Buffalo Bill und die Indianer
von Robert Altman - mit Paul Newman, Harvey Keitel, Geraldine Chaplin und Burt Lancaster, aus dem Jahre 1976.
Anhand der Namen könnte man erwarten, dass es ein guter Western sein könnte. Aber leider war's für mich ein Rohrkrepierer.
Der Grund, warum ich diesen Film überhaupt sehen wollte war, dass ich gerade die Biographie eines besonderen Bürgers aus meinem Heimatort im Saarland las. Dieser war von 1909 bis 1931 Kapellmeister unserer hiesigen Bergkapelle. Und davor - von 1886 bis 1902 - spielte er in der "Cowboy Band" von "Buffalo Bill's Wild West"-Show bei über 5.000 Auftritten in unterschiedlichen Ländern, vor allem natürlich in den USA, die Klarinette.
Der Film ist leider total grottig anzusehen. Das geht schon los mit dem optischen Eindruck, der - zumindest bei
prime video - sehr bescheiden ist. Das Bild ist unnatürlich bräunlich und unscharf, wobei man von einem Film aus 1976 eigentlich Besseres erwarten kann. Die Vertonung ist auch aus der untersten Schublade. Man hört zwar wohl bekannte Synchronsprecher, aber alle Dialoge hören sich akkustisch an wie ein Off-Kommentar, als seinen Bild und Ton zwei Paar Schuhe. Und inhaltlich konnte ich dem Ganzen leider auch nicht viel abgewinnen, weil es auch nicht viel Nennenswertes gibt. Ich musste mich echt überwinden, die 2 Std. Laufzeit zu Ende zu bringen.
Der Film soll wohl als Satire verstanden werden, aber auch auf dieser Grundlage gab mir das Ganze nix.
Wenigstens hat mir der Film ein wenig das Gefühl vermittelt, einen Einblick in die Shows zu bekommen, die in der besagten Biographie beschrieben sind, denn die Ausstattung geht in Ordnung. Es sah alles so aus, wie ich mir das gut bei diesen Shows Ende des 19. Jahrhunderts vorstellen kann. Und die "Cowboy Band" war mehrmals im Einsatz und wirkte wie auf den Originalfotos, die in der gelesenen Biographie enthalten sind.
Den Film kann ich aber nur mit
3/10 bewerten.