Masters Of The Universe (2026)
Der junge Prinz Adam wächst als Tronnachfolger von King Randor und seiner Ehefrau Queen Marlena auf dem fernen Planeten Eternia auf. Sein Vater der König will das der Sohn in Schwertkampf und Selbstverteidigung durch Duncan, den Anführer seiner Leibgarde, unterrichtet wird. Alles scheint in Ordnung, bis der machtgierige Dämon Skeletor mit seiner Armee das Königreich angreift.
Travis Knight hatte die aus meiner Sicht die fast unlösbare Aufgabe einen Realfilm aus einem Cartonn-Franchise zu machen, dessen Entstehungszeit ca. 40 Jahre her ist und irgendwie die Entscheidung treffen musste bzw. den Spagat zu schaffen einerseits die damalige Zielgruppe, welche mittlerweile nicht mehr als als junge Erwachsene bezeichnet werden kann, sondern eine Altersstruktur von um die fünfzig, plus minus fünf Jahre hat, aber eben auch für Mattel die Hoffnung zu Erschaffen, eine neue Generation von Kindern/Jugendlichen vielleicht für ein neues Franchise zu begeistern. Bereits 1987 wurde dieser Versuch unternommen diese Cartoon Serie als Realfilm zu inszenieren, was aber damals zu einem Flop wurde. Der Grund war recht simpel, mit den damaligen zur Verfügung stehenden Special Effects, lange bevor es CGI gab, musste die Grundausrichtung komplett anders gestaltet werden, da vieles von dieser Fantasy Helden Welt einfach nicht in eine reale Verfilmung gepasst hätte, plus die Tatsache das es damals einfach noch keine Filmemacher und Produktionsstätten gab, die es verstanden haben aus einer Comic/Zeichentrick Vorlage etwas gutes massentaugliches zu machen. Ich glaube, nur ein paar Jahre später nach Tim Burtons genialen
Batman Realverfilmung, hätte ein düsterer und somit erwachsenerer
Masters Of The Universe Film, deutlich einen einfacheren Stand aber auch ein erwachseneres Publikum gehabt. So war es damals halt eingentlich ein Film, der für unter 12 jährige Kinder gedacht war, aber diese damalige Zielgruppe, für diese Herangehensweise noch deutllich zu Jung war und der Bezug zu der geliebten Zeichentrick Serie nicht vorhanden war, aber eben auch eine erwachsenere Zielgruppe entweder die Vorlage garnicht kannten, oder kein Interesse hatten da man dachte das ist doch ein Kinderfilm! Ironischer Weise wurde dieser Film, jahre Später, von der selben Fangemeinde, nachdem sie älter wurden, doch noch zum Kultfilm. Man erkannte das dieser Film zwar eben ein anderer Ansatz war, aber dennoch eine solide Grundbasis hat mit ein paar Elemente, die wirklich gut waren. Aber für das Franchise war es damals einfach der falsche Zeitpunkt für diesen Versuch. Seitdem gab es einige neue animierte Serien welche zwar die Grundstory beibehalten hatten, sie aber immer etwas anders erzählt wurde und auch immer versucht wurde, den aktuellen Zeitgeist einzufangen. Für mich persönlich, war die Neuinterpretation aus den frühen 2000er sehr stimmig und natürlich die beiden Seasons von
Kevin Smith, die sogar die Storyline der originalen Serie aus den 80er Jahren weitererzählt hatte und ganz klar auch diese Zielgruppe angesprochen hat, also Leute die damals in den 80er Jahren als Kind diese Serie gesehen hatten. Und diese Vision von
Kevin Smith fand ich auch sehr gut. Aber es wäre meiner Meinung nach ein großer Fehler gewesen einfach diese Story als Realfilm nochmal fürs Kino zu verwenden, weil die Serie in Sich rund war und es meiner Meinung nach einfach keinen Mehrwert gebracht hätte, sie nur nochmal als Realverfilmung auf den Markt zu werfen.
Die Idee einen weiteren Versuch zu staren, einen neuen Masters Of The Universe Realfilm zu inszienierung geistert natürlich schon sehr lange im Netz und in Fanforen umher. Es gab immer wieder Gerüchte auf und häufig klang es so als sei das Projekt in sicheren Tüchern und der Film kommt auf jeden Fall. Es kam jedoch immer wieder zu Verschiegungen, kompletten Verwerfungen und Neustarts. Neue Studios, neue Regisseure und schlussenlich haben sich dann Sony und Amazon zusammengetan und haben als Regisseur
Travis Knight dazu gewinnen können, was auch nicht die schlechteste Entscheidung war, da er mit seinem
Bumblebee Film, vieles richtig gemacht hat und gezeigt hat, das er offenbar ein großer Fan der 80er Jahre ist und es versteht, diesen Vibe aus dieser Zeit in einem Film zu platzieren. Als Fan dieses Franchises, als Kind habe ich es wirklich geliebt, habe ich die ganze Reise immer mit Spannung verfolgt da ich immer der Meinung war, mit den aktuellen Möglichkeiten was CGI betrifft, ist diese Cartoon Serie aus den 80er Jahren einfach dafür prädistiniert gewesen, vernünftig als Realfilm inszeniert zu werden. Meine Hoffnungen waren sehr groß, aber bereits als ich dann den ersten Trailer sah merkte ich, in welche Richtung man gegangen war. Ich war nicht sofort hyped oder in freudiger Erwartung auf den Film, aber ich war zumindest Neugierig wie der fertige Film aussehen wird. Eins vorweg ich fand ihn nicht richtig schlecht, aber er ist auch nicht perfekt. Nach dem Trailer war natürlich sofort