Das Antlitz des Todes

deadlyfriend

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Das Antlitz des Todes

Die verheiratete Ruth (Analia Gadé) hat einen neuen Mann in ihrem Leben. Dies gefällt ihrem Ehemann Michel (Tony Kendall) natürlich gar nicht, aber er räumt das Feld. Derweilen vergnügt sie sich mit ihrem Liebhaber Paul (Jean Sorel), doch ihre Liebe wird durch seltsame Zwischenfälle gestört, die tödlich hätten ausgehen können. Zufällige Unfälle? Geplante Mordanschläge? Falls es Mordanschläge sind, würde die Frage übrigbleiben, wer hier wen aus dem Verkehr ziehen will, denn in beiden Fällen hätte es entweder Ruth oder Paul treffen können.


Wichtig: Man sollte hier weder eine Inhaltsangabe lesen noch danach im Internet suchen. Egal, wo man kurz reinlesen möchte, wird viel zu viel verraten und das kann die Freude so richtig trüben. Man wartet nämlich dann auf die beschriebenen Ereignisse, anstatt dem wirklich großartig geschriebenen Plot zu folgen.
Der gesamte Aufbau, wirkt zwar wie ein Liebesfilm aber die unterschwelligen Nuancen, verschaffen dem Film eine großartige Atmosphäre, die klar im Fahrwasser der Deborah-Gialli zu verorten ist. Auch wenn man Umberto Lenzis "Paranoia" gesehen hat und ihn schätzt, wird man sich hier sehr schnell wohlfühlen. Das liegt natürlich auch an der hervorragenden Besetzung und Analia Gadé ist hier einfach nur fantastisch. Ein Jammer, dass diese Darstellerin nur selten hier im Land zu sehen war, denn sie zieht einen magisch in den Bann. Ihr Spiel ist sehr facettenreich und sie trifft immer den Kern. Auch Regisseur Josè Maria Forqué schafft es spielend bei den großen Namen dieser Unterart des Giallo mitzuhalten, weshalb ich den Film auch in der Hierarchie weit oben ansiedele. Dennoch wieder die Klarstellung, dass das Auge des Hurricane weder einen Serienkiller mit psychischen Problemen in der Kindheit bietet noch auf garstige Morde Wert legt. Das ist einfach ein hervorragend geschriebener Krimi, der zwar Erotik zeigt, aber nicht Selbstzweckhaft einsetzt. Abgerundet durch einen wundervollen Lounge-Soundtrack von Piero Piccioni, dessen Titelstück "Once and Again" mit zum Besten gehört, was das Genre zu bieten hat. Die Locations der italienisch-spanischen Co-Produktion passen ebenfalls perfekt und selbst der Vorspann zeigt sofort, dass wir es hier mit einem großen und weltmännischem Film zu tun haben, da man sofort eine Verwandtschaft zu Saul Bass erkennt. Wenn man also ein Fan der Spielart "Deborah-Gialli" ist, kommt man an diesem Film absolut nicht vorbei und kann ansonsten seine Sammlung als unvollständig deklarieren. Wer diese Spielart nicht mag und eher langweilig findet, wird allerdings auch hier kein Gefallen finden. Ich danke in jedem Fall X-Rated, dass sie diesen Film hierzulande in einer tollen Edition zugänglich gemacht haben. Selbst die neu erstellte Synchro weiß absolut zu gefallen.
 

Tarantino1980

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Schön das dieser tolle Film auch hier Einzug gehalten hat. Ich war peinlischer Weise der festen Überzeugung das ich ihn mir bereits angeschaut hatte, aber dem war nicht so. Er stand also seit 2018 ungesehen in meiner Sammlung. Ich glaube irgendwie hatte ich ihn mit Paranoia verwechselt den ich definitiv 2 mal geschaut habe. So von der Grunstimmung ähnlich, aber natürlich von der Handlung anders.

Durch deine KK zu Das Antlitz des Todes wurde mir aber klar, das ich ihn definitiv noch nicht kannte, was ich jetzt endlich nachgeholt habe!


