Satan's Blade

deadlyfriend

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Satan`s Blade

Ein Herz für Slasher, oder aber auch vielleicht ein wenig aufmunternden Beifall für das nächste mal, was es dann nicht gab. Aber der Reihe nach: Der Film beginnt mit einem Überfall inklusive vorsätzlicher Ermordung der Angestellten. Die Täterinnen ziehen sich danach in einen gemieteten Ferien-Bungalow zurück. Dort erschießt dann die Eine die Andere, um die Beute nicht teilen zu müssen. Dafür haben sie sich aber echt eine blöde Hütte ausgesucht, denn vor 14 Jahren wurde hier bereits jemand ermordet und der nie gefasste Täter steht mit einer alten Legende in Verbindung, weshalb auch die verbliebene Täterin das Zeitliche segnet. Dadurch das die Hütte durch den Doppel-Mord gerade wieder unfreiwillig frei wurde, vermietet der eifrige Vermieter die Hütte direkt ein weiteres Mal an ein paar frisch eingetroffene Twens.

Wir haben es hier natürlich mit keiner wirklich aufwendigen Produktion zu tun, was man dem Film auch ansieht. "Sie waren stets bemüht", könnte man als Fazit ziehen, denn wir stolpern hier auch über blinzelnde Leichen und sehen des Öfteren das Mikrofon wiederkehrend im Bild. Der Cast bleibt ebenfalls in diesem Bereich aber irgendwie möchte man ihn dann doch knuddeln. Hat einfach was von einem dreibeinigen Hund. Die musikalische Unterstützung fand direkt große Sympathien bei mir, da die wiederkehrenden Keyboard Melodien, mich an mich selbst erinnerten als ich im Alter von 14 meine ersten Songs komponierte. Zusammen mit den Bildern in der schneebedeckten Berglandschaft, machte das irgendwie richtig Freude.
Nach dem Stakkato-Beginn, der in wenigen Minuten eine Menge Leichen produziert, ist allerdings viel Leerlauf. Man führt die Hauptpersonen nach dem schnellen Einstieg ein, platziert die alte Legende und man schaut nun über 40 Minuten dem nicht wirklich interessanten Treiben der jungen Leute zu. Klar, die ziehen alle blank, was möglicherweise auch die Hauptmotivation war, um den Film zu drehen. Danach leitet er aber das Finale ein und das ist wirklich erstaunlich gut gelungen und bringt Spannung ins Geschehen. Vielleicht aber auch nur am bisherigen Verlauf gemessen. Der Film entstand wohl im Jahr 1981, was man anhand eines Kalenders im Film identifizieren kann, aber er wurde erst viele Jahre später veröffentlicht, da man keinen Verleih dafür gefunden hatte. Tatsächlich denke ich aber, dass er bei VÖ 1981 deutlich erfolgreicher gewesen wäre. Aber gut, ein Meilenstein des Genres wäre er trotzdem nicht geworden. Empfehlen kann man den Film jetzt keineswegs, was man mit Sicherheit auch vorher meinen Worten entnehmen konnte. Wer aber im Bereich Slasher auch ganz unten in der Kiesgrube wühlt, kann trotzdem mit dem Film Spaß und Freude haben. Aber mit ganz bestimmter Sicherheit nur diese Leute und da zähle ich mich einfach mal dazu.
 
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