Die Odyssee

Count Dooku

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Gesamtübersicht aller Kritiken zu Die Odyssee (2026):

#02 20.07.2026 Count Dooku
 
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Count Dooku

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Die Odyssee

Als ich hörte, dass Christopher Nolan eine Adaption von Homers "Die Odyssee" dreht, war ich skeptisch.
Nolans Stil ist mir zu bodenständig, sehr auf real zu drehende Szenen bedacht. Der Stoff hätte eher zu einem Denis Villeneuve oder Del Toro gepasst.
Dazu hatten mich seine letzten Werke bei weitem nicht mehr so fesseln können wie ein Inception, Interstellar oder die Dark Knight Trilogie.

Der vorliegende Film ist eine zwiespältige Sache.
Die Szenen auf Ithaka sind sehr gut, vor allem der letzte Akt.
Dazu spielen Matt Damon und Anne Hathaway wirklich großartig.
Andererseits schafft es Nolan nicht, eine stimmigere Welt aufzubauen.
Nolan mischt sehr viel zusammen, was nicht so richtig zusammenpassen will.
Schon am Anfang, wenn man Travis Scott als Barde sieht mit seiner Frisur wirkte das für mich nicht "authentisch".
Ebenso Odysseus Schiff, welches ein Wikingerlangboot ist.
Auch die Rüstungen sehen teilweise seltsam aus. Vor allem die von Agamemnon. Sie sieht zu clean aus und der Darsteller läuft in ihr sehr steif rum. Wirklich kämpfen hätte er mit der nicht können. Da hab ich mir auch die Frage gestellt, warum Nolan diese Figur überhaupt so komisch darstellt.
In Odysseus Besatzung sind unter anderem Himesh Patel und Will Yun Lee, denen ich einfach nicht abkaufe, dass sie Griechen sind.
Auch das berühmte Trojanische Pferd sieht irgendwie seltsam aus. Es wirkt für mich zu fein, als ob es ein Künstler geschaffen hätte. Dazu sieht es von außen viel kleiner aus, als bei den Innenaufnahmen. Dazu noch die Frage, warum man es mitten im Wasser stehen ließ.

Die mythischen Kreaturen und Orte sind teils teils.
Die Orte sind zu echt und unspektakulär mit Ausnahme der Location für die Unterwelt. Die wurde stimmig inszeniert.
Die Kreaturen vor allem der Zyklop sind gut umgesetzt. Allerdings hat der Zyklop das Handycap, dass er nicht direkt in die Kamera spricht.

Lupita Nyong'o und Eliot Page, welche beide im Vorfeld viel Spot, Häme und Schlimmeres im Netz bekamen, sind dagegen ganz ok.

Nervig war für mich der Sound. Die Musik von Ludwig Göransson klingt in den ruhigeren Momenten ganz angenehm. Aber sobald mehr Bass rein kommt, haben die Lautsprecherboxen im Kino sehr unangenehm gedröhnt. Göransson sollte für die Musik Instrumente wählen, die zu der damaligen Zeit passen anstatt einen orchestralen Score zu verwenden.

Am Ende ist Nolan zwar ein guter Film gelungen, dem aber dieser Zauber fehlt, den diese alten Filme über griechische Mythologie für mich hatten.
 

Tarantino1980

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Schön das der Film hier einzug gehalten hat! Ich habe ihm am Startwochenende Samstags auch gesehen und eigentlich wollte ich ihn mir dann sogar in IMAX anschauen, aber aus persönlichen Gründen habe ich es an dem Tag leider nicht geschafft die hin und rückreise bis nach Düsseldorf auf mich zu nehmen, daher hatte ich mich dann spontan für das UCI in Hürth umentschieden, was aber meinem Filmgenuss keinen Abbruch tat. Aber dazu gleich noch mehr.


Als ich hörte, dass Christopher Nolan eine Adaption von Homers "Die Odyssee" dreht, war ich skeptisch.
Skeptisch weil Du das Buch für schwer verfilmbar hälst, oder wegen Christopher Nolan?


