überlänge machen alleine nunmal kein Epos aus.Schade eigentlich,da die Zutaten eigentlich stimmen. Nur das Rezept war leider das falsche. Wie man es richtig macht kann man z.B. in Jenseits von Afrika oder auch in Unterwegs nach Cold Mountain sehen.
    Da ich solche Filme gerne schaue,bin ich doch sehr enttäuscht.Daher nur 3/10

    Gottseidank habe ich dafür nur 5,-€ bei Saturn bezahlt :)
     
  13. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    Dem kann ich komplett zustimmen und genau aus diesem Grund hat mir der Film so unendlich gut gefallen. Luhrmann inszeniert nach klassischen Vorbild und dieses wird in letzter Zeit so gut wie gar nicht gemacht.
    Meiner Meinung nach ist die Geschichte bestimmt nicht kurzweilig. Kurzweilig sind die Geschichten von irgendwelchen Reißbrett RomComs (Kurzform für Romantic-Comedy). Doch diesen Typus gehört der Film nicht an, denn er zeigt ein tragisches Schicksal einer Kultur, welche scheinbar in unserer heutigen Kultur vergessen wird. Und meiner Meinung nach wirkt in dem Film nichts überladen. Den einzigen negativen Punkt (wobei ich ihn positiv sehe) ist, dass der Film sich zu sehr an die großen Epen orientiert und deswegen (vielleicht) nichts Eigenständiges besitzt.
    Das gleiche kann man dann auch „Vom Winde verweht" vorwerfen, denn dieser Film bedient sich auch aller genannten Elemente. Da ich „Jenseits von Afrika" und „Unterwegs nach Cold Mountain" noch nicht gesehen habe, kann ich diese ungenau einschätzten, aber ich vermute, dass sie sich auch dieser Elemente bedienen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2011
  14. 2moulins

    2moulins Walk of Fame

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    Hab' den Film auch gestern - zum zweiten Mal - angesehen und muss sagen, dass er mir schlechter gefallen hat als beim erstenmal. Muss Dir in den oben genannten Punkten zustimmen. Weniger wäre hier mehr gewesen.

    Auch was herrnergal schreibt, stimmt --> nach der ersten Hälfte hätte er enden können. Es folgt dann quasi ein zweiter Film, der das Mischlingskinder-Problem nur sehr oberflächlich anschneidet. Nachdem ich "Long Walk Home" gesehen habe, schneidet "Australia" jetzt noch schlechter ab.

    Die sehr gute Blu-ray-Bildqualität macht zwar einerseits Spaß, aber andererseits wirken viele Aufnahmen extrem künstlich - insbesondere in der Stadt und am Hafen. Und wie Hugh Jackman in Szene gesetzt wird, wirkt sehr aufgesetzt.

    Komme jetzt auf 5/10 (was für meine Verhältnisse ziemlich schlecht ist ;))
     
  15. LivingDead

    LivingDead Hauptdarsteller

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    Nun, kurzweilig können aber auch Epen mit einem historisch belegbaren Hintergrund sein. ;)
    Aber so ganz haltbar ist deine Argumentation auch nicht, wenn man sich vor Augen führt, WIE Luhrmann seinen Film inszeniert hat. Und dabei nimmt der Part mit dem tragischen Schicksal einer Kultur in meinen Augen einen verschwindend geringen Anteil ein. Vielmehr romantisiert Luhrmann hier ein Genre, wie auch das Land - Australien - in dem der Film spielt. Imo wählte er Australien eher wegen der Mythologie und den optischen Schauwerten, als dass er wirklich ernsthaft versucht hätte, ein tragisches Schicksalsdrama zu entwerfen. Alleine die plakativen Charaktere, die ziemlich schablonenhaft in Schwarz und Weiß einsortiert werden können, zeugen davon, dass Luhrmann mehr entertainen wollte, als alles andere.

    Nichtsdestotrotz funktioniert das, und ist andererseits wieder ganz und gar nicht auf Mainstream gebürstet, da die Charaktere durch ihre schablonenhafte Zeichnung für heutige Sehgewohnheiten ziemlich ungewöhnlich daherkommen und auch die Bilder wirken mit den vielen Weichzeichnern und den Green-Screen-Aufnahmen künstlich. Immerhin bleibt Luhrmann dieser anachronistischen Erzählweise fast über die komplette Laufzeit treu.
     
  16. Willy Wonka

    Willy Wonka Locationscout Mitarbeiter

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    Selbstverständlich romantisiert er, da er für sein Land ein Denkmal schaffen wollte, aber dennoch zeigt er auch die Schattenseiten wie z.B. die Aborigine-Kultur. Sonst sind "Denkmäler" nur einseitig, weil sie nur das Schöne und Großartige repräsentieren wollen, so wie viele Film-Biographien von großen Künstlern. Für mich ist es löblich, dass er auch die Schattenseiten betrachtet, auch wenn man sie noch mehr hätte beleuchten könnten, aber Luhrmanns Intention, da gebe ich dir recht, war mehr einen Film zu schaffen, der Unterhaltung bietet, aber dennoch besitzt er Kritik an der Gesellschaft und macht kleine Untertönen zu der Aborigine-Kultur.
     
  17. Die wilde 13

    Die wilde 13 Storyboard Mitarbeiter

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    Australia will vor allem auf die Aborigene und ihr Schicksal aufmerksam machen was in meinen Augen aber völlig misslingt,da die Kultur der Ureinwohner nur auf HokusPokus reduziert wird.Damit wird man den Aborigenes aber bestimmt nicht gerecht.Das Anliegen von Luhrman ist aller Ehren wert aber dieses versinkt leider in Kitsch und Klischees.
    Im Gegensatz dazu versuchen die anderen erwähnten Filme erst keine Gesellschaftskritik (vielleicht am Rande) sondern sind in erster Linie Liebesfilme,die in Kriegszeiten spielen mit einem Hauch Abenteuer. Australia hingegen kann sich irgendwie nie entscheiden,was es sein will und das macht diesen Film so unausgegoren.
    Ebenfalls negativ fiel mir auf,das fast sämtliche Special Effects als solche zu erkennen waren.Wie schon von 2moulins beschrieben vor allem bei den urbanen Szenen.
    Auch schauspielerisch fällt Australia leider weit hinter Vom Winde verweht oder Jenseits von Afrika zurück.
     
  18. dax

    dax Filmvisionaer

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    Australia

    Kein Epos, sondern ein typisches Filmchen für einen verregneten Sonntagnachmittag.
    Stellweise wirklich gut, meist belangslos und oft unerträglich kitischig mit dem Hang zum Unechten.
    Jedenfalls weiss ich jetzt, egal was passiert, ich muss einfach nur singen, dann wird schon alles gut.;)

    5/10
     
  19. SAB

    SAB Filmgott

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    Kann deine Kritik weitgehend bestätigen und auch deine Punktevergabe hat das gleiche Ergebnis wie bei mir!:)
     
  20. Russel Faraday

    Russel Faraday Filmgott

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    Gilead
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    hier, ich auch. es ist aber unglaublich, wie ähnlich Wolverine in seiner cowboy-kluft dem ollen Ostwald schaut. *staun*

    wenn JJ Abrams auch nur halb so unfähig ist, wie ich befürchte, wird er hoffentlich sein kaum vorhandenes talent nutzen und ihn wenigstens für den revolvermann im "dark tower" besetzen...
     
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