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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Harry Potter


Count Dooku
19.06.2008, 18:01
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und der Stein der Weisen:

#02 19.06.08 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1107&postcount=2)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und die Kammer des Schreckens:

#03 19.06.08 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1109&postcount=3)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban:

#04 19.06.08 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1110&postcount=4)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und der Feuerkelch:

#05 19.06.08 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1111&postcount=5)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und der Orden des Phoenix:

#06 19.06.08 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1112&postcount=6)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und der Halbblutprinz:

#56 16.12.09 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=131367&postcount=56)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1:

#57 17.11.10 Count Dooku (http://http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=204956&postcount=57)



Gesamtübersicht aller Kritiken zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2:

Count Dooku
19.06.2008, 18:01
Harry Potter und der Stein der Weisen (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=13766)

Ich will euch nicht mit der immer wieder erwähnten Erfolgsgeschichte von J.K. Rowling nerven, die in fast jeder Kritik von neuem erzählt wurde, vermutlich weil die Autoren wohl keinen besseren Anfang finden. Der Film kam 2001 ins Kino, ein Jahr nachdem der vierte Band der Reihe einen Riesenerfolg gefeiert hat. Harry Potter war auf einem Höhepunkt (und ist es noch), der die Produzenten dazu antrieb, sich die Filmrechte zu sichern. Einfach wollte es aber J.K. es den Produzenten nicht machen und verlangte ein großes Mitspracherecht bezüglich Inhalt, Ausstattung und Darsteller (von ihr kam afaik die Forderung nur britische Darsteller einzustellen). Angeblich hat sie mit ihrem Einfluss Steven Spielberg vergrätzt. Chris Columbus konnte sich mit ihrer Forderung nahe der Vorlage zu bleiben, anfreunden, vor allem weil lt. Interviews auch sein eigener Wunsch war. Das Casting soll sehr lange gedauert haben, bis man auf Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint gekommen ist. Doch wie ist der eigentliche Film selber?

Der Film hat einige Schwachstellen. Eine der größten hat er von seiner Vorlage geerbt: Die Story. Imo ist der erste Teil der Potter-Saga der schwächste. Er muss die Zaubererwelt und die meisten Charaktere einführen und besteht mehr als einzelnen kleinen Geschichten die gegen Ende eine größere werden. Steve Kloves Drehbuch übernimmt den Größteil der Vorlage, kürzt hier und da ein paar Details, trotzdem hatte ich damals nie das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben (zu der Zeit kannte ich die Vorlagen noch nicht).
Nächste Problem sind die Effekte, sie waren schon damals auf Grund des Zeitdrucks auf mehere Effektfirmen verteilt worden und sind von unterschiedlicher Qualität. Trotzdem sind sie bestenfalls Mittelmaß.
Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu beanstanden. John Williams Score ist schön zu hören. Die Ausstattung ist sehr gut. Die Jungdarsteller machen ihren Job ganz zufriedenstellend, wobei imo Emma Watson am meisten heraussticht. Die Erwachsenen sind auch optimal besetzt, vor allem Alan Rickman als Prof. Snape.

Im Großen und Ganzen nettes Unterhaltungskino, aber nicht mehr.

6,5 von 10 Punkten

Count Dooku
19.06.2008, 18:01
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=28347)

Teil 1 der Reihe war 2001 ein phänomenaler Erfolg. Er verdrängte Star Wars Episode 1 vom Platz 2 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und hatte den Platz bis zum Erfolg von der Herr-der-Ringe-Sequels sicher. Ohne diese Gewissheit wurde Teil 2 fast direkt nach Teil 1 gedreht. Die Buchvorlage war besser als die des Vorgängers, schließlich war die Welt schon eingeführt.
Das führte dazu, dass auch Teil 2 um einiges besser wurde als Teil 1. Inhaltlich ist das Drehbuch nahe an der Vorlage geblieben, wenn auch nicht im jeden Detail, was auch nicht nötig ist. Als ich den Film damals ohne Buchkenntnis gesehen habe, hatte ich nie das Gefühl, dass etwas fehlen könnte. Im Nachhinein muss man aber monieren, dass ein paar kleine Details von Vorteil gewesen wären. Dass die Angriffe auf die Schüler und die Katze des Hausmeisters gezielte Angriffe waren, kommt nicht so deutlich hervor. Ansonsten war imo nichts zu beanstanden.
Die Atmosphäre ist sehr düster, was wohl die "Genies" bei Warner dazu veranlasste den Film in Deutschland runterzuschneiden (bis heute muss man sich eine Uncut-Version aus der Schweiz holen). Der Schluss, den viele als kitschig abtun fand ich sehr angenehm und passend (vor allem im Vergleich mit dem abrupten Schluss in Teil 3 und diesem seltsamen "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende in Teil 4).
Radcliffe, Grint und Watson haben sich schauspielerisch verbessert, die erwachsenen Schauspieler sind wieder genau so gut wie im ersten Teil. Zum letzten Mal ist Richard Harris dabei, dem man im Film keinerlei Widmung gegeben (was meiner Meinung nach eine ziemliche Unverschämtheit bei einem großen Schauspieler wie er es war). Die Neuzugänge Kenneth Brannagh und Jason Isaac sind die perfekte Wahl für ihre Rollen gewesen und füllen sie mit Leben aus.
Etwas nervig geraten ist Dobby, der einen auf Dauer mit seiner Selbstverprügelung nervt, genauso wie die maulende Myrthe, die fast nur am Rumheulen ist (so richtig nervig ist sie erst in Teil 4).
Wieder zu bemängeln sind die Special Effects, bis auf Dobby, Myrthe und dem Basilisken sind sie wieder nur mittelmäßig. Es ist ziemlich seltsam dass ,egal wie teuer der Film ist, man sofort erkennen kann, ob der Hintergrund wirklich ist oder nur hinter den Darsteller hingeklebt wurde.
Die Musik ist der 2. Schwachpunkt dieses Teils. Sie wiederholt zum Teil den alten Score und wenn nicht verwendet Williams eine abgeleitete Version von Star-Wars-Melodien (bestes Beispiel ist das Quidditsch-Spiel das genauso klingt wie die Verfolgungsjagd bei Star Wars Ep II).

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung

8 von 10 Punkten

Count Dooku
19.06.2008, 18:02
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=52374)

Nach zwei erfolgreichen Abenteuern um den Zauberschüler Harry Potter, brauchte Chris Columbus eine Auszeit. Als neuer Regisseur wurde Alfonso Cuaron engagiert, der zuvor Filme wie "Little Princess" und "Yu Mamba tambien" (irgendso ein Film über zwei Typen, die die meiste Zeit über Sex schwaffeln und total unsymphatisch rüberkommen) gemacht hat. Mit ihm kamen auch ein paar weitere Neuerungen auf den Zuschauer zu. Die Rollen von Albus Dumbledore, die Richard Harris klasse gespielt hat, musste neu vergeben werden. Michael Gambon bekam dann die Rolle und in Teil 3 ist er noch ganz in Ordnung.
Die größte Änderung ist das Design und die Platzierung meherer Örtlichkeiten. Die peitschende Weide steht plötzlich ganz woanders, genauso Hagrids Hütte. Ziemlich unsinnig war der Umzug des Eingangs zum Gryffindor-Raum. Er ist jetzt mitten im Treppenhaus umgeben von lauter lebendigen Gemälden, die alle wohl weggeschaut haben als die fette Dame (eine nervige Tussi, leider auch eine Neubesetzung) von Sirius Black angegriffen wurde. Das Aussehen von Dumbledore selber wurde auch verändert, meiner Meinung nach aber nicht zum besseren. Wo er früher noch was hergemacht hat, sieht er jetzt eher herruntergekommen aus.
Ein weiterer Schwachpunkt ist das Drehbuch. Steve Kloves, der schon die Drehbücher von Teil 1 und 2 verfasst hat, schien Probleme mit der Vorlage zu haben. Wie Teil 4 besitzt der dritte Band über eine komplexe Handlung, in der alle Ereignisse zum Schluss einen Sinn machen. Kloves und Cuaron schulden uns viele Erklärungen und lassen ein paar Sachen einfach im Raum stehen bzw. werfen einfach was in den Raum. Zum Beispiel wird zweimal erwähnt, dass vor Sirius Black niemand aus Askaban entkommen ist. Wie er es geschafft hat, erfährt man ohne Buchkenntnisse nicht. Genauso erfährt man plötzlich, dass es eine Anhörung bezüglich Seidenschnabel dem Hypogreif gegeben hat. Eine weitere Szene, die ohne Buchkenntnis nicht so ganz sinn macht ist die, in der Snape Lupin und Black stellt und sagt "Wahrlich Rache ist süss.". Das schlimmte ist eigentlich, dass es im dritten Buch vor allem darum ging, dass Harry einiges über seinen Vater erfährt und auch warum Snape Harry so abgrundtief hasst. Diese Details sind verloren gegangen.
Ein Problem ist auch die Prophezeiung von Prof. Trewlawney (gespielt von Emma Thompson), sie ist akustisch kaum verständlich und es wird nicht mehr richtig darauf eingegangen.
Die Szene, in der Harry erfährt, dass Sirius Black sein Pate ist, ist im Film auch nicht so gelungen. Im Buch hört er das Gespräch im "Drei Besen" mit, wo es öffentlich geführt wird. Im Film geht man geheimniskrämerisch in ein Hinterzimmer, warum auch immer.
Dazu wurde noch ein Buckliger und ein paar nervige Schrumpfköpfe eingebaut, die wohl witzig sein sollen. Der größte Witz ist der Werwolf. Im gleichen Jahr kamen mit Underworld und Van Helsing zwei weitere Filme mit Werwölfen raus. Der Werwolf in Teil 3 ist der wohl lächerlichste Werwolf aller Zeiten und sieht eher aus wie das Hündchen von Paris Hilton.
Aber der Film ist deswegen nicht schlecht. Cuarons Regie wirkt um einiges frischer als die von Columbus. Der Film besitzt auch ein besseres Tempo. Die Special Effects sind sehr gelungen bis auf den obengenannten Werwolf. John Williams Score besitzt die gleiche Frische wie die Regie und ist der beste Score in einem Harry-Potter-Film.
Die darstellerischen Leistungen sind sehr gut. Vor allem Emma Watson sticht unter den Darstellern hervor. Sehr gut besetzt wurden die Rollen von Lupin und Black. Nur die Figur Wurmschwanz fand ich nicht so toll besetzt, könnte auch am schlechten Design liegen.

