Die Libelle
Der palästinensische Terrorist Michel ist Teil eines großen Terrornetzwerkes, welches von seinem Bruder Khalil angeführt wird. Der israelische Mossad ist den drahtziehern schon lange auf der Spur und versucht nun mit einer etwas unkonventionellen Herangehensweise tiefer in das Netzwerk einzudringen.
Diese britische Miniserie aus dem Jahre 2018 basiert auf dem gleichnahmigen Roman von
John le Carré. Der Roman ist 1983 erschienen und heißt im Original
The Little Drummer Girl. Der Stoff wurde bereits 1984 verfilmt. Ich kenne den Film nicht, aber irgendwie glaube ich nicht das er besser ist als diese Miniserie der BBC. Generell mag ich die Geschichten von
John le Carré sehr und daher war ich mir auch hier sicher das mich die Geschichte wieder packen wird. Ich wurde aber tatsächlich erst aufmerksam auf diese tolle Miniserie als ich mal etwas in der Filmographie von
Florence Pugh stöberte und natürlich dann auf diese Serie gestoßen bin. Was hier auch noch definitiv eine kleine Sensation darstellt ist die Tatsache das diese Miniserie von
Park Chan-wook inszeniert wurde. Und das spürt man dieser Serie auch an das hier komplett Qualität vorhanden ist. Eine sehr starke, gut geschriebene Story, eine tolle Inszenierung dank eines fähigen Regisseurs und dazu auch noch ein sehr guter Cast, dazu aber gleich noch mehr. Die Handlung ist Ende der 70er Jahre angelegt was mich noch neugieriger auf diese Serie machte. Obwohl die Serie von 2018 ist und somit recht aktuell ist, wenn man die Darsteller nicht dem Jahr zuordnen könnte, würde man meinen die Serie stammt tatsächlich aus den 80er Jahren. Alles sehr authentisch inszeniert ohne einen künstlichen Look zu haben. Also die Schauplätze, die Setdesigns und auch die Kostüme der Darsteller passen absolut und auch durch den Look der Inszenierung von
Park Chan-wook wirkt alles wirklich sehr authentisch! Die Serie besteht aus 6 Episoden á ca 60 Minuten, also eine Menge Zeit um den Roman von
John le Carré ausgiebig zu erzählen. Und genau daher glaube ich nicht das der Film damals so gut war, da er mit einer Laufzeit von 133 Minuten bestimmt viele Dinge nur kurz anschneiden konnte bzw. vielleicht sogar einiges weggelassen werden musste. Vielleicht werde ich mir den Film auch nochmal zum vergleich anschauen, aber zum jetzigen Stand kann ich mir nicht vorstellen das man es hätte besser verfilmen können. Jede Episode hat mich absolut in ihren Bann gezogen und im Grunde ist es ein riesiger Spielfilm. Perfekt inszeniert und sehr spannend.
Der Cast ist wirklich perfekt. Neben der bereits erwähnten
Florence Pugh, die hier wirklich bärenstark aufspielt und hier beweisen konnte was für ein großes Talent sie ist, stehen noch so Namen wie
Alexander Skarsgård und
Michael Shannon auf den Programm und selbst eine deutsche Schauspielerin,
Katharina Schüttler, war mit vertreten. Alleine die ersten drei genannten Namen sind schon Grund genug um dieser Miniserie eine Chance zu geben
. Aber auch der restliche Cast ist wirklich sehr gut besetzt und machte einen tollen Job!
In einer Letterboxd Review ist es wirklich auf den Punkt gebracht. Dort heißt es:
When Florence Pugh is on stage, accepting her Oscar one day people are going to go back through her work and be plesantly suprprised to realize she was in a 2018 miniseries starring Michael Shannon and Alexander Starsgard and directed by Park Chan-wook.
Quelle: www.letterboxd.com User: kevinyang
Ich finde diese kurze Review bringt es auf den Punkt und daher meine ganz klare Empfehlung an jeden der auch nur ansatzweise etwas mit Spionagefilmen anfangen kann. Schaut euch diese Miniserie an und wartet nicht erst bis sie irgendwann einmal richtig gehypt und deutlich teurer sein wird. Und wer die Verfilmungen von
John le Carré mag kommt ohnehin nicht an dieser Miniserie vorbei.
Wertung:
9/10