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Cristina verlässt ihr Elternhaus, um auf eigenen Beinen zu stehen. Um ihren Lebenstraum umzusetzen, möchte sie sehr schnell viel Geld verdienen und verdingt sich als Edel-Prostituierte. Dies funktioniert zunächst hervorragend, doch irgendjemand ermordet ihre letzten Freier. Da ihre Fingerabdrücke in den verschiedenen Wohnungen verstreut sind, hat sie bald die Polizei an den Fersen.
Dieser Giallo aus dem Jahr 1972 hatte durchaus eine Menge Potential, welches er aber leider nicht ausschöpft. Regisseur Demofilo Fidani baute zwar die Versatzstücke mit schwarzen Handschuhen ein, schafft es aber nicht den Film durchgehend interessant zu gestalten. Zwischen Sleaze und vielen privaten Eskapaden von Paola Senatore, werden eben die Morde eingestreut, die nach dem gleichen Schema ablaufen. Die sind zwar ansehnlich gestaltet aber eben nicht wirklich spannend umgesetzt, da ihnen der Aufbau fehlt. Die Ermittlungen kommen auch zu kurz und auch hier hätte man wirklich was rausholen können, da die eigentliche Geschichte richtig interessant ist. Dieses Potential spielt er aber mit einer wirklich starken Idee, erst in den letzten 20 Minuten vollends aus. Zuvor verlässt er sich zu sehr auf die erotischen Aspekte, die jetzt aber nicht so fesseln, wie er es gerne hätte. Dazu fehlen das Knistern und die Atmosphäre, was es dazu letztlich gebraucht hätte. Dafür haben wir mit Howard Ross noch einen tollen Darsteller, dessen Rolle ebenfalls gut angelegt, aber auch nicht ausgereizt wurde.
Insgesamt kann man sich den Film als Genre Fan also durchaus anschauen. Er ist gut angelegt, aber verschenkt leichtfertig all seine Möglichkeiten. Ein wirklich Giallo affiner Regisseur, hätte hier wirklich was rausholen können, aber Fidani hat den Film aus meiner Sicht einfach nur runtergekurbelt, ohne ihm Esprit zu verleihen.