Amusement
Shelby ist mit ihrem Freund im Auto unterwegs, der sich einer kleinen Kolonne anschließt, was beim Fahren mehr Spaß bringt. An einer Raststätte hält man schließlich gemeinsam an und wechselt ein paar Worte. Der Trucker im Mini-Konvoi hört via CB-Funk, dass die Schnellstraße wegen eines Unfalls gesperrt wurde und schlägt einen Umweg vor. Dieser führt natürlich ins Hinterland und auch zu einer einsam gelegenen Hütte..............
Dies ist allerdings wirklich nur der Einstieg, denn der Film geht wirklich interessante Wege. Es ist nämlich wirklich nur die Grundlage einer ersten Episode. Bereits im sehr gut gemachten Vorspann sehen wir, dass es sich um 4 Hauptpersonen drehen wird. 3 frühere Freundinnen und ein Killer. Die 3 jungen Damen haben somit jeweils ihre eigne Episode, die bis zu einem bestimmten Punkt gezeigt wird und dann abbricht, bis im letzten Drittel des Films dann alle Fäden zusammenlaufen. Diese Herangehensweise ist wirklich interessant und sorgt auch für Spannung. Zusätzlich besitzt der Film eine richtig starke Atmosphäre und alle 3 "Episoden" sind stimmungsvoll und hervorragend gefilmt. Rein technisch ist der Film jedem Horror- und Slasherfreund, der darunter nicht lediglich Gulasch versteht, zu empfehlen. Auch bei den Darstellerinnen gibt es nichts auszusetzen, wobei Katheryn Winnick nochmal raussticht, was natürlich auch an der Größe ihrer Rolle liegt. Nur Keir O`Donnell ist für mich manchmal ein wenig zu weit drüber. Insgesamt wäre also alles für einen hervorragenden Film geebnet, wenn da nicht das Drehbuch wäre. Die Grundidee mit der Struktur ist natürlich klasse und wenn man die Szenen einzeln rauspickt, sind sie ebenfalls wirklich gut, aber alles, was wir sehen, ist dermaßen unlogisch, dass es wirklich schwierig wird, darüber hinwegzuschauen. Es gibt so viele Dinge im Film, die für sich betrachtet richtig gut dargeboten wurden, aber einfach im Kontext völlig dämlich sind. Ich verstehe an dieser Stelle einfach nicht, wie einem Filmemacher das alles so scheißegal sein kann. Eigentlich hat er einen tollen Film inszeniert und macht ihn dann dadurch irgendwie kaputt. Ich meine damit auch keine kleineren Unzulänglichkeiten, die man ständig in ähnlich gelagerten Filmen vorfindet, sondern wirklich groben Unfug. Das sind auch keine Fehler, die den Machern eventuell nicht aufgefallen sind. Man merkt einfach, dass es ihnen wirklich völlig egal war. Deshalb ist der Film letztendlich nicht ganz einfach zu bewerten. Irgendwie mag ich ihn und will ihn auch mögen, da wirklich viele tolle Szenen enthalten sind, aber die Gleichgültigkeit des Drehbuchs wiegt halt schwer.