Die Bestie aus dem Weltenraum
Ein Raumschiff, welches sich auf dem Rückflug von der Venus befand, stürzt kurz vor der italienischen Küste ins Meer ab. Ein paar Fischer können noch zwei Besatzungsmitglieder lebend bergen, bevor es komplett im Meer versinkt. An Bord war auch noch ein seltsames Ei, welches an Land gespült wird und von einem kleinen Jungen an einen Zoologen übergeben wird. Dort schlüpft ein seltsames Tier, welches rasant wächst und schon bald aus der Gefangenschaft ausbricht.
Der Monster Sci-fi Film aus dem Jahre 1957 besitzt vor allem zwei erinnerungswürdige Punkte. Einmal das Monster selbst, welches durch die berühmte Technik von Ray Harryhausen zu Leben erwacht und auch sehr facettenreich agiert und natürlich der Schauplatz Rom, wodurch der Film einfach ein völlig anderes Ambiente erhält, wenn das Monster über das Colosseum und das Forum Romanum stiefelt. Storytechnisch ist man natürlich klar bei "Panik in New York" angekommen, nur das es diesmal kein Dinosaurier ist. Der Film ist insgesamt sehr gut umgesetzt und Fans von sochen Filmen, werden ihre helle Freude haben. Allerdings ist das Monster kein wirkliches Monster. Im Grunde ist "Ymir" nämlich ein harmloser Geselle, welcher entführt, beschossen, mit Elektroschocks bearbeitet und letztendlich auch noch von Panzern angegriffen wird. Aggressionen sind keine auszumachen, sondern lediglich Wehrhaftigkeit, weil er einfach angegriffen wird. Dieser Umstand wird mir insgesamt aber zu wenig herausgearbeitet. Er ist zwar vorhanden, weshalb man als Zuschauer eher auf der Seite des Monsters ist, allerdings viel zu neutral. Die "Bestie" sieht zwar toll aus, aber hat zu wenig Persönlichkeit. Die Protagonisten im Film betonen den Umstand ebenfalls kaum, was den Eindruck erweckt, dass man sich lediglich auf das Monster und die Kulissen verlassen hat ohne dazu eine Aussage zu hinterlassen. Aus diesen Gründen hinterlässt der Film bei mir dann auch eher einen zwiespältigen Eindruck.