Death walks on High Heels

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Death walks on High Heels

Ein Juwelendieb wird im Zug ermordet, doch der Killer findet dort die erhoffte Beute nicht. Er vermutet sie bei der Tochter des Ermordeten. Hierbei handelt es sich um Nicole, eine Stripperin, die in Paris lebt. Schon bald setzt er ihr psychisch und auch physisch zu, da er die Beute haben will. Nicole scheint allerdings überhaupt nichts davon zu wissen, was der Killer von ihr will, und bangt fortan um ihr Leben. Selbst eine Flucht nach England hilft nur kurzfristig.

"Death walks on High Heels" gehört zu meinen geheimen Lieblingen. Das liegt an der Mischung des Films, die allerdings nicht überall faszinieren wird. Zum Teil ist es ein klarer Giallo mit schwarzen Handschuhen, Mörder mit Flüsterstimme und weiteren Zutaten des "Argento-Giallo", aber er bietet auch zum großen Teil eher die Krimikost der 50er bzw. 60er Jahre, mit einer Menge Hitchcock in petto. Das heißt das Bedrohungs-Szenario geht eher in die Richtung von Martino und Konsorten, aber der Plot, mit all seinen Wendungen, bedient eben eher britische Krimikost. Dazu passend, dass der Film in Paris und in der Nähe von London spielt, was dem Film auch seinen eigenen Charme verleiht. Hinzu kommen die britischen Ermittler, die dann auch für leichten und ironischen Humor sorgen und den Film auflockern. Etwas, was ich sonst gar nicht so gerne mag, aber hier gefiel es mir einfach sehr gut.

Selbstverständlich glänzt der Film auch durch seine Beteiligten. Mit Nieves Navarro ist natürlich eine Top-Darstellerin des Genres an Bord und wird von Simon Andreu und Frank Wolff fabelhaft begleitet. Musikalisch gibt es die Klänge von Stelvio Cipriani und Nora Orlandi zu hören, was natürlich zur Speerspitze gehört. Regisseur Luciano Ercoli hat in seiner Karriere leider nur 8 Filme gedreht, aber die 4 die ich von ihm kenne, sind allesamt absolut klasse. An manchen Stellen wird der etwas langsame Aufbau und das Tempo kritisiert, aber da bin ich auf der anderen Seite, denn ich mag den Aufbau, da er ungemein zur Charakterisierung beiträgt und den Figuren auch die nötige Tiefe für diesen irrwitzigen Plot, mit all seinen Wendungen, auf den Weg gibt. Zudem ist dieser Aufbau richtig toll fotografiert und die Locations dazu sind ein Traum.

Wie man unschwer erkennen kann, mag ich den Film unheimlich gerne, aber leider führt er hierzulande ein Schattendasein.
 
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