Insgesamt ein guter Film, der für sich gesehen ganz gut funktioniert. Aber innerhalb der Reihe hat er natürlich Probleme, weil durch die Veränderungen des Designs die Kontinuität gestört wurde.

Von der Reihe losgelöst gebe ich ihm 8 Punkte
Als Teil der Reihe gebe ich ihm 7,5 Punkte.

Count Dooku
19.06.2008, 18:02
Harry Potter und der Feuerkelch (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=84632)

Harry Potter und der Feuerkelch ist ein wunderbares Buch und imo der beste Harry-Potter-Band bisjetzt. Er besitzt ein spannende Atmospähre und eine gelungene Handlung, die auf ein schockierendes Ende hinarbeitet und es gekonnt schafft Harrys Seelenleben aufzuzeigen.
Leider kann man das von der Verfilmung nicht sagen.
Da Cuaron keine Zeit für einen 4. Teil hatte, weil er afaik die Effekte von "Gefangener von Askaban" überwachen wollte, wurde Mike Newell engagiert, der erste Brite der einen Harry-Potter-Film drehte.
Er war ein schlechte Wahl, denn er hat aus dem besten HP-Buch den schlechtesten HP-Film gedreht.
Das erste Problem ist die Handlung. Dass die komplexe Handlung nicht 1:1 verfilmt werden konnte war klar, aber auf die Art und Weise hätte es auch nicht sein müssen. Die meiste Zeit springt die Handlung zu einem Buchereignis zum nächsten ohne überzeugenden Übergang. Der Anfang mit der Quidditsch-WM ist ein schlechter Witz, weil kaum was zu sehen war. Genauso gut hätte man sie streichen können. Ebenso hätte man auf Rita Kimkorn verzichten können, die für die Handlung unwichtig ist, da sie kaum Screentime hatte (ein Problem das schon Prof. Trewlawny in Teil 3 hatte). Dazu kommt noch, dass den Actionszenen zuviel Gewicht gegeben wird. Statt die Zeit sinnvoll zu nutzen um z. B. Ron und Hermine mehr Screentime zu geben, wurde lieber eine Drachenverfolgungsjagd eingebaut. Genauso die Überdramatisierung bei der 2. Herausforderung. Welchen Sinn der Weihnachtsball im Film hatte weiß ich nicht (im Buch hatte er noch Sinn gemacht). Ehrlich gesagt haben imo Hogwarts und ein Billy-Idol-like Song nicht zusammengepasst.
Die geringe Screentime von Gary Oldman war der größte Witz. Auch werden einige Fragen nie richtig aufgeklärt, z. B. wie Barty Crouch jr. auf Askaban entkommen ist (wird auch schon in Teil 3 nicht geklärt) oder wer Barty Crouch sen. ermordet hat.

Nächstes Problem sind die Darsteller bzw. die Charaktere. Unter Cuarons Regie lebten die Jungdarsteller richtig auf, aber unter Newell sind sie ziemliches Mittelmaß. Die Charaktere werden dazu teilweise der Lächerlichkeit preisgegeben wie z. B. Mad Eye Moody, der zwar ganz passend für die Rolle gewesen wäre, aber die meiste Zeit nur chargieren darf und der interessanten Figur aus der Vorlage nicht gerecht wird. Ron wird zu einem JarJar-Binks gemacht. Ein echter Witz ist der Darsteller von Barty Crouch Senior. Im Film als "Mann mit dem Herz aus Stein" bezeichnet wirkt er so hart wie ein Schwamm, ein totale Fehlbesetzung. Ralph Fiennes als "der dessen Name nicht genannt wird" ist an sich auch keine schlechte Besetzung, nur spielt er die Rolle dermaßen übertrieben, dass sie niemandem Angst einjagt.
Am schlimmsten ist aber Michael Gambon als Dumbledore. Nachdem ja Richard Harris (imo eine gute Wahl für Dumbledore) verstorben ist, wurde er angeheuert um den Schuldirektor und größten Zauberer zu spielen. Besonders engagiert scheint er aber nicht zu sein, wenn man diesem Interview trauen darf:

http://www.harrypotter-xperts.de/news?id=4072

Während Dumbledore im Buch ruhig und liebenswert ist, spielt Gambon ihn zu aggressiv und hilflos.
Das wäre dann ein weiterer Kontinuitätsbruch, von denen es ja nach Teil 3 ja einige gibt, schließlich soll das ja der gleiche Schulleiter sein, der Harry in Teil 2 vom Verdacht freispricht der Erbe Slytherins zu sein. Wenn er weiterhin so ist, dann seh ich für Teil 6 ziemlich schwarz.

Die Musik ist ziemlich uninspiriert und außer einem Musikstück ist mir keins von Doyles Stücken im Gedächtnis geblieben.

Kommen wir zum nächsten Sargnagel: Die Inszenierung. Dass Newell nicht wie Cuaron sein würde war mir klar, aber dass er dermaßen mäßig sein würde hätte ich nicht gedacht. Fast jede Szene ist übertrieben inszeniert und teilweise auf Teenie-Komödie gemacht. Die Einführung der beiden Schulen war absolut peinlich. Ein gutes Beispiel für die übertriebene Darstellung ist die Denkariumsszene, in der Harry in eine Erinnerung von Dumbledore gerät. Im Buch besteht sie aus meheren Gerichtsverhandlungen, die mich an die Nürnberger Prozesse erinnern. Im Film ist sie zusammengefasst und wirkt ziemlich schlecht. Das Design ist übertrieben, die schauspielerische Leistung katastrophal dazu wirkte das ganze gehetzt. Genauso die Friedhofsszene, in der Voldemort Overacting betreibt.

Positiv kann man aber sagen, dass er ab der 2. Hälfte an Fahrt gewinnt.

Insgesamt ist er der schlechteste Teil der Reihe, der sich nicht richtig entscheiden kann ob er ein düsterer Actionfilm oder eine Teeniekomödie sein will.

4 Punkte

Count Dooku
19.06.2008, 18:05
Harry Potter und der Orden des Phoenix (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=125175)

Nach dem sehr mäßigen 4. Teil der Filmreihe, hatte ich Zweifel, ob Yates und der neue Drehbuchautor Goldberg es auf die Reihe bekommen, den dicksten Potter-Roman würdig zu adaptieren. Das Buch hatte das Problem, dass er einige Längen hat. Der Film hat dagegen keine Längen wirkt aber dafür teilweise kürzer als er wohl ursprünglich war.
Bei einigen Szenen wirkt der Übergang ziemlich holperig wie z. B. als Harry ins Ministerium zur Anhörung geht.
Seltsam war dagegen, dass Percy Weasley, Rons Bruder plötzlich in Dumbledores Büro stand zusammen mit Fudge. Da nicht weiter darauf eingegangen wird, dass Percy sich mit seiner Familie überworfen hat, hätte man darauf auch verzichten können.
Genauso fehlt mir eine Erklärung was aus Barty Crouch jr. aus dem 4. Teil wurde.
Schwach ist auch die Verschwendung von einigen guten Schauspielern, die nur einen Satz haben und danach nicht mehr zu sehen sind. Emma Thompson ist imo überflüssig gewesen, da die Tatsache, dass sie die wichtige Prophezeiung gesprochen hat nicht erwähnt wird.

Die CGI-Figuren Kreacher und Grawp waren für den 5. Film nicht wichtig, sollen aber für den 7. Teil von Bedeutung sein (zumindest Kreacher).
Die Darsteller sind sehr gut, sogar Michael Gambon, der mich in Teil 4 mehr als enttäuscht hat ist gut. Besonders hervor zu heben ist die Darstellerin von Luna Lovegood. Helena Bonham Carter fand ich nicht so besonders, da war sie als die Hexe in Big Fish gruseliger.
Die Effekte waren ganz gut, nur Grawp hat mir zu künstlich ausgesehen und der überflüssige Besenflug über die Themse sah richtig mies aus (und der Sinn der Szene war mir nicht klar).
Die Musik war nicht sehr einprägsam, ich kann mich außer John Williams Hauptthema an kein Musikstück mehr erinnern.

Fazit: Aus dem langatmigsten Buch wurde ein kurzweiliger Film geschaffen, nur leider zu kurzweilig. 30 bis 45 Minuten mehr könnte der Film gut vertragen. Trotzdem bin ich gespannt wie Yates den 6. Band verfilmt, der imo auch sehr langatmig war.

Update: Nach erneuter Sichtung bin ich etwas kritischer gegenüber dem Film. Der Mittelteil ist amüsant aber der Anfang und das Finale sind ziemlich gehetzt. Bedauerlich ist auch, dass man so gute Darsteller wie Gary Oldman und Helena Bonham Carter hat und sie nur kleine Sprechrollen haben.
Was mich auch gestört hat, war wie das Apparieren dargestellt wird. Fred und George sind einfach von einer Sekunde zur anderen da, während alle Anderen als Rauchfahnen hin und her bewegen. Außerdem habe ich ein paar schöne Momente aus dem Buch vermisst wie Mrs. Weasley, die einen Irrwicht nicht besiegen kann, der ihre Familie tot zeigt oder Nevilles Eltern und vor allem die Stelle an der Harry mit Sirius und Lupin über seinen Vater spricht.
Außerdem frage ich mich, ob auf "Snapes schlimmste Erinnerung" in den weiteren Filmen nochmal irgendwie eingegangen wird. In Teil 3 wurde auf die Prophezeiung nie wieder eingegangen, wodurch sie überflüssig war.

6 Punkte

Count Dooku
06.06.2009, 23:58
Hab meine Kritik zu Teil 5 überarbeitet.

Der müde Joe
17.07.2009, 06:19
(Erlebnis-) Kritik: Harry Potter und der Halbblutprinz

Eines vorweg - ich kenne die Bücher alle nicht.

Hare Potter und der HalbblutJoe

Prolog:

Geschwächt von leichtem Fieber betrat ich den fast komplett gefüllten Kinosaal zur Premiere um 20 Uhr. Nach der Werbung begannen auch schon die kindgerechten Trailer in der Vorschau, die nur kurz durch Emmerichs Zerstörungsorgie 2012 unterbrochen wurden.