klar das man nicht versucht hat eine erwachsene Version des Themas zu inszenieren, was ich aber auch vollkommen nachvollziehen kann. Zum einen gab es den Versuch schon und zum anderen will man ja auch neue Leute ins Kino locken. Und genau das spürt man bei dem Film. Einerseits wird natürlich viel Fanservice betrieben, aber andererseits wirkt der Film häufig auch einfach nur wie ein x-beliebiger Disney/Marvel Film mit der gleichen Art von Humor und mit dem gleichen sehr dünnen Storytelling, welches man auch von vielen aktuellen Filmen aus diesem Genre her kennt. Versteht mich nicht falsch, ich werfe dem Film nicht vor das er nicht erwachsen genug ist. Was das angeht, haben sie alles richtig gemacht den seien wir mal ehrlich, aus heutiger Sicht würde glaube ich niemand von den Ur-Masters Fans diese Serie, wenn man sie heute das erste mal sehen würde, richtig abfeiern. Es sind eben schöne Kindheitserinnerungen die man mit dieser Serie und mit der Toyline verbindet, aber realistisch gesehen ist es eine Kinderserie die als Kind hervorragend damals funktioniert hat, aber mich als erwachsenen Mann nicht mehr abholt. Von daher glaube ich, das der Film, wäre er damals 1987 so rausgekommen - was natürlich technisch unmöglich gewesen wäre, mich aber dennoch als Kind absolut begeistert hätte. Sicherlich wäre der Humor ein anderer gewesen, aber diese bunte Welt von Eternia, die komplett überzeichneten Helden und Bösewichten, sind aus meiner Sicht sehr gut getroffen worden. Was ich allerdings sehr kritisiere ist, dass wirklich alles auf Eternia vor dem Greenscreen enstanden ist. Selbst die Innenräume! Und auch hier meine ich nicht den Look, klar hätte man diese ganze Welt von Eternia auch im Herr der Ringe Stil erscheinen lassen können, also realistischer, aber es hätte eben nicht zu dem Look der damaligen Serie gepasst. Aber dennoch hätte es dem Film gutgetan, ein paar physikalische Sets zu besitzen. Wo ich allerdings am meisten hardere ist die Frage ob man sich eine Gefallen getan hat das Grundprinzip von Adam/He-Man aus der Serie beizubehalten, also im Grunde Adam nur sein Outfit wechselt wenn er zu He-Man wird durch die Verwandung. Hier fand ich eigentlich den Ansatz aus den neueren animierten Serien sehr gut, das Adam ein jugendlicher sein soll, aber durch die Verwandlung zu einem erwachsenen Krieger wird. Das wäre auch mit aktuellen CGI defintiv möglich gewesen das man, wenn man keine zwei Darsteller hätte verwenden wollen, einfach so wie z.B. im ersten Captain America Film bei Chris Evans aus der realen Version von
Nicholas Galitzine eine etwas schmächtigere Version hätte erschaffen können und eben einen kleinen De-Aging Filter nochmal drüber laufen lassen. Andererseits wäre das dann halt nochmal ein weiterer andere Ansatz gewesen und man hat sich hier für die Variante Entschieden, das es eben nur das Outfit ist was sich ändert, aber nicht Alter und Statur.
Der Cast war meiner Meinung nach auch sehr durchwachsen.
Nicholas Galitzine ist in meinen Augen zwar kein großer Schauspieler, aber hat irgendwie funktioniert für mich, wenn auch nur bedingt in der Rolle des He-Man/Adams, aber wenn man das gesamte Konstrukt des Filmes sich betrachtet, passt er schon recht gut in den Film. Da wirkte eher
Idris Elba fehlbesetzt, was definitiv nicht an der Hautfarbe liegt, sondern eher an der Tatsache das er einfach als guter Schauspieler hoffnungslos unterfordert war in dem Film. Auch
Morena Baccarin konnte nicht punkten, was nicht an ihr lag sondern vielmehr an der Tatsache das diese wichtige Figur auf das minimum runtergeschrieben wurde.
Alison Brie war auch absolut highlightlos, da hätte man für das gleiche Endergebnis jemand deutlich unbekannteren nehmen können.
Camila Mendes hat einen guten Job gemacht und überraschender Weise hat mich
Jared Letto garnicht gestört in diesem Film, was aber wahrscheinlich auch daran lag, das hier kein Motion Capture Verfahren genutzt wurde, sondern er ledlich seine Stimme Skeletor gegeben hat. Und ja, die Figur wirkte sehr albern, aber auch hier kann ich die Kritik nicht verstehen, denn in der ersten Cartoon Serie aus den 80er Jahre war Skeletor auch eine Witzfigur. Ich kannte niemanden der Angst vor der Figur als Kind hatte. Da glaube ich, das die Version in der Realverfilmung schon deutlich furchteinflössendere Momente hat, natürlich meilenweit entfernt von der sehr guten Performance von
Frank Langella aus dem Realfilm von 1987, aber diese hatte, so gut sie auch war, nichts mit der Version von Skeletor aus der Cartoon Serie gemein.
Da ich kein Kind mehr bin werde ich es nie herausfinden was mein sieben Jähriges Ich zu dem Film damals gesagt hätte. Aber auf jeden Fall hat der Film mich unterhalten, ich hatte ein Nostalgie Gefühl mit schönen Kindheitserinnerungen. Aber es ist definitiv kein Film den ich mir nochmal anschauen werde, zuschweige denn das ich ihn mir in die Sammlung stelle. Aber so schlecht, wie er von den Kritikern gemacht wird, ist er nicht.
Wertung:
6.5/10