Nolans Stil ist mir zu bodenständig, sehr auf real zu drehende Szenen bedacht. Der Stoff hätte eher zu einem Denis Villeneuve oder Del Toro gepasst.
Beides sehr geniale Regisseure die mit Sicherheit auch einen sehr guten Film draus gemacht hätten! Ich hätte mir auch, wegen The Northman Robert Eggers sehr gut vorstellen können, aber ich finde das Nolan hier auch einen sehr guten Job gemacht hat!

Dazu hatten mich seine letzten Werke bei weitem nicht mehr so fesseln können wie ein Inception, Interstellar oder die Dark Knight Trilogie.
Der Punkt ist fair. Ich mochte zwar Oppenheimer und Dunkirk auch, aber gerade die älteren Filme von Nolan waren schon nochmal eine andere Liga irgendwie, wobei ich Oppenheimer auch sehr gut fand. Generell, ich glaube ich habe es schon das ein oder andere Mal erwähnt, würde es mich sehr freuen wenn Nolan nochmal einen etwas kleinerne Film wie z.B. Insomnia drehen würde, gerne auch etwas oppulenter wie z.B. The Prestige, die ich beide sehr liebe. Irgendwie habe ich bei Nolan das Gefühl das er immer noch eine Schippe drauf legen will. Natürlich gut wenn man als Filmemacher diesen Anspruch hat, aber er hat ja auch in der Vergangenheit mit deutlich weniger Budget auf sich aufmerksam gemacht.

Die Szenen auf Ithaka sind sehr gut, vor allem der letzte Akt.
Das hat mir auch gut gefallen und hatte eine tolle Atmosphäre!

Dazu spielen Matt Damon und Anne Hathaway wirklich großartig.
Dem schließe ich mich an. Die beiden haben für mich den Film absolut getraken. Die anderen Nebenrollen waren zwar teilweise gut, aber so gerne ich ihn auch sehe, Tom Holland hat mich hier einfach nicht wirklich überzeugt. Auch Robert Pattinson, was vielleicht an dem Charakter lag, war einfach nur nervig und konnte mich auch nicht überzeugen. Zendaya hingegen, auch wenn ihre Rolle auch nicht so groß ausgefallen ist als ich gehofft habe, strahlte hingegen wieder absolut!

Andererseits schafft es Nolan nicht, eine stimmigere Welt aufzubauen.

Nolan mischt sehr viel zusammen, was nicht so richtig zusammenpassen will.
Schon am Anfang, wenn man Travis Scott als Barde sieht mit seiner Frisur wirkte das für mich nicht "authentisch".

Ebenso Odysseus Schiff, welches ein Wikingerlangboot ist.
Historisch gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn man dann aber den Grund kennt warum er sich für diese Art von Schiff entschieden hat, ist das meiner Meinung nach auf jeden Fall, gerade in der heutigen Zeit von CGI Welten, einfach nur irre geil! Nolan drehte die Irrfahrten auf offener See vor Schottland und Sizilien. Antike mykenische Kriegsschiffe existieren heute nicht als hochseetaugliche, sturmerprobte Nachbauten, während die Draken bereits den Atlantik überquert hat. Die Darsteller um Matt Damon musste in einem echten Rudercamp lernen, dieses 100 Tonnen schwere Holzschiff durch reale Stürme und Wellen zu bewegen. Nolan wollte, dass die Kamera die echte Erschöpfung der Männer einfängt. Und für diese tollen realisistischen Bilder drücke ich dann gerne das ein oder andere Auge bei der historischen Genauigkeit zu. Heutzutage sieht CGI meistens, besonders wenn eine Welt komplett digital erzeugt wurde, meistens nicht mehr richtig gut aus. Da sahen frühere Filme mit CGI sogar besser aus. Man fragt sich wieso, aber wie so häufig liegt es am Geld. Ich habe das mal irgendwo gelesen das viele Studios wohl gerne auf die Unreal Enginge 5 zurückgreifen, was vieles zeitlich und somit kostentechnich günstiger macht, aber eben auch an Qualität einbühst. Ob das wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Aber was fakt ist, das man früher häufiger sich die Mühe gemacht hat reale Sets nachzubauen und nur gewisse Sachen mit CGI ergentz hat. Schaut man sich viele aktuelle Produktionen an kann man vörmlich schon den Greenscreen riechen somit fällt es auch schwerer etwas natürlich wirken zu lassen, gerade in Punkto Belichtung. Aber es geht halt schneller udn ist günstiger. Von daher bin ich für jeden praktischen Effekt heutzutag dankbar!