Hinter mir wurde laut gequatscht, vor mir sms geschrieben, und neben mir Popcorn gegessen:eek:. Als die Trailer so ziemlich zu ende waren, faltete meine Sitznachbarin gemütlich ihre Popcorntüte in der Zeitlupentaktik zusammen um sie letztendlich unter den Kinosessel zu schmeißen…danach wurden noch die Zähne mit Zahnseide gereinigt. :motz:

Ach ja, der Film ging jetzt los. Da hinter mir immer noch getratscht wurde, switchte ich kurz in den Arschloch-Modus und fragte die Mädels aus der 18. Reihe ob sie heute zum ersten Mal im Kino seien. Als ich die 3 Fragezeichen über der Stirn der fiesen Oberquasselstrippe sah:confused:, sagte ich nur noch „Ruhe jetzt bitte“ und drehte mich wieder um…


Hauptteil:

…und sah wie Dumbledore schon mal Harrys erstes Date in der realen Welt zunichte machte. Als die Todesser dann die Millennium Bridge in London zerstörten, wollte ich das Programmheft herausholen und kontrollieren, ob sich da nicht ein „Emmerich´le“ eingeschlichen hat. Der Beginn der 6. Harry-Potter-Verfilmung war düster, irgendwie anders, und bleibt Geschmackssache.

Harry, der es schon mehrfach mit Voldemort, Basilisken und diversen Todessern aufgenommen hat, sieht in der ersten Zauberszene bei Horace Slughorn mit Dumbledore aus, als würde er zum ersten Mal mit Magie in Berührung kommen. Als ob wir über dieses Stadium nicht schon längst hinaus wären … (auch dass sich Harry später als Quidditch-Kapitän nicht richtig durchsetzen kann finde ich irgendwie fragwürdig, da sich ja herumgesprochen haben sollte was er bis dato alles geleistet hat).

Bei einem Angriff der Todesser auf das Anwesen der Weasleys wurden Erinnerungen an Stephen Kings „Kinder des Zorns“ wach, mit dem Unterschied, dass Malachai (http://www.ruthlessreviews.com/wp-content/uploads/2009/05/childrenofthecorn2.jpg)äähhh Ron (http://www.freewebs.com/danielleenglishivhonors/ron%20weasley.jpg) im Haus geblieben ist. So viel zum Positiven…:rolleyes:

Mir waren es einfach zu viele Albernheiten. Die Lovestory zw. Harry und Ginny war ja noch ok, aber was sich zw. Ron und Hermine abspielte, artete schon ins Lächerliche aus. Ok, wir reden immer noch über einen Harry Potter-Film, aber dafür, dass sich Hogwarts im Belagerungszustand durch die bösen Mächte befindet, war dieses ganze pupertäre Trara einfach zu viel; man könnte meinen, sie leben in einer Parallelwelt und es gäbe keine anderen Probleme.

Die eigentliche Handlung, und zwar dass Harry mehr über Voldemorts Vergangenheit herausfinden soll, geriet schon fast zur Nebensache. Es wurden viel zu wenige Rückblenden, die evtl. Aufschluss über die Entwicklung von Tom Riddle zu Voldemort hätten geben können, gezeigt. Die imo eigentliche Nebenhandlung, in der Malfoy versucht, die ihm aufgetragene Aufgabe zu erfüllen, wurde für mich zufriedenstellend umgesetzt. Aber diese vielen Nebenschauplätze fand ich einfach nur störend und größtenteils unnötig; Bestes Beispiel: die Spinnenszene mit Hagrid (ok, so hat er auch seine 5 Minuten Screentime bekommen).

Bevor es dann zum sehr unspektakulären Showdown kam wurde mir klar, dass ich zu viel Filme kenne und ich sah mich schon im Herr-der-Ringe-Flashback gefangen.
Als Frodo und … ähh … als Harry und Dumbledore Slytherins Medaillon, einen Horkrux, suchen, müssen sie sich zu einer Höhle begeben (nennen wir sie einmal Moria). „Melon“ war gestern, heutzutage werden versteckte Eingänge mit Blut geöffnet. Nachdem Dumbledore „ein wenig mehr Licht riskierte“ war der Weg gefunden und somit auch der Horkrux nach großem Aufwand. Aus dem Nichts griffen als Gollum getarnte Agent Smith´ an, und wie schon auf der Wetterspitze ließ Harry sein Schwert fallen … (im meinem Kopf hat das gerade noch Sinn ergeben:D)

Beim Finale war ich doch sehr verwundert, wie einfach sich Dumbledore von Grünschnabel Malfoy entwaffnen lässt.

Epilog:

Ach ja, der Titel gebende Halbblutprinz wurde auch mal erwähnt – ca. 2,5mal.
Es werden immer wieder kleine Andeutungen eingestreut, die sich vermutlich auf den letzten Teil beziehen. Das fand ich gut und steigerte die Vorfreude, dennoch ist der Halbblutprinz für mich nicht mehr als ein Übergangswerk und eine Einleitung zu den Heiligtümern des Todes.


Monolog:

[Denkblase]Hat Ron jetzt eigentlich mit Lavender Brown gepoppt oder nicht? [Denkblase]
Seit wann liegt Moria an der Küste?
Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln und meckern. Das wird ein Spaß!:bart:

Dialog:

Wer hat ihn noch gesehen? Mich würde mal interessieren ob ich der einzige bin, der den Film so zerreißt.

Fazit:

Falls Dumblegalf nicht am Wendepunkt der Gezeiten zurückkehrt, vergebe ich stellvertretend ein Annehmbar (5 Punkte) für Gryffindor (für ein Ohne Gleichen hat es nicht gereicht).


Edit: Da mich der Film weitestgehend kalt ließ, wurde dadurch anscheinend mein Fieber gesenkt und ich konnte mir noch die Sneak Preview (Selbst ist die Braut) ansehen.

metalbeppi
17.07.2009, 10:04
Beim Finale war ich doch sehr verwundert, wie einfach sich Dumbledore von Grünschnabel Malfoy entwaffnen lässt.


Will dir jetzt nicht zuviel verraten, aber m letzten Buch hat sein einfacher Tod einen Sinn ergeben


Hab den Film leider noch nicht gesehen, werd warscheinlich warten bis der erste Hype vorrüber ist dann erlebt man meist einen etwas anderen Prolog :D

Der müde Joe
17.07.2009, 20:24
Will dir jetzt nicht zuviel verraten, aber m letzten Buch hat sein einfacher Tod einen Sinn ergeben
Mittlerweile weiß ich auch was du meinst, ein Kumpel von mir konnte seine Klappe nicht halten :huh:
Jetzt ergibt das einen Sinn, aber das konnte ich im Kino nur erahnen...

Lauti
17.07.2009, 22:45
Mittlerweile weiß ich auch was du meinst, ein Kumpel von mir konnte seine Klappe nicht halten :huh:
Jetzt ergibt das einen Sinn, aber das konnte ich im Kino nur erahnen...

Das konntest du beim lesen des Buches wohl auch kaum erahnen. Es soll ja eigentlich verwunderlich sein, wie einfach er stribt.

Am So oder Mo wollen wir den Film auch sehen. Ich zerreiß ihn aber eher nicht. Das ist auch heute nicht mehr so einfach. Wenn dann breche ich die DVD...aber nicht aus dem Mund :D

Der müde Joe
17.07.2009, 22:50
Das konntest du beim lesen des Buches wohl auch kaum erahnen. Es soll ja eigentlich verwunderlich sein, wie einfach er stribt.
habe das Buch ja auch nicht gelesen, nur im Film sah es schon etwas danach aus, dass sich Dumbledore absichtlich umbringen lässt.
und jetzt weiß ich mittlerweile auch warum...

Lauti
17.07.2009, 22:52
habe das Buch ja auch nicht gelesen, nur im Film sah es schon etwas danach aus, dass sich Dumbledore absichtlich umbringen lässt.

Tja das kommt davon...er ist halt ganz schön dumm und besessen...

Lauti
20.07.2009, 02:05
So, wir (JAG und Lauti) waren jetzt auch im Kino.
Die schlechten Kritiken können wir nicht verstehen. HP 6 hält sich im Großen und Ganzen doch sehr an das Buch, auch wenn einige Szenen erfunden und andere wichtige (vor allem für HP7) weggelassen wurden.

Unnötige Szenen:
- der Anfang, als die Muggelbrücke einstürzte. Das hätte Harry ja auch einfach aus der Zeitung erfahren können
- Harry flirtet mit der Muggelbedienung (stattdessen hätten wir uns die Dursleys gewünscht, wie es im Buch auch war)
- Der Fuchsbau brennt, Bellatrix und Co. greifen an. Kam im Buch net vor, hatte im Film keine Relevanz
- Hagrids Hütte brennt. Kam im Buch zwar vor, wurde da aber wenigstens auch zu Ende erzählt. Hier in dem Umfang fehl am Platz

Weitere Kritik
- zu viele Auftritte von Bellatrix, die sich zusammenfassen lassen in "Irre zerstört alles". Kam in der Turmszene im Buch ja auch gar nicht vor
- Die Haupthandlung - Harry und Dumbi stochern in Voldis Vergangenheit und mutmaßen über die Horkruxe - kommt viel zu kurz. Besonders für den nächsten Teil sehe wir da Probleme, weil Harry nun überhaupt keine Ahnung hat, was die Horkruxe und ihre Lokationen angeht. Auch das Ganze mit dem Ring wird nicht erklärt
- Harry und Ginny kamen zu kurz. Auch die Trennung am Ende wird nicht erwähnt. Stattdessen bekommen sie "Erlaubnis" von Ron. Rons Liebesgeschichte dagegen bekommt viel Raum, aber nicht zu viel (auch kein Widerspruch zum Buch).
- Die Turmszene weicht auf unlogische Art und Weise vom Buch ab. Harry ist weder gelähmt, noch unsichtbar, trotzdem greift er nicht ein. Er lässt sich von einem Snape'schen "Shhht" zurückhalten
- der Kampf der Todesser gegen den Orden und die DA fehlen. Warum sind sie dann überhaupt gekommen? Haben Malfoy und Snape ja allein geschafft. Den Kampf hätte man ja im Hintergrund zeigen können, als Harry die Todesser verfolgte.
- Warum zur Hölle können die Todesser fliegen??!?!?!?
- Dumbledores Tod war nicht dramatisch genug. Auch keine Beerdigung :( Aber immerhin dramatischer als Sirius' Tod

