Trauma
Ein Schriftsteller möchte im spanischen Hinterland ein wenig in Ruhe arbeiten und sucht sich dafür eine kleine Pension an einem See aus. Die Besitzerin ist zwar ein wenig seltsam, aber nicht unsympathisch. Am selben Tag kommt noch ein junges Pärchen an, was für den nächsten Tag eine Bergtour geplant hat. Dazu kommt es aber nicht mehr, denn ein Killer mit schwarzen Handschuhen und Rasiermesser bewaffnet, geht um.
Dieser spanische Giallo aus dem Jahr 1978 ist auch gleichzeitig der letzte Film von León Klimovsky gewesen. Dabei ist ihm ein äußerst schwankendes Werk gelungen und dies in fast allen Bereichen. Einige Darsteller machen einen guten Job, andere hingegen sind zum Verzweifeln. So ähnlich verhält es sich auch mit der Musik. Zum Einstieg ertönt eine verheißungsvolle Genre Musik und dann gibt es wieder Melodien zu hören, die unpassend wirken und eher das Gefühl erzeugen, dass er die Bilder darunter nicht wirklich ernst nimmt. Irgendwie schade, da die Kamera wirklich schöne Bilder liefert und auch die Locations hervorragend ausgewählt wurden. Dagegen ist die Story aber wenig ausgefeilt. Manche Opfer sind lediglich für Bettszenen und den anschließenden Mord eingeführt, andere dagegen bringen den Film zwar nicht weiter, sind aber dadurch auch viel zu lange zu sehen. Irgendwie wirkt "Violacion Fatal" unausgegoren, was sich auch in den Mordszenen spiegelt. Die zeigen zwar einen gewissen Härtegrad auf und sind auch durch und durch Gialloesque durchgeführt, dann aber auch teilweise völlig dilettantisch umgesetzt. Insgesamt also ein recht dröger Vertreter, mit einigen Höhen aber vielen Tiefen. Beim Plotwist, im Verbund mit den vorangegangenen Bildern, runzelt man ebenfalls die Stirn.
Nun ja, für Leute, die mit dem Genre fast durch sind, ganz interessant, aber ansonsten ist er irgendwie auch verzichtbar.