In Odysseus Besatzung sind unter anderem Himesh Patel und Will Yun Lee, denen ich einfach nicht abkaufe, dass sie Griechen sind.
Generell ein schwieriges Thema. Wie sieht ein Grieche oder Deutscher aus? Wissen wir zu 100% das es nicht schon damals, dank Seefahrt, schon Mischpaarungen gab und somit, genauso wie heute sich viele Völker zusammen gepaart haben? Sowas triggert mich nicht so sehr, als wie wenn man aus einer männlichen Figur eine Frau macht oder umgekehrt.

Auch das berühmte Trojanische Pferd sieht irgendwie seltsam aus. Es wirkt für mich zu fein, als ob es ein Künstler geschaffen hätte. Dazu sieht es von außen viel kleiner aus, als bei den Innenaufnahmen. Dazu noch die Frage, warum man es mitten im Wasser stehen ließ.
Proportionen sind generell finde ich immer ein heikles Thema in Filmen, gerade wenn die Außenkulisse eine andere ist als dann das eigentliche Set wo es gedreht wurde.

Das mit dem Wasser habe ich mir halt so erklärt das es, da es ja ein Geschenk sein sollte, von einem gekänterten Schiff an Land gespührt werden sollte, also so sollte es halt aussehen damit sie es in ihre Stadt mitnehmen. Ansonsten, wenn es da einfach so rumgestanden hätte, wäre die Frage wohl größer gewesen warum nicht 100 Männer dabei sind und nicht irgendwo ein Schiff zu sehen ist, der dieses Geschenk hat dort hingebracht.

Die mythischen Kreaturen und Orte sind teils teils.

Die Orte sind zu echt und unspektakulär
Das soll keine Kritik sein aber kannst Du mir ein Beispiel nennen wo Dir solche Orte besser gefallen haben? Und jetzt bitte nicht Herr der Ringe, das ist einfach ein Mamutprojekt gewesen was es so in dieser Form wohl nie wieder geben wird.



Lupita Nyong'o und Eliot Page, welche beide im Vorfeld viel Spot, Häme und Schlimmeres im Netz bekamen, sind dagegen ganz ok.
Beide Rollen waren einfach viel zu klein. Bei Eliot Page kommt leider auch eine persönliche abneigung hinzu, so das ich da noch nicht mal traurig drum war. Aber so wie die Figuren im Film dargestellt wurden hätte im Prinzip jeder ds spielen können der etwas Schauspielerfahrung hat, da hätte es keinen großen Namen meinerseits benötigt.

Nervig war für mich der Sound. Die Musik von Ludwig Göransson klingt in den ruhigeren Momenten ganz angenehm. Aber sobald mehr Bass rein kommt, haben die Lautsprecherboxen im Kino sehr unangenehm gedröhnt.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich fande den Score und den Sound im Kino sehr brachial und er hat mir sehr gut gefallen, da hat bei mir im Saal nichts unangenehm gedröhnt.

Göransson sollte für die Musik Instrumente wählen, die zu der damaligen Zeit passen anstatt einen orchestralen Score zu verwenden.
Das hingegen ist ein fairer Punkt und hätte mit Sicherheit zu der ein oder anderen Szene sehr gut gepasst!

Am Ende ist Nolan zwar ein guter Film gelungen, dem aber dieser Zauber fehlt, den diese alten Filme über griechische Mythologie für mich hatten.
Mir hat der Film gut gefallen, ein paar Abstiche hat er aber eine 8.5/10 ist er für mich auf jeden Fall. Ich freue mich jetzt schon auf den Heimkinorelease mit einem hoffentlich sehr aufschlussreichen Making Of.
 

Count Dooku

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Skeptisch weil Du das Buch für schwer verfilmbar hälst, oder wegen Christopher Nolan?