Positives
- viel Handlung auf wenig Raum, die trotz der Weglasser im Großen und Ganzen nachvollziehbar ist
- alle wichtigen Personen kamen vor (Snape ist immer noch der Coolste)
- auch Lustiges (wie im Buch)
- wie schon gesagt, hält sich eng an die Vorlage
- Die Berghöhlenszene war sehr gut gemacht, besser sogar als im Buch (da war es seeeehr langatmig und nervt total im Hörbuch)
- gute schauspielerische Leistung, vor allem Ron, Snape und Malfoy. Ron hat uns in den vorigen Filmen nicht so gefallen.
- verrückte Luna hat in ihren wenigen Auftritten sehr überzeugt
- Slughorns Story gut erzählt, auch wenn er nicht fett genug war :-)
- furchterregender Voldemort Junior, mehr noch als im Buch

Die Kritikpunkte sind zwar relativ umfangreich, aber in so kurzer Zeit kann man eben das Buch nicht in der Breite erzählen, wie sich ein HP-Fan das wünscht. Wir sind aber auch HP-Filmfans. Und daher hat uns der Film sehr gut gefallen.
Note: 8/10

metalbeppi
23.07.2009, 00:58
Die Kritikpunkte sind zwar relativ umfangreich, aber in so kurzer Zeit kann man eben das Buch nicht in der Breite erzählen, wie sich ein HP-Fan das wünscht. Wir sind aber auch HP-Filmfans. Und daher hat uns der Film sehr gut gefallen.
Note: 8/10

Ich kann dir hier nur zustimmen. Habe eigentlich das gleiche nach dem Film gestern kritisiert und gelobt wie du. Fand den Film sehr gelungen. Und bei den Liebesgeschichten musste nicht nur ich laut auflachen im Kino. Bin gespannt wie sie das nun im letzten Buch alles umsetzen werden. Mir hat der Film auf jeden Fall sehr gut gefallen, auch wenn er vom Buch oft abgeweicht hat. Man kann das eben nicht 1:1 umsetzen. Freuh mich jetzt schon auf Teil 7.1 und 7.2.

Lauti
23.07.2009, 01:42
Man kann das eben nicht 1:1 umsetzen. Freuh mich jetzt schon auf Teil 7.1 und 7.2.

Dafür sind meine Erwartungen für die beiden Filme schon höher. Denn hier hat man mehr Zeit die Handlung zu erzählen und muss sich weder kurz fassen noch allzuviel weglassen. Ich erhoffe mir einen gelungenen Abschluss.

Darkknight666
23.07.2009, 07:47
Ja ich bin auch der Meinung das es ein sehr guter Film mit einigen Ecken und Kanten, es gibt einige Dinge die mir sehr gut gefallen haben, aber die hat Lauti recht gut aufgezählt, und auch die negativen Sachen hat er mit augezählt. Ich würde dem Film so eine 7,5 - 8 / 10 geben auchwenn ich hier eher zur höheren Note tendiere.

Willy Wonka
24.07.2009, 13:53
Harry Potter und der Halbblutprinz (http://www.ofdb.de/film/161650,Harry-Potter-und-der-Halbblut-Prinz)

Der sechste Film der sehr erfolgreichen Reihe wurde ein weiteres Mal von David Yates inszeniert, aber im Gegensatz zum fünften Film hat der Regisseur einiges dazu gelernt.
Der Film behandelt zum einem die Macht der Komplizen von Voldemort (und wie jene sie einsetzten) und die drei Hauptakteure müssen sich neben den dunklen Mächten auch mit der Liebe rumplagen. Das man an dem Film Kritik übt, weil er sich von den Romanen entfernt hat oder Details verändert, kann man dem Film nicht mehr ankreiden, denn jeder welcher die Bücher gelesen hat, konnte nach den vorherigen fünf Filmen erahnen, dass sich der Film wieder von den Romanen entfernt. Und dieses Ewige, dass dies und jenes im Buch besser gelöst wurde, kann ich dem Film nicht zu Last legen, da ich die Bücher (Gott sei Dank) nicht kenne. Natürlich ist es ärgerlich, dass das Buch nicht so verfilmt wurde, wie man es sich gerne wünscht, aber muss man aus diesem Grund gleich einen Film schlecht machen?
Außerdem gibt es viele Thesen, dass man die Filme nicht verstehen würde, wenn man die Bücher nicht kennt, aber ich glaube vielmehr, dadurch, dass man Bücher nicht kennt, fallen dem Zuschauer bestimmte Details nicht so sehr ins Auge, welche vielleicht nicht so sinnvoll sind. Es sollte bei „Harry Potter“ nicht jede Einstellung auf die Goldwaage gelegt werden.

Aber zurück zum eigentlich sechsten Film. Auch wenn der Film keine großen Actionsequenzen enthält, wie viele vielleicht gedacht hatten, ist der Film sehr amüsant. Endlich hat „Harry Potter“ von seinen vorherigen Filmen profitiert, denn Yates baut in diesem Film sehr viel Komik ein, welche daraus resultiert, dass der Zuschauer die Figuren schon sehr gut kennt. (Es ist ein Gefühl als würde man alte Freunde wieder sehen.)
Yates macht eine sehr gute Mischung aus komödiantischen Szenen und bedrohlichen Szenen, mit Leichtigkeit wechselt er zwischen bedrohlichen und lustigen Szenen und es funktioniert. Vor allem die Liebesszenen sind nicht kitschig, sondern lustig und authentisch und die Jungschauspieler machen ihren Job sehr gut. Natürlich werden sie hervorragend unterstützt von den älteren Semestern und vor allem Helena Bonham Carter spielt ihre Rolle mit sehr viel Begeisterung.
Am Ende bleibt ein Film, welcher die ganze Familie begeistern kann, denn für jeden gibt es andere Aspekte, die er gut findet. Und die Spannung auf das Finale ist bei mir jetzt auch schon sehr groß, denn ich weiß noch keine Details und somit kann ich noch rätseln, wie es alles beendet wird.

Wertung:
8/10

Lauti
24.07.2009, 13:58
Das man an dem Film Kritik übt, weil er sich von den Romanen entfernt hat oder Details verändert, kann man dem Film nicht mehr ankreiden, denn jeder welcher die Bücher gelesen hat, konnte nach den vorherigen fünf Filmen erahnen, dass sich der Film wieder von den Romanen entfernt. Und dieses Ewige, dass dies und jenes im Buch besser gelöst wurde, kann ich dem Film nicht zu Last legen, da ich die Bücher (Gott sei Dank) nicht kenne. Natürlich ist es ärgerlich, dass das Buch nicht so verfilmt wurde, wie man es sich gerne wünscht, aber muss man aus diesem Grund gleich einen Film schlecht machen?


Versteh ich jetzt nicht ganz. Wieso kann man es dem Film nicht ankreiden das er abweicht und wie willst du sagen welche Filme mehr oder weniger vom Buch abweichen, wenn du sie nicht kennst?

Willy Wonka
24.07.2009, 14:05
Versteh ich jetzt nicht ganz. Wieso kann man es dem Film nicht ankreiden das er abweicht und wie willst du sagen welche Filme mehr oder weniger vom Buch abweichen, wenn du sie nicht kennst?

Weil es immer die gleiche Leier ist, dass sich der Film vom Buch entfernt. Das ist doch bei jedem Film der Fall und deswegen sollten die Erwartungen schon angepasst werden, dass bestimmte Szenen vielleicht nicht ausführlich genug sind.
Falls du denkst, dass ich mich jetzt auf deine Postings beziehe, ist es falsch, denn die Kritik habe ich geschrieben bevor ich irgendetwas in diesem Thread gelesen habe.

Agent Orange
24.07.2009, 14:07
Das man an dem Film Kritik übt, weil er sich von den Romanen entfernt hat oder Details verändert, kann man dem Film nicht mehr ankreiden, denn jeder welcher die Bücher gelesen hat, konnte nach den vorherigen fünf Filmen erahnen, dass sich der Film wieder von den Romanen entfernt. Und dieses Ewige, dass dies und jenes im Buch besser gelöst wurde, kann ich dem Film nicht zu Last legen, da ich die Bücher (Gott sei Dank) nicht kenne. Natürlich ist es ärgerlich, dass das Buch nicht so verfilmt wurde, wie man es sich gerne wünscht, aber muss man aus diesem Grund gleich einen Film schlecht machen?


Einfache Antwort? JA ;)
Ganz ehrlich, ich bin keiner der kleine Änderungen gleich verreisst nur um zu zeigen dass ich auch lesen kann :D. Die Änderungen, bzw. fehlendende Stücke haben mich in den bisherigen Filmen nie gestört.
Aber dieses mal bin ich wirklich stinkesauer. Die ganzen Teenie Liebeleien hätten mich auch nicht gestört, aber das Finale wurde dann extremst vergeigt. Damit meine ich die Punkte die auch schon Lauti im Spoiler schrieb. Wenn man sich auf das Finale freut und dann als Buchkenner so in die Fresse bekommt, darf man sich über Kritik nicht wundern.
Bin schon gespannt ob sich Herr Yates noch ins negative steigern kann. Ohne zuviel spoilern zu wollen, alleine das Finale dauert im 7. Buch 200 Seiten an!

Der sechste Film bekommt von mir mit Mühe und Not 6 Punkte, mehr hat er nicht verdient. Und dabei wäre es so einfach gewesen.

Willy Wonka
24.07.2009, 14:12
Aber dieses mal bin ich wirklich stinkesauer.

Ich kann auch verstehen, dass man ärgerlich und stinksauer ist, aber man muss dennoch versuchen den Film eigenständig zu sehen und überprüfen, ob der Film, so wie er ist funktioniert und gut ist.
So das war dann mein Wort zum Freitag. ;)

Agent Orange
24.07.2009, 14:32
aber man muss dennoch versuchen den Film eigenständig zu sehen und überprüfen, ob der Film, so wie er ist funktioniert und gut ist.


Und das tut er leider nicht, weil er zum Ende hin unlogisch wird. Alleine diese "Beam-Maschine"(weiß jetzt den Namen nicht) ist doch nun völlig ohne Bedeutung.