Der gesamte Aufbau, wirkt zwar wie ein Liebesfilm aber die unterschwelligen Nuancen, verschaffen dem Film eine großartige Atmosphäre, die klar im Fahrwasser der Deborah-Gialli zu verorten ist. Auch wenn man Umberto Lenzis "Paranoia" gesehen hat und ihn schätzt, wird man sich hier sehr schnell wohlfühlen.
Ich weiß nicht ob es daran liegt das ich aktuell Urlaub habe, aber ich war sofort in einer wohligen Sommerurlaubsstimmung. Das Intro mit dem Titelsong hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich weiß genau was Du meinst man fühlt sich sofort in einem Liebesfilm, merkt dann aber dann doch relativ schnell das irgendwas nicht stimmt, ohne das die Stimmung zu schnell kippt.
Das liegt natürlich auch an der hervorragenden Besetzung und Analia Gadé ist hier einfach nur fantastisch. Ein Jammer, dass diese Darstellerin nur selten hier im Land zu sehen war, denn sie zieht einen magisch in den Bann. Ihr Spiel ist sehr facettenreich und sie trifft immer den Kern.
Das unterschreibe ich auch sehr gerne. Vorallem hat mir gefallen das sie zwar in manchen Szenen in der typischen weiblichen Opferrolle war, aber nie richtig hilflos wirkte. Natürlich war das schon harter Tobak, zumindest für mich, als dann Paul zum schluss seine Maske fallen ließ und seine Freundin/Partnerin Danielle schamlos dort hat einziehen lassen, aber dennoch konnte Ruth sich selber aus der mißlichen Lage befreien und das hat Analia Gadé wirklich perfekt gespielt. Ich fand es auch gut, obwohl sicherlich die Versuchung beim Dreh da war, das die Vergewaltigung von Paul und Danielle an Ruth nur angedeutet wurde und nicht vollzogen wurde. Die Zeichen sahen ja zwischenzeitlich so aus als ob es jetzt passieren würde, aber es wurde nur mit der Vorstellung des Zuschauers gespielt, was ich gut fand!

Auch Regisseur Josè Maria Forqué schafft es spielend bei den großen Namen dieser Unterart des Giallo mitzuhalten, weshalb ich den Film auch in der Hierarchie weit oben ansiedele.
Ja ich bin mir da auch noch nicht sicher welcher dierser Filme aus diesem Sub-Genre des Giallo bei mir die Nase vorne hat. Aber auf jeden Fall hat mir der Film, besonders die sehr interessante Story, gut gefallen.

Kleiner Funfact, auch wenn ich gerade nicht weiß ob ich da zuviel reininterpretiere aber man könnte behaupten das Josè Maria Forqué den Überkopfkuss erfunden hat, der zumindest meiner Wahrnehmung nach erst durch Spider-Man von Sam Raimi aus dem Jahr 2002 eine weltweite bekanntheit erlangte als Spider-Man kopfüber hing und er und Mary Jane so einen Kuss hatten. Die Position war in Das Antlitz des Todes dieselbe ;), nur eben 30 Jahre früher.

Das ist einfach ein hervorragend geschriebener Krimi, der zwar Erotik zeigt, aber nicht Selbstzweckhaft einsetzt.
Auch wenn hier die Auflösung nicht erst zum Schluss kam, sondern man so ca. nach 3/4 des Filmes wusste was Motiv und Täter sind, so war es dann auf jeden Fall auch noch ein sehr spannender Schlussakt. Und im direkten vergleich zu Rausch der Begierde, da ich beide Filme am selben Abend sah, war das hier doch schon fast prüde :nice:

Abgerundet durch einen wundervollen Lounge-Soundtrack von Piero Piccioni, dessen Titelstück "Once and Again" mit zum Besten gehört, was das Genre zu bieten hat.
Wie bereits zu Anfang erwähnt hat mich das Titelstück sofort in die Stimmung des Films hineingezogen. Auch wenn es inhaltlich in keinster Weise eine Ähnlichkeit hat, war es für mich die selbe Wirklung wie bei den klassischen Bond Filmen. Man schaut sich das Intro an, hört die Musik und ist sofort in einer ganz besonderen Stimmung.

Ich danke in jedem Fall X-Rated, dass sie diesen Film hierzulande in einer tollen Edition zugänglich gemacht haben. Selbst die neu erstellte Synchro weiß absolut zu gefallen.
Diesem Dank schließe ich mich absolut an Auch das die eben nicht nur diese tolle restaurierte Fassung auf den Markt gebracht haben, sondern eben auch extra eine neue Synchro erstellt haben die sich wirklich gut anhört und authentisch wirkt, was ja bei nachsynchronisierten Filmen die zur Entstehungszeit keine deutsche Synchro hatten, auch nicht gerade leicht ist.
 
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