Hab ich doch im darauffolgenden Satz erklärt. Nolan ist mit seinen Filmen zu "realistisch". Ein Fantasy-Stoff ist mit seinem Stil nicht kompatibel.


Historisch gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn man dann aber den Grund kennt warum er sich für diese Art von Schiff entschieden hat, ist das meiner Meinung nach auf jeden Fall, gerade in der heutigen Zeit von CGI Welten, einfach nur irre geil! Nolan drehte die Irrfahrten auf offener See vor Schottland und Sizilien. Antike mykenische Kriegsschiffe existieren heute nicht als hochseetaugliche, sturmerprobte Nachbauten, während die Draken bereits den Atlantik überquert hat. Die Darsteller um Matt Damon musste in einem echten Rudercamp lernen, dieses 100 Tonnen schwere Holzschiff durch reale Stürme und Wellen zu bewegen. Nolan wollte, dass die Kamera die echte Erschöpfung der Männer einfängt. Und für diese tollen realisistischen Bilder drücke ich dann gerne das ein oder andere Auge bei der historischen Genauigkeit zu. Heutzutage sieht CGI meistens, besonders wenn eine Welt komplett digital erzeugt wurde, meistens nicht mehr richtig gut aus. Da sahen frühere Filme mit CGI sogar besser aus. Man fragt sich wieso, aber wie so häufig liegt es am Geld. Ich habe das mal irgendwo gelesen das viele Studios wohl gerne auf die Unreal Enginge 5 zurückgreifen, was vieles zeitlich und somit kostentechnich günstiger macht, aber eben auch an Qualität einbühst. Ob das wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Aber was fakt ist, das man früher häufiger sich die Mühe gemacht hat reale Sets nachzubauen und nur gewisse Sachen mit CGI ergentz hat. Schaut man sich viele aktuelle Produktionen an kann man vörmlich schon den Greenscreen riechen somit fällt es auch schwerer etwas natürlich wirken zu lassen, gerade in Punkto Belichtung. Aber es geht halt schneller udn ist günstiger. Von daher bin ich für jeden praktischen Effekt heutzutag dankbar!

Das ist durchaus lobenswert. Vielleicht hätte man auch für den Film ein seetaugliches Schiff bauen können

Das soll keine Kritik sein aber kannst Du mir ein Beispiel nennen wo Dir solche Orte besser gefallen haben? Und jetzt bitte nicht Herr der Ringe, das ist einfach ein Mamutprojekt gewesen was es so in dieser Form wohl nie wieder geben wird.

Einem Nolan hätte ich das durchaus zugetraut.
Mit Ausnahme von dem Drehort für die Unterwelt, sahen die Orte einfach zu "normal" aus.

Beide Rollen waren einfach viel zu klein. Bei Eliot Page kommt leider auch eine persönliche abneigung hinzu, so das ich da noch nicht mal traurig drum war. Aber so wie die Figuren im Film dargestellt wurden hätte im Prinzip jeder ds spielen können der etwas Schauspielerfahrung hat, da hätte es keinen großen Namen meinerseits benötigt.

Man kriegt halt das Gefühl, dass man die Leute nur gecastet hat, um bestimmte Leute zu triggern und um Stimmung wegen des Films zu generieren.
Vielleicht hätten viel weniger Leute von dem Film geredet, hätte nicht Elon Musk seinen Senf dazu gegeben.
Wahrscheinlich hat man deshalb das Gerücht dass Eliot Page Achilles spielen soll, einfach unkommentiert gelassen, weil aus diesem Gerücht verschiedene Memes und KI Videos entstanden sind. Dadurch war der Film im Gespräch ohne eigenen großen Werbeaufwand.

Das kann ich nicht bestätigen. Ich fande den Score und den Sound im Kino sehr brachial und er hat mir sehr gut gefallen, da hat bei mir im Saal nichts unangenehm gedröhnt.

Gut möglich, dass du in einem besser dafür ausgestatteten Kinosaal warst.

Das hingegen ist ein fairer Punkt und hätte mit Sicherheit zu der ein oder anderen Szene sehr gut gepasst!

George Lucas hatte damals bei Star Wars darauf bestanden, dass ein klassischer Score benutzt werden muss als emotionaler Anker für das Publikum.
 
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