Und dann noch...ich spoilere nun mal, da wir innerhalb einer Duskussion sind:

dass Harry zum Ende brav unter Dumbledore und den Todessern steht :spinner: Er kann sich später nicht zurückhalten, warum sollte er es da tun?
Im Buch kann er nicht eingreifen da er von einem Schockzauber gelähmt und mit seinem Tarnumhang bekleidet direkt beim Geschehen ist. Da Dumbledore genau wusste dass Harry sich über seine Anweisungen hinwegsetzen würde.

Der müde Joe
24.07.2009, 14:36
ob der Film, so wie er ist funktioniert und gut ist.
Ich denke, auch wenn ich die Bücher nicht kenne, dass man erst wirklich weiß, ob er gut ist, wenn man Teil 7.1 und 7.2 gesehen hat. Weil für sich alleine stehend hat mich der Halbblutprinz überhaupt nicht überzeugt ... war mir einfach zu viel Larifari ;)

Eines hat der Film jedoch wirklich gut gemacht, und zwar die Vorfreude auf die nächsten beiden Teile zu steigern. VORFREUDE... ich liebe und ich hasse sie :D

Willy Wonka
24.07.2009, 14:52
Und das tut er leider nicht, weil er zum Ende hin unlogisch wird. Alleine diese "Beam-Maschine"(weiß jetzt den Namen nicht) ist doch nun völlig ohne Bedeutung.

Damit kamen noch Beatrix und die anderen nach Hogwarts.


dass Harry zum Ende brav unter Dumbledore und den Todessern steht :spinner: Er kann sich später nicht zurückhalten, warum sollte er es da tun?


Im Film konnte ich es nachvollziehen und Dumbldore hat mehrmals darauf hingewiesen, dass er nicht eingreifen sollte. Außerdem ist ein tsch.. von Snape schon beängstigend genug. Ich würde mal sagen, dass Harry sich schon einschätzen konnte, dass er sie nicht alle besiegen konnte. Und bei der anderen Szene war Harry einfach noch mehr im Zorn.

Agent Orange
24.07.2009, 15:00
Damit kamen noch Beatrix und die anderen nach Hogwarts.

Jepp, und was haben die dort gemacht ausser ein paar Scherben und neben Malfoy und Snape stehen? Richtig, nix. Da hätten sie sich den Weg auch sparen können.
In Wirklichkeit sind sie gekommen um den Widerstand massiv zu schwächen...

Im Film konnte ich es nachvollziehen und Dumbldore hat mehrmals darauf hingewiesen, dass er nicht eingreifen sollte. Außerdem ist ein tsch.. von Snape schon beängstigend genug. Ich würde mal sagen, dass Harry sich schon einschätzen konnte, dass er sie nicht alle besiegen konnte. Und bei der anderen Szene war Harry einfach noch mehr im Zorn.

Gut, mag ich nicht unbedingt bestreiten dass nur in den Filmen Harry als der Dickkopf rüber kommt der er wirklich ist. Dafür vermische ich unterbewusst einfach zuviel. Aber ein Tsch.. von Snape... mal ehrlich, Harry hört auf Snape ;) ist mir neu

Willy Wonka
24.07.2009, 15:10
Jepp, und was haben die dort gemacht ausser ein paar Scherben und neben Malfoy und Snape stehen? Richtig, nix. Da hätten sie sich den Weg auch sparen können.

Sie haben Malfoy unterstützt und hätten Dumbledore getötet, wenn Malfoy es nicht geschafft hätte und wenn Snape nicht plötzlich da war.


Dafür vermische ich unterbewusst einfach zuviel. Aber ein Tsch.. von Snape... mal ehrlich, Harry hört auf Snape ;) ist mir neu

Wobei in diesem Film Snape eine ganz neue Position eingenommen hat, denn vorher war er immer nur der gruselige Lehrer, welcher nicht den besten Draht zu Harry hatte, aber jetzt sah man, dass er zum Kollektiv des dunklen Lord zählt (oder vielleicht auch nicht, dass werde ich schlussendlich erst im letzten Film erfahren).

Agent Orange
24.07.2009, 15:22
Sie haben Malfoy unterstützt und hätten Dumbledore getötet, wenn Malfoy es nicht geschafft hätte und wenn Snape nicht plötzlich da war.


Hätte, wäre, wenn ;) Aber dann frag ich mich wofür Snape den unbrechbaren Schwur geleistet hat, er musste ja dort sein. Gut, hätte auch sein können dass die beiden es auch nicht allein geschafft hätten. Sind mir persönlich aber alles zu viele wenn und aber, vorallem wenn man die eigentlichen Beweggründe kennt. Und einfach ausblenden ist in dem Fall für mich leider nicht drin. Ich komm halt einfach nicht drüber weg ;)


Wobei in diesem Film Snape eine ganz neue Position eingenommen hat, denn vorher war er immer nur der gruselige Lehrer, welcher nicht den besten Draht zu Harry hatte, aber jetzt sah man, dass er zum Kollektiv des dunklen Lord zählt (oder vielleicht auch nicht, dass werde ich schlussendlich erst im letzten Film erfahren).

Alles was ich dazu jetzt gerne schreiben würde wäre ganz große Sch... für die Leute die die Bücher nicht kennen. Daher möchte ich in diesem speziellen Fall neutral bleiben :nice:

JAG
24.07.2009, 15:54
Das ist doch bei jedem Film der Fall und deswegen sollten die Erwartungen schon angepasst werden, dass bestimmte Szenen vielleicht nicht ausführlich genug sind.
Nee, bei jedem Film ist das eben nicht der Fall. Mit den ersten beiden HP-Umsetzungen war ich völlig zufrieden, weil man sich da an die Bücher hielt.
Liegt aber halt auch daran, dass die wesentlich kürzer waren als der 4.-6.. Wenn man die Bücher kennt vergleicht man halt automatisch den Film damit. Du kannst den Film vielleicht unabhängig davon betrachten, aber eben nur, weil du die Bücher nicht kennst ;)

Willy Wonka
24.07.2009, 16:00
Sind mir persönlich aber alles zu viele wenn und aber, vorallem wenn man die eigentlichen Beweggründe kennt.

Genau das meinte ich auch in der Kritik, mit diesem Satz...

"aber ich glaube vielmehr, dadurch, dass man Bücher nicht kennt, fallen dem Zuschauer bestimmte Details nicht so sehr ins Auge, welche vielleicht nicht so sinnvoll sind."

Wenn man die Bücher nicht kennt, gibt es nicht diese vielen wenn und aber.


Und einfach ausblenden ist in dem Fall für mich leider nicht drin. Ich komm halt einfach nicht drüber weg ;)


Das kann ich auch vollkommen nachvollziehen, denn ich habe dieses auch schon bei zwei Filmen gehabt. Einmal bei "Shining" und einmal bei "Im Westen nichts neues", da ich erst die Bücher gelesen habe und dann die Filme gesehen habe. Jetzt mache ich es eigentlich nur noch, dass ich mir erst die Filme ansehe und dann das Buch lese, da mir so beiden Medien besser gefallen.

Willy Wonka
24.07.2009, 16:03
Du kannst den Film vielleicht unabhängig davon betrachten, aber eben nur, weil du die Bücher nicht kennst ;)

Das wird ein sehr guter Grund sein. ;) Aber ich würde es dennoch versuchen, denn ich will mir bald auch noch einmal "Shining" und "Im Westen nichts neues" ansehen.

Wenn man die Bücher kennt vergleicht man halt automatisch den Film damit.

Richtig und so etwas stört meiner Meinung nach ein bisschen den Filmgenuss.

Lauti
24.07.2009, 16:05
Im Film konnte ich es nachvollziehen und Dumbldore hat mehrmals darauf hingewiesen, dass er nicht eingreifen sollte. Außerdem ist ein tsch.. von Snape schon beängstigend genug. Ich würde mal sagen, dass Harry sich schon einschätzen konnte, dass er sie nicht alle besiegen konnte. Und bei der anderen Szene war Harry einfach noch mehr im Zorn.

Dann wäre Harrys Charakter aber völlig falsch dargestellt. Im Buch will er unbedingt eingreifen und er würde es auch tun. Egal was Dumbledore sagt, er würde lieber mitsterben als Dumbledore dabei zuzusehen. Das ist doch eben schon Harrys "Fehler" im Vorgänger. Er würde ohne Rücksicht auf sich kämpfen. Andere würde er nicht gefärden wollen. Aber dafür muss man wohl das Buch kennen.

Sie haben Malfoy unterstützt und hätten Dumbledore getötet, wenn Malfoy es nicht geschafft hätte und wenn Snape nicht plötzlich da war.
Im Buch wollen sie das, aber sie dürfen es nicht. Es macht keinen Sinn das sie dort sind, wenn sie nicht kämpfen und Bellatrix ist im übrigen gar nicht im Turm. Das der Kampf fehlt versaut es wirklich etwas...aber anderes ist noch schlimmer.


Wobei in diesem Film Snape eine ganz neue Position eingenommen hat, denn vorher war er immer nur der gruselige Lehrer, welcher nicht den besten Draht zu Harry hatte, aber jetzt sah man, dass er zum Kollektiv des dunklen Lord zählt (oder vielleicht auch nicht, dass werde ich schlussendlich erst im letzten Film erfahren).
Also das sollte allerspätestens seit Teil 4 bekannt sein. Vielleicht kommt es im Film ja nicht so rüber, im Buch aber allemal.

Lauti
24.07.2009, 16:09
Richtig und so etwas stört meiner Meinung nach ein bisschen den Filmgenuss.

Wenn man nur die Filme sieht, versteht man schon alleine die Charaktere nicht. Außerdem muss der siebte Teil ja jetzt schon abgewandelt werden, damit die "Nur-Filmzuschauer" ihn überhaupt verstehen können. Das ist doch blöd. Zudem wirkt Harry jetzt nicht mehr wie Harry. So aufbrausend und teilweise sogar jähzornig wie er ist, schaut er Dumbledors Tod einfach zu und wirkt nichtmal allzu geschockt. Das passt auch überhaupt nicht zum weiteren Verlauf der Geschichte, ohne jetzt zu spoilern.

Agent Orange
24.07.2009, 16:17
Außerdem muss der siebte Teil ja jetzt schon abgewandelt werden, damit die "Nur-Filmzuschauer" ihn überhaupt verstehen können.

Spoiler doch bitte gerade mal was genau du meinst. Habe einen Verdacht, aber die Bücher leider nicht mehr 100% geistig präsent.

Noeval
24.07.2009, 16:25
... das sollte allerspätestens seit Teil 4 bekannt sein. Vielleicht kommt es im Film ja nicht so rüber, im Buch aber allemal.
Nach den ersten fünf Bänden war ich mir absolut nicht sicher auf welcher Seite Snape steht. Erst nach dem sechsten Buch kann man sich zum erstenmal richtig eine Meinung darüber bilden, die dann im siebten Band endgültig bestätigt oder widerlegt wird.

Lauti
24.07.2009, 16:27
Spoiler doch bitte gerade mal was genau du meinst. Habe einen Verdacht, aber die Bücher leider nicht mehr 100% geistig präsent.

Die ganze Geschichte rund um die Horkuxe muss umgeändert werden. Dumbledore verrät ihm wonach er suchen muss. Er erklärt zum Beispiel Harry warum sie in die Höhle gehen und das Voldi immer Orte und Gegenstände gewählt hat, die ihm wichtig sind. Zudem überträgt doch Dumbledorte Harry die Mission und das er außer Ron und Hermine niemanden hinzuziehen darf. Wie oft bekommt er im siebten Band Hilfe angeboten, aber er lehnt sie ab. Genauso kann keiner der den siebten Band gelesen hat, dem Trio zutrauen, dass sie ohne Dumbledors Hinweise die Horkruxe gefunden hätten. Sie hätten weder gewußt was, geschweige denn wo sie suchen müssen.

Lauti
24.07.2009, 16:28
Nach den ersten fünf Bänden war ich mir absolut nicht sicher auf welcher Seite Snape steht. Erst nach dem sechsten Buch kann man sich zum erstenmal richtig eine Meinung darüber bilden, die dann im siebten Band endgültig bestätigt oder widerlegt wird.

Eine Meinung kannst du dir vorher schon bilden.

Spoiler (nur lesen wenn man den 7. Band kennt)

Snape wurde mein Lieblingscharakter, weil ich mir schon sehr schnell dachte, dass er gut ist.

Agent Orange
24.07.2009, 16:36
Die ganze Geschichte rund um die Horkuxe muss umgeändert werden. Dumbledore verrät ihm wonach er suchen muss. Er erklärt zum Beispiel Harry warum sie in die Höhle gehen und das Voldi immer Orte und Gegenstände gewählt hat, die ihm wichtig sind. Zudem überträgt doch Dumbledorte Harry die Mission und das er außer Ron und Hermine niemanden hinzuziehen darf. Wie oft bekommt er im siebten Band Hilfe angeboten, aber er lehnt sie ab. Genauso kann keiner der den siebten Band gelesen hat, dem Trio zutrauen, dass sie ohne Dumbledors Hinweise die Horkruxe gefunden hätten. Sie hätten weder gewußt was, geschweige denn wo sie suchen müssen.

Dachte zuerst du meinst irgendeinen Charakter der am Ende des 6. stirbt, habe das aber nur noch sehr vage in Erinnerung, und weiß auch nicht ob ein wichtiger Charakter stirbt.
Aber das mit den Horkruxen stimmt, im Buch haben sie sich viel mehr Erinnerungen zusammen angesehen und Harry wurde somit auch viel besser auf seine Mission vorbereitet, obwohl er ja zuerst auch nicht wusste für was diese Erinnerungen wichtig sind.

Was mir auch ein wenig abging war, dass man praktisch nichts über Fenrir Greyback erfuhr, im Buch wird er wesentlich bedrohlicher und vorallem blutrünstiger dargestellt. Hach, ein FSK 18 Potter, das wär doch mal was :nice:

Agent Orange
24.07.2009, 16:42
Eine Meinung kannst du dir vorher schon bilden.

Spoiler (nur lesen wenn man den 7. Band kennt)

Snape wurde mein Lieblingscharakter, weil ich mir schon sehr schnell dachte, dass er gut ist.

Aber auch der 6. Film verrät mir da schon ein wenig zuviel, denn
soweit ich weiß gibt es im Buch keine solchen Andeutungen wie sie nun im Film zu sehen waren, bei den Gesprächen zwischen Dumbledore und Snape. Da konnte man imho dann doch schon recht ordentlich zwischen den Zeilen lesen.
Ich hab zwar auch direkt nach dem 6. Band gesagt dass der Tod von Dumbledore nicht mit rechten Dingen zuging, und dass da irgend ein Hintertürchen versteckt war. Aber wirklich sicher war ich mir auch nicht, ob Snape nicht doch die ganze Zeit Dumbleore getäuscht hatte.

Noeval
24.07.2009, 16:44
Eine Meinung kannst du dir vorher schon bilden.
Klar, eine solche Meinung kann man sich natürlich schon nach dem ersten Band bilden. :)

... weil ich mir schon sehr schnell dachte, dass er gut ist.
Wobei man das gut auch differenziert betrachten muß. Er half Dumbledore, weil Voldemort seine große Liebe umbrachte und nicht aus Überzeugung das richtige zu tun. Als einen von den Guten sehe ich ihn deshalb nicht unbedingt.

Lauti
24.07.2009, 16:45
Dachte zuerst du meinst irgendeinen Charakter der am Ende des 6. stirbt, habe das aber nur noch sehr vage in Erinnerung, und weiß auch nicht ob ein wichtiger Charakter stirbt.
Aber das mit den Horkruxen stimmt, im Buch haben sie sich viel mehr Erinnerungen zusammen angesehen und Harry wurde somit auch viel besser auf seine Mission vorbereitet, obwohl er ja zuerst auch nicht wusste für was diese Erinnerungen wichtig sind.

Was mir auch ein wenig abging war, dass man praktisch nichts über Fenrir Greyback erfuhr, im Buch wird er wesentlich bedrohlicher und vorallem blutrünstiger dargestellt. Hach, ein FSK 18 Potter, das wär doch mal was :nice:

Außer Dumbledore stirbt nur ein Namenloser Todesser. Die Sache mit Greyback ist auch irgendwie ein wenig dämlich. Er verletzt immerhin Bill schwer. Also darf der im 7. Teil, da der Kampf ja fehlt, auch nur "narbenlos" dargestellt werden. Ich frag mich, wozu es Grayback überhaupt dann noch gibt? Den hätte man locker weglassen können, wenn man die Story auslässt. Aber im Buch trug er sehr gut zu einer grausigen Atomosphäre bei. Er wirkte bedrohlich und hätte gerne viele Kinder in Hogwarts töten können. War es nicht sogar so, dass Dumbledore lieber schnell durch einen Zauber sterben wollte, anstatt durch einen Biss von Grayback?
Die Erinnerungen wäre wirklich sehr wichtig gewesen. Die ganze Story im siebsten Band muss also einfach so anfangen, ohne das Harry eine Anweisung bekommt und man darf auf nichts bezug nehmen oder aber Harry muss irgendwie von Dumbledore eine Nachricht bekommen bzw. man tut so als hätte Harry den Auftrag bekommen. Bei ersterem fänd ich das irgendwie komisch. Als würde Harry nun selbst auf die Idee kommen völlig alleine die Horkruxe zu suchen ohne je einen der älteren Zauberer um rat zu fragen.

Lauti
24.07.2009, 16:52
Aber auch der 6. Film verrät mir da schon ein wenig zuviel, denn
soweit ich weiß gibt es im Buch keine solchen Andeutungen wie sie nun im Film zu sehen waren, bei den Gesprächen zwischen Dumbledore und Snape. Da konnte man imho dann doch schon recht ordentlich zwischen den Zeilen lesen.

Das kommt erst am Ende des siebten Bandes eigentlich raus, als Snape Harry seine Erinnerungen überlässt. Es stimmt, diese Szene ist eigentlich ein totaler Spoiler wenn man darüber nachdenkt und den siebsten Band nicht kennt. Ich habe mir da bisher keine Gedanken drüber gemacht.





Wobei man das gut auch differenziert betrachten muß. Er half Dumbledore, weil Voldemort seine große Liebe umbrachte und nicht aus Überzeugung das richtige zu tun. Als einen von den Guten sehe ich ihn deshalb nicht unbedingt.

Wenn er das nicht mit der richtigen Überzeugung getan hätte, hätte er es doch nie so gut geschafft. Natürlich hatte er seinen Hass auf Harry, weil er ihn an James erinnerte, der ja auch wirklich ein Arsch ist. Snape ist ein talentierter Zauberer gewesen, der von den dunklen Künsten fasziniert war. Er wurde gedisst und es zog ihn auf Voldis Seite, aber ich denke, wenn Lilli seine Liebe erwidert hätte, wäre er dort nie gelandet. Mit ihrem Tod hat er eingesehen, wie falsch er lag und Dumbledore geholfen. Wenn du es so siehst, war auch Dumbledore in seinen jungen Jahren kein Guter. Nach dem Ende der Bücher fand ich den guten auch immer weniger toll. Aber ich denke das ist alles ansichtsache. Ich mochte Snape halt immer und in den Filmen finde ich wird er zudem noch super gespielt.

Noeval
24.07.2009, 16:57
Aber ich denke das ist alles ansichtsache. Ich mochte Snape halt immer und in den Filmen finde ich wird er zudem noch super gespielt.
Eben! Da werden wir wohl nie einer Meinung sein. Aber so macht es ja auch mehr Spaß, als wenn wir dasselbe denken würden. :)

Agent Orange
24.07.2009, 16:58
Klar, eine solche Meinung kann man sich natürlich schon nach dem ersten Band bilden. :)


Wobei man das gut auch differenziert betrachten muß. Er half Dumbledore, weil Voldemort seine große Liebe umbrachte und nicht aus Überzeugung das richtige zu tun. Als einen von den Guten sehe ich ihn deshalb nicht unbedingt.

Ach stimmt, das war ja auch noch so ein Punkt :autsch: Kam das in den Filmen überhaupt rüber?

Er verletzt immerhin Bill schwer. Also darf der im 7. Teil, da der Kampf ja fehlt, auch nur "narbenlos" dargestellt werden. Ich frag mich, wozu es Grayback überhaupt dann noch gibt? Den hätte man locker weglassen können, wenn man die Story auslässt. Aber im Buch trug er sehr gut zu einer grausigen Atomosphäre bei. Er wirkte bedrohlich und hätte gerne viele Kinder in Hogwarts töten können. War es nicht sogar so, dass Dumbledore lieber schnell durch einen Zauber sterben wollte, anstatt durch einen Biss von Grayback?


Das hab ich mich ebenso gefragt, ausser dass er mal auf nem Plakat zusehen war und bei der "Gang" mit abgehangen hat, kam da gar nix rüber. Und ich meine auch dass diese Textstelle mit Dumbledore vorkam.
Ich denke mal dass der 7. Film nun damit anfängt dass Harry nach der Person sucht die den Horkrux aus der Höhle gestohlen hat. Und dann werden sie irgendwas zurecht stricken :eek:

Noeval
24.07.2009, 17:05
Ich denke mal dass der 7. Film nun damit anfängt dass Harry nach der Person sucht die den Horkrux aus der Höhle gestohlen hat.
Ich würde mir wünschen, daß der siebte Film mit ...

... den Dursleys beginnt. Immerhin verabschiedet er sich da voraussichtlich für immer von ihnen. Ob sie sich wiedersehen ist ja unklar. Und Dudley überrascht damit, daß er Harry eigentlich doch mag. Wenn auch nur, weil er ihm das Leben gerettet hat. :)

Agent Orange
24.07.2009, 17:25
Ich würde mir wünschen, daß der siebte Film mit ...

... den Dursleys beginnt. Immerhin verabschiedet er sich da voraussichtlich für immer von ihnen. Ob sie sich wiedersehen ist ja unklar. Und Dudley überrascht damit, daß er Harry eigentlich doch mag. Wenn auch nur, weil er ihm das Leben gerettet hat. :)

Würde ich mir prinzipiell auch wünschen, da ich die Stellen in den Büchern immer sehr gemocht habe. Aber eigentlich wäre es doch sogar mehr oder weniger wichtig dass der Film dort anfängt. Denn es ist doch so dass Harry erfährt, dass der Schutz den er in diesem Haus hat, nun ab seinem 17.(?) Geburtstag nicht mehr besteht. Und bei seinem "Auszug" geht es doch imo doch auch noch einmal heiß her. Wäre eigentlich schon sehr wichtig, und ich würde es auch gerne im Film sehen.

Lauti
24.07.2009, 17:56
Würde ich mir prinzipiell auch wünschen, da ich die Stellen in den Büchern immer sehr gemocht habe. Aber eigentlich wäre es doch sogar mehr oder weniger wichtig dass der Film dort anfängt. Denn es ist doch so dass Harry erfährt, dass der Schutz den er in diesem Haus hat, nun ab seinem 17.(?) Geburtstag nicht mehr besteht. Und bei seinem "Auszug" geht es doch imo doch auch noch einmal heiß her. Wäre eigentlich schon sehr wichtig, und ich würde es auch gerne im Film sehen.

Es wäre doch total wichtig, denn dort sterben immerhin Hedwig und Mad Eye. Hedwig fanden doch auch viele Fans als sehr dramatisch. Ich persönlich nun nicht so. Aber das Mad Eye stirbt und Mundungus ein Feigling ist, der am Ende ja auch das Armulett an die gute alte Dolores verkauft hat ist doch wichtig für die Story. Wie sollte man sonst auf sie kommen? Gut ersteres hängt nicht direkt mit zweitem zusammen, trotzdem denke ich sollte es vorkommen. Mad Eye spielt schon eine Rolle und das er sein Leben verliert, damit Harry geschützt wird ist wichtig.

Willy Wonka
24.07.2009, 17:59
Wenn man nur die Filme sieht, versteht man schon alleine die Charaktere nicht.

Warum soll die Charaktere nicht verstehen? Nur weil sie anderes dargestellt werden als im Buch? Die Filme präsentieren ihre Geschichte und ihre Charaktere und die Büchern tun dieses auch, nur beide auf eine unterschiedliche Weise. Und wenn man nur die Filme sieht, versteht man die Charaktere auch und zwar so, wie sie filmisch präsentiert werden und das ist für mich in den Filmen sinnvoll dargestellt. Ich sehe die Charaktere eben nur nicht, wie sie im Buch dargestellt werden und dieses finde ich zurzeit auch nicht sehr schlimm.

Lauti
24.07.2009, 18:05
Warum soll die Charaktere nicht verstehen? Nur weil sie anderes dargestellt werden als im Buch? Die Filme präsentieren ihre Geschichte und ihre Charaktere und die Büchern tun dieses auch, nur beide auf eine unterschiedliche Weise. Und wenn man nur die Filme sieht, versteht man die Charaktere auch und zwar so, wie sie filmisch präsentiert werden und das ist für mich in den Filmen sinnvoll dargestellt. Ich sehe die Charaktere eben nur nicht, wie sie im Buch dargestellt werden und dieses finde ich zurzeit auch nicht sehr schlimm.

Aber damit hast du einen ganz anderen Charakter als im Buch. Harry wird in dieser Szene einfach falsch dargestellt. Kannst du diesen Harry mit dem Vergleichen der in früheren Büchern gegen Dementoren gekämpft hat? Der für Sirius ins Ministerium ist und gegen viele Todesser gekämpft hat? Der Voldemort gegenüber stand? Sollte ein Film die Charakter einfach verändern? Für mich wird Harry in der Szene wie einfach zu ängstlich dargestellt. Er überlegt nie, er handelt. Zum denken ist einfach Hermine da. Kannst du dir vorstellen, dass ein solcher Harry wirklich dafür geeignet ist jemals überhaupt Duelle zu bestreiten? Als er nach der Turmszene Snape hinterhereilt wirkt er auch eher wie ein Schatten seiner selbst...

Willy Wonka
24.07.2009, 18:13
Aber damit hast du einen ganz anderen Charakter als im Buch.

Klar und ich frage dazu nur: "Na und?"
Als Buchkenner muss es vielleicht hart sein, aber mich stört es nicht im geringsten.


Kannst du dir vorstellen, dass ein solcher Harry wirklich dafür geeignet ist jemals überhaupt Duelle zu bestreiten? Als er nach der Turmszene Snape hinterhereilt wirkt er auch eher wie ein Schatten seiner selbst...

Ich finde man hat es in den vorherigen Filmen schon deutlich gesehen, dass Harry Duelle überstehen kann. Außerdem gefällt mir diese menschliche Seite (mit den Emotionen) besser als wäre er wie ein Superman.

Lauti
24.07.2009, 18:18
Klar und ich frage dazu nur: "Na und?"
Als Buchkenner muss es vielleicht hart sein, aber mich stört es nicht im geringsten.
Es ist aber einfach ein Fehler. Falsch umgesetzt. Nur weil du es nicht besser weißt findest du es also gut?



Ich finde man hat es in den vorherigen Filmen schon deutlich gesehen, dass Harry Duelle überstehen kann. Außerdem gefällt mir diese menschliche Seite (mit den Emotionen) besser als wäre er wie ein Superman.

Die Emotion ist aber doch gerade das was im Film fehlt. Harry wirkt so, als wäre das zwar irgendwie blöd was da auf dem Turm passiert, aber irgendwie nicht wirklich seine Sache. Er ist im Buch kein Superman, auch wenn viele ihn dafür halten. Er hat sehr sehr viel Glück, aber er würde auch nie zurückschrecken. Doch nicht vor den paar Todessern. Warum sonst hat er in Teil fünf so einen Mist gebaut? Er schreckte nicht davor zurück ins Ministerium zu gehen, obwohl er wußte wer dort ist. Selbst wenn du nur die Filme schaust kann das doch in deinen Augen nicht passen.

Agent Orange
24.07.2009, 18:26
Es wäre doch total wichtig, denn dort sterben immerhin Hedwig und Mad Eye.

Jepp, und ich hoffe auch stark dass die das einbauen werden. Finde das auch sehr wichtig. Fänd ich schrecklich wenn man einfach manche Charaktere und ihr Schicksal nicht mehr zeigen würde.

Aber damit hast du einen ganz anderen Charakter als im Buch. Harry wird in dieser Szene einfach falsch dargestellt.

Und das auf so unnötige Art und Weise, ich kann das einfach nicht verstehen warum man diese Szene nicht 1:1 übernommen hat. Das hätte doch wirklich keinem wehgetan.
Buch und Film als zwei unterschiedliche Medien sind ja gut und schön, aber gewisse grundlegende Dinge sollte man doch beibehalten. Und dazu gehören für mich eben die Dinge die selbst mehrere Jahre nach dem Buch hängengeblieben sind.

Willy Wonka
24.07.2009, 18:36
Es ist aber einfach ein Fehler. Falsch umgesetzt. Nur weil du es nicht besser weißt findest du es also gut?

Nein! Es ist kein Fehler, sondern einfach eine andere Darstellung. Es ist in den Filmen geändert worden und diese Alternative, welche in den Filme dargestellt wird, finde ich gut. Es kann ja durchaus sein, dass mir Darstellung des Buches auch besser gefallen würde, aber dieses sind nur Vermutungen. Ich bin mit dem Resultat der Filme zufrieden und warum sollte ich unzufrieden sein, wenn mir das bisherige Resultat gefällt.
Sie haben es einfach anders umgesetzt und deswegen würde ich es nicht falsch nennen.
Es gibt doch sogar zahlreiche Romanverfilmungen, welche sich sogar nur sehr grob an ihrer Quelle orientieren und den Roman vielleicht nur als Inspiration ansehen. (So extrem ist Harry Potter jetzt natürlich nicht!) Und in meinen Augen ist das dann nicht falsch, sondern anders.


Selbst wenn du nur die Filme schaust kann das doch in deinen Augen nicht passen.

Doch in meinen Augen passt es alles (vielleicht ändert sich das ab Teil 7 wer weiß), denn für mich ist ein Mensch keine Schablone, kein Wesen, welches immer gleich reagiert. Es ist wechselhaft und wird nicht immer gleich handeln. Warum sonst gibt es im echten Leben Situationen, wo man starr vor Angst ist oder einfach den Mut verliert. In anderen Situationen ist man dann sogar vermessen und vielleicht sogar todesmutig.
Im Film wird der Charakter Harry Potter bestimmt nicht so gut und ausführlich beschrieben wie im Roman, weil es auch unmöglich ist, aber für einen unterhaltenden Film besitzt Harry genug Facetten und seine Handlungen und Reaktionen sind aus meiner Sicht alle nachvollziehbar.

Darkknight666
24.07.2009, 18:39
So sehe ich das auch, in einem Buch kann ein Charakter einfach vielschichtiger behandelt werden, und auch erzählt, als es in einem Film überhaupt möglich ist, den wenn man ein 500 Seiten Buch verfilmen will braucht man mehr als 2,5 Stunden sondern sollte wohl zu jedem Teil einen 3 Teiler machen um wirklich jede Kleinigkeit zu erklären.

Lauti
24.07.2009, 22:36
Und das auf so unnötige Art und Weise, ich kann das einfach nicht verstehen warum man diese Szene nicht 1:1 übernommen hat. Das hätte doch wirklich keinem wehgetan.
Buch und Film als zwei unterschiedliche Medien sind ja gut und schön, aber gewisse grundlegende Dinge sollte man doch beibehalten. Und dazu gehören für mich eben die Dinge die selbst mehrere Jahre nach dem Buch hängengeblieben sind.

Genau, da hast du völlig recht. Die Szene zu übernehmen wäre perfekt gewesen. Das anschließende Gefecht hätte man nur im vorbeirennen zeigen müssen, dafür das "Zerstören der Scheiben" durch Bella weglassen können. Genauso ergibt es keinen Sinn die Hütte von Hagrid einfach so anzuzünden. Für mich gibt es nach wie vor keinen Sinn, dass Harry so handelt. Wieso sollte er in dieser Szene nicht eingreifen wollen, wo klar war das Dumbledore stirbt, aber danach wo keiner mehr in Gefahr ist die Todesser verfolgen. Er hat also Angst Dumbledore zu retten, aber nicht davor, danach eventuell sinnlos zu sterben?

Count Dooku
16.12.2009, 19:31
Harry Potter und der Halbblutprinz (http://www.ofdb.de/film/161650,Harry-Potter-und-der-Halbblut-Prinz)

Dieser Film ist schwer zu bewerten. Auf der einen Seite ignorieren die Macher konsequent die wirklich guten Stellen der Vorlage und walzen dafür die schlechten ziemlich aus. Auf der anderen Seite hat der Film einige sehr unterhaltsame Momente, die es mir schwer machen, den Film genauso hart abzuwatschen wie die Teile 4 und 5.
Das Problem ist imo der ständige Regisseurwechsel. Jeder Regisseur will unbedingt seine eigene Note in den jeweiligen Film bringen, wodurch Kontinuitätsfehler (siehe die veränderte Location einiger Räume in Teil 3 oder die Darstellung des Denkariums in Teil 4 und 6) und Storylücken entstehen. Yates scheint auch nicht die Reihe wirklich als Ganzes zu sehen, sondern sich einfach von Teil zu Teil zu hangeln.
Die Sache mit dem Halbblutprinzen ist ebenso wie in der Vorlage Nebensache und nicht wirklich handlungsrelevant.
Die Liebesgeschichten sind unnötig und diese Lavender mit ihrem WonWon hätte ich am liebsten erschossen.
Die Actionszene mit dem Fuchsbau ist unnötig und fügt sich nicht wirklich ins Gesamtbild ein.
Alan Rickman hat mich diesmal sehr enttäuscht. Er hat ziemlich lustlos gespielt. Dafür war Michael Gambon als Dumbledore sehr gut (hat auch lang genug gedauert). Jim Broadbent hat sehr gut gepasst als Slughorn auch wenn er ihm optisch überhaupt nicht ähnlich sah.
Der Score war ganz gut.

Count Dooku
17.11.2010, 18:35
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 (http://www.ofdb.de/film/201439,Harry-Potter-und-die-Heiligt%C3%BCmer-des-Todes)

Nun also beginnt das Ende der Harry-Potter-Filmsaga. Um noch etwas Geld aus uns Zuschauern zu quetschen, hat man sich entschlossen, den Film zu teilen. Auf die Idee hätten sie schon bei Teil 4 kommen können. Bei 7. Buch bringt die Teilung nur wenig, zum Teil weil die Buchvorlage sehr langatmig geraten ist.
Komischerweise hat dieser Film das Problem, dass er näher an seiner Vorlage dran ist als die Vorgängerfilme 3 - 6. Jetzt rächt es sich, dass die anderen Regisseure Charaktere und Ereignisse entfernt haben, denn teilweise nimmt dieser Film Bezug auf diese. Blitzschnell müssen noch ein paar Charaktere eingeschoben werden, die man aber nach ein paar Minuten schnell wieder vergisst. Dazu werden Ereignisse, bei denen Harry nicht dabei war, wie im Buch erzählt. Mit anderen Worten: die Kamera filmt jemanden, der das Ereignis einfach erzählt. Imo nicht besonders originiell.
Die Darsteller sind auch nicht sehr überzeugend. Die Hauptdarsteller wirken bis auf Emma Watson überfordert und die Nebendarsteller haben zu wenig Screentime um zu glänzen.
Ein weiteres Problem ist Yates Inszenierung. Zwar ist der Film düster, aber eine beklemmende Spannung, wie es sie bei den Büchern gab, kommt nie auf. Dazu verwendet er in diesem Teil gerne Wackelkameras um zumindest ein bißchen Tempo vorzugaukeln.
Und dazu bleibt Yates zu nah an Harry dran. Statt dem Trio beim Nichtstun zu zeigen, hätte man ruhig mal zeigen können, was in der Zaubererwelt vorgeht.

Mal schauen, ob der letzte Teil noch was rausreißt, aber ich bezweifle es.

Count Dooku
02.12.2010, 12:24
Ich hab mir jetzt alle Filme nochmal angeschaut und bin zu dieser Rangfolge gekommen:

1. Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Imo hat der Film die richtige Mischung aus Buchnähe und Abweichungen.

2. Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Der 3. Teil nutzt zwar nicht vollständig das Potential seiner Vorlage aus, dafür wirkt Cuarons Regiestil sehr erfrischend und auch John Williams Score ist um einiges motivierter als beim 2. Teil

3. Harry Potter und der Stein der Weisen
Die Handlung ist zwar nicht so gut wie bei Teil 2 und 3, dafür hat der Film Charme.

4. Harry Potter und der Orden des Phoenix
Der Film rast zwar zu sehr durch die teils langatmige Vorlage, kann aber noch ganz gut unterhalten. Ich hoffe trotzdem, dass da noch eine längere Fassung kommt.

5. Harry Potter und der Feuerkelch
Der Film hat ein hohes Tempo und die Actionszenen sind ganz gut in Szene gesetzt. Allerdings nutzt Mike Newell das Potential der Vorlage aus. Dazu kommt noch das Overacting einiger Darsteller und ein paar krasse Fehlbesetzungen.

6. Harry Potter und der Halbblutprinz
Einige nette Szenen, aber ein roter Faden ist nicht vorhanden. Statt sich darauf zu konzentrieren, die wichtigen Infos für das Finale zu erzählen, zeigt Yates die Liebesprobleme in Hogwarts.

7. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1
Hier rächt sich jetzt alles. Die Besetzung des Regiepostens mit David Yates und die Entscheidungen bestimmte Charaktere in den Vorgängerfilmen nicht zu zeigen. Die Actionszenen werden schnell und lieblos abgespult, ansonsten gibt es nichts wirklich spannendes zu sehen.

Willy Wonka
24.12.2010, 01:54
Ich kann dir eigentlich zustimmen, dass eigentlich nicht viel passiert im ersten Film von "
„Die Heiligtümer des Todes", aber dennoch habe ich mich nicht eine Minute im Kino gelangweilt. Die Schauspieler konnten überzeugen und vor allem das Trio hat eine eingespielte Chemie die meiner Meinung nach super funktioniert. Auch bei der Atmosphäre hat sich Yates sehr viel Mühe gegeben, auch wenn er nie Cuaróns Qualität erreichen wird.

Tolle Landschaften und Kameraaufnahmen, die eine Endzeitstimmung erzeugen. Wobei natürlich auch das empfangsschwache Radio und die sehr gelungene Filmmusik von Alexandre Despalt viel zu jener düsteren Stimmung beigetragen haben.

Nebenbei gibt es noch einen feinen und dezenten Humor, welcher keinesfalls aufdringlich ist und auch nicht die Stimmung des Films gefährdet.

Der einzige Kritikpunkt bei der Inszenierung ist die schon angesprochene Wackelkamera, die nicht so exzessiv genutzt wird wie in vielen anderen aktuellen Filmen, aber irgendwie wirkt sie in der Welt von Harry Potter deplatziert.

Count Dooku
06.08.2011, 20:09
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (http://www.ofdb.de/film/210550,Harry-Potter-und-die-Heiligt%C3%BCmer-des-Todes---Teil-2)

"Ich öffne mich zum Schluss"
Dieser Satz muss wohl auch für David Yates gelten, dann nach 3 durchwachsenen Filmen gelingt ihm endlich ein guter Harry-Potter-Film.
Die Actionszenen sind ganz gut in Szene gesetzt. Die Endschlacht hat eine gute Atmosphäre. Allerdings leidet der Film an den Fehlern, die bei den vorherigen Filmen gemacht wurden. Imo ist es sehr schwer, mit Figuren mitzufiebern, die man gar nicht richtig kennt.
Der Film hat aber auch Schwächen. Das wäre z. B. die Abweichungen von der Vorlage. Damit meine ich nicht die Abweichung an sich, sondern dass Yates und Kloves Szenen aus dem Buch abändern ohne eine vernünftige Alternative zu bieten.
Dabei werden aber seltsamerweise wie im 7. Film Sachen aus dem Buch erwähnt ohne, dass der Nicht-Buch-Kenner damit was anfangen kann.
Das andere Problem sind die Nebencharaktere. Sie kommen viel zu kurz vor und tauchen teilweise an bestimmten Orten auf ohne vernünftige Erklärung.
Das Schlimmste ich aber imo der vermurkste Schluss. Das gute Ende vom Buch weicht einer sinnlosen und imo schlecht gemachten Actionsequenz, dicht gefolgt vom Epilog, der schon im Buch schlecht war.
Insgesamt überwiegt das Positive.
Mal schauen wie lange es dauert, bis eine Neuadaption gemacht wird. :D